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Archive for 11.2009

Leapfish: Echtzeit-Suchmaschine mit Schönheitsfehlern06.11.09

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und chronologische Einwandfreiheit, bekomme ich auswendig die folgenden Suchmaschinen hin: Yahoo!, Altavista, Abacho, Lycos, FireballWolfram Alpha, Google, Bing. Diese Reihe soll nun, wenn es nach dem Willen von Ben Behrouzi geht, um seine Suchmaschine erweitert werden: Leapfish. Gestern aus dem Beta-Ei geschlüpft, schickt sich diese Echt-Zeit-Suchmaschine an, die anderen das Fürchten zu lehren. Schauen wir also mal genauer hin.

Leapfish wird dem Besucher als Service vorgestellt, der ihm dabei helfen soll, “das Web zu leben“. Früher hätte man einfach nur nach Informationen gesucht, aber heute sei das Netz auch ein Ort, an dem man Informationen mit anderen teile. Es sei multimedial und komplex, der Begriff ‘Information’ stünde daher nun auch für Echtzeit und Social. Daher würde man das Internet nun das “Living Web” nennen und in diesem soll Leapfish dem User dabei helfen, das Beste für sich aus dem Web zu holen. Holen wir also mal was aus dem Web raus und gucken es uns an. (weiterlesen…)

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Ja, Alles2null wird verkauft. Und: Nein, es gibt kein Blogsterben.06.11.09

alles2null

Uwe Ramminger will sein Blog Alles2null verkaufen. Die eBay-Auktion wurde heute Morgen um zehn Uhr gestartet, am kommenden Freitag fällt der Hammer.

Alles2null gehört bei mir und meinen Kollegen zur täglichen RSS-Lektüre, seit September 2008 schreibt Uwe (mit nur wenigen Ausnahmen) täglich über neueste Entwicklungen im Netz, über Google, Twitter und E-Commerce. Deshalb sind wir natürlich schon geknickt, dass ein IT-Blog mit dieser Reichweite einfach so aufgegeben werden könnte: 20.000 Unique Visitors, 28.000 Page Impressions und insgesamt 878 Posts mit über 3.000 Kommentaren. Ich habe eben mit Uwe telefoniert und er erzählte mir ein wenig über seine Beweggründe – über die Routine des Bloggens, das Korsett des Themas und dass man es mit einem Posting eben niemals jedem Recht machen kann. Völlig nachvollziehbare Gründe, wie ich finde, die ich so auch nicht zum ersten Mal gehört habe. Manchmal ist es eben Zeit, seine Sachen zu packen und weiterzuziehen. (weiterlesen…)

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ICU: Sonys neuer Ganzkörper-Controller06.11.09

icu1_ex

Erinnert ihr euch noch an das Projekt Natal? Microsoft hatte das Ganzkörper-Steuersystem für Xbox 360 schon vor einiger Zeit angekündigt, insgeheim wird wohl damit gerechnet, dass es erst Ende 2010 auf den Markt kommen wird. Doch vielleicht müssen wir gar nicht so lange warten, denn Konkurrent Sony hat auf der Vision 2009 in Stuttgart gerade einen ähnlichen Controller-Mechanismus vorgestellt. Der Name der Technik, ICU (Interactive Communication Unit), klingt zwar nicht ganz so fetzig wie Microsofts Pendant, dennoch braucht sich Sony mit dem Ding nicht zu verstecken.

Spieler werden komplett erfasst, ohne dass sie dabei irgendwelche speziellen Marker an der Kleidung anbringen müssen. Zudem registriert ICU sämtliche Mimikregungen , so dass der Rechner immer weiß, wen er da vor sich hat: Einen Mann? Eine Frau? Ein Kind? Auch die aktuelle Gemütslage wird dabei analysiert. Sony setzt bei der Entwicklung auf die Erfahrungen der Schweizer Firma Atracsys. Die Jungs dort sind auf Virtual Reality und ungewöhnliche Interfaces spezialisiert. Beispielsweise bietet Atracsys ein Modul für Ärzte an, über das sie Computer bedienen können, ohne eine Keyboard-Keimschleuder anfassen zu müssen. Dabei müssen sie jedoch spezielle Handschuhe tragen. (weiterlesen…)

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Amoklauf in Fort Hood: Twitter-Meldungen werden ungefiltert übernommen06.11.09

Fort Hood

Ihr habt sicherlich alle die Tragödie in den USA mitbekommen: Bei einem Amoklauf auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas wurden Medienberichten zufolge zwölf Menschen erschossen und 31 zum Teil schwer verletzt. Und wie schon hierzulande nach ähnlichen Unglücksfällen, zum Beispiel in Winnenden oder Ansbach, gerät auch jetzt wieder der Microblogging-Dienst Twitter in die Kritik. Aber nicht, weil über ihn vermeintlich authentisches Bild- und Infomaterial zur Tat getwittert wurde, sondern weil diese Informationen ohne erkennbare vorherige Prüfung von Journalisten aufgegriffen und publik gemacht wurden.

So griff beispielsweise der Businessinsider zum Handy, filterte mit der Applikation Tweetie alle Tweets aus der Umgebung von Fort Hood raus und veröffentlichte sie auf seiner Seite, ohne Hinweis darauf, dass die Quellen verifiziert worden wären. So hat man beispielsweise ein Foto veröffentlicht, das von einem (offenbar weiblichen) Twitter-User namens Misstearah stammte; dieses zeigt – angeblich – einen Armee-Angehörigen in einem Krankenhaus, der von dem vermeintlichen Amokläufer angeschossen wurde (s.o.). Unter seinem Bild kommentiert der User selbst: “Ich arbeite nicht in diesem Krankenhaus und habe auch nichts mit dem Krankenhaus zu tun. Ich war einfach nur da”. Kann stimmen, muss aber nicht.  (weiterlesen…)

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Särge bei Walmart: Ein gefundenes Fressen für Webzweinuller06.11.09

wallmart

Kurz vor Halloween hatte Walmart angekündigt, das Sortiment von Obst, Gemüse, Tiefkühlkost und Unterhaltungselektronik um einen Bereich zu erweitern: Särge. Im Online-Shop bietet der US-Supermarktriese heute eine Reihe hübscher Exemplare, etwa “Lady de Guadalupe” für 895 Dollar (etwa 600 Euro) oder das Übergrößenmodell “Regal Wide Body” für 1.199 Dollar (800 Euro). Was auf den ersten Blick makaber wirkt – Leichenkisten beim Discounter – macht in den Vereinigten Staaten jedoch tatsächlich Sinn. Offenbar ist es so, dass bei amerikanischen Bestattungen ausschließlich Stahlsärge zum Einsatz kommen und so einer kann auch schon einmal 20.000 Dollar kosten. Deshalb greifen viele Angehörige auf eine kostengünstige Lösung (mein erster Link auf das Bestatter-Webblog, juhu!) zurück, indem sie die Kiste leihen und den Leichnam nach der Aufbahrung in einem billigen Pappkarton einäschern. Durch das Walmart-Angebot ergeben sich für die Hinterbliebenen nun neue Möglichkeiten, da US-Bestatter durch Bundesrecht angehalten sind, auch die Särge von Fremdanbietern zu akzeptieren.

Ihr seht, viele Details und vor allem viele Emotionen dürften mit dem Thema verbunden sein. Kein Wunder also, dass die Nachricht von Walmarts letzten Ruhestätten schnell im Netz die Runde machte. Buzzfeed berichtete drüber, Mashable auch; und irgendwann landete die Story auch in der Web 2.0-Sickergrube Reddit. Hier – zwischen den LOL, ROFL, OMG und FTW – regnete es dann bissige Kommentare: “Komisch, warum kann ich die ‘Später bezahlen’-Funktion nicht nutzen?” oder “Geschenk-Option ist für diesen Artikel leider nicht verfügbar.” oder “Ich mach schon mal den Ofen an!”. Klar, dass diese Welle dann früher oder später auch zurück zu Walmart.com schwappen musste. (weiterlesen…)

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Der Litl: ‘Web Computer’ der Zukunft oder Laptop aus der Steinzeit?05.11.09

Litl Es scheint schon so etwas wie eine Gesetzmäßigkeit oder Regel zu sein: Ein technisches Gerät kommt auf den Markt, wird sukzessive weiterentwickelt und verbessert, bekommt stetig mehr Funktionen und Features verpasst und ist bald so komplex und vielseitig einsetzbar, dass es mit dem ursprünglichen Gerät nicht mehr viel gemein hat. Dann setzt ein Trend dahingehend ein, dass man sich die ursprünliche, “pure” Version dieses Geräts zurückwünscht, “back to the roots” sozusagen. Besonders gut kann man dieses Phänomen bei Mobilfunkgeräten beobachten, wo sich viele Kunden einfach nur ein Handy zum Telefonieren und SMS-Verschicken wünschen. 

Einen ähnlichen Trend scheint man bei der Firma Litl LLC aus Boston nun auch im Bereich Computer (oder Laptop, wenn man will) ausgemacht zu haben. Mit dem Litl (Bild oben) stellt das Unternehmen nämlich einen Computer faktisch ohne Festplatte und Anwendungssoftware vor und sieht darin eigenen Aussagen zufolge die Zukunft des “personal computing”. Der Litl besteht aus nicht viel mehr als einer Tastatur, einem Display und einem Betriebssystem (auf der Homepage gibt’s ausführliche Infos zur Hard- und Software). Entwickelt wurde er für Menschen, die ausschließlich online beziehungsweise in der Cloud arbeiten: Textverarbeitung über Google Text und Tabellen, Bilder speichern bei Flickr und so weiter. Prinzip ist klar – so ähnlich könnte Google Chrome-OS funktionieren… (weiterlesen…)

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‘Bitte bleib!’: Yahoo! motzt die Startseite auf05.11.09

yahoo_2009

Seit dem Jahr 1995 hat sich ja schon einiges bei Yahoo! getan – nicht nur hinter den Kulissen. Einst als putziger, redaktionell betreuter Katalog für Internet-Adressen gestartet, hat sich Yahoo! bis heute zu einer angesehenen, fetten Meta-Suchmaschine entwickelt, auch wenn die großen Besucherströme bislang ausblieben. Doch das kann sich ja mit Microsoft an der Seite und Bing als neuem Herzen der Suche irgendwann einmal ändern. Wer weiß…

Das hindert Yahoo! jedenfalls nicht daran, auch aus eigener Kraft einige neue Veränderungen voranzutreiben: einen kompletten Relaunch der Startseite zum Beispiel, wie er heute bekannt gegeben wurde. Ein “neuer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte” – nichts Geringeres sei der neue Look der Frontpage. Und tatsächlich sind einige Veränderungen gravierend. Da wäre zum Beispiel die neue Favoriten-Leiste auf der linken Seite. Hier lassen sich künftig Mini-Anwendungen von Yahoo! und anderen Anbietern einfach integrieren. Facebook-, Flickr- oder eBay-Accounts und so weiter sind so nur einen Klick entfernt. Speziell für Deutschland konnten weitere Partner gewonnen werden, so dass wir hierzulande in Kürze Schnellzugriffe auf unter anderem sueddeutsche.de, welt.de, Kelkoo oder Qype geboten bekommen. Das Ganze sieht schon sehr wie ein kleiner App-Katalog aus, der dazu dient, die Startseite nach den eigenen Wünschen noch individueller zu gestalten. (weiterlesen…)

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MyVideo stockt Musikangebot auf – und lockt mit atemberaubendem Gewinnspiel05.11.09

MyVideoIch weiß gar nicht, welche Info ich euch zuerst verklickern soll, daher der Reihe nach: MyVideo und EMI Music gehen eine Video-Kooperation ein. Im hart umkämpften Markt, auf dem in der Vergangenheit vor allem Sevenload für Aufsehen gesorgt hat, schlägt MyVideo nun zurück. Vorteil für euch: Das Videoportal baut  sein Musikangebot um weitere 6.000 Musikvideos aus (zum Beispiel von Robbie Williams – auf den komme ich gleich noch zurück). Damit vereint man neben zwei deutschen Indie-Labels nun die Musikkataloge der vier weltweit größten Musiklabels (neben EMI noch Sony BMG, Universal Music, Warner Music) und ist Herr über mehr als 20.000 offizielle Musik-Clips aus den aktuellen Charts. Ich denke, damit habe ich diese Meldung abgehackt, schnell zur nächsten…

Alle Robbie-Fans sollten sich jetzt gut festhalten: Im Zuge dieser Kooperation feiert nämlich der Ex-Take-That-doch-nicht-mehr-Ex-Take-That-Frontmann vom 06. bis zum 09. November auf MyVideo.de seine exklusive Video-Premiere mit der neuen Single “You know me”. Wer jetzt glaubt, besser geht’s nicht, hat vielleicht Recht. Trotzdem setzt MyVideo noch einen drauf!

Alle richtigen Robbie-Fans können nämlich auch etwas gewinnen, und zwar einen exklusiven Konzertbesuch bei Robbie in Amsterdam am 9. Dezember – inklusive Anreise und Übernachtung für sich und noch jemanden der will. Wer Gewinnspiele kennt, der weiß aber, dass es da immer noch diese kleine Hürde namens Teilnahmebedingung gibt. Und die lautet in diesem Fall wie folgt: Mach uns den Robbie! (weiterlesen…)

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YourHome: OTTO gewährt Einblick in sein neues Online-Möbellager05.11.09

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Am 18. Juni dieses Jahres verkündete der Vorstandsvorsitzende der OTTO Group, Hans-Otto Schrader, dass man unter dem Motto “Happy Sixty!” ab dem 1. Juli den 60. Geburtstag des Unternehmens feiern wolle. Und zwar mit einem “Feuerwerk” guter Ideen. Ob man da bereits auf die Marktanteile eines der größten Konkurrenten schielte, nämlich der Arcandor AG, die am 9. Juni die Eröffnung des Insolvenzverfahrens für (oder gegen?) sich beantragt hatte – man weiß es nicht. 

Neben vielen anderen Angeboten - unter anderem dem Online Fashion Store “Yalook“, dem bei seinem Start ein harter Wind ins Gesicht blies – wird in Kürze jedenfalls ein neuer Feuerwerkskörper gezündet: yourHome.de. Ob er steil in den Himmel aufsteigen oder sang- und klanglos am Boden verpuffen wird, werdet unter anderem ihr als potenzielle Kunden (mit)entscheiden. Momentan wird hinter den Kulissen aber noch gewerkelt, weshalb man die Baustelle nur mit entsprechender Zugangsberechtigung betreten kann. Mir wurde ein “Private Preview” gestattet und so kann ich euch vorab schon mal zeigen, was euch erwartet beziehungsweise was ihr zu erwarten habt. (weiterlesen…)

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Google transparent(er): Endlich ein persönliches Dashboard05.11.09

Das wurde aber auch Zeit, Google! Seit Jahren rüstet die Suchmaschine das Dienst-Portfolio auf: Blogger, Alerts, Kalender, Gmail, Reader, iGoogle, Picasa und wir machen alles mit, melden uns überall an. Gut, das Login geschieht jedes Mal mit den plattformübergreifenden Daten für den Google-Account. Doch eine gescheite Übersicht über alle Dienste, die ich derzeit nutze, und ihre jeweiligen Konfigurationen gab es bis heute nicht.

Deshalb möchte ich euch bitten, möglichst fix das neue Google-Dashboard in eure Bookmark-Liste aufzunehmen. Hier werden sämtliche Produkte angezeigt, die ihr derzeit von Google nutzt. Ein kleines Icon zeigt dabei an, ob ihr eure Daten beim jeweiligen Dienst auch für Dritte freigegeben habt (zum Beispiel bei Blogger-Blogs oder Picasa-Websites). (weiterlesen…)

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FaceSpace: Wenn Facebook den Konkurrenten MySpace schluckt…05.11.09

facespace_teaserSo abwegig ist die Idee ist die gar nicht, dass irgendwann aus dem Schmusekurs von Facebook und MySpace auch mal etwas Ernstes wird – vorausgesetzt, die Eltern haben nichts dagegen. MySpace hatte kürzlich iLike übernommen, die Musik-App des Facebook-Volkes. Doch anstatt übermäßig sauer zu reagieren, bot Facebook dem Wettbewerber die Freundschaft an. Wenn die Verhandlungen positiv verlaufen, haben dann bald alle MySpace-Mitglieder die Möglichkeit, ihre Inhalte per Facebook-Connect auch auf ihre Pinnwände bei Facebook zu schießen.

Doch obwohl das alles noch nette Gedankenspiele sind und eine Kuschel-Konsolidierung uns in diesem Jahr wohl nicht mehr von redundanten Plattformen befreien wird, gehen bereits einige hin und malen sich eine rosige Zukunft aus. Eine, in der das Grausamste Beste von MySpace mit dem Kern von Facebook verschmilzt. Meine Damen und Herren: Wir präsentieren FaceSpace (“Gesichtsraum”) – die perfekte Symbiose zweier sozialer Netzwerke! (weiterlesen…)

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Danke, Griechenland! Deutsche Telekom fährt Gewinne ein05.11.09

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Die neuen Unternehmenszahlen der Deutschen Telekom sind da und man kann es nicht anders sagen: der Konzern ist auf Kurs. Das Geschäft entwickelt sich, sowohl Umsatz als auch das EBITDA konnten im Vergleich zum Vorquartal um 5,3 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro beziehungsweise um 5,2 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Unterm Strich bleibt ein satter Überschuss in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Prächtig, riesig, tolle Leistung – das gilt allerdings überhaupt nicht für das Geschäft in Deutschland.

Hierzulande musste die Telekom eine erneute Schlappe einstecken, der Umsatz sank um zwei Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, das EBITDA sogar um 3,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Das deutsche Festnetzgeschäft schwächelt, 573.000 Kunden flohen in diesem Quartal vor dem großen T, in den ersten neun Monaten haben insgesamt 1,65 Millionen Leute ihre Telefonanschlüsse gekündigt. Auch im Breitband-Sektor verliert der Telekom-Tanker an Fahrt, der Netto-Neukundenmarktanteil ging im dritten Quartal auf 18,0 Prozent zurück, da nur 72.000 neue DSL-Anschlüsse geschaltet werden konnten. Obermann will aber an seinem Versprechen festhalten, dass auf das ganze Jahr gesehen 45 Prozent aller neuen DSL-Zugänge in Deutschland bei der Telekom in Auftrag gegeben werden. Das schwache Abschneiden wird damit erklärt, dass die Zwei-Jahres-Verträge der im Sommer 2007 stark beworbenen Komplettpakete nun ausgelaufen seien. (weiterlesen…)

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Enttäuschte Entwickler: Warum der Android Market ein App Store zweiter Klasse ist05.11.09

android

Da! Apple hat es schon wieder getan! Apple hat ein neues Miniprogramm im App Store zurückgewiesen. Warum? Weil “iPhone” im Titel der Anwendung vorkam. Genaugenommen handelte es sich dabei um ein kostenpflichtiges E-Book, ein iPhone-Handbuch, das der Verlag O’Reilly eingereicht hatte. Mittlerweile zeigt Apple wohl ein zähneknirschendes Einsehen, nicht zuletzt aufgrund des Drucks, den die Medien ausüben.

Doch wieder einmal wird die Aufregung keine Wirkung zeigen. Weder beim Konsumenten, der sich wie immer bevormundet fühlt. Noch bei den Entwicklern, die weiter mit demütig-gebückter Haltung auf Apple zugehen, um schön ruhig unter dem Kontroll-Radar zu bleiben. Die Frage ist: Warum? Warum tut man sich das an? Antwort: Weil es offenbar noch keine Alternative gibt.

Diese Behauptung stammt nicht von mir, sondern ist das Eingeständnis des Android-Entwicklers Derek James. In einem mehrseitigen Blog-Eintrag nennt er sachlich bis kopfschüttelnd einige Argumente gegen sein Haus-OS. Ich habe die Diskussion mal mitverfolgt und möchte im Folgenden einige Pros und Cons wiedergeben, die für mich wirklich Sinn gemacht haben. (weiterlesen…)

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Mit ‘Twitalyzer’ den eigenen Einfluss im Web messen04.11.09

twitalyzer-logoIch bin eben auf einen neuen Twitter-Dienst aufmerksam geworden. Neuer Twitter-Dienst? – Ich weiß, diese Neuigkeit müssen viele von euch erst einmal sacken lassen. Wer  sich aber nach seinem lauten ”Gee whiz!” nun wieder gesammelt hat, wird Twitalyzer vielleicht gar nicht so uninteressant finden. Zumindest dann nicht, wenn er im One-Click-Says-All-Style erfahren möchte, welche Wellen sein Gezwitscher im Netz schlägt. 

Im Hauptberuf ist Twitalyzer nämlich ein Dienst, der jedem Twitter-User dessen “Popularität” im Web anzeigt. Hierzu muss man nur seinen Twitternamen eingeben, “Twitalyze!” drücken. Fertig ist die Auswertung. Je nachdem, wie einflussreich man ist, kann die Auswertung bis zu zwei Minuten dauern. Dauert sie nur zwei Sekunden – nicht traurig sein, dann ist die Popularität noch ausbaubar.

Berücksichtigt werden bei der Analyse solche Dinge wie Einfluss, Signal-To-Noise-Ratio und andere “Maßeinheiten” zur Ermittlung des Social Media-Erfolgs, deren Definition aber sehr frei von Twitalytzer interpretiert wird. Bei “Clout” handelt es sich beispielsweise um so etwas wie “special advantage, pull, or influence”, zu Deutsch also die Wahrscheinlichkeit, von jemandem retweetet zu werden. Nach dem Klick gibt’s zur Veranschaulichung einen Screenshot mit den Werten von Basic Thinking… (weiterlesen…)

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Straßenverkehrsordnung: Der feine Unterschied zwischen Handys und Festnetz-Mobilteilen04.11.09

panasonicDa kann man sich nur an den Kopf packen, ich meine, womit – bitteschön – verbringt die deutsche Judikative heute ihre Zeit? Das Oberlandesgericht Köln hat vor wenigen Minuten eine Pressemitteilung rausgehauen, die bewirkt hat, dass Kollege Lücke drüben immer noch unter dem Schreibtisch liegt und sich lachend den Bauch hält. Es geht um die feine Differenzierung zwischen Geräten, die “gemeinhin als Handys bezeichnet” werden und den Mobilteilen von Festnetz-Telefonen. Falls ihr es noch nicht wusstet: da bestehen gewaltige Unterschiede!

Ein Mann war… haha, ach – ne: ich zitiere einmal direkt die Pressemitteilung. Achtet dabei bitte mal auf den O-Ton, die filigran gearbeitete Dramaturgie, den zarten Spannungsbogen. Wie bei Steven King, ehe ein böser Clown um die Ecke kommt oder ein Eimer Schweineblut von der Ballraum-Decke fällt.

Ein Bonner Autofahrer war etwa 3 km von seinem Haus entfernt, als in seiner Tasche das Mobilteil seines Festnetz-Telefons piepte. Er nahm es heraus, schaute es an und hielt es an sein Ohr.

Wie als wenn der weiße Hai kommt: “Was passiert als nächstes?” Wahrscheinlich war es bereits tiefste Nacht und der Seitenstreifen der abgelegenen Landstraße leuchtete schwach im fahlen Schein des Mondlichtes. Ein Wolf heulte im nahegelegenen Wald, irgendwo stieß eine Eule einen Schrei aus. Herr Nolte vom Dezernat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Oberlandesgericht Köln hat sicherlich gleich mehrere Abos bei Bastei-Lübbe laufen. (weiterlesen…)

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