YouMe: Verrücktes Spiel oder bescheuerte Idee?

Die Kreativität einiger Menschen trägt manchmal seltsame Blüten. Mitte dieser Woche hat das Unternehmen DomsNetwork den Online-Service YouMe gelauncht. Das verrückte an ihm ist, dass es sich um eine Art Spiel handelt, das in der Realwelt in Echtzeit gespielt und bei dem den Mitgliedern die Möglichkeit geboten wird, andere Personen per Telefon für seine Zwecke zu benutzen, das heißt mit Aufgaben zu betrauen.
Das Prinzip des Spiels ist schnell erklärt: Es gibt zwei Arten von Mitspielern, die “You’s” und die “Me’s”. Letztgenannte sind mit einem Live-Streaming-Video-und-Audio-Rekorder sowie einem Mobiltelefon ausgestattet. Über dieses bekommen sie vom Erstgenannten Aufgaben gestellt, die sie annehmen oder ablehnen können. Erklärt sich ein “Me” bereit, eine Aufgabe auszuführen, erhält es Geld dafür. Und zwar einen prozentualen Anteil dessen, was das “You” für die Erledigung der Aufgabe zu zahlen bereit ist – den Rest streicht YouMe ein. Mehr Kohle wird fällig, wenn ein “You” Zugang zu der Videothek mit den Aufnahmen der Streams wünscht.
Prinzipiell sind alle Aufgaben erlaubt, solange sie nicht verboten sind: Es dürfen also keine Aufgaben gestellt werden, die ein “Me” dazu verleiten würden, gegen das Gesetz zu verstoßen, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen oder sexuellen Aktivitäten nachzugehen. Die Mitspieler können sich überall auf der Welt befinden, müssen mindestens 18 Jahre alt sein und die Auswahl erfolgt über demografische Faktoren wie beispielsweise Alter, Geschlecht oder Wohnort.
Im Kern war’s das. Laut Anbieter besteht der Thrill des Spiels nun darin, als “You” die Welt durch die Augen einer anderen Person (die des “Me”) zu sehen, unangenehme Dinge anonym ausführen zu lassen, Voyeur spielen zu können oder einfach kleinere Botendienste erledigen zu lassen, für die man selbst keine Zeit hat.
Die Rolle des “Me” anzupreisen fällt – das dürfte keine Überraschung sein – naturgemäß schwieriger aus. Da beschränkt sich YouMe denn auch nur auf eine “Stellenbeschreibung”. Anreiz dürfte demnach höchstens das Geld sein, das man verdienen kann. Bin ja sehr gespannt, wer arm, verzweifelt und exhibitionistisch genug ist, um sich als “Me” zu bewerben. Wobei wir auch schon bei der Hauptfrage wären: Wer könnte Interesse an so einem “Spiel” haben? Jemand von euch vielleicht? Und wenn ja, warum?
Mitte 2010 soll jedenfalls die öffentliche Beta-Phase starten, anmelden kann man sich aber jetzt schon auf der YouMe-Seite.
Via: OpenPR
(Marek Hoffmann)
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· read: 10016 · today: 3 · last: 13. February 2012





Ich bin mir sicher, dass es dieses «Spiel» nicht allzu lange geben wird. Nämlich wegen Mangel an «Me’s».
Eine kleine Chance hätte es jedoch vielleicht als eine Art Plattform für Kriminelle, die verschiedene Aufträge anonym erledigen müssen. Tja.
Das war auch genau mein erster Gedanke.
Und sollte sich diese Plattform etablieren, dann nur weil sich eine interne Sprache etabliert hat, wordurch die gesetzten Postulate (“nix sexuelles” oder “nix kriminelles” unterwandert) ausgehebelt werden.
Ich befürchte aber, dass es dann auch ein paar sadistische User gibt, die ihren Me lauter peinliche oder unangenehme Sachen machen lassen. Da muss man bestimmt offen und spontan für sein.
Stelle mir das ganze aber als interessantes Hobby vor. So durch die Gegend ziehen und irgendwelchen Kram machen:)
Und ich denke es wird schon so einige “Me’s” geben. Man könnte ja theoretisch alle Angebote ablehnen, bis halt etwas kommt, was einem passt, vielleicht sogar Spas macht und dabei auch noch Geld bekommt.
Ich denke mal es wird eher an “You’s” mangeln :D Wer zahlt schon für irgendwas einfach so? Mh, aber da gäbe es sicherlich auch genug. Vielleicht Botendienste etc.
Bin echt gespannt wie sich das entwickelt! :)
erinnert mich an den film “gamer” ;)
[...] >> zum Artikel [...]
Ansonsten gibt’s ja schon MyHammer um unliebsame Aufgaben loszuwerden, das wäre nix revolutionäres.
Wahnsinn :D
Wobei der Touch PC cool aussah :-)
[...] Mittelfeld-Achse wunderbar mit Spreeblick und der Sprechblase. Außerdem füttern sie unzähige RSS Feeds mit Content und versorgen weitere Blogs mit spannenden Themen aus der Technik und Neuheiten [...]
Ich würde mich da nicht anmelden.
Mal bisschen was selber machen ist da glaube ich die lösung.
Wozu genau ist dieser Live – Streaming Quatsch da?
Verstehe denn Sinn davon nicht ganz, denn das fördert doch für ein Me peinliche Aufgaben an welchen sich ein You dann per Video erheitern kann.
Erinnert mich irgendwie an so Mutproben nur die Belohnung ist nicht “du gehörst zur Bande” sondern 50 €.
Sehr fragwürdig das Ganze.
#7 So Botengänge und ähnliches würden problemlos ohne Streaming aber dafür mit einem brauchbaren Rating – System auskommen.
Ob das nun moralisch verwerflich ist, kann ich nicht festlegen.
Das war genau mein erster Gedanke. Da kann man nur hoffen, dass es sich nicht in diese Richtung entwickelt. Natürlich ist der Film erstmal nur Fiktion, aber wenn man sowas liest, fragt man sich wie lange noch.
Da muss man echt verzweifelt sein, um sich als “Me” zu bewerben…
Für mich sieht das eher, wie eine umgekrempelte Jobbörse aus. Ich verstehe auch unmittelbar nicht, was so schlimm daran sein sollte, ein “Me” zu sein.
Es kommt natürlich ganz auf die Aufgabe an, aber die wirklich schlimmen Sachen sind doch schon abgegrenzt.
Wenn ich 30 Euro dafür bekomme, für jemand anderen sein Auto zum TÜV zu fahren, würde ich das wohl auch machen.
Alle die anderen Aufgaben, die “witzig” sein könnten, wie zum Beispiel “Stell dich in die Einkaufsstraße und singe laut die Lieder der No Angels, während du eine Gurke gegen deinen Kopf haust”, werden sicher eh nicht gestellt werden, weil das dann ja Geld kostet (wer will dafür bezahlen?) und es wohl tatsächlich keiner macht.
Man wird sehn was der andere sieht :D.
Fühl mich nicht so ganz wohl dabei
dass ich auch so ein Spielball sei
dennoch kann ich nichts dagegen machen
dass ich auch solche Sachen pachte
wie zum Beispiel das Dichten
hoffe nur dass man es wieder richtet
irgendwann einmal
wenn sie groß genug sind an der Zahl
ständig ich es im Fernseh seh
was ich am eigenen Leib erleb
und wer mir nicht glaubt
dem sind die Sinne geraubt
Ernie und Bert im Land der Träume
möchte man dann nicht versäumen
eins, zwei, drei, vier, fünf
hoffe nur dass es stimmt
unsere kleine Abmachung dazu dient
dass du den Ort nun wieder findst
sonst bleiben dir nur die Bananen
Bananen, Bananen, Bananen, Bananen ( 5 )
bis am Ende dich dann jemand hat gestoppt
und gar noch einen Apfel in den Mund gepropft.
[...] YouMe: “Gamer” wird Realität [...]
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Basic Thinking, Herr MaschinenMensch, Daniel Rieber, André, Paul Stelzer und anderen erwähnt. Paul Stelzer sagte: RT @hasumifrabu: YouMe: Verrücktes Spiel oder bescheuerte Idee? http://bit.ly/9v1LW3 [...]
Ich glaube nur kaum, dass so manche Jobvermittlung darüber erfreut sein wird, denn Kurzjobs über diese Plattform zu vermitteln könnte günstiger sein als über Personalvermittler.
Lustiger und abwechslungsreicher als normale Jobs wäre das allemal. Wer Abwechslung liebt, extrovertiert ist und die You’s vernünftig bezahlen wird das sicher interessant.
Wenn ich an den Apple iTunes Store, Jamba und sonstiges denke, warum sollten die Leute hierfür kein Geld haben?
Ich bin You und dann bin ich doch Me und Du bist Me und doch You?
Hm. Klingt nen bisschen nach nem SIMS abklatscht.
Ein wenig Schizophrenie is auch vorhanden.
Hat jemand dieses Spiel schon getestet?
Die Idee ist schon sehr crazy. nen bisschen Realitaetsfremd.
Bin mal gespannt, wie das “spiel” bzw. die idee so “abkommt” und wie sich das alles so entwickelt!
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Bert Velance und Fabian K., KerstenE erwähnt. KerstenE sagte: Youme ein Dienst mit dem man andere Menschen fernsteuern kann http://ow.ly/12zH4 #youme #Dienst [...]
YouMe…
Ich habe gerade bei Basic Thinking über YouMe gelesen. Eine Art Spiel, bei dem man für Geld fremde Leute auf der ganzen Welt Aufgaben zuweisen kann, die diese dann ausführen und die Ausführung per Video dokumentieren. Man kann natürlich auch die andere…