Werbung überall: Google startet die Chrome-Offensive

Kurz vor Weihnachten fiel es mir auf, weil ich gerade ein Netbook für meine Schwester fertig machte und nicht bei iGoogle eingeloggt war: Google schaltet Werbung für Chrome. Auf der Startseite. In der oberen, rechten Ecke! Auf Google.de! Eigentlich hatte man sich nach dem Entschluss der Suchmaschine, die Home Page ultra-minimalistisch zu gestalten, schon darauf eingestellt, dass dies auch so bleiben wird. Google hatte doch selbst argumentiert, dass die Verknappung der Suche ein notweniger Schritt sei – für die Konzentration der Nutzer und zugunsten von Rechnern mit geringer Bandbreiten-Anbindung. Offensichtlich gilt diese Einschränkung aber nicht für die Werbung eigener Produkten.
Damit dürften die Karten im Spiel um die Browser-Weltherrschaft neu gemischt werden. Ich weiß nicht, wie viele Abermillionen Menschen tagtäglich die Google-Startseite aufrufen – doch nun bekommen diese neben ihren gewünschten Suchergebnissen auch eine Alternative für “schnelleres Browsen” geboten. Die Schaltung der Werbung kam kurz nach dem Entschluss der EU-Kommission, bei allen Versionen von Windows 7 einen sogenannten Ballot-Screen obligatorisch zu machen. Microsoft musste in den sauren Apfel beißen, um einer weiteren Milliarden-Strafe wegen Wettbewerbsbehinderung aus dem Weg zu gehen. Nutzer haben es nach der Neuinstallation des Betriebssystems nun selbst in der Hand, welchen Browser sie nutzen möchten. Google geht aber noch einen Schritt weiter und preist Chrome eben zusätzlich auf der begehrtesten Werbefläche der Welt an: auf der eigenen Startseite. Ich kann die knirschenden Zähne in Redmond bis hierhin hören.

Doch auch abseits der Suche finden sich immer häufiger Websites, die mit Chrome-Werbung zugepflastert sind: Auf Spiegel Online prangen die umrahmenden Displays (“Und das, obwohl ich doch schon Google Chrome habe; die User-Agent-Erkennung der Werbung ist wohl noch zu verbessern.”) zum Beispiel. Oder bei PCGames, wo sich die User bereits darüber im Forum beschweren (“Scheiß google Chrome Werbung strest”). Zusätzlich peitscht Google regelmäßig die Kreativ-Abteilung zusammen, um pfiffige Chrome-Spots ins Netz zu entlassen:
All diese Maßnahmen haben bereits Früchte getragen: der Google-Browser ist laut NetApplications kurz vor Weihnachten mit 4,4 Prozent Marktanteilen an Apples Safari (4,36 Prozent) vorbei gerauscht. Der Internetexplorer steht mit wackeligen 63,62 Prozent auf Platz eins, gefolgt vom Firefox (24,72 Prozent). Mozilla hat in diesem Jahr gute Arbeit geleistet, doch der Browser mit der zweitbesten Wachstumsrate ist tatsächlich Chrome – der vor einem Jahr noch bei einem Prozent halbwegs unbeachtet sein Dasein fristete. Doch Google muss ja auch auf die Tube drücken, andernfalls drohen die Pläne, künftig auch im Hardware-Sektor kräftig mitzumischen, zu scheitern. Schauen wir uns das noch ein wenig länger an. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die EU irgendwann in Brüssel den Zeigefinger gegen Google erheben wird. Abwarten…
(André Vatter)
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· read: 9923 · today: 7 · last: 12. February 2012





Ich finde google mißbraucht seine vorherrschende Marktstellung im Suchmaschinenbereich um seinen Browser zu promoten.
EU!!!!!!! Wann wird da mal eingeschritten!! Bitte vor jedem Google-Besuch einen Ballotscreen, für welchen Browser ich gerne Werbung haben möchte.
Allerdings will ich Mozilla auch etwas gutes tun und nutze bei Chrome als Standardsuchmaschine die Firefox-Suche, die ja powered by Google ist, so dass Mozilla bei jedem Klick auf eine AdWords-Anzeige von mir etwas mitverdient.
Klicke auch nur auf Anzeigen, wenn ich bspw. eine Herstellerseite suche und zu faul bin, die komplette URL in die Adresszeile zu knallen.
Komme soeben aus London. Dort ist an den Straßen und in der U-Bahn auch eine Menge Werbung für google chrome zu finden!
[...] via Weitersagen: [...]
[...] Here is the original: Google startet die Chrome-Offensive [...]
Alleridngs muss ich auch zugeben, dass ich Überzeugter Chrome Nutzer bin, wenn man sich einmal die Arbeitsweise angewöhnt hat, kann man damit verdammt schnell arbeiten.
Klar bleiben einige Wehrmutstropfen wie z.B. das fehlende Plugin-System (wurde ja jetzt teilweise nachgeliefert, allerdings hält das System keinem Vergleich zum FF Plugin System stand), aber die können ja auch mit der OS-Version Chromium theoretisch von ambitionierten Entwicklern ausgebügelt werden.
G wird Chrome mit aller Macht durchsetzen. Es ist ja auch ein genialer Schachzug: Den Menschen wird ein nützliches, kostenloses Produkt angedreht, das wiederum profitable Produkte (nämlich Werbung) verkauft. Zudem erhält G alle nur denkbaren Informationen über die Nutzer über das eingebaute Tracking. Ein Albtraum. Der durchsichtige Kunde ist ein Euphemismus dafür. Noch genialer als die Idee der Regierung, Peilsender mit nützlichen Funktionen zu versehen und dann nahezu kostenlos ans Volk als “Handy” abzugeben …
[...] Google mit seinem Webbrowser Chrome erfolgreich sein will, kann man anhand der vielen Einblendungen erfahren, die uns Firefox und Opera-Nutzer auf den Wechsel zu Google Chrome bewegen [...]
Und das Video ist echt super geil gemacht!
Eigentlich sollte das ja nicht im Interesse von Google sein, das Werbung geblockt wird?
Ich für meinen Teil bleibe bei Firefox, mit den Erweiterungen ist er unschlagbar und übersichtlich. Da kommt es mir auf ein paar Millisekunden Ladezeit, die man gar nicht wahrnehmen kann nicht an.
Geht doch nur ums Datensammeln, und das geht mit einem eigenen Browser noch besser und man kann noch besser zugeschnittene Werbung einblenden.
War doch damals wie mit Google-Desktop-Search für was bitte muss eine Desktop Suche auf das Internet zugreifen?
Ich meide so oder so die Angebote, die bei der Google Werbung geschaltet sind.
1. Sind es meist eh die falschen Ergebnisse, die angezeigt werden
2. Sind es meist die teuersten Angebote, da sie ja massig Kohle für Werbung ausgeben und das wieder reinholen müssen
3. Klick ich zur Zeit gerne zum Spaß auf Werbung in der Google suche, damit die Firmen zahlen müssen :D ich kauf da aber nix.
da muss ich dir recht geben. Es muss irgenwtie schon einen Sinn geben dass Google plötzlich seinen eigenen Browser entwickelt hat. Ich denke manchmal darüber nach was es sein könnte.
Also ehrlich gesagt ich klicke bei den Leuten die für das keyword: Internet und Handy bei Google Geld zahlen, denn es sind massive sehr viele die diese Keywörter benutzen und Google nutzt dies aus und sagt: Wer denn Höchstpreis gibt ist oben…
:) Deswegen klicke ich bei diesen 2 Keywörter des öfteren mal damit die Leute umsonst Geld zahlen :P
MFG
Gib es für Chrome ähnliche Addons wie für FireFox?
Ich werde Chrome mal testen, bin aber eher skeptisch.
FireFox mit seinen vielen genialen Addons muss Chrome erstmal schlagen…..
Abgesehen davon ist das persönliche Surfverhalten mit Chrome für Google absolut gläsern, was ich auch etwas abschreckend finde.
@29
Der Artikel ist vom letzten Jahr =)
Leider kann ich die Überempfindlichkeiten bzgl. der Datensammlung nicht nachvollziehen. Dies ist halt der Preis für kostenlose Produkte. Soll mir recht sein, wenn sie dadurch kostenlos bleiben. Individuelle Werbebanner (auf Grund von erstellen Profilen) stellen für alle Beteiligten einen Vorteil dar. Der Werbetreibende erreicht seine Zielgruppe und wir sehen nur Werbung, die uns auch wirklich interessiert. Bei Fernsehspots wären wir alle froh darüber…
Das mit den Daten sammlen finde ich persönlich gut, da ja man nur so, schnell an die Interessen des Nutzers kommt.
Schließlich können sich die Interessen sehr schnell ändern, was sicherlich auch an den Trends liegt. So kann die Werbung effizent und Zielgruppen genau ausgeliefert werden.
die werbung an haltestellen wie z.b. : “schnell ist auf den pizzaservice zu warten und nicht auf die bestellseite” sagt schon alles. also wenn die bestellseite sich bei anderen browsern 2ms langsamer aufbaut hat man natürlich viel mehr zeit gespart als wenn der eine pizzaservice 20 min eher kommt als der andere ??!!(volksverdummung) abgesehen davon ist chrome schon lange als datenkrake bekannt. FAZIT: finger weg !
Der Iron basiert auf Chrome, nur ohne die ganze Spyware aus Chrome.
Die Chrome Erweiterungen laufen ebenso mit dem Iron.
Ich persönlich bin und bleibe bei Firefox, komischerweise läuft dieser am schnellsten und stabilsten, entgegen manchen Aussagen.
Trotzdem nach der langen Zeit der Einführung von Chrome ist dei Nutzung doch noch recht gering, oder?
Naja, Chrome und Iron schneller als Firefox?
Ok, mag wohl an meinem PC liegen, aber in finde Chrome und Iron eher langsamer…. kann auch täuschen.
Daher auch weiterhin Firefox, einfach, übersichtlich, schnell mit meinen Lieblingsaddons….. <3
Daumen hoch was aus Chrome geworden ist!