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Archive for 06.2009

MSI startet Windows 7 Upgrade-Programm26.06.09

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Der asiatische Hardware-Hersteller MSI hat vor ein paar Stunden die ersten Details zum Windows 7 Upgrade-Programm veröffentlicht. Demnach können alle Käufer eines neuen MSI-PCs mit installiertem Windows Vista ab dem Stichtag 26. Juni (also heute) kostenlos auf Windows 7 umsteigen, sobald das neue Microsoft-Betriebssystem erhältlich ist. Pech gehabt haben hingegen Kunden, die ihren Rechner gestern und oder noch früher gekauft haben. Ihnen steht keine kostenlose Upgrade-Möglichkeit zur Verfügung. Ausnahmen können aufgrund der strikten Regeln von Microsoft nicht gemacht werden. Auch Besitzer eines Netbooks können von der Update-Option nicht profitieren, da auf den Mini-Notebooks in der Regel Windows XP installiert ist und daher das Upgrade-Programm nicht zum Greifen kommen kann.

Was müssen Kunden machen, um sich für Windows 7 vormerken zu lassen? Zunächst müssen sie sich auf der MSI-Seite mit ihren Daten ihres Rechners registrieren. Sind die Voraussetzungen für ein Upgrade erfüllt, gibt es eine sogenannte Vorgangsnummer. Als nächsten Schritt müssen Kunden eine Kopie des Original-Kaufbelegs zusammen mit dem ausgedruckten Antragsformular an MSI schicken und eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von rund 20 Euro an den Hardware-Hersteller überweisen. Zum Schluss erhalten die Kunden einen persönlichen Windows 7 Upgrade-Coupon zur Registrierung bei Microsoft. Und dann heißt es abwarten, denn versandt wird der Vista-Nachfolger erst ab dem 22. Oktober.

Klingt ziemlich kompliziert, geht laut MSI aber leider nicht anders. Um den Verkauf von Windows 7 anzukurbeln, gewährt Microsoft Vorbestellern, die nicht von dem Upgrade-Programm profitieren können, derzeit ordentliche Preisnachlässe.

(Michael Friedrichs)

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Zensursula-Einträge aus dem präsidialen Gästebuch von Horst Köhler gelöscht26.06.09

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Aufregung um das Online-Gästebuch von Bundespräsident Horst Köhler. In verschiedenen Blogs sind jetzt Vorwürfe laut worden, dass die zuständigen Mitarbeiter im Bundespräsidialamt zahlreiche Zensursula-Einträge nicht freigeschaltet, beziehungsweise nachträglich wieder gelöscht haben sollen. Der Hintergrund: Vor einer Woche wurde im Bundestag die Einführung von Internetsperren beschlossen. Daraufhin haben einige Blogs ihre Leser dazu aufgerufen, sich über das Gästebuch an den Bundespräsidenten zu wenden und auf diese Weise an ihn zu appellieren, das umstrittene Gesetz nicht zu unterzeichnen.

Am 22.06. war noch keiner der Einträge im Gästebuch erschienen. Am 23.06. wurden dann zehn Einträge freigeschaltet: Neun gegen das Zensurgesetz und einer wegen Afghanistan. Am 25.06. wurden davon mindestens sechs wieder entfernt – alles solche die gegen Netzsperren waren. Jetzt sind gerade mal vier Gästebucheinträge freigeschaltet, die sich gegen das Zensurgesetz richten. Weniger als vor zwei Tagen und nur ein Bruchteil der gemachten Eintragungen gegen das Gesetz.

Weiter heißt es:

So, jetzt wird es noch merkwürdiger. Heute sind mal wieder keine Einträge hinzugekommen. Aber dafür sind ein paar entfernt worden. So wie ich das überblicke sind nur Einträge gegen das Zugangserschwerungsgesetz entfernt worden. Der Protest gegen das Gesetz (4 Einträge, davon einer uneindeutig) erscheint im Gästebuch nur noch als einer von vielen – neben Afghanistan (3 Einträge) und Überwachung im Allgemeinen (1 Eintrag) und Iran (1 Eintrag). Das war gestern noch deutlich anders (siehe Google-Cache-Link). Wieso wurden Gästebucheinträge gegen das Gesetz gelöscht und noch viel mehr erst gar nicht angezeigt?

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Michael Jackson ist tot – und plötzlich so gefragt wie schon lange nicht mehr26.06.09

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Der King of Pop ist tot. Der Sänger starb gestern im Alter von 50 Jahren nach einem Herzstillstand in einem Krankenhaus in Los Angeles. Grund dafür sei sein übermäßiger Medikamentenkonsum gewesen, um sich für seine bevorstehende Comeback-Tour vorzubereiten, heißt es aus dem Kreis seiner Familie. Die Liste seiner musikalischen Erfolge ist jedenfalls lang. Schätzungen zufolge hat Michael Jackson weltweit rund 750 Millionen Alben verkauft und dafür auch zahlreiche Auszeichnungen eingeheimst.

Jetzt ist der King of Pop tot – und plötzlich so gefragt wie schon lange nicht mehr. Im Radio werden seine Songs rauf und runter gespielt (wir erinnern uns an den Boykott seiner Musik Anfang der 90er Jahr, als schwere Vorwürfe wegen Kindesmissbrauch erhoben wurden). Jacko ist wieder in aller Munde. In den Trending Topics von Twitter belegt der skurrile Popstar fast alle zehn Plätze. Elektronikmärkte verkünden bereits wenige Stunden nach Bekanntwerden von Jacksons Tod, dass so gut wie keine Alben mehr verfügbar seien. Noch krasser sieht es beim Onlinehändler Amazon aus. In den US-Album-Verkaufscharts belegen seine Alben die Plätze 1 bis 15. Ohne Ausnahme. Ähnliches spielt sich auch auf der deutsche Amazon-Seite ab. Die ersten neuen Plätze der Verkaufscharts gehören bereits dem King of Pop. (weiterlesen …)

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Das Jahr 2009: Blogs werden endlich wahrgenommen26.06.09

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Es ist noch gar nicht so lange her, da knüppelte die bundesrepublikanische Öffentlichkeit auf die deutsche Blog-Szene ein – allen voran die Journalisten: “Polemisch bis rechthaberisch” seien die Blogger hierzulande, “ein bisschen in Nebensächlichkeiten abgleitend”. Woher soll denn die Kompetenz kommen? Wie sieht es mit der Glaubwürdigkeit aus? Und überhaupt: Wo bleiben die vielbeschworenen Leser? Unterstützung bekamen die Kritiker in erster Linie von den Amerikanern, wie zum Beispiel vom US-Redakteur Sean Sinico, der sich in seinem Aufsatz “Blogs Making Baby Steps in German Politics” vor Lachen über die Null-Relevanz deutscher Blogs im Wahlkampf 2005 schüttelte.

Und vielleicht hatten sie ein wenig Recht: es gab keine “deutsche Blogger-Kultur”. Der Radius der Insider-Gemeinde war lange Zeit gering, sowohl bei der Zahl der Themen als auch bei der Leserschaft. In Amerika sah es seinerzeit schon anders aus, Politiker fürchteten sich vor der Schreibe der Blogger und noch mehr noch vor Trackbacks, die die kritischen Worte in Windeseile in das ganze Land brachten. Gelobt und geschätzt wurden hingegen die etablierten Medien, die ihr Tagesgeschäft traditionell reserviert abspulten. (weiterlesen …)

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Vorbild App Store: Sony will PSP Go für Fremdentwickler öffnen25.06.09

sony-psp-go1Auf der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles hat Sony Anfang Juni mit der PSP Go seine kommende Spielkonsole im Hosentaschenformat vorgestellt. Kleiner, leichter und leistungsfähiger soll das neue Schmuckstück des japanischen Unterhaltungskonzerns werden und spätestens bis Herbst die etwas in die Jahre gekommene Playstation Portable ablösen. Und nicht nur das: Mittlerweile hat Sony angekündigt, dass der Preis für die Developer Kits drastisch gesenkt werde, um den Handheld einer möglichst breiten Masse von Entwicklern zur Verfügung zu stellen. Damit soll unter anderem der Weg für Anwendungssoftware frei gemacht werden.

Unser Ziel ist es, allen möglichen Programmierern die Gelegenheit zur Entwicklung von Inhalten für die PSP zu geben. Es werden hauptsächlich Spiele sein, aber es besteht auch die Möglichkeit zur Entwicklung von Programmen, die nichts mit Spielen zu tun haben.

Ob das Konzept aufgehen wird, wird sich zeigen. Die Sony-Chefetage denkt jedenfalls schon mal ein paar Schritte weiter. Gerüchten zufolge will der Konzern auf der Spielemesse Gamescom in Köln einen App Store-Klon vorstellen. Anwendungen, Spiele und sonstige Inhalte wie Musik oder Videos sollen gegen einen kleinen Obolus auf die PSP Go heruntergeladen werden können.

Via: Eurogamer.de

(Michael Friedrichs)

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Kurz angetestet: Twitter Buzz bei Xing25.06.09

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Vor drei Monaten hat sich Xing mit der Empfehlungsfunktion via Twitter schon langsam an den 140-Zeichen-Dienst herangetastet, heute geht die Plattform aber noch einen Schritt weiter: “Twitter Buzz” nennt sich die neue Funktion, die die Tweet-Suche direkt auf das Dashboard bringt. Im PR-Sprech heißt das dann so:

Erfahren Sie, wer was auf Twitter über Ihre Firma, Ihre Stadt oder über Ihre gewählten Themen zwitschert! Diese Applikation gibt Ihnen in Echtzeit einen Überblick über Neuigkeiten und Meinungen zu den Themen auf Twitter, die Sie interessieren.

Fangen wir also an: Twitter Buzz ist eine Applikation, die zunächst einmal per Hand auf die Startseite geholt werden muss. Dies geschieht über diese Seite, auf der auch die gängigen Optionen eingestellt werden können. Etwa, ob die geglückte App-Integration bei anderen Nutzern in der Rubrik “Neues aus meinem Netzwerk” angezeigt werden soll. Wie ich gerade beim Test sehe, hat Xing auch nachträglich eine kleine, abzunickende Datenschutzerklärung für die App eingefügt. (weiterlesen …)

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Spam, Viren und Zensur: E-Mail-Anbieter auf dem Prüfstand25.06.09

mailboxMannomann, da hätte ich echt mit besseren Ergebnissen gerechnet: Die Stiftung Warentest hat elf gratis und sieben kostenpflichtige E-Mail-Dienste unter die Lupe genommen und kommt dabei zu einem ziemlich niederschmetternden Ergebnis. Niemand bekam das Qualitätsurteil “Gut” ab. Der folgerichtige Tonus: Wenn sich da draußen schon nur mittelmäßige Angebote tummeln – dann kann man auch gleich bei einem kostenlosen bleiben.

Das Ranking bei den kostenlosen Diensten führt Google Mail mit der Note 2,7 an, Abzüge gab es (wie zu erwarten war) bei der Transparenz, immerhin scannt die Suchmaschine die Mails der Nutzer auf Keywords hin ab, um entsprechend Werbung im Webinterface zu schalten. Stiftung Warentest rät jedem Nutzer, Google Mail via Mail-Programm zu nutzen. Gescannt wird dann wohl zwar immer noch – dafür werden die Ads aber nicht angezeigt. Nach Google hat es Arcor Pia basic auf den zweiten Platz mit Note 3,0 geschafft. Auf Platz drei und vier liegen die Freemail-Angebote von freenet und GMX, die wie Web.de (Platz 8) durch nervtötende Werbung in Form von Bannern und “Produktinfo”-Mails auffielen. Den Vogel in Sachen Werbung hat übrigens direktBox (Platz 6) abgeschossen – hier landen Nutzer nach dem Ausloggen aus ihrem Postfach direkt bei eBay. T-Online eMail Basic ist ebenfalls kostenlos und kam mit einem “Ausreichend” davon. Grund seien die mangelnden Sicherheitsfeatures: über Wochen wurden Virenmails nicht gefunden, die von den kleineren Konkurrenten hingegen sofort identifiziert wurden. (weiterlesen …)

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Das iPhone bei T-Mobile: Ende des Monopols oder Beginn eines neuen Gerüchts?24.06.09

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Lust auf eine neue Duftprobe aus Apples Gerüchteküche? Gern. Wie das “Manager Magazin” gerade erfahren haben will, dürfte in Bonn derzeit allerlei hektische Betriebsamkeit herrschen. Den Grund dafür liefere der bald auslaufende Exklusivvertrag, den T-Mobile bislang für den Vertrieb des iPhone in der Tasche hatte. Ende des Jahres sei dann Schluss mit dem Monopol und bereits jetzt würde die Konkurrenz, namentlich o2, mit den Hufen scharren. T-Mobile gibt sich auf Anfrage gewohnt wortkarg und ließ durch einen Sprecher mitteilen: “Die Partnerschaft mit Apple ist langfristig. Daran ändert sich bis Ende 2009 nichts.”

Ob es sich dabei wirklich um eine bahnbrechende Neuigkeit handelt, wage ich zu bezweifeln: Schon im April gab es die sogenannten “Brancheninsider”, die herumrätselten und letztendlich über ein etwaiges Ende der Partnerschaft zwischen Apple und T-Mobile berichteten. In anderen Worten: Da gibt es viele Konjunktive in der Diskussion.

Schauen wir uns die Situation in den Staaten an. Dort ergeht es AT&T derzeit ähnlich, laut “USA Today” soll Verizon als neuer, vielleicht zweiter Mobilfunker mit iPhone-Lizenz ein wenig Schwung in den Markt bringen. Die Nachricht hält sich hartnäckig, auch wenn Apple sich bereits zu dementierenden Statements hat hinreißen lassen: “We’re very happy with the relationship that we have (with AT&T) and do not have a plan to change it.”

Zweifelsohne: Sollte der Vertrag mit T-Mobile auslaufen, wird die Telekom in die Röhre gucken. Es gäbe dann kein Preisdiktat mehr und der Umsatz (Obermann verriet einmal, dass der durchschnittliche iPhone-Nutzer eine monatliche Handyrechnung in Höhe von 70 Euro hat) würde merklich in die Knie gehen, wenn o2 die bislang vom Preis abgeschreckten Kunden mit einem warmen Händedruck empfängt. Auf der anderen Seite hat Apple aber stets Wert auf die Exklusivität gelegt. Und selbst dort, wo sie nicht gegeben ist, ist das iPhone dennoch nicht zu einem massenmarkttauglichen Produkt geworden.

(André Vatter)

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Plagiate aus Fernost: “Obamas BlackBerry. Mein BlockBerry.”24.06.09

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Einem Redakteur des “Wall Street Journals” fiel dieses Poster (größere Ansicht) in die Hände. Beworben wird der “BlockBerry 旋风 9500″ (die chinesischen Schriftzeichen vor der Zahl bedeuten übrigens “Wirbelwind”), ein Smartphone, das verblüffende Ähnlichkeit mit dem BlackBerry Storm 9500 aufweist. Im Gegensatz zum Original läuft der dreiste Nachbau aber nicht mit einer Softwarelösung von RIM, sondern hat gleich Windows Mobile an Bord. Zu den weiteren Merkmalen zählen Unterstützung für WLAN, UMTS, GPS und Bluetooth. Auch auf einen FM-Transmitter braucht nicht verzichtet zu werden, außerdem können Käufer zwischen sechs Gehäusefarben wählen.

Nicht zu übersehen ist auch das Testimonial der Reklame: Laut der Übersetzung des WSJ steht unter dem Handy: “Obamas BlackBerry. Mein BlockBerry.” Wer sich die Abbildung des US-Präsidenten näher anschaut, wird schnell feststellen, dass er in bester Photoshop-Manier einfach horizontal gespiegelt wurde. Leider hat der Designer die kleine US-Flagge am Revers übersehen.

Als Hersteller zeichnet sich HAFF-COMM verantwortlich, ein völlig unbekanntes Unternehmen, das erst mit Hilfe einer chinesischen Gadget-Seite identifiziert werden konnte. Dort fand man dann auch heraus, dass der BlockBerry aller Wahrscheinlichkeit nach bereits im nächsten Monat seinen Marktstart haben wird. Der Preis soll bei 220 US-Dollar liegen.

Via: WSJ

(André Vatter)

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Outlook 2010: Nutzer laufen Sturm gegen Microsoft24.06.09

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Das Email Standards Project wurde vor zwei Jahren gegründet, als Microsoft Outlook 2007 vom Stapel ließ. Der große Kritikpunkt war damals, dass Microsoft sich nicht an irgendwelche Mail-Standards hält und stattdessen auf Word setzt, um HTML-Mails zu rendern. Die Folgen waren, dass Hintergrundbilder und -farben nicht richtig dargestellt und auch sonst sämtliche CSS-Befehle ignoriert wurden. Als gestalterische Elemente wurden lediglich Tabellen zugelassen.

Seitdem hat das ESP eng mit Yahoo!, Apple, IBM, Google und auch Microsoft zusammen gearbeitet, um auf breiter Ebene einen Mail-Standard zu etablieren. Lange Zeit sah es so aus, als ob Redmond mitziehen würde – doch nun die Enttäuschung: Auch Outlook 2010 nutzt die bekannte Steinzeittechnologie, außerdem wurden sämtliche Bugs in die kürzlich erschienene Beta mitgeschleppt. Oben (oder direkt bei Flickr) seht ihr einen Vergleich der Darstellungsarten, wobei im Jahr 2000 die Welt noch in Ordnung war.

“Genug ist genug”, schimpft ESP deshalb und hat zum globalen Aufstand gegen Microsoft aufgerufen. Noch handele es sich nur um eine Beta, noch sei also Zeit, etwas dagegen zu tun. Die Community ist dem Ruf zu den Waffen gefolgt und überschwemmt derzeit die Twitter-Sphäre mit Beschwerden. Sehr anschaulich ist dies auch auf der Seite Fix Outlook gelungen. Auch gibt es bereits eine erste Petition.

Übrigens: Microsoft selbst begründet das Festhalten an der Integration von Word mit dem Argument, dass man den Nutzern bewährte Vorzüge wie Format- und Dokumentvorlagen und WordArt (das, was man auf Einladungskarten zum fünfzigsten Geburtstag sieht) nicht vorenthalten möchte. Eine extra Render-Maschine für HTML zu integrieren, würde zu sehr an der Performance knabbern. In anderen Worten bedeutet das: Wer Mails von Outlook-Nutzern auch künftig unzerstückelt angezeigt bekommen möchte, soll halt selbst zum Outlook-Nutzer werden.

Mein Tipp: Oder eben auf Alternativen zurückgreifen.

(André Vatter)

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GEMA-Petition: “In krassem Gegensatz zu unseren rechtsstaatlichen Gesetzen”24.06.09

monika_bestle1Im Fahrwasser der größten deutschen Petition aller Zeiten hat es bereits eine weitere Bittschrift an den Bundestag zu einiger Beachtung geschafft: Initiatorin ist Monika Bestle von der Kultur-Werkstatt in Sonthofen (Oberallgäu). Mit ihrem Aufruf will sie den Gesetzgeber dazu bewegen, der GEMA auf die Finger zu klopfen und eine umfassende Reform der hiesigen Rechteverwertung anzustoßen. Knapp 60.000 Bürger haben die Petition bereits mitgezeichnet. Warum das Thema für Frau Bestle eine Herzensangelegenheit ist, hat sie uns in einem Interview erklärt.

Sie haben eine Petition beim Deutschen Bundestag angemeldet, die sich gegen das “Handeln der GEMA” richtet. Worum geht es dabei genau?

Seit 13 Jahren betreibe ich ein kleines Kulturzentrum, in dem das gesamte Spektrum der Live-Kultur zu Hause ist. Hier findet auch eine Vielzahl von Konzerten allen Genres statt. Da ist es unausweichlich, dass man mit der GEMA Erfahrungen sammelt! Neben den erheblichen Kosten – die jeden akzeptablen Rahmen sprengen – sind die GEMA-Verordnungen sehr undurchsichtig und mit einem unglaublichen Arbeitsaufwand verbunden. Daneben tauchen immer wieder Praktiken auf, die nach meiner Meinung in krassem Gegensatz zu unseren rechtsstaatlichen und demokratischen Gesetzen stehen.

Die vielen Gespräche mit Künstlern, darunter zahlreiche GEMA-Mitglieder, wurden zu einem regen Erfahrungsaustausch. Dabei wurde klar, dass der Großteil der Künstler, nicht zu ihrem Recht kommt und zunehmend in ihrem künstlerischen Schaffen behindert wird.

Künstler und Veranstalter aus der gesamten Bundesrepublik bitten damit die Bundesregierung, sich dieser Probleme anzunehmen und die “GEMA-Gesetze”, “GEMA-Richtlinien” und “GEMA-Durchführungsverordnungen” auf ihre rechtsstaatliche und demokratische Richtigkeit, in Hinblick auf das Urheberrechtsgesetz und das Vereinsgesetz zu prüfen. Und ob die Praktiken mit unserem Grundgesetz vereinbar sind. (weiterlesen …)

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GameBone Pro macht das iPhone zur Spielkonsole24.06.09

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Die etablierten Konsolenhersteller Nintendo, Microsoft und Sony können sich wieder einmal warm anziehen. Zumindest wenn es nach dem Willen von Apple und des australischen Peripherie-Herstellers 22Moo geht. Das Unternehmen aus Down Under hat angekündigt, sowohl für das iPhone als auch für den iPod touch einen speziellen Gamecontroller auf den Markt zu bringen – um insbesondere Handheld-Zockern, die mit der Touchscreen-Bedienung nichts anfangen können, einen leichten Einstieg zu ermöglichen.

Laut 22Moo verfügt der GameBone Pro über ein Acht-Wege-Steuerkreuz (D-Pad) mit sechs Buttons – ein klassischer Gamecontroller für echtes Konsolenfeeling eben. Zusätzlich ist der Gaming-Knochen mit einer Lade- und Kapazitätsanzeige (sechs LEDs) ausgestattet. Ein eingebauter Lautsprecher, ein Mikrofon sowie ein Kopfhöreranschluss runden das Angebot ab. Der Anschluss an das iPhone bzw. den iPod touch ist sowohl via Bluetooth als auch via 30-Pin-Dock-Connector möglich.

Um den Gamecontroller einsetzen zu können, müssen Nutzer die aktuelle Firmware 3.0 installiert haben, die erstmals die Bluetooth-API richtig ansprechen kann. Geräte mit einem älteren OS werden nicht unterstützt. Ach so, fast hätte ich noch was Wichtiges vergessen: Über den Verkaufspreis (der GameBone Pro soll im September erhältlich sein) dürfen die künftigen Nutzer selbst entscheiden. Eine entsprechende Abstimmung läuft derzeit auf der Produktseite des Herstellers.

Nicht bekannt ist, ob der Controller mit allen App Store-Games funktioniert. Laut Apple stehen dort derzeit rund 7.000 Spieletitel zum Download zur Verfügung.

Via: Gameradio.de

(Michael Friedrichs)

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Deutsche Blogcharts: Basic Thinking gratuliert Netzpolitik.org zum ersten Platz24.06.09

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Deutschland hat eine neue Nummer eins, Netzpolitik.org führt ab heute die Deutschen Blogcharts an. Das Ranking gibt Auskunft darüber, wie viele Blogs innerhalb der vergangenen sechs Monate auf das jeweilige Blog verlinkt haben. Damit gibt Basic Thinking zum ersten Mal seit langer Zeit die Chart-Spitze auf und macht Platz für Markus Beckedahl und sein Team.

Schon seit Jahren wird auf Netzpolitik.org das politische Establishment hinterfragt und Aufklärung betrieben. Dass dazu einiger Mut gehört, bewies nicht nur der riskante, aber letztlich erfolgreiche Schlagabtausch mit einem Ex-Monopolisten aus dem Beförderungsgeschäft. Markus versteht es, plattformübergreifend Allianzen zu bilden und vernetzt für Meinungsfreiheit in Deutschland zu kämpfen.

In einem Krisen- und Wahljahr, in dem wichtige Themen auf der Tagesordnung stehen, erfüllt das Projekt nicht nur eine wichtige, sondern eine unentbehrliche Funktion. Anbetracht der jüngsten legislativen Fehlentwicklungen im Familien- und Innenministerium, dürfte das jedem einleuchten. Es kann nicht sein, dass bürger- und verfassungsfeindliche Regierungsvorhaben erst in Karlsruhe gestoppt werden. Markus hat heute in dieser Diskussion eine noch deutlichere Stimme bekommen.

Netzpolitik.org hat einen verdienten Aufstieg hingelegt. Dass Basic Thinking dafür den ersten Platz räumt, entmutigt uns nicht – im Gegenteil: es spornt uns an. Knapp vier Monate nach der Auktion konnten wir eine erste Bilanz ziehen, die sich in aller Bescheidenheit nicht schlecht liest. Wir sind sehr zufrieden, sowohl mit den Zahlen, als auch mit dem großen Feedback, das uns jeden Tag erreicht. Dennoch wird Basic Thinking die Chart-Spitze natürlich nie aus den Augen verlieren und hart daran arbeiten, die angestammte Position zurückzuerobern.

Doch nun geht unser herzlicher Glückwunsch erst einmal an Netzpolitik.org: Macht weiter so, wir sind uns sicher, dass ihr in diesem Jahr noch einiges bewegen werdet.

(André Vatter)

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CDU-Wahlprogramm: Zensursula 2.0 und Internetentzug für ertappte Raubkopierer23.06.09

cdu-zensiertBereits gestern Abend hat Zeit Online-Autor Kai Biermann einen aktuellen Entwurf des CDU/CSU-Wahlprogramms zur anstehenden Bundestagswahl inhaltlich auseinander genommen und der Union fehlende Internetaffinität sowie Ahnungslosigkeit im Netz attestiert. Die Gründe: Einerseits nehme das Thema Internet in dem 62-Seiten starken Papier kaum Platz ein, andererseits zeugen die entsprechenden Textpassagen in dem Wahlprogramm von wenig Sachverstand.

Auf Seite 31 heißt es unter dem Punkt “Wahlfreiheit für Familien”:

Wir werden die Dreifachstrategie gegen Kinderpornografie im Internet weiter vorantreiben: Täter verfolgen, auch solche, die sich außerhalb des Internets in geschlossenen Foren oder auf anderen Wegen bewegen, Quellen im In- und im Ausland schließen und den Zugang zu den Seiten sperren, so wie dies seit vielen Jahren erfolgreich in vielen Ländern erfolgt.

Deutschland wird einen engen Austausch im internationalen Netzwerk sicherstellen und die Opferforschung ausbauen. Wir werden die Präventionskette durch verbesserte Therapieangebote weiter knüpfen und den Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung fortschreiben.

Nach dem umstrittenen Erfolg von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei der Durchsetzung von Internetsperren soll schon bald die nächste Zensursula-Runde eingeleitet werden. Zwar liegt die Betonung in dem Papier auf dem Thema Kinderpornografie, allerdings wird nicht ausgeschlossen, dass auch andere Bereich der Zensurpolitik der Union zum Opfer fallen. So hat der CDU-Politiker Thomas Strobl in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger vor ein paar Tagen laut darüber nachgedacht, die Sperren auch auf Killerspiele auszuweiten. Auch Glückspielangebot könnten über kurz oder lang auf der Verbotsliste landen – zum Wohl unserer Kinder, Jugend und Familien natürlich. (weiterlesen …)

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GEMA vs. Rapidshare: “Ein Durchbruch im Kampf gegen die Online-Piraterie”23.06.09

rslogoDie GEMA spricht von einem “Durchbruch im Kampf gegen die Online-Piraterie”, einem “Erfolg einer ganz neuen Dimension”, einem “Meilenstein” – Rapidshare hingegen von einem vorläufigen Ergebnis, das bald schon wieder gekippt werden wird. Konkret geht es um ein neues Urteil des Hamburger Landgerichts, vor dem der Rechteverwerter geklagt hatte: dem One-Click-Hoster wird es darin untersagt, 5.000 Song-Titel (die GEMA bemisst ihren Wert mit 24 Millionen Euro) öffentlich über die Plattform zugänglich zu machen. Zudem stellten die Richter fest, dass die getroffenen Maßnahmen des Sharehosting-Dienstes derzeit nicht ausreichten, um die Urheberrechtsverletzungen effektiv zu verhindern. Die GEMA zieht ihre eigenen Schlüsse und spricht mittlerweile von einem “nicht rechtmäßigen Betrieb”.

Überhaupt gebe sich Rapidshare nicht genug Mühe: Die Gerichte würden mittlerweile auch erkennen, dass das Argument der Sharehosting-Dienste, eine Kontrolle der gespeicherten Dateien sei technisch nicht möglich, nur vorgeschoben sei. “Wenn die GEMA gezielt rechtsverletzende Inhalte auf einem Dienst finden kann, gibt es keinen Grund, warum der Betreiber dazu nicht auch in der Lage sein sollte”, heißt es in der heutigen Presseerklärung. Gleichzeitig wird aber eingeräumt, dass man selbst eine “innovative Softwarelösung” einsetze, um illegale Dateien aufzuspüren. Hier noch ein schöner O-Ton vom GEMA-Vorstandsvorsitzenden Dr. Harald Heker: (weiterlesen …)

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