Gib mir deinen Saft, ich geb dir meinen: Akkus mit kinetischer Energie aufladen

Der Energieerhaltungssatz besagt, dass im physikalischen Sinne ein Verlust von Energie nicht möglich ist. Energie kann zwar zwischen verschiedenen Formen umgewandelt werden, etwa von Bewegungs- in Wärmeenergie, man kann sie aber nicht vernichten. Diesen Umstand wollen sich die beiden Designer Choi Hyung-Suk und Yun Jung-Sik nun mit ihrem “Human Energy Recycle System” zunutze machen.
Sie sehen den Menschen als eine Energiequelle an, die man – nicht ganz so krass wie in der Matrix, vom Gedanken her aber ähnlich – anzapfen kann. Wir produzieren jeden Tag durch unsere Bewegungen kinetische Energie, die aber entweder ungenutzt bleibt oder nur zu einem Bruchteil dazu verwendet wird, um beispielsweise Automatikuhren anzutreiben.
Mit den von ihnen entwickelten “Solution Units” – Vorrichtungen, die an den Händen, Fingern oder um die Handgelenke getragen werden können, möchten die beiden Designer diese Energie aufnehmen, in kleinen, aus den ”Units” herausnehmbaren Akkus speichern und diese dann zum Betrieb von Gadgets oder elektronischen Geräten wie Handys oder MP3-Playern verwenden. Werden die Batterien nicht genutzt, können sie in einer Art Ladestation, dem sogenannten “Application Built-in Type”, aufbewahrt werden.
Nette Idee, wie ich finde. Allerdings frage ich mich, wie viel kinetische Energie eine Person pro Tag tatsächlich “produzieren” kann und wie viel benötigt wird, um ein technisches Gerät wirklich damit antreiben zu können. Und damit verbunden ist die Frage danach, ob diese Lösung wirtschaftlich ist. Das heißt, ob die (Herstellungs-)Kosten für das “Human Energy Recycle System” in einem vernünftigen Verhältnis zur gewonnen Energie beziehungsweise zu den gesparten Energiekosten stehen.
Via: Yankodesign
(Marek Hoffmann)
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Basic Thinking, uvok lion erwähnt. uvok lion sagte: Interessant ♺ @basicthinking: Gib mir deinen Saft, ich geb dir meinen: Akkus mit kinetischer Energie aufladen – http://bit.ly/7Y3I7t (ava) [...]
Gibt es eigentlich Messgeräte, mit denen man die Menge produzierten Stroms durch Körperbewegungen mal testen könnte?
Und 1 Watt ist nicht unbedingt viel – wenn man sich anstrengt setzt man so um die 200 Watt um wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.
Die Frage ist halt wie Energie am besten gesammelt wird. Wer bewegt schon die ganze Zeit den Arm um irgendwas am Handgelenk dazu zu bringen Energie zu erzeugen.
Ich möchte da nicht den ganzen Tag den Arm hoch und nieder schwenken – aber andereseits ist mir schon oft genug der Strom ausgegangen wenn ich gerade weit und breit keine Möglichkeit hatte um die Akkus nachzuladen – da wäre ich schon als Kunde sofort bereit für eine wirklich brauchbare Lösung auch was auszugeben.
Bei Taschenlampen bevorzuge ich die “Kurbellösungen” schon lange – aber das ist ja nicht wirklich brauchbar für MP3 Player etc.
Selbst wenn der Energiegewinn (noch) relativ minimal ist, dsa Konzept ist noch lange nicht ausgereizt.
Das wäre die Gesamtenergie, die produziert wird. Da sind Körperfunktionen, Bewegungen und Wärmeverluste inklusive. Wenn man wissen möchte, wie viel Energie so ein Armband produzieren würde, müsste man sich eins anlegen und es ausprobieren.
Interessant ist hier das Konzept wo der “Genereator” direkt im Rucksackgestänge integriert ist. Wobei der Einsatz bei diesem Modell sicherlich eher im militärischen Bereich liegt.
Interessant wäre es die kinetische Energie der Erde selbst anzuzapfen, diese bewegt sich ja nicht unerheblich um sich und die Sonne, die Wechselwirkung zwischen Mond und Erde müßte sich doch auch im ganz kleinen Rahmen nutzen lassen.
zu #11
das mit dem anzapfen der Bewegungsenergie der Erde wird glaub ich nichts, weil die Bewegung ja konstandt ist und du brauchst ja am besten irgendwas mit einer frequenz. Da warst du mit dem Mond schon näher dran, weil es waren ja mal Gezeiten-kraftwerke (die Turbinen im Meer) geplant, die dann diese Wasserbewegung ausnutzen, die ja sonst nur völlig nutzlos Fische durch die gegend schubst…was is aus dem Projekt eig. geworden?