“In the box”: Der Serverraum als Hängeschrank

Ein neuseeländisches Unternehmen stellt zur Computermesse CeBIT in Hannover mit seinem Serverraum “in the box” erstmals ein neues Hardware-Konzept zum Schutz von Servern an ungesicherten Einsatzorten vor. Laut Hersteller-Homepage ist der “Armarac” ein an der Wand installierbares Gehäuse (71 Zentimeter breit, 48 Zentimeter tief und 1,72 Meter hoch) und bietet Platz für bis zu fünf 19-Zoll-Server. Die Einsatzmöglichkeiten seien vielfältig: neben Schulen und Regierungseinrichtungen würde sich der Serverraum im Mini-Format auch für den Einsatz auf Baustellen, in Produktionsanlagen oder in spontan errichteten Projektbüros eignen, da dort in Regel wenig Platz für separate Server-Räumlichkeiten sei.
Die Server im Inneren des Gehäuses hängen in einer Art faltbarem Fächer. Bei Bedarf kann dieser wie eine Schublade herausgezogen werden (Demonstration). In dem Gehäuse gibt es zudem noch eine Temperaturregelung sowie ein Benutzer-Interface mit Bildschirm, Tastatur und Maus. Auch eine Schnittstelle für die Datensicherung ist vorhanden.
Mehr Details – für die Cracks unter euch – gibt es wie gesagt auf der Internetseite der Neuseeländer. Profitieren können von dem Serverraum im Mini-Format insbesondere kleinere Unternehmen mit einem geringen Serverbedarf. Sie müssen auf diese Weise nicht Unsummen in geeignete Räumlichkeiten und die entsprechende Infrastruktur investieren. Auch die Stromrechnung dürfte hier erfreulicher ausfallen. Insgesamt eine gute Idee wie ich finde und ein geeigneter Mittelweg zwischen Rechenzentrum und Stand-Alone-Server unterm Büro-Schreibtisch.
(Michael Friedrichs)
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In welcher Preisspanne bewegt sich “in the box” denn?
@ #1: Hallo Kathrin, die Grundversion (nur das Gehäuse mit der integrierten Kühlung ) liegt bei 4.000 US-Dollar. Alle weiteren Kompontenten gibt es gegen Aufpreis.
Gruß
Wishu
Das Ding ist deshalb teuer, weil
- es besonders robust ist (wichtig auf Baustellen und in amerikanischen Schulen)
- es eine exzellente Kühlung besitzt (wurde bereits nach Afrika exportiert)
- es viel Platz spart, was zum Beispiel in improvisierten Büros der Fall ist.
Und by the way: Warum ist das Ding besonders für US-Schulen geeignet?
@Steffen: Du hast völlig recht mit Deiner Argumentation.
Das Ding ist für US-Schulen geeignet, weil das Ding bei denen teilweise quasi im Flur rumhängt und da teilweise eben die Kids etwas unvorsichtig sind… :-)
[...] einen eigenen, klimatisierten Serverraum haben und ihre Rechner dennoch sicher unterbringen wollen. Laut den Kommentaren auf basicthinking.de soll das Gehäuse ohne Bestückung bei 4.000$ liegen – allerdings gab es keine Information über [...]
Die haben jetzt sogar eine Webseite auf Deutsch… http://www.thureon.de
Ich verstehe das so, dass es sich besonders für Supermarktketten oder auch z.B. Ärzte und Kanzleien eignet, die bisher ihre Floorstand Server unter der Kellertreppe deponieren, da kein Serverraum…
Auch für größere ISDN Anlagen eine super Idee…