"In the box": Der Serverraum als Hängeschrank

Michael Friedrichs

Ein neuseeländisches Unternehmen stellt zur Computermesse CeBIT in Hannover mit seinem Serverraum „in the box“ erstmals ein neues Hardware-Konzept zum Schutz von Servern an ungesicherten Einsatzorten vor. Laut Hersteller-Homepage ist der „Armarac“ ein an der Wand installierbares Gehäuse (71 Zentimeter breit, 48 Zentimeter tief und 1,72 Meter hoch) und bietet Platz für bis zu fünf 19-Zoll-Server. Die Einsatzmöglichkeiten seien vielfältig: neben Schulen und Regierungseinrichtungen würde sich der Serverraum im Mini-Format auch für den Einsatz auf Baustellen, in Produktionsanlagen oder in spontan errichteten Projektbüros eignen, da dort in Regel wenig Platz für separate Server-Räumlichkeiten sei.

Die Server im Inneren des Gehäuses hängen in einer Art faltbarem Fächer. Bei Bedarf kann dieser wie eine Schublade herausgezogen werden (Demonstration). In dem Gehäuse gibt es zudem noch eine Temperaturregelung sowie ein Benutzer-Interface mit Bildschirm, Tastatur und Maus. Auch eine Schnittstelle für die Datensicherung ist vorhanden.

Mehr Details – für die Cracks unter euch – gibt es wie gesagt auf der Internetseite der Neuseeländer. Profitieren können von dem Serverraum im Mini-Format insbesondere kleinere Unternehmen mit einem geringen Serverbedarf. Sie müssen auf diese Weise nicht Unsummen in geeignete Räumlichkeiten und die entsprechende Infrastruktur investieren. Auch die Stromrechnung dürfte hier erfreulicher ausfallen. Insgesamt eine gute Idee wie ich finde und ein geeigneter Mittelweg zwischen Rechenzentrum und Stand-Alone-Server unterm Büro-Schreibtisch.

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.