Twitter: 0 + 0 = 2

spannend irgendwie, besser gesagt kurios: Summize.com wurde von Twitter übernommen. GigaOM meint, dass Twitter dafür 10% seiner Geschäftsanteile dafür hergegeben habe, andere meinen, es sei eine Summe von 15 Mio USD in Anteilswerten + Cash geflossen. Wie auch immer. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Summize setzt zu 100% auf Twitter auf, scannt die Tweets und bedient damit einige Zusatzbedürfnisse, mehr aber auch nicht. Und obwohl beide keinen Cent verdienen und Summize nichts weiter als ein Twitter-Sublieferant ist, war man in der Lage, Summize loszuwerden. Crazy das ist.

Anbei ein Interview mit Evan Williams, dem Gründer. Und ZDNet leitet daraus ab, dass Twitter demnächst bisserl Kohle verdienen will. Indem Twitter die Unternehmen bezahlen lässt, die das Tool nutzen. Na ja, schauen wir mal, was das wird.

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12 Kommentare

  1. Damir Tomicic

    Auf den Punkt gebracht. Obwohl Twitter als eine öffentliche Chat-Plattform ganz amüsant ist, bedarf es einer Google-ähnlichen Kraft im Hintergrund um aus dem Konzept mit Verknpüfung anderer Dienste genug Monetarisierung, sprich Umsatz zu erwirtschaften. Das klappt nicht mal bei YouTube ausreichend im Moment.

  2. blickblog

    Wird Zeit, dass ich auch was mit der Twitter API anstelle um langsam aber sicher reich zu werden. Wer betreibt Twitter eigentlich? Irgendwann werden dir ja Geld damit verdienen wollen, denke ich.

  3. Mario Fischer

    Ich denke, Twitter müsste erst mal etwas an der Performance tun um das auf ein etwas professionelleres und erträgliches Niveau zu bringen. Wenn dann noch die “Geheimsprache” in den Erklärungen v. a. bei den mobilen Clients besser wird… dann könnte das eine interessante Sache werden. Summize.com kenn ich eigentlich nur als Erfinder des Dauer-Time-outs. Erstaunlich finde ich den Kauf dennoch. Ist man selber nicht in der Lage, eine solche Suche zu bauen oder wollte man diese “Transparenz” unter Kontrolle bringen. Wenn letzteres, wird es spannend, wie viele Klone pro Woche neu entstehen, die Twitter dann auch alle aufkaufen muss?

  4. Stefan

    Bei kostenpflichtigen Angeboten läuft man allerdings Gefahr eininge Nutzer zu verlieren. Mit z.B. identi.ca gibt es doch schon die eine oder andere Alternative.

  5. Alex Reinhardt

    Serh schöner Kommentar vor ein paar Tagen bei Abakus zu search.twitter.com

    ungefährer Text:
    “Endlich eine Suchmaschine die die Welt nicht braucht.
    Sie durchsucht Texte ohne Inhalt und liefert das an Leute die nichts wollen außer im Privatleben von anderen zu stöbern…”

  6. Ed Wohlfahrt

    ich kann das schon nachvollziehen. klar geht twitter derzeit ab wie eine rakete. ausfälle hin oder her. aber, und das ist imho entscheidend: es steht nicht fest ob dieses wachstum auf ewig so weitergehen kann. in sachen geschäftsmodell kommt denen das know-how von summize sicher zupass. hier wird das weltweite geplapper mit einem schlag nutz- bzw. verkaufbar. vielleicht sind tweetscan oder twist flaptor auch mehr als reine spielereien von ein paar techies..?

  7. David G.

    Es ist schon verrückt, dass teilweise für Firmen viel Geld ausgegeben wird, obwohl diese höchstwahrscheinlich (genau weiß ich es nicht) noch keinen Gewinn erwirtschaftet. Aber solange die Perspektive stimmt, kann das ja durchaus eine sinnvolle Strategie sein.

  8. Mario Fischer

    @David G.: Flops haben ja in der Regel keine Fürsprecher… Daher hört und liest man in der Regel immer nur von erfolgreichen Übernahme-Käufen – und das bleibt meist im Gedächtnis. Wie hier. Bringt summize irgendwann mal Geld, werden wir das in jeder zweiten Fachzeitschrift lesen. Ist das nicht der Fall, wird sich in einem oder zwei Jahren wahrscheinlich keiner mehr daran erinnern.

    Selektive Wahrnehmung nennt man das. Daher kommt wohl auch bei vielen Managern die “Übernahmeeritis”. Schaut man genau und im Nachhinein hin, sind meist selbst die großen Übernahmen (man denke nur an Mercedaimlbenzchryslärospais) als Flop heraus.

  9. Gernot Gawlik

    Mir persönlich ist das ganze Twittersystem doch eher etwas suspekt. Microblogging hin oder her, aber über eine solche Sinnhaftigkeit lässt sich ja bekanntlich streiten. Aber das hier jetzt Gelder in Millionenhöhe fließen, lässt für mich das Ganze doch schon in etwas kritischerem Licht erscheinen.

    Das Twittern ist für mich noch ein Buch mit sieben Siegeln und ich weiß immer noch nicht genau wie ich das für mich, geschweige denn wie es ein Unternehmen für sich, sinnvoll einsetzen kann. (Mal von den paar Marketingtweets abgesehen)

    Ich werde jetzt auch mal eine Twittersuchseite erstellen, man weiß ja nie, evtl. bin ich in zwei Jahren um 5 Mio reicher?!? ;-)

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