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Archive for 11.2009

Fröhliche Weihnachten: Google stattet 47 Flughäfen mit Gratis-WLAN aus10.11.09

google_wifi

Ich wollte ja schon vergangenes Jahr nach New York fliegen, ein bisschen Christmas-Shopping – so um die fünf Tage, ein hübsches Hotel, lecker Essen und am letzten Abend in einem unbemerkten Moment eine Nadel vom Weihnachtsbaum am Rockefeller Plaza klauen. Hat sich aber nicht ergeben, was nicht zuletzt auch an den Monsterpreisen liegt, die das New Yorker Hotelgewerbe zu solchen Anlässen verlangt. 2009 wird es wohl nicht anders sein…

Doch möglicherweise schafft es einer von euch ja dieses Jahr während der Adventszeit in die Staaten. Für denjenigen habe ich hier noch einen brandheißen Tipp. Vielleicht haben es ja einige von euch mitbekommen, dass Google und Virgin Airlines  schon seit einigen Monaten auf Schmusekurs fliegen und den Gästen in der Passagierkabine derzeit kostenloses WLAN anbieten. Jetzt legt die Suchmaschine – aus reiner vorweihnachtlicher Nächstenliebe natürlich – noch einen drauf und hat Verträge mit zig US-Airports geschlossen, um kostenloses Internet auch in den entlegensten Ecken Nordamerikas verfügbar zu machen. Unten seht ihr eine Liste aller 47 Flughäfen, die mitmachen. New York ist mit Newark und JFK nicht vertreten, ebenso wenig wie einige andere große Städte. Das liegt einfach daran , dass diese Airports Exklusiv-Verträge mit Mobilfunkern abgeschlossen haben und die Kunden weiterhin kräftig zur Kasse bitten wollen. (weiterlesen…)

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In-Video-Shopping: Wann kommt der große Durchbruch?10.11.09

CAVISchon lange wird ja darüber nachgedacht, wie man im Internet zwei Herausforderungen meistern könnte: Zum einen wird (weiterhin) nach einer Monetarisierungsmöglichkeit für Video-Clips (beziehungsweise Video-Content) gesucht und zum anderen möchte man die Online-Werbung für die User attraktiver gestalten, um diese natürlich besser zum Konsum anzuregen. Dies führte irgendwann zu der Idee für Bewegtbildwerbung. Zunächst gab es die sogenannte und nur vermeintlich “unüberspringbare Werbung“, bei der einem Clip ein 30-sekündiger Werbespot vorangestellt wurde. Dann folgte der logische zweite Schritt und es wurde das In-Video-Shopping eingeführt: eine Möglichkeit für den User, quasi während des laufenden Betriebs auf Produkte im Video zu klicken und sie zu bestellen.

Wie ich heute auf betabuzz.de gelesen habe, hat sich auch das deutsche Start-Up CAVI (Click-after-View) auf solche In-Video-Anwendungen spezialisiert. Durch Anklicken eines Produkts in einem Video, in das die von von dem Hamburger Unternehmen entwickelte Technologie intergrierte wurde, gelangt der kauffreudige User in den CAVI inVideo-Shop und kann dort shoppen, ohne die Videoplattform verlassen zu müssen. Darüber hinaus können dort Merchandising-Produkte erworben oder zusätzliche Infos zu ausgewählten Produkten eingeholt werden. Anwendbar ist die Technologie nicht nur auf Video-Portalen, sondern auch bei Videobannern, Web- oder Live-Streaming-Videos. (weiterlesen…)

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Tor! Tooor! Das Samsung-Team trainiert für Vancouver 201010.11.09

In knapp hundert Tagen ist es soweit und die 21. Olympischen Winterspiele werden in Vancouver eröffnet. Samsung hat die kanadische Hockey-Großmeister Wayne Gretzky, Hayley Wickenheiser und Jarome Iginla eingekauft und wird an den Spieltagen dicke Logos auf den Kampfanzügen ihrer Werbe-Botschafter platzieren. Ich habe keine große Ahnung von Eishockey, vor zehn Jahren saß ich einmal im Düsseldorfer Stadion und schaute der Menge zu, wie sie sich auf dem Eis und auf den Rängen prügelte. Dann wurde “Go West” von den Pet Shop Boys gespielt und ich stand stundenlang für ein Gürkchen/Käse-Schnittchen in der eiskalten VIP-Lounge an. Aber sonst ein Klasse-Abend, ich durfte sogar das Sitzkissen behalten! (weiterlesen…)

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AdMob-Übernahme: Warum Springer jetzt auf Google hören sollte10.11.09

bildIch schätze, dass sich die Verhandlungen etwas in die Länge gezogen haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass Google erst jetzt die Schwingen ausbreitet, um sich auf AdMob zu stürzen. 750 Millionen Dollar in Aktien (etwa eine halbe Milliarde Euro) lässt sich die Suchmaschine den Spaß kosten – soviel hat Google schon längere Zeit nicht mehr für ein Start-Up ausgegeben. Und es ist ein Spottpreis!

AdMob gibt es seit 2006, das kleine Unternehmen aus San Mateo war von Anfang an darauf spezialisiert, die besten Wege zu finden, um mobile Werbung auszuliefern. Sicher hat Google auf diesem Gebiet auch einige Erfahrungen – doch seien wir ehrlich: es sah immer furchtbar aus. Google hat sich bislang nicht sonderlich Mühe gegeben, such- und kontextbasierte Ads handytauglich zu machen. Häufig wirkte es billig-anachronistisch und fast immer gequetscht. Kein seriöser Entwickler oder Publisher wäre deshalb auf die Idee gekommen, Google bei der Monetarisierung seiner Produkte um Hilfe zu bitten. Wo bleiben die Display-Ads? Und dann gibt es ja noch die neue Werbeform der In-App-Ads, von der der Suchriese ja nun überhaupt keine Ahnung hat.

Aber warum Know-How aneignen, wenn man es auch mit einem simplen Scheck kaufen kann? AdMob hatte sich vom ersten Tag an prominent am Markt positioniert, knapp ein Jahr später kam das iPhone in die Regale der Händler und der kleine Start-Upper konnte richtig zulegen. Wiederum ein Jahr später verleibte sich AdMob auch das Potenzial der Android-Apps ein. Über 15.000 Publisher wurden mittlerweile unter Vertrag genommen, zu den Werbekunden zählen unter anderem Coca-Cola, Adidas, Land Rover und Volkswagen. Laut J.P. Morgan fährt AdMob jährlich rund 60 Millionen Dollar Gewinn ein – aktuelle Zahlen wurden zum Abschluss des Deals nicht genannt, die einzige Infos war die, dass sich der Gewinn “im vergangenen Jahr verdoppelt” hätte. (weiterlesen…)

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Developer Garden: 5 Fragen an den Macher von Telekoms offener Entwickler-Plattform10.11.09

DG_Logo1In meiner Zeit als Start-Upper bin ich zum ersten Mal darauf aufmerksam geworden, dass die Deutsche Telekom nicht nur ein “traditionelles” Telekommunikationsunternehmen ist, sondern seine Fühler auch ins Web 2.0 ausgestreckt hat. Damals entdeckte ich nämlich das von ihr betriebene Portal Betabuzz, auf dem über Web-Trends, innovative Internet-Dienste und Start-ups berichtet wird. Um ihre Ambitionen im Netz zu unterstreichen, hat die Telekom am 13. Mai dieses Jahres darüber hinaus die offene Entwickler- und Community-Plattform Developer Garden (DG) gelauncht.

Hier können externe Entwickler über von der Telekom geöffnete Schnittstellen auf deren Kerndienste zugreifen und sie zur Entwicklung eigener Anwendungen wie zum Beispiel Mash-ups oder Add-ons nutzen. Bislang kann man mit den dazugehörigen SDKs Dienste aus den Bereichen Telefongespräche (Voice Call / Conference Call), SMS-Versand, Local Search und Lokalisierung von Internetnutzern anhand der IP-Adressen nutzen. Darüber hinaus kann man sich in verschiedenen Diskussions-Foren und einem Blog mit anderen Entwicklern und Technologiepartnern austauschen oder ratsuchend an eine Experten-Community wenden. Als sich mir nun vor Kurzem die Möglichkeit bot, einige Fragen an den Leiter des Projekts, Thomas Mörsdorf, zu stellen, wollte ich die Chance natürlich nutzen, um etwas erfahren, das man nicht auf der Homepage, in der Presseerklärung oder bereits auf anderen Seiten über DG nachlesen konnte. (weiterlesen…)

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Touch Stick: Günstiger Lebensretter oder teurer Kokolores?09.11.09

Touch Stick
Sonst hauen ja immer nur die Kollegen von Werbeblogger.de Rätsel für ihre Leser raus. Ich wollte so etwas hier aber auch schon lange mal machen, habe nur nie das richtige Material dafür gefunden. Heute ist es aber nun so weit. Also: Worum handelt es sich bei den bunten Plastik-Dingern auf dem obigen Bild? Na? Schlüssel mit abgebrochenem Bart? Falsch. Kontaktlinsen-Einsetzhilfen? Auch falsch. Sinnlose und hässliche Schlüsselanhänger? Nah dran. 

Tatsächlich handelt es sich beim “Touch Stick” – der Name ist Programm – der in Kalifornien beheimateten Firma Atek um einen Finger-Stellvertreter, ein Drück-Stückchen oder Press-Stäbchen – ganz wie man will. Jedenfalls um eine geniale Idee einer Firma, die auf die Angst ihrer Mitmenschen vor Keimen und Bazillen setzt. Mit dem aus Polycarbonat-ABS (was auch immer das sein mag) bestehenden Schlüsselanhänger, der in den oben zu sehenden Farben erhältlich ist und rund 2.35 x 1.1 Zoll groß ist, sollen nämlich all die Tasten und Knöpfe gedrückt werden, auf denen in der Regel diese fiesen kleinen Krankheitserreger sitzen: Geldautomaten, Fahrstuhlknöpfe, die Tastatur des Kollegen. (weiterlesen…)

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Der Firefox wird 5: Basic Thinking gratuliert ganz herzlich!09.11.09

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Gerade einmal fünf Jahre hat der Firefox gebraucht, um über 20 Prozent Marktanteil weltweit bei den Browsern zu erobern. Derzeit gehen 330 Millionen Menschen mit dem Firefox ins Netz, insgesamt wurden bis heute 1,12 Milliarden Versionen des Browsers heruntergeladen. Heute gibt es den Browser in 70 Sprachen und mit 7.000 Ad-Ons. Himmel, was für Zahlen – beeindruckend! Herzlichen Glückwunsch, kleiner Feuerfuchs – zu dem Ergebnis wie auch zu deinem Geburtstag!

Zur Feier des Tages hat Mozilla die ganz dicke Event-Tüte aufgemacht und bittet Nutzer rund um den Globus, ihren Beitrag zur Geburstagsparty zu leisten. Wir wurden beispielsweise von Mozilla mit einem leckeren Firefox-Kuchen bedacht: Im Paket befanden sich zudem einige Zuckerdekorcreme-Tuben (das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich dieses Wort in den Mund nehme). Da sich aber keiner der anwesenden Herren der Redaktion traute – wahrscheinlich völlig zu Recht -, seine Handschrift der breiten Öffentlichkeit zu offenbaren, mussten wir warten, bis weibliche Verstärkung eintraf. Das oben abgebildete Kunstwerk ist daher alleine Kollegin Doro zu verdanken, die mit ruhiger Hand dem Firefox gleich noch ein Schleifchen und ein Krönchen verpasste. (weiterlesen…)

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Assassin’s Creed 2: Ubisoft rückt Testspiel nur gegen Bestnote heraus (Update)09.11.09

computerbildZwischen Medien und Unternehmen besteht ein unausgesprochenes Abkommen: “Ihr füttert uns mit Informationen (ja, die PR-Sülze könnt ihr ruhig drin lassen – die nehmen wir schon raus) und wir informieren unsere Leser nach bestem Wissen und Gewissen. Das Publikum wird so auf neue Produkte aufmerksam gemacht, das Medium kann Ausgaben verkaufen oder Klicks generieren und das Unternehmen profitiert von der Bekanntmachung seiner Produkte. Alles wunderbar.

Doch dieses Gentlemen’s Agreement ist brüchig und manchmal schlägt eine der Parteien arg über die Stränge. So wie in diesem Fall: Ubisoft hat “Computerbild Spiele” die Pistole auf die Brust gesetzt, indem die Softwareschmiede dem Magazin nur dann ein Testexemplar von “Assassin’s Creed 2″ zukommen lassen wollte, wenn das Endergebnis des Tests eine Knallerernote würde. Das ist in etwa so, als ob ein Mann mit seinem Wagen die TÜV-Auffahrt hochkommt, dem Prüfer den Schlüssel vor die Nase hält und sagt: “Da. Darfste prüfen! Aber nur, wenn die Karre durchkommt!” Der Prüfer wird lachen und schon an der Geschichte für die Stammtischrunde am Abend feilen. (weiterlesen…)

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T-Mobile feiert den Mauerfall: Grenzen gab’s gestern, heute gibt’s Frei-SMS09.11.09

AktionFür all diejenigen, die es noch nicht aus Presse, Funk und Fernsehen erfahren und die es auch in Carstens heutigem Artikel überlesen haben, sage ich es nochmal: Heute wird gefeiert. Am 12. Juni 1987 stand die fleischgewordene Blaupause für Arnold Schwarzenegger, Music-Video-Ikone und Präsident der USA, Ronald Reagan, vor dem Branderburger Tor. Während der designierte “Kanzler der Einheit” neben ihm saß und vermutlich schon wusste, was bald kommen würde, richtete Rony die folgenden Worte an seinen sowjetischen Amtskollegen mit dem Naevus Flammeus auf der Stirn: “Mister Gorbatschow, tear down this wall“. Diese Worte waren so stark und laut, dass sie noch lange nachhallten und schließlich dazu führten, dass es die Spielwiese von Generationen von Sprühdosen-Besitzern nicht mehr aushielt und heute vor 20 Jahren in sich zusammenfiel. Die Mauer zwischen Ost und West (Deutschland) war weg. (weiterlesen…)

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‘Never Gonna Give You Up’: Erster Wurm für das iPhone aufgetaucht09.11.09

ikee-iphone-wallpaperGanz heiß! Wollt ihr mal sehen, was Britney Spears unter der Dusche macht? Hier klicken! Haha. Nicht, dass ich jemals derartigen Verheißungen Glauben geschenkt und dann auf solche Links geklickt hätte – aber ich weiß tatsächlich nicht mehr, wie oft ich dennoch gerickrollt wurde. Eigentlich dachte ich auch, dass dieser Nerv-Streich (das Video hat es auf über 26 Millionen Zugriffe weltweit gebracht!) endlich vorbei sei. Ist er aber nicht – zumindest für Besitzer geknackter iPhones.

Wie Sophos gerade mitteilt, ist in Australien der erste Wurm für das Apple-Handy aufgetaucht – ebenso betroffen ist übrigens auch der iPod Touch mit Jailbreak. Nach ersten Kenntnissen frisst sich der Schädling durch offene SSH-Zugänge und macht sich auf dem Server breit, sofern nach dem Knacken oder nach einem Firmware-Update das Standardpasswort nicht geändert wurde. Bislang gibt es vier Versionen des Wurmes, der sich “ikee” nennt, doch allen scheint gemeinsam zu sein, dass sie keinen großen Schaden anrichten. Er verbreitet sich weiter und ändert das Wallpaper-Bild in ein hübsches Portrait von Rick Astley. Sophos zeigt sich aber besorgt darüber, dass der erste, sich per UMTS vermehrende Wurm schon bald böswillige Entwickler konsequenterweise auf Ideen bringen könnte. (weiterlesen…)

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EMI kapiert endlich: Mit Live-Mitschnitten ist Geld zu machen09.11.09

emi_logoMann, die Musikindustrie ist wirklich nicht von der schnellen Truppe, oder? Schon seit April 2008 tourt Concert-Online einigen Bands quer durch die Republik hinterher, um nach den Veranstaltungen frisch abgemischte Mitschnitte an die Besucher zu verticken: 20 Euro werden für einen hübsch dekorierten USB-Stick, randvoll mit der gerade gehörten Musik, verlangt. Concert-Online schickt jeweils zwei Tontechniker zu Konzerten, bei DJ Bobo waren sie schon, bei den Toten Hosen, Thomas D., KISS und - meinem Favoriten – den Drei Fragezeichen. Die Musik-Sticks gehen weg wie geschnitten Brot. Etwa jeder zehnte Fan kauft einen auf dem Weg zum Ausgang: “Hey, Mann! Ich habe genau das gehört, ich war live dabei!” Die Idee dahinter ist also klar, warum jedoch ein kleines Start-Up erst darauf kommen musste, ist mir allerdings absolut schleierhaft.

Die Musikindustrie hat den Trend nicht nur verpennt, sondern vor wenigen Monaten sogar noch kritisch beäugt: “Grundsätzlich gibt es dagegen keine Bedenken”, hieß es vom Bundesverbandes der Musikindustrie. Immerhin hätten die Techniker ihre Verträge mit den Lables laufen und müssten für jeden verkauften Stick Lizenzgebühren abdrücken. Keine Bedenken? Wie wäre es mit: “Das ist ein sensationeller Einfall!” Jeder weiß, dass Live-Autritte heute eine nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle für Künstler sind. Labels könnten ebenso davon profitieren. Aber nein… (weiterlesen…)

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Blogs anderswo: Die (virtuelle) Mauer muss weg09.11.09

sanchezKnackiger Titel für ein deutsches Blog in diesen Tagen, in denen wir feiern, dass die Mauer zwischen Ost und West vor exakt 20 Jahren eingerissen wurde, was? Aber keine Angst, ich will jetzt hier nicht auf irgendwelche Ost-West-Konflikte anspielen, oder den Mauerfall generell irgendwie thematisieren. Ich denke sowieso, dass es diese angeblich in den Köpfen noch vorhandene Grenze bei uns Digital Natives nicht gibt.

So, wie wir vor über 20 Jahren kaum zu träumen gewagt hätten, dass Reise- oder Meinungsfreiheit für die DDR-Bürger einmal selbstverständlich sein würde, so gibt es auch heute noch Menschen in einigen Nationen, die nur im stillen Kämmerlein darauf hoffen dürfen, eines Tages ähnlich frei agieren zu können, wie es für uns alle hier üblich ist. Auch dort müssen Mauern überwunden werden, wenngleich sie nicht immer aus Stein und Mörtel sind.

Die Methoden der Untergrundbewegungen in diesen Ländern sind sowas wie ein Hybrid aus den alten, etablierten Protestmöglichkeiten und den neuen, technisch gearteten Wegen, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Der Iran hat es vorgemacht, in dem man – der klassische Weg – auf die Straßen gegangen ist und gegen ein Unrechts-Regime protestiert, um es dann später – der neue Weg – via Twitter und Blogs in die ganze Welt zu verbreiten. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: YouTube zerbricht, 166 Apps pro Tag und ein billiger Trip zu den Sternen08.11.09

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Erinnert ihr euch noch an die Video-Preview (Direkt-Link) für die neuen Chrome-Themes? Als ich das sah, wusste ich direkt, dass Google einen solchen Knaller nicht auf sich beruhen lassen würde. So, wie es aussieht, wird YouTubes Geschäftsmodell künftig auf drei soliden Beinen stehen: Da wären die Nutzer-Privatvideos, die begleitet von Werbung im Viral-Stadium ordentlich Geld in die Kasse spülen könnten. Dann gibt es das Angebot von Fremd-Content (Stichwort: Online-Videothek) für das Nutzer direkt zahlen müssen. Und der dritte Zweig tritt nun immer stärker hervor: das Sponsoring. Bislang konnten Unternehmen bereits ganze Channels mieten (Beispiel), irgendwo hatte ich einmal gelesen, dass YouTube dafür bis zu sechsstellige Beträge verlangt. Der Chrome-Spot muss Google jetzt auf eine Idee gebracht haben, die wirklich aufgeht. Warum nicht das Sponsoring viral machen? Geht mal bitte auf folgende Seite: Link – und bitte nicht erschrecken. Fetzt oder (über die Teufelsstimme müsst ihr da hinweghören)? Urheber ist die spanische Acciona, ein Mischkonzern für Infrastrukturbau und erneuerbare Energien. Die Zuschauer sind völlig irritiert, wenn das gewohnte Bild vom grauen Clip-Fenster plötzlich gesprengt wird (hier mal der Vergleich ohne YouTube). Und dieses WTF-Erlebnis – das ist die Währung von Virals. Da kann unserer RWE-Kernkraftriese ganz schnell einpacken. (weiterlesen…)

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Im Kalender ankreuzen: Online-Stammtisch Köln am 25. November07.11.09

oskEs ist mal wieder Zeit für ein kleines Gewinnspiel! Wer von euch schon ein bisschen länger dabei ist, weiß, dass wir Medienpartner des Online-Stammtisch Köln (OSK) sind: man trifft sich, man kennt sich (oder noch nicht) und tauscht sich in netter Umgebung über alles Spannende aus der Webwelt aus. Der vergangene OSK war ein voller Erfolg, der einstmals kleine Kreis ist mittlerweile auf 600 Teilnehmer angewachsen (Bilder gibt es hier).

Und jetzt steht das nächste Get-Together an. Der 4. Online-Stammtisch findet am 25. November 2009, ab 19 Uhr, im Kölner Friesenviertel statt, genauer gesagt im (das weiß ich aus eigener Erfahrung) schicken Szene-Lokal Heising und Adelmann. Schon jetzt haben sich eine Reihe von Gründern, Jungunternehmern, Vermarktern und anderen Netzleuten angemeldet, wie ihr auf der Gästeliste sehen könnt, sind auch einige von uns dabei. Wenn ihr dazu stoßen wollt, gibt es im Ticket-Shop für je 5 Euro Karten zum Selberausdrucken, wer es vorher nicht schafft, zahlt an der Abendkasse das Doppelte. (weiterlesen…)

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Apple entfernt “Mein Kampf” aus dem App Store07.11.09

screen-capture-2Bevor ein Programm seinen Weg in den App Store findet, muss es einen Spießrutenlauf (SDK-Guidelines) durchmachen, der sich manchmal wochenlang ziehen kann. Apple durchleuchtet jede App nach Programmierung, Design und Inhalt – nicht selten bekommen Entwickler daraufhin eine Absage. Google Voice hat es beispielweise in der Vergangenheit als Anwendung getroffen. Oder die wackelnden iBoobs. Eine Comic-App hat es nicht geschafft, genauso wie Chess-Wars (die Chat-Blasen glänzten zu sehr), ein Wörterbuch, in dem naturgemäß auch unschönere Worte erwähnt werden oder ein E-Book-Programm, das in den verstecktesten Ecken auch auf “Kamasutra” im Projekt Gutenberg zugreifen konnte. Manchmal gibt sich Apple Mühe bei der Formulierung des Ablehnungsschreibens, manchmal ertönt in Cupertino aber auch nur ein einsilbiges “Nein!”. Wie frustrierend das für Entwickler sein kann, habe ich an anderer Stelle bereits einmal nachgezeichnet.

Als ich gestern aus der Redaktion nach hause kam, stöberte ich noch ein wenig im Netz und musste unter anderem bei TheNextWeb lesen, dass es eine App – von der man es niemals vermutet hätte – tatsächlich in den Store geschafft hatte: Hitlers “Mein Kampf“. Ich überprüfte die Sache und das E-Book war tatsächlich auch im deutschen Ableger erhältlich. Für 1,59 Euro, freigegeben ab neun Jahren – aufgrund “schwach ausgeprägter Szenen mit erotischen Anspielungen”. Erfordert OS 3.1 oder höher. Spanisch-Kenntnisse wären schön. (weiterlesen…)

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