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Archive for 07.2009

Just beat it! Jacko-Flashmob tanzt in Stockholm13.07.09

Da ich einen Faible für Flashmob-artige Kunstaktionen in Großstädten habe (sicherlich erinnern sich noch einige von euch an den T-Mobile-Massentanz in der Liverpool-Station oder auf dem Trafalgar Square), wollte ich euch dieses Schmuckstück hier nicht vorenthalten. Kollege Alper berichtet gerade drüben auf meetinx von einem Michael Jackson Dance Tribute, das Mitte vergangener Woche in Stockholm stattgefunden hat. Die Idee zum Kollektivtanz kam von der schwedischen Streetdance-Firma Bounce: Rund 300 Tänzer sind dem Aufruf gefolgt und haben sich gegen 15.30 Uhr im Stadtzentrum getroffen, um eine kleine “Beat it!”-Choreographie einzustudieren. Rund anderthalb Stunden später war es soweit und die Gruppe konnte inmitten der Masse von Passanten loslegen. Die Resonanz war daraufhin so gut, dass sich am Abend das Spielchen noch einmal wiederholte.

Übrigens: Die alten Hasen des kreativen Flashmobs, Improv Everywhere, haben ebenfalls wieder einige neue Aktionsvideos auf Lager. Gerade waren sie beispielsweise in Köln, wo sie vor dem Dom spontan eine nette, kleine Mission abgeschlossen haben.

(André Vatter)

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Netzsperrengegner: Offener Brief an Bundespräsidenten Horst Köhler13.07.09

kohlerDie Besprechung im Bundesrat hatte etwas mehr als drei Minuten (Video) gedauert – dann war das “Zugangserschwerungsgesetz” beschlossene Sache. Mit dem Okay der Länder hat Frau von der Leyen (CDU) die für sie letzte und wichtigste Hürde genommen, so dass ihr durchgehecheltes Gesetz für Netzsperren wie geplant wahlwirksam schon am ersten August in Kraft treten kann. Nunja: einen kleinen Stolperstein gibt es da schon noch. Alles, was aus dem Bundesrat kommt, muss – zumindest formal – vom Bundespräsidenten abgesegnet werden.

Genau darin sehen die Gegner der Zensurmaßnahmen ihre nächste Chance vor einer Verfassungsklage: noch könnte Horst Köhler das unsinnige Vorhaben stoppen. Dazu hat der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) gemeinsam mit Vereinen und Bloggern nun einen offenen Brief an das Bundespräsidialamt geschickt. Darin wird Köhler aufgefordert, seine Unterschrift unter dem Gesetz zu verweigern. “Das Zugangserschwerungsgesetz ist offenkundig nicht verfassungskonform, und zwar sowohl aus formalen wie auch aus inhaltlichen Gründen”, sagt der zuständige Anwalt Thomas Stadler, der das Schreiben im Auftrag der Kritiker aufsetzte. Insgesamt werden vier Punkte angesprochen, die die Verfassungswidrigkeit der Netzsperren belegen sollen:

1. Fehlende Gesetzgebungskompetenz des Bundes
2. Fehlende Verwaltungskompetenz des Bundes
3. Fehlerhaftes Gesetzgebungsverfahren
4. Fehlende materielle Verfassungsmäßigkeit

Alvar Freude vom AK Zensur, der bereits im Mai eindrucksvoll bewiesen hat, dass die Devise “Löschen statt sperren” durchaus umsetzbar ist, sieht im Bundespräsidenten “die vorerst letzte Instanz, die die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger aufgreifen” und das ungeeignete aber gefährliche Gesetz stoppen könne.

Damit ruht jetzt erst einmal alle Hoffnung auf dem Staatsoberhaupt. Ob diese berechtigt ist, ist allerdings fraglich: Seit seiner Amtseinführung im Jahr 2005 hat Köhler erst zwei Gesetze abgefangen, bevor sie umgesetzt werden konnten: Im Oktober 2006 das Gesetz zur Neuregelung der Flugsicherung (Stichwort: Abschuss von Passagiermaschinen) und zwei Monate später das Verbraucherinformationsgesetz. Wollen wir hoffen, dass er auch dieses Mal ein Einsehen hat. Die verschwundenen kritischen Stimmen in seinem Online-Gästebuch stimmen leider wenig optimistisch.

(André Vatter)

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Twitter schnappt sich Google-Anwalt: Lasst die Rechtsspiele beginnen!13.07.09

twitter-logoDas ehemalige Odeo-Projekt von Stone, Williams und Co. stellt sich aufs Geldmachen ein: Twitter wird erwachsen. In der jüngsten Vergangenheit haben wir erste Spielereien mit Werbeschaltungen beobachten können, zum Ende des Jahres wird eine neue Stufe der Monetarisierung erwartet: Unternehmen bekommen dann über kostenpflichtige Premium-Accounts zusätzliche Services rund um die Plattform zur Verfügung gestellt.

Twitter bereitet derzeit alles vor, um den offiziellen Sprung von der gratis Hobby-Site zum ernstzunehmenden (und bezahlwürdigen) Microblogging-Dienst so reibungslos wie möglich über die Bühne bringen. Um auf dem Weg dahin mögliche juristische Streitigkeiten für sich zu entscheiden, wurde nun der stellvertretende Chefsyndikus von Google Alexander Macgillivray abgeworben. Der Promi-Anwalt hatte bis zuletzt im Namen der Suchmaschine gegen die Buchverlage gekämpft, die sich nun – sofern das U.S. Justice Department zustimmt – auf einen 125 Millionen Dollar-Vergleich einigen konnten. Der Mann hat also einiges auf dem Kasten.

Twitter kann diese Hilfe auch gebrauchen: In letzter Zeit musste der Dienst einige rechtliche Rückschläge einstecken, darunter auch die Klage von Baseball-Manager Tony La Russ, dem der Twitter-Identitätsdienstahl mächtig auf den Zeiger ging. Auf der anderen Seite versteht es das Unternehmen aber auch, bei unliebsamen Gelegenheiten selbst anwaltlich auszuteilen. Beim letzten Gang in eine Kanzlei kam die Führungsriege mit der geschützten Wortmarke “Tweet” zurück, um den Missbrauch im Fahrwasser des Plattformerfolges weiter einzudämmen.

Stellt sich die Frage, warum Google all dies zulässt: Mit Macgillivray verlässt schon der zweite Top-Mann das Unternehmen, erst Ende-März hat Chef-Designer Douglas Bowman bei der Suchmaschine den Hut genommen, um künftig Twitter-Profilseiten minimalistisch aufzumotzen. Google scheint aber nicht im Geringsten verstimmt zu sein, im Gegenteil: im jüngsten Blogeintrag wird munter eine Liste all der Twitter-Accounts präsentiert, über die Google 140-Zeichen-News loslässt.

(André Vatter)

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Basic Sunday: Die 3D-(R)evolution12.07.09

basic-sunday-3d-revolution

Als einer der großen Verlierer der Digitalisierung und des großen technischen Fortschritts in Sachen Datenübertragung wird heutzutage auch das Kino gesehen. Während sich die Technik zuhause mit Flachbildschirmen, vollkommener Digitalisierung, DVD und Blu-Ray sowie Video on Demand in den letzten Jahren immer schneller weiterentwickelt hat, fristete das Kino bis vor kurzem eine Frequenz des Stillstandes. Noch heute strahlen die meisten Kinos ihre Filme in einer Technik aus, die sich schon seit Jahrzehnten nicht wesentlich weiterentwickelt hat. Scheinbar hat es den Verantwortlichen gereicht, mit einer großen Leinwand hantieren zu können und mutmaßlich sind sie davon ausgegangen, dass das Fernsehen und in jüngster Zeit auch das Internet ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen könne. Das jedoch war – wie wir alle wissen, ein Fehler.

Doch das Kino ist keineswegs abgeschrieben. Noch immer wird ein Erfolg eines neuen Films nur daran gemessen, ob er auch erfolgreich im Kino lief oder nicht. Reine DVD-Veröffentlichungen sind von Natur aus keine Blockbuster und auch der erste Start im Kino ist nach wie vor etwas ganz Besonderes. Um dieser Besonderheit neuen Glanz zu verleihen, kommt dieses Jahr eine Technik wieder zutage, die es vor über 50 Jahren schon einmal gegeben hat und für eine wahre Revolution der Unterhaltungsbranche sorgen könnte: der 3D-Film.

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Bundesrat gibt grünes Licht für Internetsperren: Jetzt ist das Bundesverfassungsgericht gefragt10.07.09

internetsperre-tagesschau

Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten können ab dem ersten August gesperrt werden. Dem umstrittenen Gesetz (Punkt 36 auf der Tagesordnung) hat der Bundesrat heute in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause ohne viel Aufheben zugestimmt. Überraschend war dieser Schritt jedoch nicht, obwohl einige Blogs Fallbeispiele diskutierten, wie das Zugangserschwerungsgesetz durch Stimmenthaltung der kleinen Parteien zurück in den Vermittlungsausschuss geschickt werden könnte.

Vor nicht einmal vier Wochen war die Meinung der Länderkammer noch eine andere. Der Bundesrat habe erhebliche rechtsstaatliche Bedenken gegen den Entwurf des KiPo-Bekämpfungsgesetztes, hieß es in einer Stellungnahme. Die Sperrung von Internetseiten betreffe die Telekommunikationsfreiheit, die Informations- und Medienfreiheit sowie die allgemeine Handlungsfreiheit, kritisierten die Länderpolitiker damals. Daraufhin wurde der umstrittene Entwurf in Berlin fleißig nachgebessert und trotz erfolgreicher ePetition mit rund 134.000 Unterschriften schnell durch die Abstimmung im Bundestag gewunken. Auch die Bedenken des Bundesrates haben sich offensichtlich in Luft aufgelöst. Am ersten August tritt das Gesetz jedenfalls in Kraft und das Bundeskriminalamt darf dann anfangen, geheime Sperrlisten von entsprechenden Webseiten zu erstellen. Die Behörde geht davon aus, dass pro Woche bis zu 200 Seiten mit kinderpornografischen Inhalten gesperrt werden müssen. Auf die Ermittler kommt demnach viel Arbeit zu, wenn …

…, ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Sowohl Franziska Heine (die Initiatorin der ePetition) als auch der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss haben bereits angekündigt, deswegen entsprechende Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einreichen zu wollen. Vorher will der ehemalige SPD-Politiker das Zustandekommen des Gesetzes allerdings in einem so genannten Organstreitverfahren überprüfen lassen, da der Bundestag bei der Abstimmung gegen die eigene Geschäftsordnung verstoßen hat.

(Michael Friedrichs)

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Generation Upload: Vodafone reagiert auf Kritik und verspricht faire Datentarife10.07.09

sascha-lobo-vodafoneDie Präsentation des neuen Vodafone-Markenauftritts war aus Unternehmenssicht ein voller Erfolg. Während die Kollegen bei den Tageszeitungen das Thema relativ nüchtern betrachtet haben, ging es im Internet hoch her. Via Twitter und in zahlreichen Blogs hagelte es ordentlich Kritik – über den Ablauf des hochstilisierten Medien-Events, über die Marketing-Tiraden der Vortragenden und über Sascha Lobo, der als Markenbotschafter künftig die Generation Upload bei Laune (sprich unter Vertrag) halten soll. Da bekanntlich auch weniger gute PR eine Form von PR ist, ging das Konzept von Vodafone auf. Nach anfänglichem Kopfschütteln schleicht sich bei mir mittlerweile das Gefühl ein, dass der ganze Protest aus den Reihen der Blogger mit einkalkuliert gewesen ist.

Warum ich das denke? Gestern Abend erschien im Blog des Mobilfunkanbieters ein neuer Beitrag zu diesem Thema. Vodafone sei schlichtweg überwältigt von den vielen Reaktionen auf die Pressekonferenz. Daraus (aus den Fehlern, aus der Kritik?) habe das Unternehmen eine Menge gelernt. Demnach wolle man künftig den Anteil des Dialogs höher ansetzen beziehungsweise den Dialog richtig entwickeln. Schließlich habe man während der Live-PK leider nur wenige Fragen von Kommentatoren direkt beantworten können. (weiterlesen…)

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WordPress 2.8.1 ist da und 53 Probleme weniger10.07.09

wordpress-logoHeute Morgen haben die Entwickler von WordPress mit der Version 2.8.1 das erste Wartungs- und Sicherheitsupdate für die seit Mitte Juni erhältliche neue WordPress-Version 2.8 zum Download freigegeben. Neben einigen Sicherheitslücken und zahlreichen Bugs (insgesamt 53 Fehler) wurde auch das Problem mit dem automatischen Update gefixt, das in der Vergangenheit viele WordPress-Nutzer dazu bewogen hat, Aktualisierungen wieder auf dem herkömmlichen Weg aufzuspielen.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Themes, die die Funktion “get_categories()” nutzten, liefen in WordPress 2.8 nicht, dies ist nun behoben
  • der PHP-Speicherverbrauch des Dashboards wurde miniert
  • das automatische Update löscht nun keine Dateien falls es fehl schlägt
  • der WYSIWYG-Editor wird nun auch bei eingeschalteter Kompression vollständig geladen
  • Sicherheitscheck eingebaut um vor Plugins zu schützen, die keine Überprüfung der Rechte vornehmen
  • Übersetzung der Benutzerlevels funktioniert nun wieder
  • wp_page_menu() sortiert nun nach der im Backend eingestellten Sortierung
  • Fehler beim Hochladen von Dateien werden nun richtig angezeigt
  • Probleme mit dem Internet Explorer und der automatischen Speicherung von Beiträgen gefixt
  • Darstellungsprobleme im Plugin Editor behoben (Code Highlighting wurde deaktiviert)
  • strengeres Filtern von “Inline CSS” und Bugs in der Filesystem- und Übersetzungsschnittstelle behoben
  • Ich habe meine privaten WordPress-Seiten heute Morgen bereits auf den neusten Stand und habe dabei auf den ersten Blick keine Probleme feststellen können. Zum Schluss noch ein Hinweis an diejenigen User, die wie ich die Updates via FTP-Client installieren und ihre Seite bereits mit WordPress 2.8 fahren: einfach die alten Dateien überschreiben. Das war‘s auch schon. Ein ausführliches Update ist in diesem Fall nicht nötig. Nutzer einer älteren WordPress-Version kommen um diesen Schritt allerdings nicht herum.

    (Michael Friedrichs)

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    Das Projekt “The Printed Blog” ist gescheitert09.07.09

    theprintedblog

    Wer hätte es gedacht: Das, was alle erwartet haben, ist am Ende auch eingetreten. The Printed Blog war Anfang des Jahres als Hybridprojekt zwischen der Online- und Offline-Welt an den Start gegangen. Der Gründer Josh Karp hatte damals US-Blogger aufgerufen, ihre Beträge für ein gedrucktes Magazin zur Verfügung zu stellen, das dann in den Bahnhöfen von Chicago und San Francisco verkauft wurde. Das nötige Kleingeld sollte durch Anzeigenbuchungen von Firmen zusammenkommen. Der Gedanke dahinter war: Die Leser von heute befinden sich im Internet, doch Unternehmen werben noch immer am liebsten auf gedrucktem Papier. Würde das Konzept aufgehen, sei dies auch ein deutliches Signal für die gesamte Printbranche. Soweit die Annahme. Am Ende blieben die erhofften Werbekunden aber aus: “Jeder sagte damals, ich hätte ein Rad ab. Aber ich hab’s trotzdem getan”, schreibt Karp nun in seinem Blog.

    Ein Rad ab? Nein. Aber vielleicht zu übermütig, zu unüberlegt. Karp hat seine gesamten Ersparnisse geopfert und den Kreditrahmen seiner “sechs bis sieben” Visa-Karten ausgeschöpft. The Printed Blog stellt den Betrieb ein. Wie er der “New York Times” mitteilte, hatte sich zeitweise ein Business Angel gefunden, der ihm mit 250.000 US-Dollar unter die Arme greifen würde, sofern ein zweiter Investor noch einmal dieselbe Summe in das Unternehmen pumpt. Karp fand aber niemanden.

    Seit Januar sind 16 Ausgaben gedruckt worden, insgesamt wurden 80.000 Exemplare an den Mann gebracht, noch einmal 100.000 Nutzer haben sich die PDF-Version im Internet besorgt. Karp räumt ein, dass er sich zu schnell hat ablenken lassen. Seit Rat an andere Startup-Chefs: “Lass dich nicht irritieren, wenn du neue Dinge entdeckst, die Leute interessieren könnten. Bleib fokussiert und konzentriere dich darauf, das Geld heimzubringen und den anderen zu beweisen, dass dein Produkt es auch wert ist, gekauft zu werden.” Er selbst habe das Fundament seines Vorhabens aus den Augen verloren, The Printed Blog sei zu schnell expandiert. Dass es scheiterte, habe ihn enttäuscht, aber nicht entmutigt: “Vielleicht habe ich immer noch ein Rad ab – aber ich bereue nichts davon.”

    (André Vatter)

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    144.326,06 Dollar: So viel kostet es, jedes Programm im App Store zu kaufen09.07.09

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    Am kommenden Samstag feiert Apple mit dem App Store stolz den ersten Geburtstag. Die Bilanz des Programm-Verkaufsportals kann sich nach nur 365 Tagen jedenfalls sehen lassen. So wurde bereits Ende April die magische Grenze von einer Milliarde Downloads geknackt. Ebenfalls erreicht wurde das Ziel, im App Store mehr als 50.000 verschiedene Programme anbieten zu können. Wir erinnern uns: am 11. Juli war Apple mit 500 Apps an den Start gegangen. Mittlerweile tummeln sich dort knapp 56.000 Anwendungen (darunter sind auch rund 13.000 Spiele) sowohl für das iPhone als auch für den iPod touch – und täglich kommen ein paar hinzu.

    Und jetzt wird es interessant. Den Jungs von Busted Loop war es neulich scheinbar ein bisschen langweilig. Jedenfalls haben sie sich an ihre Rechner gesetzt und alle Programme im amerikanischen App Store fein säuberlich gezählt. Neben der Bezeichnung haben sie sich auch die Namen der Entwickler und den Preis der jeweiligen App notiert. Demnach kosteten alle 55.977 Anwendungen zusammen 144.326,06 US-Dollar, was wiederum einen Durchschnittspreis von 2,59 Dollar pro App ergibt, beziehungsweise 3,34 Dollar, wenn die kostenlosen Programme nicht mitgezählt werden. (weiterlesen…)

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    Freiminuten und -SMS für Fantatrinker09.07.09

    fantaAus einigen Kommentaren habe ich geschlossen, dass hier nicht wenige Prepaid-Anhänger unterwegs sind, deshalb wollte ich euch die Meldung nicht vorenthalten: Fanta gibt es künftig auch mit Freiminuten! Die Nachricht ist nichts Weltbewegendes, aber immerhin lassen sich auf diese Weise vielleicht ein paar Cent im Monat sparen.

    Coca-Cola hat T-Mobile, Vodafone und o2 ins Boot geholt und eine gemeinsame Kampagne (“Handy leer – Fanta her“) gestartet, die von Juli bis Ende Dezember laufen wird. In dieser Zeit findet ihr unter jedem Fanta-Deckel einen Code, der für drei Freiminuten oder drei Gratis-SMS eingelöst werden kann. Wenn ihr Prepaid-Kunde einer der drei Provider seid, schickt dazu den Code an die kostenlose Nummer 24200. “Innerhalb von 72 Stunden” wird das entsprechende Guthaben dann gutgeschrieben. Kunden anderer Anbieter bekommen einen Link in Retour, über den sie kostenlos Mobile-Gimmicks wie Screensaver, Spiele oder Klingeltöne herunterladen können. Der Download selbst soll dabei ebenfalls gratis sein.

    Ach ja, wer jetzt meint, sich damit komplett die Handy-Rechnung sparen zu können: Das Ganze funktioniert nur fünf Mal in der Woche. Aber man sollte wohl eh nicht mehr von dem Beta-Carotin-Zeug trinken; ist schlecht für die Zähne.

    (André Vatter)

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    “Heimatprofile” gestartet: StudiVZ goes Nachbarschaftsnetzwerk09.07.09

    hamburgvz

    Es gibt ja einige Wissenschaftler, die befürchten, dass sich das Universum nicht ewig ausdehnen wird und es eines Tages zu einem umgekehrten Effekt kommt: das All schrumpft dann. Hier auf der Erde können wir dieses Phänomen gerade im Detail beobachten. War es vor einigen Jahren noch angesagt, mit “irgendeiner völlig Fremden aus Brasilien” zu chatten, ist nun die Antiglobalisierung schick. Lokale Dienste und nachbarschaftliche Web-Systeme boomen: “Du glaubst nicht, wen ich gerade bei Facebook getroffen habe! Den Typ von der Wohnung gegenüber!”

    Jetzt ist auch das VZ-Netzwerk auf den regionalen Zug aufgesprungen und bietet “Heimatprofile” an. Zum Start des Projekts konnten die “Süddeutsche Zeitung”, das “Hamburger Abendblatt” und “Der Tagesspiegel” gewonnen werden, die… na?… welche Städte mit News versorgen? Richtig: Die Profile von München, Hamburg und Berlin. Ab sofort finden VZ-Nutzer auf den Seiten “Infos aus ihrer Region, Restaurant-, Bar-, Disco- und Partytipps sowie das Neueste aus ihrem Lieblings-Fußball-Klub”.

    Ich bin kein VZ-Mitglied, aber von außen betrachtet wirkt es, als habe sich die “Süddeutsche” mit ihrem Heimatprofil bislang am meisten Mühe gegeben; es war auch die einzige Seite, auf der ich die versprochenen Ausgehtipps (also die externen Links dorthin) gefunden habe. In Sachen Anhängerschaft hat Hamburg allerdings die Nase vorne: “3.714 Leute finden Hamburg gut.” Für Berlin konnten sich hingegen erst “224 Leute” begeistern.

    (André Vatter)

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    Google Chrome OS: Open Source und kostenlos – aber deshalb erfolgreich?09.07.09

    google_chromeNach dem der Internetriese mit seiner Ankündigung eines eigenen Betriebssystems gestern für ordentlich Wirbel und Diskussionen gesorgt hat, hat Google heute noch einmal nachgelegt und im offiziellen Chrome-Blog gleich ein paar noch offene Fragen beantwortet. Demnach wird Chrome OS als Open Source-Projekt entwickelt und der Community später kostenlos zur Verfügung gestellt. Entwickler, die bereits einen Blick auf das neue Betriebssystem werfen möchten, müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden, da Google den Programmcode erst in ein paar Monaten veröffentlichen will. Danach freue man sich aber, gemeinsam mit der Open Source-Community zu arbeiten, schreibt Sundar Pichai, einer der federführenden Entwickler von Chrome OS.

    Auch ein paar Kooperationspartner verriet der Google-Mann bereits. Erste Vereinbarungen seien bereits betroffen worden, um passende Geräte zu entwerfen und zu bauen. Mit dabei sind unter anderem Acer, Adobe, Asus, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm und Texas Instruments. Weitere namhafte Hersteller werden sicherlich folgen. (weiterlesen…)

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    “Facebook: Der Film” soll schon 2010 in die Kinos kommen09.07.09

    facebookfilmEin Gerücht braucht sich nur lange genug zu halten – dann wird es auch wahr: Facebook kommt als Streifen in die Kinos. Während Fragen zur Besetzung vorerst noch unbeantwortet bleiben, ist das Drehbuch bereits geleakt. Der Autor ist Aaron Sorkin (Eine Frage der Ehre), der unter dem Titel “The Social Network” den Weg des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg anschaulich nachzeichnet. Laut dem Forbes-Magazin beginnt die Erfolgsgeschichte “eines süß aussehenden 19-Jährigen, dessen Schwachbrüstigkeit (eigentlich steht da: “…dessen Nichtvorhandensein jeglicher körperlicher Attribute, die auf andere furchteinflößend wirken könnten…”) eine komplizierte und gefährliche Wut verdeckt” in einer Bar. Zuckerbergs Freundin Erica macht nach einem Streit mit ihm Schluss, aber sein leicht autistisch angehauchtes Genie verhindert es zunächst, dass er die Situation begreift. Erst später, in der Studentenbude, macht es Klick und in Zuckerberg reift die Idee eines Hot-or-Not-Netzwerks – der gedankliche Grundstein von Facebook war gelegt.

    Das Drehbuch geizt wohl nicht mit expliziten Dialogen, die auch die kritischen Momente der Geschichte des Netzwerks beleuchten:

    Mark: “Ich soll irgendwelche Teile eures Codes kopiert haben?”
    Divya: “Du hast unsere ganze verf*ckte Idee geklaut!”

    Divya Narendrera gehörte zum Gründungsteam von ConnectU, die im Jahr 2004 Facebook wegen Vertragsbruch und Code-Diebstahl verklagten. Hier noch ein interessantes Gespräch zwischen den ConnectU-Kollegen:

    Divya: “Ist der Typ ein guter Typ?”
    Cameron: “Wir wissen nicht, warum er nicht ein guter Typ sein sollte.”
    Divya: “Wir wissen aber, das er unsere Idee übernommen und gestohlen hat. Wir wissen, dass er uns anderthalb Monate ins Gesicht gelogen hat, während er…”
    Cameron: “…er hat uns nicht ins Gesicht gelogen.”
    Divya: “Er hat niemals unsere Gesichter gesehen – fein! Er hat unsere E-Mail-Accounts belogen und sich selbst einen 42-tägigen Vorsprung verschafft, weil er genau das verstanden hat, was du scheinbar nicht kapierst: Nämlich, dass es alles bedeutet, als erster im Ziel zu sein!”

    Die ersten Reaktionen der Kritiker zum Drehbuch lesen sich recht optimistisch (“Es ist nicht so schlecht, wie man denken könnte…”), doch bis wir alle selbst die Umsetzung bewerten können, müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Laut Internet Movie Database wird die Produktion noch in diesem Jahr beginnen. Für 2010 wird mit dem Release gerechnet.

    (André Vatter)

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    Mumpitz-Urteil gegen FON: Das ist kreative – nicht kriminelle Energie!08.07.09

    fon“So, alle Foneros einmal aufgezeigen! Wisst ihr eigentlich, dass ihr ein Haufen ganz frecher Diebe seid? Und FON, euer Dachverband… das ist jawohl das Letzte, sich schmarotzend durch die harte Arbeit anderer zu bereichern.” – Zugegeben, das klingt nach einem übertriebenen Vorwurf, aber der DSL-Anbieter, der die WLAN-Community vor das Kölner Oberlandesgericht gezerrt hat, sagte tatsächlich “schmarotzend”, um seinen aufgebrachten Standpunkt zu unterstreichen.

    Einige von euch kennen sicherlich FON: Ich besorge mir für wenig Geld einen kleinen Extra-Router (mit dem putzigen Namen “Fonera”) und klemme ihn an meine Leitung an, damit andere registrierte Nutzer mitsurfen können. Wenn diese zuhause ebenfalls ihren Zugang teilen, können sie kostenlos ins Netz, alle andere drücken für das Fremdsurfen einen kleinen Obolus ab. Auf diese Weise hat es FON bereits zu einem ansehnlichen internationalen WLAN-Netzwerk gebracht, ohne das ich auf Reisen schon so manches Mal aufgeschmissen gewesen wäre.

    Aber damit soll jetzt Schluss sein. Warum? Nun, weil die Richter entschieden haben (Az. 6 U 223/08), dass dieses “Geschäftsmodell” gegen das Wettbewerbsrecht verstoße. Man sah es unter anderem als erwiesen an, dass FON jedes DSL-Vertriebskonzept zunichte macht, da sich ja nun niemand mehr einen eigenen DSL-Anschluss besorgen müsse. Auch würde der dadurch verursachte zusätzliche Traffic dem Anbieter die Haare vom Kopf fressen – immerhin hat man es am Markt mit einer Mischkalkulation zu tun: Normal- und nicht Power-User stehen im Fokus. Der DSL-Provider, der leider anonym blieb (besorgt mir mal bitte den Namen, ich habe am Wochenende noch nichts vor), sei Opfer der “Ausbeutung der von der Klägerin geschaffenen Infrastruktur” und überhaupt ergebe sich durch das Wischiwaschi-Anmeldeverfahren ein “beträchtliches Gefährdungspotential” für alle. (weiterlesen…)

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    Playstation 3: Keine Preissenkung und kein Games-on-Demand-Angebot, sagt Sony08.07.09

    sony-playstation3Wird die Playstation 3 schon bald günstiger, um gegen die Konkurrenz-Konsolen von Microsoft und Nintendo ein besseres Standing zu haben? Führt Sony demnächst ein eigenes Games-on-Demand-Angebot ein? Der Unterhaltungskonzern hat sich jetzt überraschend zu den Gerüchten geäußert und damit ein paar Dinge klar gestellt.

    Demnach seien die ständigen Rufe nach einer Preissenkung der Playstation 3 ziemlich nervig, zumal die High-End-Konsole noch nicht einmal drei Jahre alt sei und in dieser Zeit von 599 US-Dollar auf mittlerweile 399 Dollar gefallen sei. Nicht nur von den Gamern, sondern auch von der Industrie sei deshalb langfristiges Denken gefordert. Sony beschäftige sich intensiv mit dem Thema Preisentwicklung. Zudem könne man nicht alle Kunden direkt zum Marktstart zum Konsolenkauf bewegen – Preissenkungen würden zwar anfangs Schwung in die Sache bringen, doch es gebe auch andere Wege, um den Verkauf anzukurbeln. Eine baldige Vergünstigung stehe demnach derzeit nicht zur Diskussion.

    Auch in Sachen Games-on-Demand bleibt es bei Sony still. Obwohl Microsoft in Kürze mit einem eigenen Download-Angebot (geplant sind rund 30 Titel) für die Xbox 360 an den Start gehen will, lässt sich der japanische Konzern noch Zeit. Der Grund: Die Datenmengen für aktuelle Spiele seien in der Regel zu groß. Laut Sony seien auf den Bluray-Disks Daten von bis zu 50 Gigabyte gespeichert. Dies würde zum einen die Kapazitäten vieler Playstation 3-Festplatten sprengen, zum anderen würde ein Download dieser Größe zu lange dauern.

    (Michael Friedrichs)

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