Domaingrabbing: Kasse machen mit der Schweinegrippe
Es gibt Menschen, die mitten in der Krise einen kühlen Kopf behalten – und sich so eine goldene Nase verdienen. Sobald sich ein Medien-Hype anbahnt, der auf breites, öffentliches Interesse stößt, übersetzen sie das Thema in passende Domains. So auch im Fall der aktuell grassierenden Schweinegrippe – Entschuldigung: der Nordamerikanischen Grippe, nein: der Mexikanischen Grippe, ne anders: der Neuen Grippe (mehr über die Prioritätenverteilung von Staaten kurz vor der Pandemie findet ihr hier). Wie ich gerade gesehen habe, sind scharenweise Domaingrabber ausgeschwärmt, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern. Schweinegrippe.de, beispielsweise, wurde am 28. April neu registriert und dann direkt an Sedo für das Domain-Parking übergeben, nachdem der Titel der Seite in “Schweinegrippe wird immer gefährlicher” geändert wurde. Voilà: Das Tageswerk ist verrichtet. Jetzt kann die Kasse klingeln.
Wer auch die übrigen Kandidaten ausprobiert, trifft auf nichts anderes: mexikanischegrippe.de und neuegrippe.de sind parkend vergeben – selbst nordamerikanischegrippe.de wurde geschnappt und in den Dienst einer Münchener Full Service Online Agentur gestellt. Manchmal frage ich mich, welcher unbedarfte und zufällig dort gelandete Internetnutzer tatsächlich einen Link anklickt, der mit “Sie haben Schweinegrippe! Informationen und Erfahrungsaustausch. Jetzt gratis mitmachen!” beworben wird. Aber bitte…
Hey, ihr Domaingrabber: Meldet euch einmal bitte bei uns. Uns würde aufrichtig interessieren, wie viel Kohle sich mit Aktionen wie diesen einfahren lässt – und was mit den Adressen passiert, wenn der Hype vorbei ist.
(André Vatter / Bild: pixelio.de)
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· read: 6639 · today: 2 · last: 12. February 2012





Jetzt wo ich das so lese frage ich mich, ob nicht auch Domains mit der Finanzkrise Kohle machen können? “www.antiaufschwung.de”.
Wie ich gesehen habe, steht “www.wirtschaftsaufschwung.de” tatsächlich zum verkauf.
Ob diese Sache aber wirklich ein großes Finanzielles Plus in die Taschen bringt würde mich echt interessieren. Wenn ja bedeutet es für mich aufjedenfall, jeden möglichen Hype in Schlagworte verfassen und Domainnamen daraus bilden und kaufen um diese dann zu verkaufen!
Domaingrabbing für Fortgeschrittene, vll. sogar bald ein toller Berufszweig.
“Guten Tag ich bin ausgebildeter Profi Domain-Grabber und verdiene mein Brötchen durch den Verkauf von Welthype-Domains.”
Gibt es eigentlich schon Schweingerippe-Tassen, Bettwäsche und Mützen?
Gibt sicher einige Leute, die das interessiert…
* 2-Jahres-Abonnement. Jahrespreis: 96,- jährlich, im Voraus zu zahlen.
http://consultdomain.de/forum/.....-info.html
25€ innerhalb von einem Tag auf der .com
Dürfte also auf der .de noch mehr sein ;)
Grüße
Ich wollte das einfach mal ausprobieren und mich würde echt interessieren ob da am Schluß was dabei verdient wurde.
Ich wollts schon sichern, aber 199 Euro im Jahr ist schon etwas happig. Ist auch keine Domain die einfach so jemand auf gut Glück in den Browser tackert.
3000adaydomainer.com
Aber für kurzzeitig mal viele Besucher auf einem Artikel immer ;-)
LG, thomas
3000 Dollar am Tag für praktisch NICHTS!
Ich frage mich nur, wie viele Domains der eigentlich registriert hat.
Weiß das jemand?
[...] Auf Basic Thinking wird darüber leicht die Nase gerümpft. Siehe dazu den Beitrag Domaingrabbing: Kasse machen mit der Schweinegrippe. [...]
Zudem ist das moralisch auch sehr zweifelhaft: Denn letztendlich verdient man nur durch einen Medienhype und unterstuetzt das Verbreiten von falschen Tatsachen!
Die 30.000 halte ich auch für übertrieben, aber 4stellig ist bei der Domain schon realistisch, sie muss nur zum richtigen Zeitpunkt verkauft werden.
Naja, ich denke, Domaingrabbing ist wie Perlentauchen. Wenn einer die perfekte Perle in 2 m Tiefe findet, hat er auch ein Vermögen gemacht mit “praktisch nichts”. Aber wie viele Austern hat der vorher ans Licht gebracht, geöffnet und nichts gefunden?
Ich denke, wenn man mit sowas richtig Geld verdienen will, ist das schon richtig Arbeit.
Was solls, es wird niemand gezwungen, diese Domains zu kaufen, es ist legal, da sind mir andere (betrügerische) Machenschaften im Web wesentlich unsympathischer.
[...] Ähnlich dürfte es sich mit dem Wort “Abwrackprämie” verhalten. Ein interessanter Beitrag bei Basicthinking machte mich neugierig, was man denn mit diesen Domains in Verbindung mit einem [...]
Das eine ist doch nicht (moralisch) besser als das andere. Und beide können daraus (finanziell) viel oder wenig machen.
1. “schweinegrippe-blog.de”,
2. “schweinegrippeblog.de” und
3. “schweinegrippeblog.com”.
Wozu das gut sein soll, weiß ich nicht. Andererseits gibt es schon Millionen wertlose Internet-Adressen und Hunderttausende Blogs ohne Sinn und Verstand. Drei weitere machen da auch nichts mehr aus.
[...] Selbstverständlich sind auch Domaingrabber auf die Idee gekommen, vom Hype um die Schweinegrippe zu profitieren. Beispiel: [...]
[...] geschützten Markennamen bestehen. Landläufig kennen wir das ja unter dem Begriff “Domaingrabbing“. Und genau das passiert derzeit auch auf Facebook. Wer es verpennt hat, seine URL zu [...]
[...] war es dann auch. Michaeljacksondead.com und Michaeljacksonisdead.com – reserviert für das Domain-Parking. Die Personensuchmachine US-Recordsearch lässt die Domain Michaeljacksondied.com direkt auf [...]
[...] etwa im April dieses Jahres in Mode, schon kurze Zeit später rissen sich erste Domain-Grabber entsprechende URLs unter den Nagel und verdienten sich durch Banner und Domain-Parking eine goldene [...]