
Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte. Letzterer könnte Microsoft sein, die anderen beiden sind Google und China. Kurz zur Erinnerung: Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurden der Suchriese und knapp zwei Dutzend andere Unternehmen Opfer einer gezielten und schweren Cyber-Attacke. Wie sich herausstellte, wurde sie von chinesischen Elite-Schülern im Auftrag der kommunistischen Regierung des Landes durchgeführt, was China allerdings bestreitet. Als Reaktion auf den Angriff hatte Google angekündigt, die vereinbarte Zensur in China zu beenden und sich notfalls sogar komplett aus dem Land zurückzuziehen. Seitdem suchen beide Parteien nach einer Lösung, beharren aber weiter auf ihrem jeweiligen Standpunkt. Diesen hat der chinesische Minister für Industrie und Informationstechnologie, Li Yizhong am heutigen Freitag noch einmal in deutliche Worte gepackt.
Am Rande der Tagung des Volkskongresses in Peking stellte er klar, dass Google “die Konsequenzen wird tragen müssen”, wenn die von der chinesischen Regierung geforderten Zensurbestimmungen nicht auch weiterhin umgesetzt werden. Und weiter: “Ich hoffe, Google kann Chinas Regeln und Bestimmungen respektieren. Wenn jemand auf Maßnahmen beharrt, die gegen chinesisches Recht verstoßen, dann wiederhole ich: Dieser jemand ist unfreundlich und unverantwortlich und wird die Konsequenzen selbst zu verantworten haben.” Eine recht deutliche Ansage und es stellt sich die Frage, ob man Google an seinen Taten oder nur den Worten wird messen können.
Denn eines musste dem Suchriesen bei seiner Drohung klar gewesen sein: dass sie diese im Zweifelsfall auch würde umsetzen müssen. Dass sich eine nicht gerade als kooperationsbereit bekannte oder beim Durchsetzen ihrer Forderungen zimperliche Regierung eines Landes mit einer Bevölkerungszahl von über einer Milliarde Menschen von einem ausländischen Unternehmen würde einschüchtern lassen, war nämlich nicht zu erwarten.
Aber selbst wenn sich Google nicht aus dem Land zurückziehen sollte, gibt es bereits den oben erwähnten lachenden Dritten. Microsoft hatte nämlich erst vor kurzem vermeldet, dass auf den Smartphones des amerikanischen Herstellers Motorola, die für den chinesischen Markt bestimmt sind, künftig nicht mehr Google sondern die hauseigene Suchmaschine Bing vorinstalliert sein wird. Damit reagiert der Mobilfunk-Hersteller direkt auf die Streitigkeiten zwischen China und Google und der ungewissen Zukunft der Suchmaschine im Land. Dieser Stich ins Herz der Google-Verantwortlichen muss direkt doppelt wehtun, da auf den Geräten das Betriebssystem Android 2.0 läuft – entwickelt von Google.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt. Dass Google komplett aus China abzieht, ist unwahrscheinlich. Das hätte ja längst passiert beziehungsweise in die Wege geleitet worden sein können. Die Gesprächsbereitschaft – zumindest von seiten des Unternehmens – spricht für dessen Verbleib. Dass Google.cn abgeschaltet wird, erscheint da schon wahrscheinlicher, obwohl es vermutlich darauf hinauslaufen wird, dass sich Google den Gesetzen des Landes am Ende beugen wird. Und einige Monate später ist Gras über die Sache gewachsen und es heißt: Business as usual. Oder welches Szenario haltet ihr für am wahrscheinlichsten?
(Marek Hoffmann)

12.03.2010, Themen: Hardware, IT, Internet, Produkte, Unternehmen- 1 Kommentar →

“Kunden können am Freitag, den 12. März ab 5.30 Uhr morgens pazifischer Zeit auf apple.com ihre Vorbestellung tätigen.” Diese Mitteilung ist all jenen als E-Mail ins virtuelle Postfach geflattert, die ihre Adresse in Apples Benachrichtigungsliste hinterlegt hatten. Heute ab 14.30 Uhr unserer Zeit sitzen also Steve Jobs netten Angestellten mit Notiz-Zetteln und Bleistiften bereit, um eventuell eingehende Vorbestellungen für das “magische und revolutionäre iPad“ entgegenzunehmen. Und offenbar erwartet der Maestro einen regen Zulauf, denn Analysten zufolge sollen allein im ersten Halbjahr 2010 um die 5 Millionen iPads hergestellt werden. Ob die dann auch wirklich an den Mann/Frau gebracht werden können, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Über die Verkaufspreise und Verfügbarkeiten hatten wir euch ja bereits informiert – wer also hierzulande nicht bis Ende April warten möchte und über einen Zweitwohnsitz in den USA und eine amerikanische Kreditkarte verfügt (bei Bedarf könnte ich mit letzterem aushelfen), der sollte jetzt die Uhr nicht mehr aus den Augen lassen.
Püntklich zu dieser Ansage hat ein weiterer Buchverlag ganz deutlich seine Sympathien für das Multimedia-Tablet aus Cupertino betont. Nachdem vor einigen Tagen bereits John Makinson, seines Zeichens CEO von Penguin Books, seine Freude über das iPad und dessen Nutzen für sein Haus mit der Welt geteilt hatte, ziehen nun die Verantwortlichen Barnes & Noble nach. Auf dem Unternehmensblog des größten amerikanischen Buchhändlers heißt es: ”…daher wollten wir bestätigen, dass wir in Kürze einen neuen B&N eReader für das iPad anbieten werden”. More →
12.03.2010, Themen: Bücher, Geld, Internet, Produkte, Unternehmen- 7 Kommentare →

Es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass Twitter sich schon lange vom Slogan “Was machst du gerade” verabschiedet hat und nun fragt, “Was sagen andere über…?”. Damit zollen die Verantwortlichen des Microblogging-Dienstes dem Trend Respekt, dass profane Tweets mit simplen Tätigkeitsbeschreibungen und relativ geringem Informationswert sukzessive durch News-lastige Kurznachrichten ersetzt werden. Dazu gehören immer öfter brandaktuelle Berichte wie beispielsweise nach der Präsidentschaftswahl im Iran, dem Flugzeugabsturz in den Hudson River oder der Bundespräsidentenwahl. Dabei sind es oft aber nicht nur die sogenannten Bürgerjournalisten, die zufällig zur rechten Zeit am richtigen Ort sind und über Vorfälle twittern. Häufiger sind es Journalisten selbst, die ihre Follower mit Exklusivmaterial füttern.
Und genau dieser Umstand geht der amerikanischen Nachrichtenagentur Reuters gewaltig gegen den Strich. So gewaltig sogar, dass sie kürzlich eigens für ihre Mitarbeiter Verhaltensregeln im Umgang mit Social Networks erstellt und in das Kapitel “Reporting from the internet” ihres “Handbook of Journalism” aufgenommen hat. Unter anderem enthält es die Anordnungen, dass erst ein Vorgesetzter kontaktiert werden sollte, bevor ein Reuters-Journalist Twitter zu beruflichen Zwecken nutzt, diese Tweets dann von jemand anderem zur Sicherheit gegengelesen werden sollen, in ihnen keine persönlichen – vor allem politischen – Ansichten enthalten sein sollen und der Mitarbeiter für seine privaten Tweets entsprechend einen privaten Account nutzen sollte. Alles völlig nachvollziehbare Grundsätze, die in der Basic-Thinking-Redaktion ähnlich gehandhabt werden und Irritationen wie im Beispiel von Alex Paynes Tweet verhindern sollen . Der in meinen Augen entscheidende Passus ist aber jener, der die Journalisten dazu auffordert, ihre Nachrichten nicht auf Twitter auszuplaudern, bevor die Reuters-Kunden sie erhalten haben. More →
12.03.2010, Themen: Geld, Internet, Produkte, Social Networks, Unternehmen- 3 Kommentare →
Im Zuge unserer kleinen Monetarisierungsdebatte in eigener Sache warfen einige Leser immer wieder die Idee Flattr in den Raum. Es geht um die Frage, wie Blogs – privat oder kommerziell – ihren eigenen Betrieb finanzieren können. Paid Content ist eine Möglichkeit und Flattr, erfunden vom Mitgründer von The Pirate Bay Peter Sunde, ist ein ziemlich kreativer Ansatz. Die Diskussion über Bezahlinhalte wird offenbar immer breiter geführt, immer mehr Modelle werden im Netz lanciert, doch bei allen stehen stets zwei Punkte im Vordergrund:
- Jeder Publisher muss in der Lage sein, darüber entscheiden zu können, wie er seine Inhalte im Netz verfügbar macht.
- Es muss ein idiotensicheres Payment-System existieren, welches sowohl die nötige Sicherheit mit sich bringt, als auch einfach genug zu bedienen ist, um die Hemmschwelle beim Zahlvorgang möglichst gering zu halten.
Schauen wir uns also mal eine neuen Kandidaten an: Fraxion zum Beispiel möchte einen etwas anderen Weg gehen. Dank Fraxion soll es jedem Blogger ermöglicht werden, die gewünschten Inhalte gegen Zahlung freizugeben, wobei die Zahlung durchaus minimal sein darf, um die Hemmschwelle für potentielle Leser so gering wie möglich zu halten. Schaut Euch dazu am besten den folgenden Clip an. More →
12.03.2010, Themen: Blogging, Geld, Internet, Startups- 42 Kommentare →

Im Original stammt der Mindflex vom amerikanischen Spielzeugkonzern Mattel, wurde zu Beginn des vergangenen Jahres auf der CES vorgestellt (keine Ahnung, ob es das Teil mittlerweile auch bei uns zu kaufen gibt) und war ein echter Hingucker. Es befähigte nämlich den Spieler, nur Kraft seiner Gedanken einen kleinen Ball durch ein Plastiklabyrinth zu führen. Der Trick dabei bestand darin, dass mittels eines Kopfaufsatzes die Hirnströme gemessen wurden und je stärker diese waren, desto stärker blies ein Ventilator den Spielball durch die Lüfte.
Nun haben die Jungs von Harcos Labs ihre eigenen Vorstellungen davon gehabt, was man mit dem Mindflex so alles anstellen könnte und haben sich eine Do-it-yourself-Variante desselbigen gebastelt. Auch bei ihr werden die Hirnströme gemessen, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Nun gilt es, so gut wie möglich nichts zu denken und seine Gehirnströme auf einem niedrigen Level zu halten. Steigt deren Intensität nämlich, was durch eine Ampel-ähnliche Lämpchenanordnung angezeigt wird, und übersteigt dabei einen kritischen Punkt, setzt es… Stromstöße (siehe Bild). Wer andere nicht leiden sehen kann, sollte jetzt nicht weiter lesen, alle anderen werden vermutlich mit den (freiwilligen) “Testpersonen” mitlachen müssen… More →
11.03.2010, Themen: Fun, Hardware, Internet, Personen, Produkte- 12 Kommentare →

Das Thema RSS kann ja durchaus für kontroverse Diskussionen sorgen, wie wir hier auf dem Blog kürzlich fesgestellt haben. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich am gestrigen Mittwoch über ein neues Google-Feature gelesen habe, das dem RSS-Feed-Konsumenten ein Leseerlebnis sondergleichen bescheren sollte. Ich habe es mir daher mal genauer angeguckt, es den Vormittag über ausprobiert und muss sagen, ich bin etwas verwirrt. Aber dazu gleich mehr. Zuerst beschreib ich mal kurz, was das Feature kann.
Beim sogenannten Google Reader Play handelt es sich um ein “experimentelles Produkt” (zu Deutsch: es befindet sich noch im Google Lab-Status) des Google Reader Teams, “das das beste Zeug im Reader für jedermann einfacher zugänglich macht, während es den Reader-Usern eine neue Möglichkeit bietet, ihre Feeds zu lesen.” Auf den Punkt gebracht, ist der Google Reader Play eine optisch ansprechendere Form der Feed-Präsentation, die Bilder und Videos besonders stark hervorhebt und im Slide-Show-Style browsebar macht. Ich versuche mal anhand einiger Screenshots die Hauptmerkmale hervorzuheben… More →
11.03.2010, Themen: Ideen, Internet, Produkte, Unternehmen- 8 Kommentare →
Was vereint Bewegungssensoren, ein Drei-Achsen-Gyroskop, einen Drei-Achsen-Beschleunigungssensor, einen Erdmagnetfeld-Sensor sowie einen farbändernden Anzeigenbereich? Richtig, Sonys neuer Motion-Controller für die Playstation3. Die Japaner haben endlich den Duft des Zeitgeistes geschnuppert und verstanden, dass die Knöpfchen-Fernbedienung ein überholtes Relikt ist. Die Wii hat erfolgreich vorgemacht, wie Games heute gespielt werden: nämlich im Raum, mit vollem Körpereinsatz des Spielers. Der Move Motion Controller wird ab Herbst 2010 in Deutschland verfügbar sein und zwar unter anderem als Bundle, in dem noch ein Sub-Controller und die Eye-Kamera stecken. Preise wurden heute allerdings noch nicht mitgeteilt.
Jetzt schauen wir uns aber erst einmal den Controller im Detail an: Auf den ersten Blick sieht er aus wie eine Mischung aus Taschenlampe und Vibrator – und so falsch liegen wir mit dieser Einschätzung auch nicht. Die Leuchtkugel oben soll dafür sorgen, dass die Kamera den Controller nicht aus den Augen verliert: Erkannt werden daher sowohl schnelle Bewegungen (zum Beispiel beim Tennis-Spielen) als auch ganz subtile Handlungen (wie beim Malen mit einem Pinsel), verspricht Sony. Für die haptische Resonanz gibt es wiederum eine integrierte Vibrationsfunktion. Unterstützt wird die Bedienung durch den Move Sub-Controller, der im Gegensatz zum größeren Bruder mit einem Steuerkreuz ausgestattet ist und dem Spieler mehr Optionen im Game eröffnen soll: hierüber werden beispielsweise Charaktere oder aber der Kamerawinkel gesteuert. Auch der Sub-Controller trägt Lithium-Ionen-Akkus im Bauch und funkt via Bluetooth zur PlayStation zurück. More →
11.03.2010, Themen: Fun, Gaming, Unternehmen- 17 Kommentare →
Man muss es den Jungs von Firefox ja lassen: von Browser-Imagepflege verstehen sie eine ganze Menge. Und das ist durchaus positiv zu verstehen. Während Google den Kontakt zum Publikum beinahe ausschließlich über monodirektionale Chrome-Werbespots sucht, ist das Verhältnis zwischen Microsoft und den Nutzern noch unterkühlter. Der User des Internet Explorer wird nur dann adressiert, wenn mal wieder ein Update bereit steht. Durch eine Dialogbox mit blinkendem Warndreieck.
Mozilla, noch immer ganz vom Open Source-Gedanken durchdrungen, geht also ganz anders an das Thema heran und nutzt alle Möglichkeiten des Web 2.0, um den Kunden zu erreichen. Neuestes Beispiel ist Rock your Firefox, ein frisches Blog, das über nichts anderes berichtet, als über die neuesten Add-Ons für den Browser. Jedes Plugin wird mit Screenshoot und textbasierter Nutzenrechnung vorgestellt, ein Download-Button befindet sich gleich daneben. Aktuelles Beispiel ist XSticky, eine Art Postit-Funktion für Websites, so wie man es schon von Google Sidewiki her kennt. Auf der linken Seite des Browser-Fensters können Notizen zu Websites eingetragen werden, die immer wieder dann erscheinen, wenn sie besucht werden. More →
11.03.2010, Themen: Blogging, Software- 6 Kommentare →
Ich halte ja nichts von Sprücheklopfern, die Dinge vom Stapel lassen à la “Den Kelch lass ich an mir vorüber gehen!” oder “Wer anderen eine Grube gräbt…” oder “Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!”. Aber wenn mir jemand künftig sagt: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!”, dann werde ich nur noch nicken, bis es in der Rübe pocht. Ich spreche von James Murdoch, Sohn des Medienimperators Rupert Murdoch, den wir auf dem Blog schon einige Male haben zu Wort kommen lassen…
Murdoch Junior ist die rechte Hand seines Vaters und gleichzeitig CEO der News Corp. in Europa und Asien. Beide wurden offenbar in demselben verborgenen Manager-Kloster geschult: Edelstahlwände, Nadelstreifenanzüge und ein Rhetoriklehrer, der ihnen mit auf den Weg gab, selbst bei einem einfachen “Guten Morgen!” immer direkt eindrucksvoll auf die Pauke zu hauen.
Fest steht, dass die beiden Murdochs ein zwiespältiges Verhältnis zum Internet haben. Vater Murdoch schimpft auf Google, nennt die Suchmaschine einen dreisten Content-Gangster, und auch James hat sich nun sein Angriffsziel für die kommenden Jahre ausgesucht: illegale Downloader. Das zumindest verkündete er auf dem Abu Dhabi Mediengipfel, dem auch ein Redakteur des “Guardian” beiwohnte. Thema der Runde: Investitions- und Wachstumschancen der Medien. More →
11.03.2010, Themen: Allgemein, Internet, Kritiken, Personen, Unternehmen- 15 Kommentare →

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Mark Zuckerberg seinem Facebook ein kleines Redesign verpasst hatte. Vielleicht sollte man eher von Rearrangement sprechen, da vor allem die Anordnung der Menüleisten und der dort zu findenden Features zum Zwecke einer besseren Navigation geändert wurden. So wurde beispielsweise das Suchfenster von der rechten Seite in die obere Mitte verschoben und erhielt dadurch eine viel prominentere Stellung. Doch genau diese kleine Veränderungen scheint sich nun für das Social Network besonders stark auszuzahlen.
Einer aktuellen Untersuchung der amerikanischen Internet-Marktforschungsfirma Comscore zufolge stieg nämlich im Februar die Zahl der Suchanfragen auf dem amerikanischen Markt bei Facebook um satte zehn Prozent. Für den Zeitraum von einem Monat ist das ein mehr als beachtlicher Anstieg. Umso mehr, als jedes andere Unternehmen in den Top 20 Verluste hinnehmen musste (schaut euch für Details die nachfolgende Tabelle an). Insgesamt wurden auf dem Netzwerk 436 Millionen Anfragen registriert. Außer Facebook dürfte sich aber vor allem noch der langjährige Partner Microsoft über dieses Ergebnis freuen. Der Softwarehersteller steuert nämlich die Suchergebnisse bei und hat zu Beginn des vergangenen Monats eine noch stärkere Einbindung von Bing in das Netzwerk angekündigt (die auch bald für die Facebook-User in Good Old Germany verfügbar gemacht werden soll). More →
11.03.2010, Themen: Internet, Social Networks, Unternehmen- 17 Kommentare →

Und da ist er: In den Tagen vor der CeBIT rumorte es schon heftig im Browser-Business, jetzt dringen die Früchte der Entwickler auch endlich aus den Laboren. Opera Software hat gerade verkündet, dass der Opera Mini 5 (in Beta) ab sofort für Android-Handys kostenlos verfügbar ist!
Einigen dürfte die allgemeine Feature-Liste bereits bekannt sein, für alle anderen hier noch einmal ein paar Informationen: Der Opera Mini bietet Schnellwahl, Tabbed Browsing, Passwort-Manager und Lesezeichen, doch das ist nicht das eigentlich Besondere. Aufgerufene Websites werden über den Opera-Server geroutet, was es dem Browser erlaubt, Daten um bis zu 90 Prozent zu komprimieren. Was das bringt? Einen schnelleren Datentransport und bei ungünstigen Datentarifen mehr Geld in der Tasche. Nach eigenen Angaben nutzen heute weltweit mehr als 50 Millionen Nutzer Opera Mini. More →
11.03.2010, Themen: Software- 10 Kommentare →

Beim Scrollen durch meinen Google Reader bin ich vorhin auf ein extrem interessantes Spiel gestoßen: Evoke. Laut Anbieter handelt es sich dabei um eine Art ”Social Network Game”. Es ist quasi ein Mash-Up aus virtueller und echter Welt, in dem der Spieler seine Erfahrungen aus Online-Games zum Lösen von echten Problemen nutzen und innerhalb von zehn Wochen die Welt retten soll. Leider fiel der Startschuss bereits am 3. März, wer aber noch auf den Zug aufspringen möchte, kann dies tun und findet bei Urgentevoke und Inventorspot weitere Infos.
Auf der zuletzt genannten Seite habe ich aber noch ein weiteres Game gefunden, das aktueller ist und auch jede Menge Fun verspricht: Tweet Defense. Die leider nicht kostenfreie (79 Cent) iPhone-App steht ganz in der Tradition der klassischen Tower Defense-Strategiespiele, wobei sich der Zocker in diesem Fall gegen heranstürmende Zombies verteidigen muss. Der Clou an der Sache ist aber – und der Name des Spiels deutet es schon an -, dass er seine Verteidigungsanlagen durch eine Verquickung mit seinem Twitter-Account stärken kann. “Wir haben uns gefragt, wie es wäre, ein Social Network und die dortigen Aktivitäten des Users zu nehmen und sie in ein Spiel zu packen. Heraus kam das Spiel Tower Defense, das deine Freundesliste und deine Twitter-Aktivitäten nutzt, um die Stärke deiner Türme zu beeinflussen”, so Nelson Rodgriguez, Chef-Entwickler des Spiels. More →
10.03.2010, Themen: Fun, Gaming, Internet, Produkte, Social Networks- 1 Kommentar →

Welche Art der Kontrolle könnte bei YouTube die Kinder besser vor nicht altersgerechtem Inhalt schützen, als die von der Video-Plattform selbst angebotene? Exakt: die Selbstkontrolle. Im Stile der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK), aber um einiges sympathischer, sucht ein aus Eltern und Erziehern bestehendes Gremium das Netz nach kindergerechten Videos ab, überprüft sie, versieht sie mit Altersempfehlungen und stellt sie auf der eigens dafür gegründeten Kinder-Videoplattform Kideos online. In eigenen Worten formuliert klingt das folgendermaßen: “Kideos ist die zentrale Anlaufstelle für Kinder, um sicher Videos online zu gucken. Jedes Video auf Kideos wird von unserem Video-Beirat überprüft, bevor es den Sprung auf unsere Seite schafft. Unser Ziel ist es, Eltern zu ermöglichen sich wohlzufühlen, wenn sie ihren Kinder Kideos nutzen lassen. Gleichzeitig soll sichergestellt sein, dass die Kinder eine durch und durch gute Zeit genießen.”
Der Aufbau der Seite ist recht selbsterklärend: Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine in Altersgruppen eingeteilte Auswahlleiste, die es den Kiddies und deren Eltern ermöglicht, direkt zum altersgemäßen Content zu springen. Die entsprechende Thumbnails werden dann untereinander unterhalb der Leiste angezeigt. Inklusive weiterer Kurzinfos zum Inhalt, Tags uns sofort. Mit Klick auf dessen Titel oder Vorschaubild wird das Video abgespielt. Darunter befinden sich dann Empfehlungen für ähnliche Videos und allerlei weiteres Zeugs, was man so oder so ähnlich bereits von anderen Video-Plattformen kennt. Genauso wie die am rechten Rand angesiedelte Unterteilung nach Kategorien. Solltet ihr die Seite mal ausprobieren, findet ihr euch bestimmt schnell zurecht, ist sozusagen “kinderleicht”. More →
10.03.2010, Themen: Fun, Internet, Startups- 3 Kommentare →

“Der kleine Blogger macht sich über uns lustig!” – Mit dieser Einleitung stelle ich gerade ein vertrauliches und ebenso empörtes Gespräch im obersten Stock des New York Times Towers nach. “Was machen wir jetzt? Schreiben wir einen bösen Brief? Verklagen wir ihn? Lassen wir ihn verschwinden?” – “Nein. Wir pflastern seine Seite mit Werbung zu!” Klingt ziemlich schräg, aber so ähnlich muss es gewesen sein, als sich die Bosse der Zeitung gemeinsam mit der PR- und Marketingabteilung an einen Tisch setzten.
Doch zunächst die Vorgeschichte: Jake Dobkin ist Mitgründer und Mitschreiber des Blogs Gothamist, das auf Lokalnachrichten aus der New Yorker Region spezialisiert ist. Dobkin und sein Team erledigen einen guten Job, immerhin sind die Autoren auch näher am Geschehen dran, als es meinetwegen ein Redakteur vom Schreibtisch aus sein könnte. Von diesem Vorteil ist Gothamist selbst überzeugt – so überzeugt, dass Dobkin kürzlich der Kragen platzte. More →
10.03.2010, Themen: Blogging, Marketing PR, Unternehmen- 18 Kommentare →

So, Freunde der polierten Felge, es ist Zeit für eine Petition! Wer gerne möchte, dass Google seinem Karten-Dienst neben Auto- und Fußwegen auch noch Fahrradrouten hinzufügt, sollte seinen Namen und ein “Ja, ich will” in den Kommentaren hinterlassen. Ich werde das Ergebnis dann an den Suchriesen schicken und mit allem mir zur Verfügung stehenden Nachdruck versehen. Es sei denn, ein solcher Dienst existiert bereist, nur halt von einem anderen Anbieter, und liefert zufriedenstellende Ergebnisse. Falls das der Fall ist, dann hat sich die Sache mit der Petition natürlich erledigt und es reicht, wenn ihr mir begeisterten Fahhradfahrer einen Link zu eurem Lieblingsservice postet.
In den USA haben die Harley-tritt-mein-Sohn-Besitzer nun jedenfalls endlich bekommen, wonach sie schon so lange gelüstet haben. Nachdem bis dato über 51.200 von ihnen eine Onlinepetition der Aktivisten von Google Maps “Bike There” unterzeichnet haben, manche verzweifelten Google-User sich ihre eigenen unzulänglichen Zwischenlösungen gebastelt und alle anderen hoffnungsvoll darbend dem Tag entgegenträumten, ist es heute endlich soweit. Nachdem der Suchriese dies bereits im Oktober des vergangenen Jahres angekündigt hatte, schaltet er heute auf dem “National Bike Summit 2010” der Liga der Amerikanischen Fahrradfahrer in Washington endlich Google ”Biking Directions“ auf Maps frei. Wie das aussieht, könnt ihr wie gewohnt einem kleinen Filmchen entnehmen: More →
10.03.2010, Themen: Ideen, Internet, Produkte, Unternehmen- 101 Kommentare →