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Webpunishing auf italienisch

Thema: Internet, 22.10.2007

nerven dich die Blogger? Die blöden Forenbetreiber? All die vielen Webseitenpublizierer und Infizierer, die einfach so ihre Meinung in die Welt rausposaunen? Wer gibt ihnen das Recht dazu? Hm, ja wer? Eben! Bingo! … *tick tack tick tack…* … die Legislative:)

So entstand wohl die Idee im italienischen Kabinett, ein Gesetz zu entwerfen, das jeden Webseitenbetreiber -und damit auch Blogger- zwingt, sich bei einer Behörde zu registrieren. Die dann entscheidet, ob man aufgrund seiner publizistischen Tätigkeiten möglicherweise einen Verlag gründen muss und einen Journalisten einzustellen hat, der dann die redaktionelle Verantwortung übernimmt. Web-Omerta auf italienisch:)) Ich bewundere die Italiener für ihren Pragmatismus, das Problem mit diesen ekligen Klowänden des Internets anzugehen… roflmao..

ne, ist nicht der 1. April, den Gesetzesentwurf gibt es tatsächlich, ob er aber vom italienischen Parlament ratifiziert wird (kenne das Verfahren in Italien nicht!), steht in den Sternen.

Quellen:
- Beppe Grillo, der Großblogger Italiens meckert natürlich, The Levi-Prodi law and the end of the Internet & China is near with the Levi-Prodi
- Blogtrainer, Blogger-Steuer in Italien geplant
- Gulli, Blogger sollen sich registrieren, ein Unternehmen gründen und Steuern zahlen

Obacht: ich weiß nicht, inwiefern Mr. Beppe überinterpretiert oder nicht, da ich kein italienisch kann. Der Gesetzesentwurf steht als PDF beim Beppe zum Download bereit, eventuell kann sich ja einer, der des Italienischen mächtig ist, das Dokument anschauen. Auf alle Fälle scheint die italienische Blogosphäre im Aufruhr, schaut man sich die Anzahl der Trackbacks (62+29 im Moment) zur italienischen Fassung von Beppes beiden Artikeln an.

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7 Kommentare zu “ Webpunishing auf italienisch ”

  1. #1 derherold [www] schrieb

    Ich dachte seit dem Berlusconi-Abschuß sei die große Freiheit in bella italia ausgebrochen… :(

  2. #2 Simon Columbus [www] schrieb

    Auch nur eine weitere Idiotie in der langen Liste der Gesetzes, die europäische Staaten in ihrem Sicherheitswahn auf den Weg gebracht haben oder planen.

    Ob nun deutsche Vorratsdatenspeicherung, britische Gesetze, welche die Herausgabe von Sicherheitscodes erzwingen sollen, das französische Verbot für Privatleute, Gewalttaten filmisch festzuhalten oder eben dies aus Italien… Der konservative Geist ist auf dem Vormarsch.

  3. #3 toffy schrieb

    Da gibt es in Italien einen schönen Brauch – die Prozesse dauern ewig. Ich kenne eine Geschichte wo ein Anwalt nach 30 Jahren frustriert aufgehört hat, weil er erst 2 endgültige Urteile in seiner Karriere erlebt hatte. Der wurde dann Unternehmensberater. Man kann also ruhig ungesetzliche Sachen machen – so ab 40/50 ist das quasi narrensicher.

  4. #4 Italien: Kein Herz für Blogger! Oder doch? : Visualtainment Blog [www] schrieb

    [...] für Recherchen von Robert [...]

  5. #5 Basic Thinking Blog | Italien ist nicht Burma [www] schrieb

    [...] soll sich ein Politiker zu dem Gesetzesentwurf des italienischen Kabinetts geäußert haben, der die italienischen Webseitenbetreiber auf die Barrikaden gebracht [...]

  6. #6 Kronplatz Blog [www] schrieb

    Italien contra Bloggerszene…

    Ich glaub in Rom haben sie zur Zeit wirklich Spaß Gesetze zu bauen die keiner braucht.
    Mir stinkt ja schon das Ausschankverbot nach 2 Uhr in den Lokalen, sowie die drastischen Gefängnisstrafen bei 0,8 Promille. Jetzt wollen sie auch noch das …

  7. #7 anonym [www] schrieb

    Das ist jawohl der Oberhammer !!!!


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