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	<title>Kommentare zu: Axel Springer auf Erfolgskurs</title>
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		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2007/04/19/axel-springer-auf-erfolgskurs/comment-page-1/#comment-573210</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2007 06:56:38 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist kein ausgeglichener Markt. Autoren und Journalisten gibt es fast unendlich viele - auch weil es an Zugangsqualifikationen fehlt, was aber halt nun so ist. Die Verlage als Monopolnachfrager von bezahlter journalistischer Leistung k&#246;nnen die Anbieter ausspielen, da es an der einheitlichen Organisation fehlt. Nur ein Teil der freien ist im DJV und gerade bei den freien Journalisten tummeln sich Nebenerwerbsschreiber, die Lohndumping betreiben, weil sie ja nicht alleine vom Schreiben leben m&#252;ssen. 

Und am Ende steht noch der Konsument/Leser, der nur selten f&#252;r Qualit&#228;t auch den entspechenden Preis zahlen will. 

Dass die Verlage Aktiengesellschften sind, die nur auf die Rendite schauen ist ein relativ neues Ph&#228;nomen. Fr&#252;her haben Verleger auch Zeitungen oder Zeitschriften herausgegeben, um einen bestimmten journalistischen oder kulturellen Anspruch zu f&#246;rdern. Die wurden dann durch andere Angebote quersubventioniert. Auch bei Buchverlagen war das immer Gang und G&#228;be. Dieses Shareholder-Value Denken macht aus Journalisten Schreibsklaven.</description>
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<p>Das ist kein ausgeglichener Markt. Autoren und Journalisten gibt es fast unendlich viele &#8211; auch weil es an Zugangsqualifikationen fehlt, was aber halt nun so ist. Die Verlage als Monopolnachfrager von bezahlter journalistischer Leistung k&#246;nnen die Anbieter ausspielen, da es an der einheitlichen Organisation fehlt. Nur ein Teil der freien ist im DJV und gerade bei den freien Journalisten tummeln sich Nebenerwerbsschreiber, die Lohndumping betreiben, weil sie ja nicht alleine vom Schreiben leben m&#252;ssen. </p>
<p>Und am Ende steht noch der Konsument/Leser, der nur selten f&#252;r Qualit&#228;t auch den entspechenden Preis zahlen will. </p>
<p>Dass die Verlage Aktiengesellschften sind, die nur auf die Rendite schauen ist ein relativ neues Ph&#228;nomen. Fr&#252;her haben Verleger auch Zeitungen oder Zeitschriften herausgegeben, um einen bestimmten journalistischen oder kulturellen Anspruch zu f&#246;rdern. Die wurden dann durch andere Angebote quersubventioniert. Auch bei Buchverlagen war das immer Gang und G&#228;be. Dieses Shareholder-Value Denken macht aus Journalisten Schreibsklaven.</p>
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		<title>Von: Axel</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2007/04/19/axel-springer-auf-erfolgskurs/comment-page-1/#comment-572998</link>
		<dc:creator>Axel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2007 04:40:11 +0000</pubDate>
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		<description>Mir ist diese Contentisierung des Journalismus sehr unsympathisch. Ist ein bischen verengt, tagesaktuelle Texte einfach nur als Ware zu sehen. Ich glaub, es gibt eine gewisse positive Korrelation der Qualit&#228;t des Journalismus einer Gesellschaft zur grunds&#228;tzlichen Zivilisiertheit, Toleranz und Agilit&#228;t derselben.
Wenn nun die Preise f&#252;r tagesaktuelle Texte sinken, sch&#228;digt das m&#246;glicherweise mittelfristig bis langfristig wirklich die Qualit&#228;t. In dem Umfeld k&#246;nnen dann keine Leute mit einem tiefen journalistischen Verst&#228;ndnis mehr reifen. Und so etwas gibt es, denk ich. Und ist auch wichtig. </description>
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<p>Mir ist diese Contentisierung des Journalismus sehr unsympathisch. Ist ein bischen verengt, tagesaktuelle Texte einfach nur als Ware zu sehen. Ich glaub, es gibt eine gewisse positive Korrelation der Qualit&#228;t des Journalismus einer Gesellschaft zur grunds&#228;tzlichen Zivilisiertheit, Toleranz und Agilit&#228;t derselben.<br />
Wenn nun die Preise f&#252;r tagesaktuelle Texte sinken, sch&#228;digt das m&#246;glicherweise mittelfristig bis langfristig wirklich die Qualit&#228;t. In dem Umfeld k&#246;nnen dann keine Leute mit einem tiefen journalistischen Verst&#228;ndnis mehr reifen. Und so etwas gibt es, denk ich. Und ist auch wichtig.</p>
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		<title>Von: Max</title>
		<link>http://www.basicthinking.de/blog/2007/04/19/axel-springer-auf-erfolgskurs/comment-page-1/#comment-571300</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 12:46:55 +0000</pubDate>
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		<description>Mich erinnert die Situation ein bisschen an Ackermann und die Deutsche Bank. Rekordgewinne und Arbeitsplatzverlust f&#252;r viele oder zumindest schlechtere Arbeitsbedingungen passen einfach nicht zusammen. Da ich aber selbst DJV-Mitglied bin, bin ich nat&#252;rlich auch ein bisschen voreingenommen. 
Aber die Tatsache, dass ich einen Beitrag einmal verg&#252;tet bekomme und dann kann er immer wieder genutzt werden, erscheint mir doch ein bisschen unfair. Wie w&#252;rde wohl ein Musiker reagieren? Einmal einen Hit &quot;verg&#252;tet&quot; bekommen - anschlie&#223;end alle Nutzungsrechte verlieren. Wenn der Titel dann mehr als einmal im Radio gespielt wird, dann h&#228;tte er eben Pech gehabt. Klingt doch merkw&#252;rdig, oder?
Und nat&#252;rlich leidet langfristig die Qualit&#228;t. Wenn ich an einem richtig guten Beitrag nur einmal verdiene (dann nur noch der Verlag) - eine aufwendige Recherche bspw. mache ich dann doch gar nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div style="padding: 1em; background-color: #FFFABF;">
<p>Mich erinnert die Situation ein bisschen an Ackermann und die Deutsche Bank. Rekordgewinne und Arbeitsplatzverlust f&#252;r viele oder zumindest schlechtere Arbeitsbedingungen passen einfach nicht zusammen. Da ich aber selbst DJV-Mitglied bin, bin ich nat&#252;rlich auch ein bisschen voreingenommen.<br />
Aber die Tatsache, dass ich einen Beitrag einmal verg&#252;tet bekomme und dann kann er immer wieder genutzt werden, erscheint mir doch ein bisschen unfair. Wie w&#252;rde wohl ein Musiker reagieren? Einmal einen Hit &#8220;verg&#252;tet&#8221; bekommen &#8211; anschlie&#223;end alle Nutzungsrechte verlieren. Wenn der Titel dann mehr als einmal im Radio gespielt wird, dann h&#228;tte er eben Pech gehabt. Klingt doch merkw&#252;rdig, oder?<br />
Und nat&#252;rlich leidet langfristig die Qualit&#228;t. Wenn ich an einem richtig guten Beitrag nur einmal verdiene (dann nur noch der Verlag) &#8211; eine aufwendige Recherche bspw. mache ich dann doch gar nicht mehr.</p>
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