Ist YouTube einer der größten Flops des vergangenen Jahrzehnts?

Dass Vista, die HD-DVD, der Microsoft Zune, Palm und der Segway auf der Liste auftauchen, dürfte nicht verwundern – aber YouTube? Und doch ist es so: Das “Time Magazine” krönte den Google-Videodienst gemeinsam mit den Genannten zu den Top-Flops des vergangenen Jahrzehnts. “Die überwiegende Mehrheit der von Youtube gehosteten Videos ist von so schlechter Qualität, dass Unternehmen sich scheuen, sie mit ihren Werbebotschaften zu versehen”, argumentiert der Autor der Verliererliste, Douglas A. McIntyre. YouTube habe es bis heute nicht geschafft, ein anständiges Geschäftsmodell auf den Tisch zu legen, so dass die 1,65 Milliarden Dollar-Investition von Google sich heute als ein teurer Fehlgriff herausstelle. Laut Credit Suisse wird die Plattform dieses Jahr einen Verlust von 470 Millionen Dollar einstecken müssen – das sind knapp 1,3 Millionen Dollar am Tag! Traffic und Storage kostet eben einiges, alleine in den USA besuchten im März 99,7 Million Nutzer die Plattform. Die Einnahmen hätten im Vergleich zu 2008 zudem um 20 Prozent abgenommen: “Sollte diese Analyse auch nur im Entferntesten stimmen, heißt das, dass YouTube den Ertrag verdreifachen müsste, um zumindest bei Null herauszukommen.” YouTube sei zwar riesig, habe es aber noch nicht geschafft, einen Erfolg daraus zu machen.
Jetzt einmal von den Zahlen abgesehen: Was das “Time Magazin” da von sich gibt, klingt hart – aber es stimmt. YouTube trödelt. Seit drei Jahren hat sich die Plattform nur wenig verändert, HQ-Inhalte sind noch immer rar gesät, es dominieren verpixelte Hobbyaufnahmen – vielleicht lustig anzuschauen, aber für Werber gänzlich uninteressant. Die ersten zaghaften Versuche der Vermarktung sind jedenfalls erst einmal eingestellt worden. Wer sich das Videointerview mit Philipp Schindler, dem Nord- und Zentraleuropachef von Google, ansieht und dabei die Schlagworte “YouTube-Übernahme” und “sinnvoll” hört, muss unweigerlich an Zynismus denken.
Wie es gehen könnte, dürfte in Mountain View niemandem entgangen sein – immerhin hat YouTube den erfolgreichen Wettbewerber direkt vor der Nase: Unglaublich, aber wahr – Hulu belegt auf YouTube mittlerweile Platz zehn bei den am meisten angesehenen Kanälen (s. auch Businessinsider). Ich meine, das muss man sich einmal vorstellen! Immerhin… durch die Angebotserweiterung hin zu Filmen, Serien und Dokumentationen konnte YouTube zumindest ein Zeichen für die Zukunft setzen (auch wenn wir es hier größtenteils mit alten Schinken zu tun haben und dem Ganzen noch der Sexappeal fehlt). So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Streng dich einmal ein wenig an, YouTube!
(André Vatter)
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Ohne YouTube kein Hulu…
haben die leute immer noch nichts gelernt. denken immer wieder nur ans geld.
demnach wäre das www auch ein flop.
cern oder berners lee haben damit auch nicht das grosse geld gemacht. nicht mal das kleine geld sprang dabei raus.
wie siehts mit dem riesenflop woodstock festival aus?
auch ein verlustgeschäft.
@3: Leider wird kein Unternehmen der Welt ein Geschäft, das Verluste macht, lange Zeit aus Nächstenliebe weitersubventionieren. Dass Google das YouTube-Problem in den Griff bekommt, liegt also im Interesse aller Nutzer.
Nur groß zu sein, ohne Gewinne einzufahren bringt einer Firma ja rein gar nichts.
Mal sehen was die Zukunft da noch bringt
Premium-Account.
Ich hasse YouTube. Mittlerweile ist es qualitativ und quantitiv großer Mist.
Ich hasse Fernsehen. Es ist qualitativ und quantitativ großer Mist.
Das Fernsehen eignet sich aber noch sehr gut zum einschlafen.
Klar, Geld machen die damit vielleicht nicht. Aber trotzdem würde dem Internet ohne YouTube etwas fehlen
[...] Dass Vista, die HD-DVD, der Microsoft Zune, Palm und der Segway auf der Liste auftauchen, dürfte nicht verwundern – aber YouTube? Und doch ist es so: Das “Time Magazine” krönte den Google-Videodienst gemeinsam mit den Genannten zu den Top-Flops des vergangenen Jahrzehnts. “Die überwiegende Mehrheit der von Youtube gehosteten Videos ist von so schlechter Qualität, dass Unternehmen sich scheuen, sie mit ihren Werbebotschaften zu versehen”, argumentiert der Autor der Verliererliste, Douglas A. McIntyre. YouTube habe es bis heute nicht geschafft, ein anständiges Geschäftsmodell auf den Tisch zu legen, so dass die 1,65 Milliarden Dollar-Investition von Google sich heute als ein teurer Fehlgriff herausstelle. Laut Credit Suisse wird die Plattform dieses Jahr einen Verlust von 470 Millionen Dollar einstecken müssen – das sind knapp 1,3 Millionen Dollar am Tag! Traffic und Storage kostet eben einiges, alleine in den USA besuchten im März 99,7 Million Nutzer die Plattform. Die Einnahmen hätten im Vergleich zu 2008 zudem um 20 Prozent abgenommen: “Sollte diese Analyse auch nur im Entferntesten stimmen, heißt das, dass YouTube den Ertrag verdreifachen müsste, um zumindest bei Null herauszukommen.” YouTube sei zwar riesig, habe es aber noch nicht geschafft, einen Erfolg daraus zu machen. via Ist YouTube einer der größten Flops des vergangenen Jahrzehnts? | Basic Thinking Blog. [...]
Dass YouTube wirtschaftlich ein Flopp ist kann ich mir schon vorstellen.
Aus Blogger Sicht auf jedenfall kein schlechter Service. So kann man YouTube z.B. als Traffic Lieferant nutzen.
Allerdings sollte man die eigenen Videos für das Ranking in YouTube auch optimieren ;-) ( http://www.blogjack.de/video-seo-ranking-youtube/ )
Genau: Der Sinn von Youtube ist, dass dort Hobbyfilmer auch mässigere Ergebnisse abstellen und dennoch ein Publikum finden. Und genau das wird von Youtube erfolgreich umgesetzt.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ….
Wer von euch hat den in YouTube einmal auf eine Werbung geklickt? Ich kein einziges Mal obwohl ich schon oft auf der Plattform war.
Das kann doch auf Dauer nicht funktionieren. Denn die Traffic und Serverkosten von YouTube sind sehr hoch.
früher oder später gibt es bezahl Channels mit restriktionen etc…vergleichbar mit megavideo.
die werde da noch genug geld rausholen..
Mag zwar sein, dass YouTube ein mächtiges Tool ist. Aber ein Tool das keinen Gewinn bringt bzw. Geld verdient wird auf dauer keinen Bestand haben.
Eine Zeitung oder ein TV Sender der kein Geld verdient muss ebenfalls schließen. Natürlich nicht die öffentlich Rechtlichen.
Google muss langsam Gewinn vorweisen sonst könnte es düster werden für YouTube. Egal wie mächtig das Tool ist.
[...] Ist YouTube einer der größten Flops des vergangenen Jahrzehnts? Dass Vista, die HD-DVD, der Microsoft Zune, Palm und der Segway auf der Liste auftauchen, dürfte nicht verwundern – aber YouTube? Und doch ist es so: Das “Time Magazine” krönte den Google-Videodienst gemeinsam mit den Genannten zu den Top-Flops des vergangenen Jahrzehnts. Basic Thinking [...]
“demnach wäre das www auch ein flop.
cern oder berners lee haben damit auch nicht das grosse geld gemacht. nicht mal das kleine geld sprang dabei raus.”
Das www wurde auch nicht als Selbstdarstellungsplattform entwickelt, sondern der Ursprung, das ARPANET sollte die Kommunikation im Kriegsfall sicherstellen. Das www, das sich daraus entwickelt hat, sollte dem Informationsaustausch von Wissenschaftlern zu Gute kommen. Es gab also von Anfang an keinen kommerziellen Ziele.
investoren-legende warren buffet meinte mal, aus sicht der shareholder wären die gebrüder wright damals besser abgestürzt. denn gemessen am gesamtgeldumsatz haben airlines in den letzten 50 jahre, was die aktien angeht, eher geld vernichtet als geld gebracht.
und will jemand wirklich aufs fliegen verzichten? wohl kaum.
Youtube ist DAS Exempel für fehlende Geschäftsmodelle des Web 2.0.
Auf der einen Seite wird eine gigantische Nutzerschaft angesprochen, auf der anderen Seite entstehen durch den anfallenden Traffic horrende Kosten, die durch Werbeeinnahmen nicht kompensiert werden können.
Jegliche Paymodelle haben sich in der Vergangenheit als “Todesschuss” herausgestellt und es bleibt fraglich, ob die User in Zukunft bereit sind, für Entertainment-Inhalte zu zahlen.
Das gleiche Problem beschäftigt z.Z. Facebook, MySpace, studivz und viele andere SocialNetwork-Portale. Youtube hat im Vergleich zur Konkurrenz jedoch den “Vorteil”, dass hinter dem Dienst mit Google einer der mächtigsten und wirtschaftlich stärksten Unternehmen der Welt steht und das Aus daher auf mittelfristige Sicht nicht zu befürchten steht.
Und dennoch: Auch die Cashcow Google kann sich letztlich den Spielregeln des Marktes nicht entziehen und wird eine defizitäre Sparte innerhalb des Konzerns nicht bis in alle Ewigkeiten hinnehmen (können). Vor diesem Hintergrund bleibt auch Youtube keine andere Möglichkeit, als neue Einnahmequellen zu generieren, um den Turnaround zu schaffen.
Zu wünschen wäre es den Kaliforniern, denn wie schon meine Vorschreiber fesgestellt haben: ohne Youtube würde dem Internet was fehlen…!
[...] Katze eingepackt bitte! Die Katze gibt es übrigens auf youtube, das zum Flop des Jahrzehnts (O-Ton “Times Magazine”) gekürt wurde und das obwohl pro Minute 20 Stunden Material [...]
hat sich eigentlich mal irgendjemand ernsthaft mit der Google/YouTube internen Verbuchung von AdSense vs. Displaywerbung auf YouTube auseinandergesetzt?
Bei uns steigen die Einnahmen mit 2 wesentlichen Kanälen auf YouTube per AdSense jeden Monat (Mai 09 wird erstmals die 1.000 Euro Grenze geknackt). Display dagegen bleibt dahinter.
Sind die YouTube Umsätze evtl. unter Google AdSense verbucht?
Wäre natürlich “irreführend” ;)
Werbung lohnt sich meiner Meinung nach auch nur bei Themen, bei denen User auf der Suche nach mehr Informationen sind. Dann wird auch auf weiterführende und themenrelevante Links geklickt. Bei Youtube ist das eigentlich nicht der Fall, denn mehr als ein Video sucht man dort eigentlich ja nicht.
Auch wird es schwer die Leute für bestimmte Inhalte zahlen zu lassen, wo es doch alles heute irgendwo umsonst zu sehen gibt.
Trotzdem wird Google mit Sicherheit das Potenzial von Youtube zu nutzen wissen. Eingestellt werden wird dieser Dienst mit Sicherheit nicht.
Kunst kommt von Können nicht vom Wollen und Anarchie kosted Geld.
Die Phase des Anfütterns dauert halt noch. Wer bei den anderen Plattformen die abschreckende Wirkung eines Werbevorspanns kennt, weiß um das Problem die User mit 3 1/2 Minuten zu halten.
Die Qualität ist egal, die Botschaft muss stimmen.
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