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Das Wichtigste über die Sperrlisten: Ein Drama in vier Akten

Thema: Internet, Recht, 21.04.2009

stoppDer neue Gesetzentwurf für Internet-Sperren ist aufgetaucht und ich komme – wie viele andere auch – aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Ich habe schnell die wichtigsten Punkte des irrwitzigen Vorhabens zusammengefasst, ein groteskes Drama in vier Akten.

1.)
Nicht nur der Zugriff auf Seiten mit kinderpornographischem Material wird gesperrt, sondern auch der Zugriff auf Seiten, die irgendwie (egal aus welchen Gründen) darauf verweisen. Eine Razzia, wie sie bei Wikileaks.de aufgrund der Veröffentlichung der australischen Sperrliste stattgefunden hat, wäre damit auch rechtens.

2.)
ISPs, die über einen Kundenstamm von weniger als 10.000 Nutzern verfügen, sind nicht an die neuen Vorgaben gebunden. Dasselbe gilt für alle staatlichen Internetanbieter, seien es Behörden, Bibliotheken, Universitäten oder Schulen. Damit wird nach der digitalen Spaltung jetzt auch rechtlich das Zweiklasseninternet eingeführt.

3.)
Der Provider verpflichtet sich, die Sperrliste geheim zu halten. Solche Vorgaben zur Geheimhaltung wurden in der Vergangenheit ja schon immer großartig umgesetzt – vor allem bei der Deutschen Telekom, die bei der Idee zur Netzsperre am lautesten “Hier!” gerufen hat.

4.)
Nutzer, die auf ein Stoppschild im Internet treffen – sei es beabsichtig oder unbeabsichtigt – müssen damit rechnen, dass ihre persönlichen Daten auf Anfrage vom Provider an das Bundeskriminalamt übermittelt werden. Ich plädiere dafür, dass URL-Shortener wie TinyURL und Co., generell Frames und alle Redirect-Möglichkeiten aus Gründen der individuellen Freiheitsliebe abgeschafft werden. Übrigens: Darüber hinaus verpflichten sich die Anbieter, einmal in der Woche ein anonymisiertes Logfile über die illegalen Zugriffe an das BKA weiterzuleiten.

Ich darf jetzt nicht ausfallend werden, weil es noch vor 20 Uhr ist und ich die Kollegen um mich herum nicht stören möchte, aber…
…hier meine Empfehlung zum weiteren Vorgehen: Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3. Schritt 4: Den 27. September 2009 dick im Kalender anstreichen. Malt ruhig ein Stoppschild hinein.

(André Vatter)

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71 Kommentare zu “ Das Wichtigste über die Sperrlisten: Ein Drama in vier Akten ”

  1. #1 Störungsquelle [www] schrieb

    Übertrieben. Wenn jemand wirklich nichts damit zu tun hat und durch einen blöden Zufall (falsche Weiterleitung oder blöde Spams) doch rein platscht, dann kann es u. U. wirklich böse Fogen dafr geben. Mein Vati kennt sich im Netz nicht aus, er googelt nicht mal, um in solche Fallen nicht einzufallen, aber wenn ich sein Glück kenne, wird er trotz der strengsten Vorsichtsmaßnahmen Pech haben.

  2. #2 Oliver Papst [www] schrieb

    Und am besten sperrt man auch noch alle Webseiten, die auf Webseiten verlinken, die auf illegale Webseiten verlinken. -.-
    Und ich nehme mal an, dass das System der Sperre weiterhin nur auf einem manipulierten DNS-Server basiert?

  3. #3 Philipp [www] schrieb

    Bei deinen Vorgehenstipps hast Du die Piratenpartei vergessen. Die einzige Partei, die sich konsequent gegen Überwachung und Zensur und für Datenschutz einsetzt.

    Wir versuchen zur Zeit, die Zulassung zur Bundestagswahl zu bekommen und können jede Unterstützung dafür gebrauchen: ich.waehlepiraten.de

  4. #4 Hans Kolpak [www] schrieb

    Was bei dem einen Entzücken auslöst, stößt den anderen ab. Das geht Frauen und Männer gleichermaßen so. Dann werden demnächst die meisten Suchmaschinen, allen voran Google, abzuschalten sein. Ebenso archive.org und all die Internetseiten und wordpress-blogs, die von automatischer Software mit bösen Adressen zugespammt werden.

    Ist das noch lebensnah? Mit welcher Absicht dahinter wird solcher Schwachfug ausgedacht? Ich fühle mich in die Zeit der Inquisition zurückversetzt, wo es nicht um Recht oder Gesetz, um gut oder schlecht, sondern einfach darum ging, jemanden auszuschalten, den man nicht leiden konnte.

    Wir haben bereits eine ganze Reihe von Gesetzen, die bei Bedarf so angewandt werden können, daß die Rechtsstaatlichkeit an den Gerichten vorbei ausgehöhlt wird. Das ist einfach nur schlimm!

    Die Spitzel aus dem 20. Jahrhundert hingegen sind harmlose Gesellen, auch wenn sie heute als “böse” hingestellt werden! Wie Störungsquelle richtig schreibt, kann praktisch jeder in eine Falle tappen. Und er merkt es nicht einmal.

    Hans Kolpak
    Single mal wieder!

  5. #5 nodch [www] schrieb

    Freier Zugang zum Internet sollte abgeschafft werden, wir brauchen ein staatlich kontrolliertes “Bundesnetz”, wo kommen wir denn hin wenn die Bürger auch noch anfangen eine eigene Meinung zu haben und diese kund tun.
    Leider, leider, leider wird es im September keine so grosse Klatsche geben, wie dieses Land sie brauchen würde…

  6. #6 gesinnungslos » Oh mein Gott! [www] schrieb

    [...] via heise, Basic Thinking Blog [...]

  7. #7 Sven S. [www] schrieb

    Die haben den Knall noch nicht gehört! Gehts noch?
    Bin mich gerade tierisch am aufregen….

  8. #8 shibumi [www] schrieb

    die spinnen ja wirklich. was dürfen, bzw. müssen wir uns noch alles gefallen lassen.

  9. #9 Carsteb schrieb

    Berechtigte Frage: Was passiert mit Google? Oder Yahoo oder Livesearch?
    Man kommt über diese Seiten auch direkt auf KiPo Seiten

  10. #10 Rubi schrieb

    Tschüss Grundgesetz, war schön mir dir.
    Und Hallo Stasi 2.0.

  11. #11 Paul [www] schrieb

    Tja, eventuell wird sich die Gesichte vom letzten Sonntag früher als man denkt abspielen.

  12. #12 Dennis’ Internet World [www] schrieb

    Verschmähst Du meine Dienste, so machst Du Dich verdächtig!…

    Schnapsidee Web-Sperre: Wie die freie Wahl von DNS-Servern in der Öffentlichkeit kriminalisiert wird

    Auskunftsdienste und Telefonbücher gibt es viele im Land: Da gibt es 11880 der telegate AG, es gibt 11833 der Telekom, gedruckt und online gibt es ….

  13. #13 Ein ♥ für Blogs – Payamo.de [www] schrieb

    [...] Basicthinking [...]

  14. #14 Peter Claus Lamprecht [www] schrieb

    Hey, der 4. Schritt ist ja fast ein Aufruf zur Körperverletzung…
    (oh, der Link zum Eierbild ist entfernt worden. Greift hier schon das access blocking?)

    Mit einem einfachen Blocken (“erschweren des Zugangs”) hätte ich mich ja noch abfinden können. Aber der Gesetzentwurf in der neuen, hier diskutierten Fassung, geht nun wirklich zu weit – und zeigt eindrucksvoll, dass viele Politiker, egal welcher Partei, fern des Lebens sind.

  15. #15 Oliver Papst [www] schrieb


    Tja, eventuell wird sich die Gesichte vom letzten Sonntag früher als man denkt abspielen.

    Bis vor kurzem war ich der Meinung, dass es sich dabei nur um ein reines Gedankenspiel handelte. das in naher Zukunft nicht umgesetzt wird. Inzwischen halte ich dieses Szenario jedoch durchaus für realistisch.

    Man muss etwas gegen diese Zensur tun. Einfach nur bloggen, twittern, und empörte Kommentare schreiben reicht in diesem Fall jedoch bei weitem nicht. Daher sind die genannten Schritte schon mal ein guter Anfang.

  16. #16 Nu hamma den Salat, Internetzensur wird Gesetz! – Forum des Virtual Racing. e.V. [www] schrieb

    [...] Man lese sich das dazu mal durch: Das Wichtigste über die Sperrlisten: Ein Drama in vier Akten | Basic Thinking Blog [...]

  17. #17 Gesetzentwurf für Internetsperren | Schadenabteilung.de [www] schrieb

    [...] Das Wichtigste über die Sperrlisten: Ein Drama in vier Akten | Basic Thinking Blog. [...]

  18. #18 Me schrieb

    Tja, den kleinen Finger haben wir ihnen gegeben, als am 11. September die Türme eingestürzt sind. Natürlich, für unsere Sicherheit und gegen irgendwelche Irren, die die Welt zur Geisel machen. Und jetzt bezahlen wir das, nicht nur, in dem sie gleich die ganze Hand nehmen, sondern uns komplett in einen Käfig sperren… Brave New World…

  19. #19 Suchen und finden [www] schrieb

    So fängt alles an. Erst gibt es kleinere Verbote, die dann immer weiter ausgebaut werden. Am Ende wird das gesamte Internet zensiert und man kommt ins Gefängnis, wenn man mal zufällig auf die falsche Seite zugreift.
    Warum machen das Politiker? Weil sie selbst nicht von so einer Regelung betroffen sind bzw. einen Vorteil für sich davon verhoffen. Seien es kommerzielle Vorteile oder Interessensvertretung der mächtigen Konzerne.
    Im Sinne des Volkes, das ich nicht lache.
    Der Überwachungsstaat ist einzig und allein ein Mittel zum Schutz der Mächtigen, da sie selbst am meisten gefährdet sind. Das der kleine Mann damit in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird, interessiert keinen Politiker. Ich sag nur Bundestagswahlen und diesmal hoffentlich die richtige Partei wählen.

  20. #20 NewsShit! [www] schrieb

    Macht’s mal bitte alle nicht schlimmer als es ist: Die Möglichkeit, daß Otto Normalsurfer je eine gesperrte Website zu sehen bekommt, ist sowas von gering – eher wird der Papst Vater von Zwillingen.

    Aber Hauptsache, schön auf den bösen Überwachungsstaat geschimpft.

    Hat sich überhaupt mal jemand Gedanken gemacht, wie viel Personal es braucht, um jeden Seitenbesuch von allen Bürgern zu kontrollieren?

    Dann wäre das halbe Volk damit beschäftigt, die andere Hälfte zu kontrollieren…

  21. #21 Hans Kolpak [www] schrieb

    Gar kein Personal! Das erledigt Software!

  22. #22 baldi schrieb

    .. und wieso werden nicht die websiten hops genommen?
    wenn man anscheinend ja e alle kipo-websiten kennt – das ist mir echt noch schleierhaft.

  23. #23 Hans Kolpak [www] schrieb

    Weil die nur als Vorwand dienen, um die Freiheiten von Michel einzuschränken. Alles klar? Historische Parallelen zu ziehen ist strafbar. So sieht es nämlich aus.

    http://twitter.com/der_fuehrer

  24. #24 Staatliche Internetzensur gegen Kinderpornos – gefährlicher Bullshit : Seite 2 : Ralles Blog [www] schrieb

    [...] Hier mal der bisheriger Werdegang kurz zusammengefasst und sehr schön auch hier [...]

  25. #25 Franz Roth [www] schrieb

    Ich verlinke da einfach mal auf einen Beitrag in meinem Blog:

    http://borderline-press.blogsp.....ernet.html

    No further comment ….

  26. #26 David schrieb

    “Das Internet” wird auch gegen solchen schwachsinn was finden. Dann gibts halt firefox demnächst mit direkt eingebauten anonymizer.
    wenn man in ein paar monaten auf jeder zweiten website anleitungen dazu findet, wie man sich der kontrolle entziehen kann, dann wirds erst recht leicht für jeden pädophilen im internet. auch für die alten säcke die gar keine ahnung von computern haben.

  27. #27 Andi schrieb

    Also ganz ehrlich: ich versteh die Aufregung nicht. Vergleichen wir mal das Internet mit einer Zeitschrift.

    Kinderpornographie ist in jeder Form, im speziellen auch in Zeitschriften verboten. Man darf sie weder drucken, kaufen, besitzen, nach Dt. einführen, usw
    Dasselbe gilt natürlich auch fürs Internet. Warum sollten diese Seiten dann also nicht gesperrt werden?

  28. #28 André Vatter [www] schrieb

    @26: Weil durch die Sperren einfach nur ein Handtuch auf die illegale Zeitschrift geworfen wird. Das Problem wird nicht beseitigt, nur verdeckt. Zudem fallen andere, legale Angebote der Aktion als Kollateralschaden zum Opfer.

  29. #29 Hans Kolpak [www] schrieb

    kipo ist nur ein Vorwand!

    Lies Franz Roth! Einfach genial!

  30. #30 Sebastian [www] schrieb

    @NewsShit: für viele liegt das Problem sicher nicht so sehr darin, dass sie ausversehen mal auf eine “Stoppseite” kommen und geloggt werden könnten. Vielmehr hat das BKA mit einer solchen Umsetzung ein Mittel an der Hand, mit dem nicht nur beliebige unliebsame Seite gesperrt werden können, sondern gleichzeitig eine bequem auswertbare Liste aller Zugriffsversuche auf diese Seiten geliefert wird. Bequemerweise muss gleichzeitig niemandem mehr Rechenschaft über die Sperrungen abgelegt werden – die Liste muss ja geheim bleiben.

    Wenn der Mechanismus einmal umgesetzt ist, wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich Interessenvertreter aus der Wirtschaft o.ä. zu Wort melden und die Sperrung weiterer Webseiten fordern, wie es z.B. in Schweden schon der Fall ist.

    Diese ganze Aktion dann noch unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Kinderpornografie durchzuführen und diese somit für eigene Zwecke zu instrumentalisieren, finde ich abscheulich. Wenn man sich mal ansieht, wie wirkungslos und realitätsfremd diese Sperren in Bezug auf echte Kindesmisshandlung sind (und dass aller Voraussicht nach nicht einem einzigen Kind damit geholfen werden kann), sich die Politiker aber trotzdem als Kinderschützer feiern lassen…. bei einer solchen Heuchlerei fehlen einem einfach die Worte.

  31. #31 Andi schrieb

    @27: Also sollte die Bundesregierung zwar gegen Kinderpornographie vorgehen, die Zeitschriften aber weiter erlauben? Das ist doch Quatsch. Und das nichts dagegen getan wird ist doch auch Käse.
    Und wenn durch diese Aktion die ein oder andere “normale” Pornoseite mitgesperrt wird kann ich damit auch gut leben.

    Zensur ist das für mich nicht. Freie Meinungsäußerung hat und hatte (Gott sei Dank) schon immer ihre Grenzen!

  32. #32 André Vatter [www] schrieb

    @30: http://www.zeit.de/online/2009.....missbrauch
    Die Zeitschriften wegnehmen – sofort! Und nicht im Wahlkampfaktionismus ein Handtuch über alles werfen.
    Und zur Info: In UK wurde im Rahmen der Aktion Wikipedia gesperrt.

  33. #33 Anonymous [www] schrieb

    [...] Ausmaß wird uns wohl est nach und nach klar werden. z.B. keinen Tiny-Urls mehr folgen usw. Basic Thinking Blog ist das Szenario beschrieben.Einen ebenfalls kritischen Bericht habe ich bei der Zwölfe [...]

  34. #34 Sebastian [www] schrieb

    @Andi

    Es ist ja nicht so, dass die Zeitschriften mit der Sperre wirklich “weg” wären. Ein besserer Vergleich wäre: sie werden aus dem Zeitschriftenregal genommen und sind nur noch unter dem Ladentisch zu bekommen.

    Bei der Sperrung wird nur die URL gesperrt, die Seite an sich ist nach wie vor unter ihrer IP erreichbar. Dass diese IPs in einschlägigen Foren zu bekommen sein werden und die “echten” Konsumenten somit nicht gehindert werden sich solche Dinge anzusehen, steht wohl außer Frage.

    Zurück zur Zeitschrift: Lieschen Müller sieht also keine KiPo-Zeitschriften mehr im Regal und ist mit sich und der Welt zufrieden. Die Zeitungen sind aber trotzdem nach wie vor zu haben, werden nach wie vor produziert und konsumiert.

    Wem genau soll damit geholfen sein?

  35. #35 Hannelore [www] schrieb

    Nr. 4 finde ich sehr bedenklich. Dagegen sollte man wirklich protestieren!

  36. #36 Rauhe Sitten » Blog Archive » Internetsperren/Kinderpornographie [www] schrieb

    [...] Nachlesen z.B.: netzpolitik, basic thinking, heise, gulli, [...]

  37. #37 michael schrieb

    Ihr könnt euch sicher noch an die Vorratsdatenspeicherung von Herrn Schäuble letzes Jahr erinnern.

    Hierbei ging es um die Protokollierung von IP Adressen. Bei diesem Vorhaben wurde von der Bundesregierung zugesichert, das nur IPs zusammen mit einem Timestamp protokolliert werden, keinesfalls aber deren Inhalt (d.h. welche Seite wurden vom Nutzer angesteuert).

    So weit so gut.

    Keine 4 Monate später nun kommt von Fr. Leyen ein Internet-Filter der es in sich hat. Kombiniert man diese beiden Gesetze, kommt etwas sehr gefährliches raus, man kann es rühig Überwachung nennen, was weit aus schlimmer ist, als die eigentliche Filterung / und Zensur.

    Denn nicht nur KP-Seiten kommen auf die Liste, es wurde bereits ein Passus aus dem Gesetz gestrichen, der es dem BKA erlaubt, auch andere Seite auf die schwarze Liste zu setzen. Mit sehr grossere Warscheinlichkeit wird dieses Gesetz auf andere Bereich ausgeweitet.

    Je mehr URLs nun auf diese Liste kommen, um so warscheinlicher wird es, das man auf eine Stoppschildseite kommt.

    Hier können dann vom BKA Nutzerprofile inkl. Daten des Anschlussinhabers erstellt werden = Totalüberwachung.

    Umso abscheulich finde ich das unsere Bundesregierung, besonders Fr. Leyen Kinderpornografie aktiv für Ihre eigene Zwecke nutzt, und sich somit auf eine Stufe der Kindervergewaltiger stellt.

    Denn seien wir mal ehrlich – eines haben beide gemeinsam. Sowohl Fr. von Leyen, als auch Kinderschänder nutzen dieses Material für Ihre eigenen Zwecke, hierbei geht es keinesfall um die Bekämpfung von KP.

    Abschliessend bleibt zu sagen: Ich plädiere für eine Gesetzesreform. Es sollte uns Bürgern möglich sein, durch ein Volksentscheid, jederzeit, unbürokratisch ein Amtenthebungsverfahren eines Politiker durchzuführen. In der normalen Wirtschaft, wird jemand der keine Leistung bringt, Fehlentscheidungen macht, ganz schnell vor die Tür gesetzt.

    Wir als Bürger haben mittlerweile keinerlei Kontrolle mehr über die Parteien und Politiker, auch nicht durch anstehende Wahlen. Wenn einmal ein Partei mit Mehrstimmenanteil an der Macht ist, kann sie tun und lassen was Sie will. Und hier geht es nicht nur um dieses Thema.

  38. #38 Geloggter schrieb

    @37 michael:

    voll und ganz deiner Meinung. Als Bürger kann man derzeit nur ohnmächtig mit ansehen, wie unsere Demokratie zu einem Überwachungsstaat umgebaut wird. Ich kann nichts tun, außer bis zur Wahl zu warten. Ich werde meinen aktuellen Abgeordneten ganz sicher nicht wieder wählen. Er vertritt meine Interessen nicht. Nur wenn ich soll ich dann wählen? Mein Vertrauen in die etablierten Parteien ist weg. Die Piratenpartei disqualifiziert sich schon allein wegen des Namens (und des fehlenden Gesamtkonzepts). Nicht wählen ist auch keine Lösung, da dann die Rechten Aufwind bekommen. Misere.

  39. #39 Dominik [www] schrieb

    Die Frage ist doch – wo wird das aufhören (und wird die Zensur überhaupt wieder stoppbar sein)?

  40. #40 Dominik [www] schrieb

    Die Macht unserer Gedanken steht über allem. Nur wenige Behörden in Deutschland haben einen ausgeglichenen Haushalt. So wird sich im Laufe der Jahrzehnte manches von selbst erledigen, was heute noch die Gemüter erhitzt und die Sicht trübt.

    Hans Kolpak
    Single mal wieder!

  41. #41 Nach T-Mobile-Blackout: Nein, es gibt keinen Schadensersatz (auch nicht für Netzsperren) | Basic Thinking Blog [www] schrieb

    [...] Schriftwechsel zwischen der Deutschen Telekom und einem Kunden, der sich über die geplante Netzsperre Gedanken machte: “Habe ich als Kunde in Sonderkündigungsrecht?” Das Witzige an der [...]

  42. #42 Thorben [www] schrieb

    Manchmal kann ich nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

    Erst wird die Tür leicht geöffnet und dann gehts mit Karacho rein…

  43. #43 Dummheit, Macht und Kinder*+%o « Der Heiße Scheiß [www] schrieb

    [...] wirkungslose Beschlüße, welche am Ende in der Konsequenz nutzlos und zweckfremd sind -  Zensur darstellen. Mein Kommentar: “Meine Fresse, wer erlaubt diesen Menschen (in diesem Fall [...]

  44. #44 Sperrlisten & Netzzensur: Spreeblick streikt! | Florenz.co.uk [www] schrieb

    [...] Opfer hat im Zeit Interview gesagt, was er von Sperrlisten hält: Nämlich garnichts. Und auch auf Basic Thinking hat man sich Gedanken dazu gemacht (Dieser Artikel ist mehr als LESENSWERT). Und wenn ich schon dabei bin, den Artikel über die [...]

  45. #45 Andreas schrieb

    Warum weiß der Staat nur immer alles besser?

    Ich hab mal eine StudiVZ Gruppe erstellt ;-)

    http://www.studivz.net/Groups/.....4147d86d0d

  46. #46 Michael schrieb

    Ist das üblich mal ein Grundrecht einzuschränken? Mir fällt da jetzt in der Vergangenheit nur eine Situation ein; an dieser Stelle ein Verweis auf Godwins Gesetz…

    (10) Das Grundrecht des Brief-, Post-und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10 des Grundgesetzes) wird durch die Absätze 1, 3 und 4 eingeschränkt.

  47. #47 Leo [www] schrieb

    Gibt es schon eine Aktionsseite gegen dieses Gesetz? Wenn nicht, dann müssen wir mal eine ins Leben rufen und Klagen sammeln!

    Bin Webprogrammierer (in Anfängen), zur Not würde ich auch aushelfen.

  48. #48 André Vatter [www] schrieb

    @47:
    -Es gibt das Zensiertdas-Wettspiel: http://zensiertdas.net

    -Auf SpreeBlick war (gerade abgelaufen) Protest angesagt: http://www.spreeblick.com/prot.....etsperren/

    -Du kannst Netzsperren-Stoppschilder auf deinem Blog bringen: http://www.rettet-das-internet.....hilder.htm

    -Oder gleich das BKA-geprüft-Siegel: http://zenzizenzizenzic.de/arc.....regierung/

    Weitere Links gerne hier posten…

  49. #49 Leo [www] schrieb

    @48:
    Cool, danke dir ^^

  50. #50 SHOP SUPPORT [www] schrieb

    zu #46

    seit wann ist es ein Grundrecht sich Kinderpornos reinzuziehen, sich auf seine Grundrechte zu berufen wenn man Drogen, Waffen oder anderes illegales Zeug verhökert ?

    In dem Punkt finde ich die “Einschränkung” ausnahmsweise mal gut. Wir können im Leben nicht alles machen wo wir Bock drauf haben, warum sollten sich Leute “virtuell” verstecken können und juristisch nicht greifbar sein ?

  51. #51 dieter schrieb

    Warum stänkert ihr hier alle in den Kommentaren herum?

    Wählt in diesem Jahr anständige Parteien und der Spuk ist vorbei.

    So einfach geht das!

  52. #52 Michael [www] schrieb

    Nee, welche Partei ist denn noch anständig? Von welcher kann man das sicher behaupten?

    @50 Gegen Drogen, Waffen oder andres illageles Zeug wird auch vorgegangen, ohne die Grundrechte einzuschränken. Außerdem: virtuell verstecken kann man sich nicht mehr, wo jetzt das GG eingeschränkt wird? Außerdem geht es am Problem vorbei.
    Man könnte auch ohne das neue Gesetz was machen, siehe verlinkte Seite.

  53. #53 Zwischenbilanz: Zensur | OlliPlog [www] schrieb

    [...] Das Wichtigste über die Sperrlisten: Ein Drama in vier Akten [...]

  54. #54 Elke schrieb

    Es wäre naiv zu glauben, das die Politik beim Thema Kinderpornografie dann plötzlich halt macht und das andere “Internet-Teufelszeug” von den Politikern akzeptiert wird.

  55. #55 Sandkorn im Getriebe » In was für Zeiten, leben wir eigentlich? [www] schrieb

    [...] um das ganze heute abzuschließen, noch einen Blick auf die Gesellschaft. Zensursula versucht das Netz zu zensieren , mit Methoden die einfach nur lachhaft sind. Fürs Volk und die Gesellschaft ist es aber der [...]

  56. #56 Innenministerium nimmt satirische Sperrseite vom Netz | Basic Thinking Blog [www] schrieb

    [...] gibt sich die Regierung in Sachen Kinderpornographie da weniger Mühe: da wird einfach nur ein Stoppschild vorgepappt und die Seiten bleiben weiter im [...]

  57. #57 Hier mal was zum gruseln… « Im Fluss [www] schrieb

    [...] Deutschland: Netzsperren für nicht genehme Inhalte (vorgeblich gegen Kinderpornografie gerichtet, aber das kann ja dann niemand [...]

  58. #58 Deutschland ist ein elektronischer Polizeistaat | Basic Thinking Blog [www] schrieb

    [...] Vorratsdatenspeicherung und Netzsperre – Begriffe, die sich anhören wie die Unworte des Jahres 2009, gehören seit Monaten [...]

  59. #59 Wikileaks: Das sind die meist gesuchten Dokumente für Deutschland | Basic Thinking Blog [www] schrieb

    [...] Die Zensursula-Liste des Bundeskriminalamtes mit allen gesperrten Internetadressen, insofern das Gesetz demnächst in Kraft tritt. [...]

  60. #60 Fenix schrieb

    Ich habe jetzt Kopfschmerzen …. von soviel Kopfschütteln!
    Verückte Welt

  61. #61 Wikileaks: Das sind die meist gesuchten Dokumente für Deutschland – DeineNews.info [www] schrieb

    [...] Die Zensursula-Liste des Bundeskriminalamtes mit allen gesperrten Internetadressen, insofern das Gesetz demnächst in Kraft tritt. [...]

  62. #62 rechnung online schreiben [www] schrieb

    Mir wird auch ganz schlecht wenn ich mir das alles durchlese. Wo soll das noch hinführen?

  63. #63 like schrieb

    “groteskes Drama”
    In bessere Worte könnte man den Gesamtkontext wohl nicht fassen.
    Da frage ich mich schon, was nach der Bundestagswahl mit unserem Grundgesetz noch so alles passiert. :-(

    Vielen Dank für die Info´s auf dieser Seite!

    vg

  64. #64 Daniel Urne schrieb

    Und am besten sperrt man auch noch alle Webseiten, die auf Webseiten verlinken, die auf illegale Webseiten verlinken.

    Ich denke das Drama wird sich erst richtig nach der Wahl darstellen. Das natürlich dagegen etwas unternommen werden muss, steht aber außer Frage…..

    Grüße

  65. #65 Hans Kolpak [www] schrieb

    Das Sommerloch ist bald voll. Der ganze Sud beginnt, überzuschwappen. Aus heutiger Sicht hat ZensUrsula Wahlkampfgetöse ins Sommerloch gefüllt. Mehr nicht. Folgendes bringt mich zum Nachdenken:

    Berliner Kurier, 11. August 2009 – Sascha Lobo: “Seit kurzem ist klar, dass es offenbar eine dreistellige Millionensumme kostet, die Zensur-Infrastruktur aufzubauen. Doch dafür könnte man eine Lösch-Task-Force mit 500 Leuten zehn Jahre lang bezahlen, die Kinderpornografie aufspürt, Server-Betreiber kontaktiert, die alles recherchiert – und wir haben sogar noch Geld, um First Class zum ersten Server zu fliegen und den zu beschlagnahmen.”

    Da für solch einen Schwachfug kein Geld da ist – oder etwa doch? – wird das Gesetz nach der Bundestagswahl am 27. September sang- und klanglos im Sommerloch verschwinden. Dabei hoffe ich, daß auf diese Weise die Piratenpartei über die 5 Prozent kommt und in den Deutschen Bundestag einzieht. Die Linken zu wählen, ist eine Verschlimmbesserung. Deshalb werde ich die Piraten wählen. Die Violetten sind ohne Chance und die ‘Partei der Vernunft’ tritt erst 2013 an.

    Hans Kolpak
    bloggt mit Links alles, was recht ist
    und kommentiert zu recht Alles, was link ist.

  66. #66 Sony schrieb

    Das “dicke Ende” werden wir wohl erst nach der Wahl zu spüren bekommen. Das natürlich dagegen etwas unternommen werden muss, steht aber außer Frage. Lasst uns schauen. cu

  67. #67 Heiko [www] schrieb

    In diesem Zusammenhang sei die neue Aktion “Rette Deine Freiheit” erwähnt.

    http://blog.hvbx.de/2009/09/rette-deine-freiheit/
    Direktlink: http://www.youtube.com/watch?v.....r_embedded

  68. #68 Dan schrieb

    Ganz wunder Punkt!
    Die Transparenz und die staatlichen Verfügungsgewalten nehmen langsam aber sicher historische Ausmaße an.

    Dan

  69. #69 Haarentfernung schrieb

    Ich denke wer sich auf illegalen Seiten rumtreibt muß halt damit rechnen erwischt und bestraft zu werden. Das nicht alles gut ist was dieses Gesetz betrifft steht außer Frage. Allerdings hätte ich gerne härtere und auch effizientere Maßnahmen gegen Kinderpornographie. Das ist mir alles zu wischi-waschi.

  70. #70 Andreas Ballongas schrieb

    Wer oder was legt denn fest, was illegale Seiten sind- klar erkenne wir was Kinderpornographie ist (und wer sich damit identifiziert gehört bestraft)- aber auf vielen anderen Seiten ist kein “Stopstrassenschild” zu sehen. Bin ja mal gespannt, wie man das umsetzen will. Solange es Abnehmer für eine Sache gibt- wird es auch Vermarkter dafür geben..entscheiden wird der Preis.

  71. #71 Seid gegrüßt, ihr Sklaven! | Phänomene von Schwiederstorf [www] schrieb

    [...] vorgeschobene Begründung bringt uns zu wirklich grausigen Taten, die das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und zwar zu dem [...]


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