Basic Flashback: Man kann Albträume auch verschlafen, liebe Unternehmen • 10.01.10

Schon seit Jahrzehnten druckt Coca-Cola die Nummer einer Hotline auf die Etiketten aller Flaschen und Dosen. In Deutschland war es zuerst eine Essener Nummer, dann irgendwann eine aus Berlin (2003 zog das Unternehmen um). Das machen die so in allen Ländern der Erde. Ich habe mich immer gefragt, wer da eigentlich anruft und – vor allem – wer dann am anderen Ende der Leitung sitzt. Wahrscheinlich der Pförtner, der zwei, drei Mal in der Woche beim Klingeln den Hörer abnimmt, sich am Kinn kratzt und gespannt den Anfragen der Kunden lauscht: “Ops, habe mich verwählt!” oder “Entschuldigen Sie bitte, ich wollte nur einmal ausprobieren, ob die Nummer wirklich geht.” wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Häufigste sein, was er zu hören bekommt. Dann wird er den Hörer wieder auflegen, leise seufzen und auf irgendeiner Liste einen Strich machen.
Denn so zuvorkommend das Hotline-Angebot von Coca-Cola ist, so überflüssig ist es auch. Wer sich informieren will, tut dies heute im Netz. Wer sich beschweren will, der… ja: das sind eigentlich die interessantesten Fälle. Der Mensch an sich und der Deutsche im Speziellen hat Angst vor Unternehmen, Angst vor Filialleitern, Angst vor dem Verkäufer. Das Rabattgesetz ist am 25. Juli 2001 gefallen, doch ich sehe keine hitzigen Diskussionen zwischen den Warenregalen. Selbst, wenn der Kunde ein Produkt gekauft hat, mit dem er unzufrieden ist, behält er seinen Unmut erst einmal für sich. Der zweite Schritt besteht aus dem empörten Informieren des Freudeskreises (“Da war ein Mäuseköddel in meinen neuen Cornflakes!”), danach folgt vielleicht ein Brief an das Gesundheitsamt oder die Lokalzeitung – vielleicht auch an die überregionale Presse (“Es war ein besonders großer Köddel!”). Der Hersteller ist häufig der Letzte auf der Liste, der sich dann erst eine Woche nach der ganzen Aufregung für das Missgeschick mit dem verklumpten Sirupbällchen entschuldigen darf. (weiterlesen…)

Hier kommt ein kleines Hardware-Schmankerl für diejenigen Leser, die zumindest aus beruflichen Gründen hin und wieder einen Anzug tragen müssen. Research in Motion, Hersteller der Brombeer-Smarthpones, hat gerade auf der CES den “
Viele hoffen es, aber nur die wenigsten werden wohl ernsthaft daran glauben, dass die chinesische Regierung ihre Zensurbemühungen zeitnah (oder überhaupt je) einstellt. Wie ihr meinem Screenshot entnehmen könnt, wurden ja bereits illustre Namen auf die wenig erstrebenswerte und noch weniger ruhmvolle Liste gesetzt. Unfreiwillig, wohlgemerkt. Und wie ich eben bei 
Jetzt noch einmal zurück zu meinem Lieblingsthema: “Ich mag es sauber, habe aber keine Lust zu putzen”. Kurz vor Weihnachten stellten wir euch zwei Lösungen für
Ich habe während meines 
Apple-Jünger haben Spaß an Gerüchten, an den ganzen Fake-Bildchen und Wackelvideos, die regelmäßig durchs Netz gespült werden und von neuen Produkten künden. Für Investoren sind sie ein wichtiges Indiz für bevorstehende Änderungen am Aktienkurs – und zwar gerade bei Apple. Steve Jobs ist krank? Wumms, der Wert der Papiere geht (zumindest kurzzeitig) in den Keller. Cupertino plant das neue Super-iGadget? Zack, geht es wieder nach oben.
Jahrelang gab Funktionalität den Ton im Hardware-Geschäft an: “Schön” war schon immer anders. Erst seit relativ kurzer Zeit werden die tristen, grauen PC-Kisten unter den Schreibtischen immer häufiger durch schicke Nachfolger oder gleich All-In-One-Geräte ersetzt, die dann direkt auf dem Schreibtisch Platz finden. Es gibt ein neues Bewusstsein für Style und Image beim Konsumenten – und dementsprechend auch in den Design-Abteilungen der Gerätebauer.
Bereits Anfang des vergangenen Jahres hatte das “
Wir haben heute schon über
Bei all dem Gemeckere, der Kritik, den “Löschtroll”-Vorwürfen hat es die Mitmach-Enzyklopädie tatsächlich geschafft, mehr Geld durch Spenden zu sammeln, als jemals zuvor. Wiki-Gründer 





