Blade Runner vs Google: Klage wegen ‘Nexus One’ und ‘Android’
Wir haben heute schon über Science Fiction und Nexus One gesprochen – jetzt ist es Zeit, die Themen gemeinsam zu betrachten. Der Telegraph berichtet nämlich, dass die Familie des legendären Sci-Fi-Autors Philip K. Dick – der so fantastische Werke wie “Ubik” (mein Favorit), “The Minority Report” und “Do Androids Dream of Eletric Sheep?” geschrieben hat – Google wegen Diebstahl geistigen Eigentums verklagt.
Aber nicht etwa, wie man vielleicht glauben könnte, wegen irgendeiner technischen Idee, die der Suchriese aus einem der Romane geklaut haben könnte, sondern wegen der Namen, die man in Mountain View für das erste eigene Smartphone und dessen Betriebssystem gewählt hat. Isa Dick Hackett, die Tochter des Autors, behaupten nämlich, die Bezeichnung “Nexus One” sei von Nexus 6 abgekupfert – so heißen die Cyborgs in dem Sci-Fi-Klassiker Blade Runner.
Und dass Google geklaut hätte, erkenne man auch daran, dass das Betriebssystem “Android” heißt – denn diese Bezeichnung kommt auch in dem oben genannten Buchtitel “Do Androids Dream…” vor, auf dem der Film basiert. Klare Sache also. “Google nimmt erst, und setzt sich erst später mit den Folgen auseinander. In meinen Augen existiert eine klarer Bezug zu dem Werk meines Vaters”, so die erzürnte Tochter.
Um dem ungebührlichen Treiben nun ein Ende zu bereiten, hat Dicks Familie Google am gestrigen Mittwoch einen Brief geschickt und das Unternehmen darin aufgefordert, Millionen von Dollars auf deren Konto zu überweisen den Namen nicht weiter zu verwenden. Zuvor hatte Google bereits auf die Anschuldigungen reagiert, diese natürlich von sich gewiesen und gesagt, die Bezeichnung “Nexus” werde in seinem ursprünglichen Sinn genutzt – als Ort, an dem Dinge zusammenfließen.
To be continued…
(Marek Hoffmann / Foto: FilmMaker)
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Sollte man sich nicht eher geehrt fühlen, dass es Anspielungen auf einen Roman gibt?
Ach ne… so lässt sich da ja Geld rausschlagen.
@goto: ;-)
So hat es schon die Telefonsparte der Deutschen Post gemacht, als sie sich anlässlich ihrer Privatisierung in Telekom umbenannte.
Dreistigkeit siegt eben meist.
Vielleicht kam danach schon irgendwem der Gedanken, dass es ja Ähnlichkeit und fand dies eher als witzigen Gag…
Ich sehe es wie goto und meine, die werte Familie sollte nicht so rumzicken, sondern sich freuen!
Moment mal Nexus? Kam Nexus nicht auch im Star Trek Film vor – der Ort außerhalb des Zeit-Raum Kontiuums mit Jean-Luc? also nach der Logik, kann Gene Rodenberrys Familie jetzt auch zuschlagen :)
@KurtE: Juengstes Beispiel dieser Vorgehensweise duerfte Microsofts “Namensklau” sein: http://www.basicthinking.de/bl.....amensraub/
[...] auf Street View herum, Künstler klagen wegen der Bildersuche, Autoren-Angehörige wegen geklauter Namen und nun hat sich eine eingeschworene Dreier-Allianz gebildet, die nun einen ersten, geschlossenen [...]
[...] Das Smartphone des Riesen gerät immer weiter in Kritik und auch eine weitere Klage muss Google über sich ergehen lassen. Das als “Nexus One” getaufte Gerät hört anscheinend auf einen anderen Künstler. Nexus One wurde schon von Philip K. Dick als geistiges Eigentum deklariert und will somit Google an den Kragen. Ob er damit Erfolg haben wird steht noch in den Sternen oder Google zahlt wieder einen Millionenbetrag für eine ausergerichtliche Einigung, was den Konzern nicht weiter stören dürfte. Schließlich werden Sie mit dem Gerät noch um einiges mehr Verdienen. Und wenn nicht, sammelt man immernoch genügend Daten um den Menschen der hinter dem Gerät steckt besser analysieren zu können. Hier der Artikel von Basic Thinking. [...]