Absurd: Neues c’t-Magazin geht mitten in der Nacht auf Sendung

Wer von euch kennt noch Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph? Ich sehe schon, einige können mit den Namen gar nichts anfangen. Aber ich liefere gerne eine Erklärung: über Jahre haben die beiden beim WDR die Sendung “ComputerClub” moderiert und ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich sie vor einigen Tagen im Lokalfernsehen auf NRW TV wiedergesehen habe. “ComputerClub 2″ heißt ihre Show jetzt, die zwar nicht mehr so professionell wirkt, aber irgendwie noch immer den gleichen Charme hat. Und noch etwas Neues gibt es aus dem Bereich der Computer-TV-Sendungen. Das “c’t magazin” wird ab Ende Februar auf einem zusätzlichen Sender ausgestrahlt.
Das Positive vorweg: ab dem 23. Februar gibt’s das Magazin nicht nur mit dem bekannten 30 Minuten-Konzept im hr fernsehen und in einer Wiederholung beim RBB und bei Eins Plus. Vielmehr wird auch eine komplett neue 45-minütige Extra-Ausgabe auf 3sat zu sehen sein. Die soll dann etwas technischer ausfallen als das bekannte Konzept. Das Problem ist jedoch, dass es jeden Montagmorgen erst um – und das ist kein Witz – 3:55 Uhr losgeht. Video- oder DVD-Recorder programmieren ist also angesagt.
Ich frage mich ernsthaft, wer sich diesen Programmplatz ausgedacht hat. Da wird aufwendig eine eigene Sendung produziert und dann so ein absurder Start in den frühen Morgenstunden zu Wochenbeginn. Kann ich irgendwie nur den Kopf drüber schütteln.
(Hayo Lücke)
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Was ich nur schade finde, ist, dass Videocasts aus dem Internet im Fernsehen fast keine Chance bekommen. Nur 3sat scheint da eine Ausnahme zu sein, siehe Sixtus vs Lobo. Aber warum nicht mal z.B. Ehrensenf auch im Fernsehen bringen? Die Show ist gut gemacht, spricht die werberelevante Zielgruppe an und könnte das Nachmittags- und Vorabendprogramm erheblich aufwerten.
c’t TV ist eine Art Dauerwerbesendung für das Printmagazin. Prinzipiell werden in der Sendung die Ergebnisse der Printredaktion auf ein Mindestmaß zusammengestampft. Wer mehr wissen will, muss dann die c’t kaufen. Für eine Dauerwerbesendung ist der Sendeplatz daher ok.
Generell sollte 3:55 Uhr aber in Zeiten vorhandener Aufnahmegeräte nicht wirklich ein Problem sein.
ich hab mir mal sagen lassen, dass diese unverständlich, unguckbaren sendeplätze sowas wie die notbremse der programmverantwortlichen sind. wenn die produktion schon angelaufen ist und man nichts mehr abblasen kann, sich aber rausstellt, dass das format (in ihren augen) müll ist, dann werden sie auf solche plätze verbannt.
[...] ich eben bei BasicThinking gelesen habe, sind die beiden Computer-Veteranen Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph wieder auf [...]
.~.
Alle Folgen gibts hier zu schauen:
http://www.heise.de/ct-tv/
[...] Absurd: Neues c’t-Magazin geht mitten in der Nacht auf Sendung – Lohnt sich sicher: Extra-Ausgabe 15 Minuten länger TAGS: computer ct internet [...]
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Montagmorgen, 3:55 Uhr, das konnte ja eigentlich nicht ernsthaft gemeint sein. Aber doch.
Nun, das zeigt sehr gut, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit seinen vielen Gebühren es eben nicht nötig hat, einen Sendeplatz zu finden, bei der mehr als eine handvoll Leute eine extra produzierte Sendung anschauen.
Ich nehme mir das c’t-Magazin eh immer auf Video auf, um es zu einer für mich geeigneten Zeit anzusehen, doch wenn die Sendung wirklich niemand anschaut, bei dem das gemessen wird, wird es sie auch nicht lange geben. Nicht einmal bei den Öffentlich-rechtlichen.
Ja, der WDR-Computerclub mit den beiden Wolfgangs war eine großartige Sendung. Aber das c’t-Magazin – mit einer ganz anderen Zielgruppe – ist schon gut gemacht. Es vermittelt etwas Grundwissen – sogar an Leute, die nicht mal wissen, wie sie ihren Videorekorder programmieren sollten.