Blog

zensurprovider.de: Welcher Anbieter sperrt künftig Seiten?

Thema: Internet, Kritiken, Unternehmen, 16.04.2009

zensurprovider

Am Freitag ist es soweit und das BKA klappert alle großen und kleinen Provider in Deutschland ab, um ihnen Listen von zu sperrenden Internetadressen zu überreichen. Entsprechende Verträge sollen zeitnah geschlossen werden. Noch sind sich nicht alle Internetanbieter sicher, wie sie mit der Vorgabe verfahren sollen: Einzig Alice, Arcor, T-Home, KabelDeutschland, o2 und Vodafone haben vorab erklärt, dass sie den Zugang zu kinderpornographischen Seiten blockieren werden. Andere wollen abwarten und erst aktiv werden, wenn entsprechende gesetzlich Regelungen auf dem Tisch liegen. Eine aufschlussreiche und ziemlich aktuelle Übersicht über die Haltung aller ISPs zum Thema wurde auf zensurprovider.de zusammen gestellt. Hier findet sich übrigens auch noch ein Hinweis auf die am Freitag stattfindende Protestkundgebung gegen Internetsperren in Berlin.

Via: Fefes Blog

(André Vatter)


     

Artikelzusatzinfos
3. Artikelstatistik:
· read: 5305 · today: 2 · last: 26. May 2012

Trackback URI | Comments RSS

15 Kommentare zu “ zensurprovider.de: Welcher Anbieter sperrt künftig Seiten? ”

  1. #1 satyasingh [www] schrieb

    ob die politiker wissen, worüber sie da entscheiden?
    wie viele % mag das wohl abschrecken? die gelgenheitsserver? möglich.
    den harten kern? nein!

    ich kann mir vorstellen, da steckt eine langfristige angelegenheit dahinter…

    was käme als nächstes an die reihe?
    nazi-seiten?
    bauanleitungen für sprengkörper?
    aufrufe, schäubles seite zu hacken?
    aufrufe, atom-strom zu meiden?

    ich sehe in der sperrkation einen ersten schritt, das thema internetsperren akzeptabel zu machen. ähnlich der ständigen terror-begründung für alle möglichen einschränkungen der freiheit. nach und nach folgen dann weichere themen…

  2. #2 xephir [www] schrieb

    satyasingh, sehe ich genauso!

    Hier wird bewusst angefangen den Internetnutzer einzuschränken. Da Terrorgründe aktuell nicht ziehen würden kommt jetzt die Kinderporno-Schiene und als was nächstes?

  3. #3 Hallo schrieb

    Dann muss ich ohl zu qsc oder manitu wechseln.
    Ich lasse mich doch nicht bevormunden!

  4. #4 wemaflo.net » Zensur im Internet direkt beim ISP: Liste der Provider [www] schrieb

    [...] ich bei Basic Thinking und gestern bei twitter las, gibt es inzwischen eine Liste von Internet Service Providern (ISP), [...]

  5. #5 Shirtissimo [www] schrieb

    Wie kann man denn gegen die Sperrung von Internetseiten mit Kinderpornographie sein? Natürlich soll der Dreck weg.

    Doch auch ich hoffe, dass das nicht der erste Schritt in Richtung “Sperrung von allen Internetseiten, die dem Staat oder der Industrie nicht passen” ist.

  6. #6 André Vatter [www] schrieb

    @5: Darin sind wir uns wohl alle einig. Es geht aber um die Methode. Wie Kollege Beckedahl von Netzpolitik im Focus schon sagte: “Das ist reine Symbolpolitik. Die geplanten Web-Sperren bei deutschen Providern beseitigen Kinderpornografie nicht. Es ist vielmehr so, als ob man eine Seite aus einem Telefonbuch reißt, der Anschluss bleibt aber weiter erreichbar.” ( http://tinyurl.com/d5ksg3 ). Zudem lässt sich die Sperre leicht umgehen. Der Dreck ist eben nicht weg.

    Auch die Opfer selbst haben sich schon gegen die Pläne geäußert. Tonus: Es ist ein Wegschauen, ein Ausblenden des Problems – mehr nicht. Siehe: http://tinyurl.com/d76v4o

  7. #7 Name [www] schrieb

    Zusaetzlich zum Wegschauen wird eine Zensurinfrastruktur aufgebau und gefoerdert, keinem Opfer geholfen, die Erzeuger von Missbrauchsaufnahmen nicht verfolgt, dafuer aber plakativ Wahlkampf betrieben unter Missbrauch der Missbrauchten. Unsere Regierung macht alles richtig – richtig falsch.
    Und ich fuerchte,in den Koepfen des Grossteils der boulevardvernebelten Bevoelkerung kommt das noch als gut und richtig an, weil denken und sich informieren so anstrengend ist.

  8. #8 Max Schierer schrieb

    Manitu bietet mit seiner Flatrate zwar gute Konditionen an, aber es handelt sich (wie in vielen Foren zu lesen) nicht um eine echte Flatrate. Bei zu hohem Traffic wird einem eben fristlos gekündigt, man hat also nicht einmal Zeit sich um einen neuen Provider zu kümmern. Ist eben für beide Seiten täglich kündbar.
    Witzigerweise wirbt Manitu ja damit, keine Vorratsdaten zu speichern….der Traffic scheint auf jeden Fall geloggt zu werden, schließlich wird er in der Mail auch exakt angegeben.

  9. #9 Badrat [www] schrieb

    Eine Lösung ist dies ja wohl nicht, die Pornographie lässt sich ja davon nicht aufhalten das Ottonormalos sich so etwas nicht mehr anschauen können (da sie es ja eh nicht tun werden in den meisten fällen) Und die die es unbedingt brauchen finden auch ganz andere wege. Davon mal abgesehen das diese ja trotzdem leiden auch wenn es sich niemand anschauen kann. Also eindeutig eine sperrerung die dagegen geht uns vorzuschreiben was wir sehen dürfen und was nicht (nächsten Sperrungen werden sicherlich dann folgen)Eine alternative gibt es nicht da fast alle Provider diesen weg mitgehen… und die, die es nicht tun sind auch nur Geldabschneider…

  10. #10 Kurt schrieb

    erst werden kinderpornossites gesperrt; dann sites, die sich kritisch mit der Kinderpolitik der Regierung auseinandersetzten; dann sites, die sich kritisch mit der politik und/oder der Regierung auseinandersetzen und dann ham wir die DDR2.0

  11. #11 chackzz.de – Quer durch das Internet [www] schrieb

    zensurprovider.de: Welcher Provider zensiert?…

    Mit dem heutigen Tag beginnt eine Art neue Zeitrechnung im Internet. Auf freiwilliger Basis werden fünf der großen deutschen Webprovider den Zugriff auf kinderpornographische Seiten sperren. Das BKA liefert den Anbietern dazu sog. “schwarze Li…

  12. #12 jc schrieb

    Das größte Problem liegt sicher darin, dass es eine Liste gibt. Falls diese durch einen Leak in Umlauf gerät, ist dies die beste Werbung für die entsprechende Seiten.

    Durch einen alternativen dns provider (opendns.com) kommt man entsprechenden Seiten.

    Entsprechend kontraproduktiv ist das Vorgehen.

    Effizienter ist es mit sicherheit durch Honey-Pot Maßnahmen die Konsumenten zu enttarnen und zu verunsichern.

  13. #13 Steff schrieb

    freu mich schon auf die liste bei wikileaks. hoffe es dauert keinen tag bis die up ist und zeigt wie lächerlich das alles ist. dürfte ja recht schnell gehen, das ganze ist ja nichtmal von einem gesetz untermauert.

    die australische sperrliste auf wikileaks hat ja schon gezeigt, wie lächerlich das ganze ist. nach der veröffentlichung wurde die liste nochmal revidiert und war auf einem nur noch halb so lang.

  14. #14 Der Block» Blogarchiv » Liste der Zensurprovider [www] schrieb

    [...] Michael] Artikel [...]

  15. #15 nimrod schrieb

    zensurprovider.de ist erstaunlicherweise nicht mehr aufloesbar.


Dein Kommentar?

(Eingabe von Name, Mail und Webadresse ist freiwillig)