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Archive for 07.2009

TweetCraft: genialer Twitter-Client für alle Fans von World of Warcraft03.07.09

tweetcraft-wowWoW-Spieler aufgepasst! Seit neustem gibt es für euch mit TweetCraft einen eigenen Twitter-Client. Das Besondere daran: TweetCraft ist OpenSource und lässt sich komplett in das Design von World of Warcraft integrieren. Neben den üblichen Funktionen werden die 140-Zeichen-Nachrichten automatisch zu Twitter gesendet und im Spiel angezeigt. Ebenfalls praktisch ist die Funktion, im Spiel eigene Screenshots zu erstellen und via Twitpic an seine Follower zu verschicken. Was gibt es noch? Eine Auto-Tweeting-Funktion sorgt dafür, dass jedes Ergebnis im Spiel wie beispielsweise das Abschließen einer Quest, das Erlegen eines Bosses oder der Fund eines coolen Ausrüstungsgegenstandes automatisch getwittert wird. Diese Funktion dürfte allerdings nur für Hardcore-Fans interessant sein, denn auf Dauer dürften die unzähligen Ergebnis-Meldungen vor allem für Nicht-WoW-Spieler ziemlich auf den Geist gehen. Die Folge wäre dann ein Follower weniger. (weiterlesen…)

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Sicherheitslücke im iPhone OS 3.0 entdeckt – Nutzer von Jailbreak-Phones leben unsicherer03.07.09

iphone-smsDie Gefahr kann in einer harmlos aussehenden SMS-Nachricht lauern, warnt Charlie Miller. Der renommierte Sicherheitsexperte hat bereits in der Vergangenheit verschiedene Schwachstellen in Apple-Software entdeckt und die Öffentlichkeit über mögliche Bedrohungen informiert. Demnach soll es im aktuellen iPhone OS 3.0 möglich sein, Binärcode per SMS an das iPhone zu schicken, der wiederum von dem Handy ungefragt ausgeführt wird. Auch Root-Zugriffe sollen damit sogar möglich sein. Mehr Details wollte Miller aufgrund einer Vereinbarung mit Apple allerdings nicht verraten. Man arbeite jedoch bereits an einem Patch, der das Problem in Kürze beheben soll. Ob es dafür ein separates Update (aus der Reihe quasi) geben wird oder Apple die Schwachstelle erst in der nächsten Firmware-Version 3.1 beheben wird, ist nicht bekannt.

In einem Interview mit dem IT-Portal “The Register” wurde der Experte dann doch noch konkreter – und ruderte mit seinem Statement ein wenig zurück. Demnach könne man die entdeckte Sicherheitslücke noch nicht zum Ausführen von Schadcode nutzen. Derzeit führe der Versuch, einen Binärcode per SMS an das iPhone zu schicken, zu einem unweigerlichen Absturz des iPhone-Betriebssystems. Das Potenzial für einen möglichen Missbrauch dieser Schwachstelle sei dennoch enorm.

Eine Warnung gab der Experte auch den Nutzern eines geknackten Apple-Handys mit auf den Weg. Der Grund: Der Jailbreak umgehe rund 80 Prozent der Sicherheitstechniken des iPhone OS und mache diese Geräte für einen Angriff deutlich anfälliger. Nutzer, die Wert auf Sicherheit legen, sollten deshalb von einem Jailbreak absehen.

Via: fsckblog

(Michael Friedrichs)

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Wikileaks: Das sind die meist gesuchten Dokumente für Deutschland02.07.09

wikileaks-documentWikileaks ist noch immer auf der Suche nach den “Most Wanted Leaks” für das Jahr 2009. Nach dem Motto “Wünsch dir was” bittet die Internet-Plattform ihre Leser um Vorschläge für sensible Dokumente, die eigentlich nicht für die Augen des gemeinen Volkes bestimmt sind, aber das Licht der Öffentlichkeit erblicken sollten. Seit Mitte Mai läuft bereits die Suche nach den heiß begehrten Geheimunterlagen, jetzt haben die Macher von Wikileaks eine erste Zusammenfassung ins Netz gestellt – um einerseits über den aktuellen Stand zu informieren, andererseits um gewillte Insider dazu aufzufordern, die gesuchten Daten auf der Webseite zu veröffentlichen.

Neben Ländern wie China (gesucht wird hier eine Auflistung aller Internetadressen und Schlagwörter, die von der Regierung gefiltert werden) und USA (gesucht wird unter anderem Videomaterial von zahlreichen Befragungen von Gefangenen durch den Geheimdienst CIA) steht auch Deutschland auf der Most Wanted-Agenda.

Hier das Ranking:

1. Die Zensursula-Liste des Bundeskriminalamtes mit allen gesperrten Internetadressen, insofern das Gesetz demnächst in Kraft tritt. Allerdings droht allen Hosting-Anbietern eine Strafe in Höhe von 50.000 Euro, sollten sie die Sperrlisten nicht ausreichend vor unbefugten Zugriffen schützen.

2. Der bereits geschlossene Vertrag zwischen dem Bundeskriminalamt und den Internetanbietern, der wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit als geheim deklariert wurde.

3. Die Stasi-Akte von Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel (Geburtsname Kasner) sowie die Akten anderer führender Politiker, zu denen die DDR-Staatssicherheit Material gesammelt hat.

4. Die Stasi-Akten, die in Zusammenhang mit der Operation Gladio stehen. Dabei handelt es sich um ein geheimes Untergrund-Kommando, das im Auftrag von NATO und westlichen Geheimdiensten Terroranschläge und Sabotage-Aktionen durchführen sollte. Deren Aufdeckung führte hierzulande zu einem handfesten politischen Skandal.

5. Eine komplette Übersicht aller Titel, die auf der Liste von jugendgefährdenden Schriften stehen und deren Veröffentlichung hierzulande verboten ist.

Via: Fefes Blog

(Michael Friedrichs)

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Guide to Greener Electronics: Nokia – Hui! Nintendo – Pfui!02.07.09

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Jedes Quartal zieht Greenpeace den IT-Geräteherstellern die Hosen runter und veröffentlicht den Guide to Greener Electronics – eine Art Ranking für die Umweltverträglichkeit von Produkten. Berücksichtigt werden bei der Zusammenstellung sowohl der Einsatz giftiger Chemikalien, als auch der Verpackungsmüll und der Umgang mit den ausgedienten Geräten der Kunden. Nun, die Ergebnisse für dieses Quartal könnt ihr oben sehen. Nokia führt schon seit einiger Zeit die Spitze an, Samsung, Sony Ericsson und LG konnten merklich aufholen und kommen direkt dahinter – auffällig: Es sind ausnahmslos die Handybauer, die ihre Hausaufgaben gemacht zu haben scheinen. Acer (neue Monitore ohne Giftstoffe), Apple (nicht immer BFRs- und PVC-frei) und Sony (Absturz vom 5. Platz – Versprechen gebrochen) liegen bereits im hinteren Mittelfeld. Bei Microsoft (kaum Recycling), Lenovo (es gibt nicht einmal einen Zeitplan für die “Entgiftung”), Fujitsu (sämtliche Produkte beinhalten gefährliche Stoffe) und vor allem Nintendo (da stimmt jawohl gar nichts) sieht es dann richtig finster aus.

Wer in Kürze also die Anschaffung eines neuen Handys, Fernsehers oder Rechners plant und – sei es nur aus Abwechslung – neben den Kriterien “billig”, “schnell” und “schön” auch “umweltfreundlich” in die Entscheidung miteinbeziehen möchte, findet im Folgenden das komplette Ranking. Greenpeace hat das Ganze auch noch einmal in einem PDF ausformuliert, mit ein paar mahnenden Worten für jeden Hersteller.

Die Liste

1. Nokia 7.45
2. Samsung 7.1
3. Sony Ericsson 6.5
4. LG Electronics 5.7
5. Toshiba 5.5
6. Motorola 5.5
7. Philips 5.3
8. Sharp 5.3
9. Acer 4.9
10. Panasonic 4.9
11. Apple 4.7
12. Sony 4.5
13. Dell 3.9
14. HP 3.5
15. Microsoft 2.5
16. Lenovo 2.50
17. Fujitsu 2.4
18. Nintendo 1

(André Vatter)

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Goldene LEGO-Lautsprecher für iPod02.07.09

ipod-lego-speakerDie bunten Kunststoffklötzchen und Minifiguren scheinen nicht nur massenhaft Kinder in ihren Bann zu ziehen, sondern auch immer mehr Erwachsene schwören auf die kleinen Plastikbauteile des dänischen Spielzeugherstellers LEGO. Allerdings nicht im eigenen Sinn des Erfinders. Ein gelungenes Beispiel dafür sind die ausgefallenen USB-Sticks, die Fans aus den LEGO Star Wars-Figuren gebastelt haben und nun über das Internet verscherbeln. Von der Idee ebenfalls nicht uninteressant sind die iPod-Lautsprecher, die bereits Anfang letzten Jahres als Must-Have-Gadget für alle LEGO-Fans vorgestellt wurden. Aufgrund der großen Resonanz hat sich der Hersteller (nein, es ist nicht der dänische Konzern) jetzt dazu entschlossen, sein bisheriges Lautsprecher-Angebot um eine goldene und silberne Variante zu erweitern.

Wie schon bei den Vorgängermodellen wird für den Betrieb der iPod-Lautsprecher keine separate Stromquelle benötigt. Zudem kann die Jukebox im LEGO-Design als Dockingstation für den Schreibtisch verwendet werden. Die Dinger sehen meiner Meinung nach schon ziemlich stylish aus. Leider habe ich bis jetzt nirgendwo eine Aussage gefunden, wie die Wiedergabe-Qualität der Lautsprecher ist.

Via: Übergizmo

(Michael Friedrichs)

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Apple über heiße iPhones: Sie sind vielleicht rosa – aber sicher nicht gefährlich!02.07.09

hotiphoneIn den vergangenen Tagen tauchten im Netz immer häufiger Bilder von seltsam verfärbten iPhones auf. Auf dem Rücken der weißen Modelle zeigten sich rosa bis bräunliche Spuren, die in ihrer Struktur verdächtig exakt das Innere des Apple-Handys abzubilden schienen. Ursache für die Farbveränderung scheinen heißgelaufene Akkus zu sein, mancher berichtet sogar: “Ich hatte zwanzig Minuten telefoniert, als das Ding so heiß wurde, dass ich den Freisprecher benutzten musste.”

Ob alle weißen Geräte früher oder später mit einem Hauch von Farbe überzogen werden oder nur einzelne Produktionsserien betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Es scheint aber mittlerweile die inoffizielle Politik der Apple Stores zu sein, auffällig gewordene iPhones anstandslos umzutauschen. Apple selbst hat sich erwartungsgemäß noch nicht öffentlich zu dem Problem bekannt. Dafür wurde aber klammheimlich ein neuer Support-Artikel auf die Hilfeseiten von Apple.com gestellt. Sein Titel: “Erfahren Sie mehr über die Arbeitstemperaturen und das Temperatur-Management des iPhone 3G und iPhone 3GS”, heißt es da.

Hier lernen wir, dass das Handy keinen Temperaturen unter 0° und keinen über 35° Celsius ausgesetzt werden sollte. Falls es doch einmal heißer zugeht, könnten drei Dinge passieren: Das Gerät wird Probleme beim Laden des Akkus zeigen, der Empfang des Mobilfunksignals wird schwächer und das Display kann sich verdunkeln. Aber – und das betont Apple mit aufdringlichster Nichtbetonung – es wird nicht explodieren. Bevor der Punkt erreicht ist, blendet sich ein Warnbildschirm (s.o.) ein. Wenn dies geschieht, soll das Handy umgehend ausgeschaltet und in eine “kühlere Umgebung” gebracht werden. Überhaupt spielt die Umgebung die größte Rolle, so Apple. Das impliziert, dass man das iPhone um Gotteswillen nicht im Auto liegen lassen und niemals Sonneneinstrahlung aussetzen sollte. In anderen Worten ist die Gefahr in folgenden Szenarien am größten:

Beim Ausführen bestimmter Anwendungen über längere Zeit in heißer Umgebung oder im direkten Sonnenlicht – etwa GPS-Tracking im Auto an einem sonnigen Tag oder im direkten Sonnenlicht Musik hören.

Puh, und ich dachte schon, dass es an falsch verarbeiteten Akkus und an vielleicht doch nicht ganz so hochwertigem Kunststoff liegen könnte. Dabei ist es nur das schöne Wetter da draußen! Puh. Puhhh… Das sind gute Nachrichten – und schlechte für alle iPhone-Besitzer: Kauft euch ein ordentliches Navi, bevor ihr in den Urlaub fahrt.

(André Vatter)

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Jörg Tauss will Zensursula-Gesetz vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen02.07.09

jorg-taussWir erinnern uns: Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat vor knapp zwei Wochen der SPD auf Nimmerwiedersehen gesagt und hat sich der Piratenpartei angeschlossen. Der Grund für seine Entscheidung: das vom Bundestag abgesegnete Gesetz zur Sperre von Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten. “Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Grundwerte, denen ich mich auch in Zukunft verpflichtet fühle”, schreibt der Ex-Genosse auf seiner Homepage. Stück für Stück habe sich die SPD von einer Bürgerrechtspartei zu einer Steigbügelhalterin der Union entwickelt. Besonders auf dem Feld der Innen-, Rechts- und Internetpolitik gebe es in seiner ehemaligen Partei schlimme Fehlentwicklungen.

Seit seinem SPD-Austritt war der Internetexperte nicht untätig. Er gab Interviews, twitterte fleißig (fast 7.000 Follower) und hat gestern vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein sogenanntes Organstreitverfahren auf den Weg gebracht, um das Zustandekommen des Zugangserschwerungsgesetztes überprüfen zu lassen. Allerdings geht es bei dem Verfahren nicht inhaltlich um das Zensursula-Gesetz, sondern um das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren hierzu. Im Klartext: Es geht um die Frage, ob der Bundestag seine Rechte und Pflichten verletzt hat. Demnach hätte die Gesetzesvorlage gemäß der Geschäftsordnung des Bundestages in drei Lesungen diskutiert werden müssen. Aufgrund der substanziellen Veränderungen der ursprünglichen Gesetzesvorlage (eigentlich hätte das Telemediengesetz erweitert werden sollen, stattdessen wurde mit dem Zugangserschwerungssetz ein neues Spezialgesetz verabschiedet) sei laut Geschäftsordnung eine neue, erste Lesung erforderlich gewesen. Und die habe allerdings nie stattgefunden, so Tauss. (weiterlesen…)

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Kleine SEM-Schule: Der “letzte Klick” passiert schon früher im Kopf02.07.09

semSearch Engine Marketing (SEM), bezahlte Anzeigen, Sponsored Search – egal, wie man es nennt, es geht um die “Infoboxen”, die rund um Suchergebnisse bei Google und Co. verstreut sind. Vor einigen Tagen ist eine interessante Präsentation von Christian Bennefeld (Geschäftsführer von etracker) mit dem Titel “Warum klassische SEM-Optimierung heute nur Suchmaschinen bereichert” in der Redaktion gelandet, die sich mit dem Thema auseinandersetzt. Und da ich weiß, dass einige von euch SEO- und SEM-Freaks sind, dachte ich, dass wir die Sache auch direkt hier kurz besprechen könnten.

Also, fangen wir vorne an. Es gibt einen Haufen von Faktoren, die dafür sorgen, dass Nutzer auf Anzeigen während des Suchvorgangs klicken – oder eben nicht: Die richtigen Keywords sind offensichtlich ausschlaggebend, die Platzierung der Anzeigen spielt eine große Rolle, ebenso wie natürlich die Menge der Besucher und der Zeitpunkt, wann sie die Suchmaschine benutzen. Viele SEM-Leute versuchen nach dem Trial-and-Error-Verfahren, das Beste aus dem Wust an Variablen zu machen. Die Sponsored Search genießt gegenüber allen anderen Werbeformen häufig einen großen Vorrang, immerhin passiert doch dort der letzte Klick vor dem Kauf. Oder etwa nicht? (weiterlesen…)

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Taktikwechsel bei MySpace: Kein “Place for Friends” mehr?02.07.09

myspace

Über Nacht haben sich MySpace-Designer über die Start-Page hergemacht und ein kleines Redesign verbrochen. Keine Sorge – die Seite ist genauso unübersichtlich wie vorher, es hat sich hauptsächlich ein kleines, aber wichtiges Detail verändert. MySpace ist kein proklamierter Ort zum Freundefinden mehr. Das zumindest lässt sich aus dem neuen Logo schließen, bei dem ab heute der kleine Zusatz “A Place for Friends” (hier ein festgehaltener WebArchive-Moment) fehlt. Auf einzelnen Unterseiten (zum Beispiel im Impressum) ist er noch auffindbar. Laut TechCrunch hat sich die Pressestelle zu der Veränderung noch nicht geäußert – genau genommen rechnet man auch nicht mehr damit, dass dies geschieht. Dafür hat man aber Wind von dem Gerücht bekommen, dass in den kommenden Stunden noch weitere Tweaks am Design vorgenommen werden: beispielsweise sollen die hässlichsten unter den Display Ads verschwinden.

Also, was kann man daraus machen? Dass MySpace um einen Kurswechsel nicht herumkommt, dürfte nach den Job-Kahlschlägen jedem einleuchten: 400 Mitarbeiter wurden in den Staaten gefeuert, 300 in Übersee. Da Facebook in den USA in Windeseile MySpace-Anteile auffrisst und dasselbe auch in Europa durch die sozialen Netzwerke geschieht, würde ich mich nicht wundern, wenn das Angebot für private Nutzer künftig nicht mehr ganz oben auf der Agenda steht.

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MySpace ist noch gut positioniert, was die Unterhaltungsindustrie angeht, vor allem Bands und Filmstudios nutzen die Plattform. Zudem fahren Unternehmen verstärkt Markenkampagnen in Community-Umgebung (Beispiel: Vodafone). MySpace hatte diese attraktive Nutzergruppe schon lange im Auge, doch die Menge der bezahlten Profile hielt sich – in Deutschland zumindest – stets in Grenzen. Wer weiß, vielleicht wird die Idee nun wieder aus der Taktikschublade geholt und wir sehen künftig weniger Banner auf den privaten Seiten der “Freunde” und dafür mehr Paid Accounts.

Via: TechCrunch

(André Vatter)

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Ein kleiner Nachruf auf Joost01.07.09

joost

Joost – oder das mysteriöse “Venice Project” – war der Hammer, noch bevor es überhaupt draußen war. Niklas Zennström und Janus Friis steckten dahinter und da die beiden Jungs schon Kazaa und Skype auf dem Kerbholz hatten, war die Vorfreude entsprechend groß. 2007 war das Vorhaben soweit und ich einer der ersten Beta-Tester. Ich weiß noch, damals schrieb ich einen kleinen Bericht über Joost, in dem das Wort “sexy” erstaunlich häufig fiel. Die Videoplattform war sexy; sie sah aus, als hätte ein Dutzend Apple-Designer nach einem Kirmesbesuch die Feder schwingen lassen. Alles in allem ein tolles Produkt: Okay, die Bedienung des Clients gestaltete sich ein wenig umständlich, das P2P-Verfahren, in dem die Video-Bits transportiert wurden, zeigte einige Anfälligkeiten. Achja, und dann war da noch die Sache mit den Inhalten, die zwar schmackhaft verpackt daherkamen, aber sich ausgepackt häufig als alte Kamellen entpuppten. Außerdem war – trotz zweier Niederlassungen in Europa – schnell klar, dass Joost eigentlich nur den US-Markt im Blick hatte.

Das war alles verzeihlich. Hey, es war ein Startup und da ist es normal, dass nicht alles gleich rund läuft. Doch dann verstrich immer mehr Zeit. Im März 2008 nahm Hulu den Betrieb in den Staaten auf, YouTube dümpelte als Massenmagnet noch der Qualität hinterher. Joost hielt weiter am Client fest und nahm derweil kleinere Tweaks am Dienst vor. Irgendwann erschienen mal wieder ein wenig häufiger Werbeeinblendungen. Sonst passierte nichts. Kurz vor Weihnachten dann die Ankündigung, P2P endgültig als Übertragungsweg abzuschießen und den Client gleich mit – aber nur ein bisschen: Wer das Joost-Programm anschauen wollte, musste immer noch ein Plugin installieren, das sich dann in der Startleiste einnistete. (weiterlesen…)

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China verbietet Handel mit Cyberwährungen – geht World of Warcraft jetzt das Gold aus?01.07.09

q-muenze-chinaNachdem das neue Zensur-Tool für Rechner kurzfristig wieder auf Eis gelegt wurde, hat die chinesische Regierung seit heute ein Handelsverbot für virtuelle Währungen ausgesprochen. Konkret geht es um den Tausch von virtuellen Währungen gegen reale Güter und Dienstleistungen. Wie das Handelsministerium der Volksrepublik gestern mitteilte, wolle man damit mögliche Auswirkungen auf das reale Finanzsystem einschränken. Demnach sei der Handel unter Verwendung virtueller Währungen in den letzten Jahren jährlich um 20 Prozent gewachsen und umfasse mittlerweile umgerechnet mehrere 100 Millionen Euro.

Okay, die Summe könnte in Anbetracht von rund 300 Millionen chinesischen Internetnutzen deutlich höher sein, dennoch will die Regierung in Peking jetzt vor allem dem Missbrauch in diesem Bereich einen Riegel vorschieben. Demnach dürfen Minderjährige ab sofort keine virtuelle Währung mehr erwerben. Durch die Restriktion erhofft sich das Handelsministerium unter anderem eine bessere Eindämmung der Geldwäsche, da ein Großteil der virtuellen Umsätze im Online-Glücksspiel generiert wird.

Glaubt man dem US-Fachblatt InformationWeek, könnte sich das Handelsverbot auch auf das sogenannte Goldfarming auswirken. Als Paradebeispiel muss hier wieder einmal das Online-Rollenspiel World of Warcraft herhalten. Zahlreiche chinesische Profigamer verdienen sich als “China-Farmer” ihren Lebensunterhalt, in dem sie in den Spielen virtuelle Gegenstände sammeln und diese dann gegen echtes Geld an andere Spieler verkaufen. Beliebt ist auch der Goldverkauf über diverse Auktionsplattformen und Internetseiten. Die fleißigen Goldfarmer haben laut Informationweek im vergangenen Jahr weltweit zwischen 200 und 500 Millionen US-Dollar verdient.

Via: Futurezone

(Michael Friedrichs)

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flic.kr: Flickr spricht jetzt auch Twitter01.07.09

twitterflickr

Zugegeben, es hat ganz schön lange gedauert, aber letztendlich hat Flickr den Schuss doch noch gehört. Seit Beginn des Twitter-Booms hat der Bilderdienst seelenruhig dabei zugesehen, wie kleine Bild-Hoster wie Twitpic oder yfrog wertvolle Marktanteile beim Microblogging abgreifen. Nun wurde also endlich die Reißleine gezogen und Flickr bietet erstmals eine eigene Lösung für Twitter an. Mit “Flickr2Twitter” haben Nutzer die Möglichkeit, Bilder-Links über das Web-Frontend und per Handy oder E-Mail direkt zu zwitschern. Für die beiden letzten Optionen stellt Flickr jedem eine spezielle 2Twitter-Mail-Adresse zur Verfügung, an die Fotos geschickt werden können.

Zuvor muss das eigene Twitter-Profil jedoch bei den unterstützten Blogs im Profil eingerichtet (das heißt autorisiert) werden. Dann ist die ganze Sache ziemlich einfach: Bei Bildern der eigenen Galerie oder sogar bei Bildern fremder Nutzer einfach den “Bloggen!”-Button am oberen Rand drücken und den Twitter-Account aussuchen. Entweder wird die daraufhin generierte Short-URL im Format http://flic.kr/p/XXXXX manuell übernommen oder gemeinsam mit einer Nachricht ohne Umwege von Flickr aus getwittert, wobei der Titel des jeweiligen Bildes bereits automatisch eingefügt wird. Insgesamt stehen hier 116 Zeichen zur Verfügung. Leider verzichtet Flickr darauf, Tweets mit Bildern anderer Nutzer mit dem Namen des Urhebers zu kennzeichnen – das wäre ein nettes Feature. Und wo wir schon beim Mäkeln sind: Warum ist es nicht möglich, frisch hochgeladene Bilder direkt mit einer flic.kr-URL zu versehen, damit die Follower über den Uplaod (ähnlich wie bei Twitpic) informiert werden?

(André Vatter)

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Sky spendiert allen Premiere-Kunden zwei Tage Komplett-Programm gratis01.07.09

Zum Start von Sky am Samstag spendiert der Münchner Pay-TV-Sender (ehemals Premiere) allen Abonnenten zwei Tage lang das komplette Programm-Angebot zum Nulltarif. Wie das Medienmagazin DWDL schreibt, werden am kommenden Wochenende (4. und 5. Juli) alle Sender inklusive der HD-Programme ohne zusätzliche Kosten freigeschaltet, damit sich Bestandskunden einen ersten Eindruck von den veränderten Programm-Paketen machen können. Von der Aktion ausgenommen sind allerdings Abrufangebote wie Premiere Flex und Premiere Direkt.

Am Montag ist wieder alles beim Alten und nur noch die gebuchten Sender können wie gewohnt entschlüsselt werden. Allerdings macht Sky die Aktion nicht ohne Hintergedanken. Das Ziel des Gratis-Wochenendens ist es, bisherige Premiere-Kunden zu einem Wechsel in die neuen Sky-Tarife zu bewegen. Doch Vorsicht, die neuen Pakete sind oftmals teurer als bisher. Mein aktuelles Premiere-Abo ist ein gutes Beispiel dafür. Seit Dezember 2008 bin ich Kunde des Pay-TV-Senders. Im Gegensatz zu meinem Kollegen Hayo Lücke habe ich Premiere nicht wegen der ganzen Bundesliga-Spiele abonniert, sondern wegen der Filme, die auf Premiere 1 bis 4 täglich laufen. Monatlich überweise ich dem Sender dafür 19,99 Euro. (weiterlesen…)

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