Windows Vista sorgt für Beamten-Posse in der Schweiz
In einer von unseren Eidgenossen aus der Schweiz stammenden Posse, haben Beamte dafür gesorgt, dass dem Buch mit Klischee-behafteten Geschichten über ihren Berufsstand ein neues – nicht ganz unkomisches – Kapitel hinzugefügt wird. Wie der Tagesanzeiger heute berichtet, sollten vor zwei Jahren die Arbeitsplätze des Bundes standardisiert werden. Zu diesem Zwecke wollte man etwa 30.000 Computer aufrüsten und mit einem neuen Betriebssystem versehen, nämlich Windows Vista. Das mit dem Hardware-Tuning hat man zwar bis heute hinbekommen, den Part mit der Software aber nicht mehr… Und hiermit beginnt die eigentliche Farce.
Jetzt gibt es nämlich Zank und die Beamten werfen sich gegenseitig Untätigkeit vor. Während einige Ämter behaupten, das mit der Aufgabe betraute Bundesamt für Informatik hätte die Umrüstung auf das neue Betriebssystem verschleppt, weist dieses natürlich alle Vorwürfe weit von sich. Stattdessen kontert es mit der Anschuldigung, die Bundesämter hätten mit Absicht das Upgrade sabotiert, weil sie gegen standardisierte Arbeitsplätze seien.
Die Argumente beider Seiten wollen mir zwar nicht ganz einleuchten, aber sei’s drum. Die Geschichte geht nämlich noch weiter: Anstatt also viel Geld zu sparen, wurde die Kohle bisher den Schornstein hochgeblasen. Als wäre dies aber noch nicht genug, fordern nun vier Ämter den kompletten Stopp der Umstellung – zumindest auf Vista. Stattdessen will man nun Windows 7. Die Begründung: Hierbei handele es sich um ein neueres Betriebssystem und es mache schließlich keinen Sinn, mit einer veralteten Version zu arbeiten. Leuchtet ein, oder?
(Marek Hoffmann / Foto: Pixelio – Fotograf: Sigrid Rossmann)
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· read: 7136 · today: 2 · last: 13. February 2012






In den Verwaltungen, die ich kenne ist XP Standard und das auch noch für die nächsten Jahre, wobei ich auch Gemeinden kenne, die auf Windows 2000 setzen – eine mir bekannte Verwaltung hat sogar noch Windows NT als Basis.
Im Unternehmens-Einsatz ist es in Hinsicht auf die Kosten egal ob man Windows oder Linux nimmt. Das Betriebssystem ist nicht das teure, sondern die Wartung und die Garantie-Verträge. ;)
Dann müsste man allerdings noch die Umschulungen des Personals bezahlen und die am Anfang niedrigere Produktivität aufgrund der Umstellung würde wieder Kosten verursachen.
Zudem sind Linux-Admins teurer.
..
Wenn ich ein Unternehmen hätte würde ich nie und nimmer Linux benutzen.
(privat schon)
Ersatz der PCs durch Thin Clients, Server Based Computing mit Citrix und schon ist der Käse gegessen. Wir haben in unserem Unternehmen (Finanzdienstleister mit 3.500 Mitarbeitern in FFM) seit dem Jahr 2000 Citrix Metaframe als zentrale Plattform für die Office Infrastructure sowie für Business Applikationen im Einsatz – wenn man es richtig macht, dann ist das ein Gewinn für alle. Die Mitarbeiter bekommen eine stabile und performante Plattform, welche auch beim Zugriff über schwach dimensionierten Anbindungen noch gut läuft, die IT Administration hat wenig Arbeit mit der Verwaltung.
Wir administrieren mit 5 Mitarbeitern eine Citrix Serverfarm mit >200 Severn und >120 Applikationen ohne Probleme. Andere große Unternehmen machen das im ganz großen Stil, z.B. hat die Deutsche Bank die einzelnen Banken komplett auf Citrix umgestellt und mehrere zehntausend Anwender arbeiten auf einer zentrale Farm in Frankfurt.
Einige kommunalen Gebietsrechenzentren in Deutschland bieten das m.W. auch an.
Wird die Funktionalität einer eingestzten Software durch das Update des Betriebsystemes erhöt?
Oder kann sie sogar gesenkt werden das das neue Betriebsystem inkompatibilitäten bringt?
Bedeutet ein neues Betriebsystem eher
(A) produktivitätssteigerung der Arbeiter
(B) produktivitätssenkung weil alles Anders ist
@david —Zudem sind Linux-Admins teurer—-
WinAdmin 7000 gegen LinAdmin 9000 (angenommen)
+ 0€ pro Monat, weil Linuxarbeitsplätze sind Arbeitsplätze
+ 100€ pro Monat und Arbeitsplatz weil immer mal wieder der Admin für etwas gerufen wird
Wenn Du Kurierfahrer werden willst
kannst du für 2000€ ein altes gebrauchtes Auto kaufen
kannst du für 40.000 ein neues Auto kaufen
das neue kostet mehr und kostet dann 2 Jahre garnix
das alte kostet weniger ud kostet jede Woche 200€ Reperatur + 500€ Verdienstausfall
Die Kosten für das Betriebssystem sind ja nur minimal, auch beim Einsatz von Windows. Wie gesagt muss man beim Einsatz von Linux auch eine Firmendistri nehmen die Geld kostet, allein aus Versicherungsgründen (schließlich müssen Updates ja mit einer Garantie in Time bereit gestellt werden..) Das teure sind dann die System-Wartungskosten. Dein Lieferdienst-Auto-Vergleich hinkt also. Ich glaube dass sich das nichts nimmt. Außerdem.. hast du schonmal versucht Linux einheitlich in einer bestimmten Konfiguration auf 200 Rechnern zu installieren? Über Netzwerk?
Ganz zu schweigen vom komplexen Ausarbeiten der Systemrichtlinien auf Linux-Systemen.
:-)
Billige Polemik. Grummel.
@Quincy: Sorry, wollte niemanden dieses Berufsstandes beleidigen, bin ja selbst fast ein Beamter geworden. Allerdings kann ich nichts dafür, wenn in dem Artikel explizit von Beamten gesprochen wird! Sowohl der IT-Dienstleister als auch die Mitarbeiter der Ämter sind nun einemal BEAMTE.
Einen Guten Morgen
@Marcel: “Abgesehen davon das mir diese Windows-Basher voll auf den Keks gehen” – Mir ist der Laden eigentlich sympathisch, wie ich an der einen oder anderen Stelle auch schon verkündet habe. Sollte im Artikel auch nicht falsch verstanden werden.
@Oli & Abzocker: Ich habe jetzt nicht die Preisliste für MS-Produkte im Kopf, aber wäre eine Umstellung auf eine aktuellere Version so viel teurer? Kann mir das kaum vorstellen. Oder sind die Entscheider so ahnungslos? Oder werden Verträge mit IT-Firmen über ein Produkt abgeschlossen und die Umsetzung dauert so lange, dass mittlerweile die übernächste Generation auf dem Markt ist. Das würde ja dem Beispiel oben entsprechen. Ist das denn aber wirklich die Regel? Kann das irgendwie nicht ganz glauben…