was ist Google Connect?

Robert Basic

zunächst einmal ist es lediglich eine Produktidee (off. Name: Google Friend Connect), die noch Monate brauchen wird, bis sich jedermann anmelden kann. Und was es nun sein soll? Thomas veranschaulicht das anhand der Nutzungsmöglichkeiten für sein Blog: Google stellt Friend Connect vor. Dort findet Ihr auch ein Erklärbär-Video. Das Dumme? Nicht wirklich dumm, aber auch Facebook und MySpace haben sowas im Köcher (siehe Vergleich auf GigaOM) und mit Sicherheit werden auch auch andere ähnliche Tools anbieten, um sich mit „Freunden“ website-übergreifend austauschen zu können. Obs dann mehrere Connect-Irgendwas auf einer Seite geben wird? Oder wird sich eins durchsetzen, was am besten gefällt? Was man konkret damit anstellen kann? Obs mehr als das sein wird, was man jetzt schon mit MyBlogLog hat? Werden sicher eher Tools wie Noserub durchsetzen, die dezentral laufen? Alles offene Fragen. Schauen wir mal, was kommt. Jetzt ist es bisserl früh.

Klar scheint zu sein, dass es eine konkretisierte Strömung nach all den OpenSocial-Ideen gibt, die in greifbare Tools münden. Der zentrale Gedanke ist eigentlich nicht neu: Wie können User so untereinander agieren, ohne sich auf eine Plattform wie MySpace und ihre Funktionen festlegen zu müssen. In einem gedachten Extrem spielt es keine Rolle mehr, wo man bloggt, twittert, sich socialized, es bekommen eh alle Leser/Buddies mit, egal wo sich die nun gerade aufhalten. Also eine völlige Aufösung zentraler Plätze. In einem anderen gedachten Extrem hat jeder User eine eigene Anlaufstelle im Netz, die mit allen erdenklichen Features ausgestattet ist, die Anbieter als Funktion/Produkt zu Verfügung stellen und die man nur noch auf seiner Seite einbinden muss. Folgt man dem Menschen als solches, wird es alle drei Lösungen geben. Alle drei? Manchen bevorzugen zentrale Plätze, manche werden solche Zentralstellen meiden und ihre Person an vielen Stellen unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Identitäten verteilen. Und einige wiederum werden sich abwechselnd mal „zu Hause“ und mal in der „Fremde aufhalten“. Mehr noch, sie können Twitter temporär zu ihrer neuen Heimat küren (dank Google, Facebook, MySpace-„Connect“) oder an jedglicher, anderer Stelle ihre Nomadenzelte aufschlagen und dabei vorherige Errungenschaften, Bekanntschaften und Güter mitnehmen. So ist es ja heute schon zu beobachten: Als Blogger hat man seine Heimat, man wuselt aber auch in Twitter, Flickr, Youtube, Facebook herum. Mit dem Twitter-Widget kann ich zeigen, was auf Twitter passiert, ich kann Videos embedden, Podcasts von Drittstellen hinzufügen, meine Bildergallerien aus Flickr einbauen, Freunde zu anderen Plattformen einladen. Andere Personen findet man nur an einer Stelle, zB nur auf Xing. Und manche Personen kann man gar nicht wiederfinden, weil sie stets eine andere Identität haben. Und Tools wie Friendfeed versuchen, eine Art von Reporting-Stelle zu sein, wo wer was macht.

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Na ja, muddy waters, schwer zu fassen, wo es hingeht und ob es tatsächlich konkreter wird, wie das Gefüge aussehen wird zukünftig.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.