Twitter: Wer nicht immer nur über sich selbst spricht, dem hören mehr Leutchen zu

Wer kennt sie nicht, die Dampfplauderer, die nie den Mund zubekommen, auf jede erzählte Geschichte mit einer eigenen, besseren antworten können und ständig nur von sich erzählen. Zumindest der letzte Punkt könnte bei Twitter dafür sorgen, dass sich die Zahl der “Zuhörer” dieser Personen in einem überschaubaren Rahmen hält. Das will jetzt jedenfalls der nicht gänzlich unbekannte Experte für Social Media- und Viral-Marketing, Dan Zarrella, herausgefunden haben.
Bei seiner Untersuchung hat er die Zahl der Follower verschiedener Accounts in Abhängigkeit zu einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren gemessen, unter anderem dem des “Sozialen Verhaltens”. Hierzu zählt auch – wenngleich mit einem negativen Vorzeichen – die “Selbstreferenz”, das Über-sich-selbst-sprechen, wenn man so will. Dabei ist ihm ein signifikanter Zusammenhang aufgefallen: Je häufiger die Twitterer in der “Ich”-Form schwadronieren, desto kleiner ist ihre Gefolgschaft (siehe Bild oben).
Entsprechend geht die Zahl der Follower nach oben, wenn eine “soziale” Sprache verwendet und das Publikum mit “wir” und “euch” angesprochen wird:

Seine Daten beruhen auf der Auswertung von etwa 60.000 Accounts und wurden mithilfe von TweetPsych durchgeführt. Das von Zarella selbst entwickelte Tool untersucht anhand verschiedener Analyse-Algorithmen (RID und LIWC) die letzten 1.000 Tweets eines Users und vergleicht sie anschließend mit einem Datenbank-Durchschnittswert, der aus über 1.5 Millionen Tweets ermittelt wird. In Bezug auf 21 unterschiedliche Faktoren gibt Zarrella dann die prozentuale Abweichung als Ergebnis an. Hinzufügen muss ich an dieser Stelle, dass er in der Regel aber nur diejenigen Twitterer untersucht, die den Microblogging-Dienst zu Konversationszwecken benutzen.
Nun die Frage an euch: Glaubt ihr den Ergebnissen oder ist das Spinnerei? Hat einer von euch schon mehr als Tausend Tweets privater Natur abgeschickt und kann etwas über seine Formulierungen und die Follower-Zahl berichten?
Via: Fastcompany
(Marek Hoffmann)
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3. Artikelstatistik:
· read: 11437 · today: 2 · last: 13. February 2012





Wer mag, folgt mir unter http://twitter.com/dertobi
Dass Tweets besser ankommen, die den Leser einbeziehen ist doch aber absolut einleuchtend. Erfolgreich ist nun mal was vernetzt.
Ich denke auch, dass grundlegend Blogger, Twitterer usw. eh mehr die soziale Komponente sehen. Das läuft automatisch. Die meisten “Ich”-bezogenen Leute schreiben eh kein Blog oder twittern viel. Und wenn sie das doch tun, dann nicht in so einem großen Rahmen.
Den 1000 Tweets bin ich zwar auf der Spur, aber noch ist ein wenig Zeit.
Primär ist Twitter eine Kurzplaudermaschine, ein schnelles “haste gesehen” und “guck mal mein Link”. Mehr nicht.
Und ich schreibe und blogge weil es mit gefällt und mein Ego befriedigt. Jeder Blogger bloggt letztendlich fürs Ego.
Ich nutze meinen Twitter-Account als Visitenkarte und zeige ganz einfach Präsenz. Wem meine Arbeiten gefallen der kann mich dann kurzerhand adden und hat zumindest schon einmal Interesse bekundet. Ansonsten bin ich mir aber auch noch nicht ganz im klaren ob das alles Sinn macht. Die Zeit wird es zeigen. http://twitter.com/fotograf_berlin
Warum soll das bei Twitter anders sein? Abgesehen davon, Twitter?… was das? Hab mal versucht mich dafür zu begeistern… hat nicht geklappt.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Basic Thinking, Herr MaschinenMensch, Pascal Blot, Barbara Späth, Dr. Reinhard Goy und anderen erwähnt. Dr. Reinhard Goy sagte: RT @basicthinking: Twitter: Wer nicht immer nur über sich selbst spricht, dem hören mehr Leutchen zu – http://bit.ly/9GaKaU [...]
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von literaturcafe.de, Stefan, Philipp Zurawski, André Pleintinger, montechristo und anderen erwähnt. montechristo sagte: RT @literaturcafe: RT @YoungPublisher: #Twitter: Wer nicht immer nur über sich selbst spricht, dem hören mehr Leute zu http://tinyurl.com/y8wuytc" [...]
Außerdem sind interessante Links auch sehr von Vorteil. :)
[...] interessant für die Privaten Blogger ist eine Studie von Social-Medie-Experte Dan Zarella (hier seine Homepage). Die besagt, dass einem mehr Leute [...]
Ich habe zumindest den Eindruck, denn eine Freundin von mir hat nach kurzer Zeit bereits mehr “Follower” als ich. Ob es am schönen Bild liegt?
Das Schreiben in der Ich-Form sollte grundsätzlich vermieden werden. ES hängt ein bißchen mit dem Bezug Sprache – Wahrnehmung – Realität zusammen u. a.
[...] Experte für Social Media- und Viral-Marketing, über den ich euch im Zusammenhang mit Twitter schon einmal berichtet habe, hat sich zu diesem Umstand einige interessante Gedanken gemacht. Er [...]