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Archive for 03.2010

Thumbplay: Erst hässliches Klingelton-Entlein, bald schon iTunes-Konkurrenz?02.03.10

Lästige Pflichtübung zu Beginn einer Story über einen womöglich verheißungsvollen neuen Musikdienst: Die Leser darüber aufklären, dass er in Deutschland nicht verfügbar ist: Bislang war es nicht dramatisch, dass man uns das New Yorker Unternehmen Thumbplay vorenthalten hat. Mit seinem Fokus auf Klingeltönen, Hintergrundbildchen und ähnlichen Späßen konnte man nichts bieten, was uns nicht auch hierzulande schon die Lust auf MTViva und Co. vermiest hätte.

Nun aber findet die wundersame Verwandlung statt: Vom hässlichen Jamba-lookalike-Entlein in den wunderschönen iTunes-lookalike-Schwan. Statt nervigen Klingeltönen möchte man den Kunden das große Musik-rundum-glücklich-Paket schnüren. Kollege Marek hat vor wenigen Tagen erst zusammengefasst, dass in den Vereinigten Staaten trotz rückläufiger Kundenzahlen höhere Download-Erlöse generiert werden. Der kostenpflichtige Download ist längst im Mainstream angekommen und wird bald auch nicht mehr nur der berühmte Tropfen auf den heißen CD-Verkaufsrückgang-Stein sein, sondern wichtiges Standbein der Industrie. (weiterlesen…)

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NAVIGON select Telekom Edition: iPhone-Besitzer bekommen Navigationssoftware geschenkt01.03.10

Da soll mir nochmal einer sagen, es gäbe heutzutage nichts mehr umsonst oder geschenkt. Wie soeben gemeldet wurde, erhalten alle Besitzer eines - über T-Mobile erworbenen! – iPhones hierzulande in Kürze eine Navigationssoftware des Unternehmens Navigon geschenkt. Mit dieser Aktion will das Unternehmen seine Kooperation mit dem Telekommunikationsriesen im Bereich der mobilen Navigation vertiefen. Irgendwelche Haken an der Sache? Mal sehen. 

Das mit der Bezeichnung “NAVIGON select Telekom Edition” versehene Bonbon ist eine Light-Version des bereits seit Juni des vergangenen Jahres im App Store verfügbaren und etwa 70 Euro teuren MobileNavigator. Es enthält dessen komplettes Kartenmaterial für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein sowie auch einige seiner Features. Dazu zählen unter anderem eine 2D-Kartenansicht, Sprachansage des Navigationsbefehle, lokale Suche über Google, automatischer Wechsel sowohl zwischen Tag- und Nacht-Modus des Displays als auch zwischen Hoch- und Querformat-Anzeige. (weiterlesen…)

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LG zeigt erstes Windows Phone7-Smartphone – aber nicht in Aktion01.03.10

Das wird die Tech-Kollegen von Engadget aber besonders gefreut haben. Denn auf der zweiten von ihnen veranstalteten Engadget Show hat Microsofts Aaron Woodmann für eine echte Weltpremiere gesorgt. Der Leiter der Mobile-Abteilung zauberte nämlich während eines Interviews ein LG Smartphone aus dem Hut – den Prototypen eines mit Windows Phone 7 ausgestatteten Smartphones. Mitte des vergangenen Monats hatte der Softwarehersteller das OS erst vorgestellt und dafür durchaus wohlwollende Kritiken erhalten.

Wie ihr nach dem More-Tag in einem Mitschnitt des Interviews sehen könnt, würde das Teil aber leider nicht “in action” gezeigt und der Microsoft-Manager hielt sich bezüglich der Ausstattung auch relativ bedeckt. Die totale Sensation blieb damit aus (und dass LG zu Microsofts Partnern gehören würde, war auch schon bekannt) und so bleibt nur das zu beschreiben, was offensichtlich ist: Das LG verfügt über eine ausschiebbare QWERTY-Tastatur, eine – laut Engadget – Fünf-Megapixel-Kamera mit dazugehörigem Blitz auf der Rückseite sowie insgesamt sechs Tasten: neben den von Microsoft geforderten “Home”-, ”Zurück”- und ”Bing-Suche”-Buttons auch einen für die Kamera, die Lautstärke und zum Einsschalten des Geräts. (weiterlesen…)

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Office 2010 soll Microsoft in die Wolke heben – Xing ist mit dabei [CeBIT]01.03.10

“Cloud ist kein Hype”, stellte Achim Berg gleich zu Anfang klar. “Ob Wettbewerber dies nun als Kampfansage verstehen oder nicht – wir werden stark auf die Cloud setzen”. So begann der Microsofts Deutschland-Chef die heutige Pressekonferenz auf der CeBIT. Die Redmonder haben tatsächlich für Hannover nur dieses Schlagwort mit im Gepäck: Cloud. Das größte Zugpferd in diesem Zusammenhang wird Office 2010 sein, das derzeit kostenlos als Beta zu haben ist. Fünf Millionen Nutzer rund um den Erdball hätten dieses Angebot bereits genutzt, so Berg. “Das neue Office ist komplett in die Cloud integriert – anhand der Screenshots lässt sich das nur erahnen.”

Der Start für Office 2010 ist im Sommer (“Wahrscheinlich im Juni”) geplant, zeitgleich soll es auch eine rein Browser-basierte Version geben, die für Privatanwender völlig kostenlos nutzbar ist. “Und sie erinnern sich an Windows Phone 7? Auch für das Handy wird es Office 2010 geben.” Im Rahmen der CeBIT-Konferenz wurde auch erstmals der Name eines ersten deutschen Partners genannt: Xing wird gleich vom Start weg ein eigenes Plugin für die Office-Suite bereitstellen. Marek hatte schon vor einigen Tagen das neue Feature Outlook Social Connector vorgestellt: Office 2010 kann unter anderem Schnittstellen zu sozialen Netzwerken anzapfen. (weiterlesen…)

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T-Home Entertain & mobiles Internet: Deutsche Telekom strickt an neuen Tarifen [CeBIT]01.03.10

Nicht weniger als drei Millionen Entertain-Kunden will die Deutsche Telekom bis zum Ende 2012 eingesammelt haben; heute haben rund eine Million Nutzer ihren Vertrag für das IPTV-Angebot unterschrieben. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird der Bonner Konzern ab kommenden April an der Preisschraube drehen – und zwar abwärts. Außerdem wurden heute in Hannover eine Reihe neuer Senderpakete angekündigt.

Statt drei wird es ab April nur noch zwei Komplettangebote geben: Entertain Comfort und Entertain Premium. Comfort wird dann dauerhaft 44,95 Euro kosten, bei Premium sinkt der Preis von heute 54,95 Euro auf 49,95 Euro – als Bonbon gibt es hier sogar noch eine Schippe Extra-Sender oben drauf, etwa TNT Film, RTL Crime, Sci Fi, AXN, Sat.1 Comedy und Kinowelt TV. Wer keinen Internet-Anschluss benötigt, bekommt auch die Double-Play-Variante Entertain Pur für 27,95 Euro. Die Vertragslaufzeit bleibt unverändert bei zwei Jahren. (weiterlesen…)

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Raumanzug aus dem Film ‘Armageddon’: Für 55.000 Euro bei Hood.de01.03.10

Man muss den Filmemachern in den Neunzigern zugute halten, dass sie einfach noch keine Ahnung davon hatten, dass in den nächsten Jahren ein Endzeitstreifen nach dem anderen in die Kinos kommt. Neben “Deep Impact” war Michael Bays “Armageddon” nämlich einer der wenigen Katastrophenfilme, die es damals gab. Die Kritiker zeigten sich jedenfalls zufrieden, “Bruce Willis bohrt für die Menschheit”, schrieb seinerzeit die AP.

Nun kehrt der Film zurück, zumindest Teile davon, besser gesagt: Der Astronauten-Anzug, den Willis-Sidekick Owen Wilson aka “Oscar Choi” damals trug, als er auf dem Asteroiden abstürzte und sich das Genick brach. Das Angebot tauchte bei Hood.de auf und beinhaltet den Original-Raumanzug inklusive Transportkiste für den Helm, der ein gebrochenes Visier (klar, der Aufprall!) aufweist. Das komplette Paket bringt etwa 40 Kilo auf die Waage. Sowohl der Helm als auch das Brustteil sind beleuchtet. (weiterlesen…)

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Neue Web-Features: Twitter sagt TweetDeck, Tweetie, Twhirl und Co. den Kampf an01.03.10

Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle über den externen Twitter-Bilderdienst TwitPic geschrieben und darüber, wie erfolgreich er ist. Der Dienst, der seinen Usern den Upload von Bildern auf die Microblogging-Plattform erlaubt, setzt jährlich etwa 1,5 Millionen Dollar mit Werbung um und erzielt damit einen Reingewinn von knapp einer Million. Seinerzeit schloss ich meinen Artikel mit den Worten, dass sich mindestens ein Unternehmen sicherlich über diese Zahlen ärgern dürfte: nämlich Twitter. Denn es handelt sich um Einnahmen, die Dorsey, Williams, Stone und Co. durch die Lappen gehen. Jedenfalls theoretisch, wenn sie denn selbst einen solchen (und jeden beliebigen anderen Fremd-Dienst, der profitabel ist) anbieten und Werbung schalten würden. Zumindest Letztgenanntes wurde dann vor knapp einer Woche vom Leiter der Produktabteilung bei Twitter, Anamitra Banerji, angekündigt. Und so wie es aussieht, wird nun auch der notwendige andere Schritt vollzogen, um sich die Einnahmen zu sichern, die einem “zustehen”.

Liest man nämlich den obigen, etwas kryptisch geratenen Tweet von Al3x, dann plant Twitter offenbar nichts anderes, als in Konkurrenz zu seinen eigenen “Parasiten”-Diensten zu treten. Genauer gesagt geht es in der Botschaft des Twitter-Entwicklers Alex Payne darum, die User nicht mehr über Desktop-Clients auf die Plattform zugreifen zu lassen, sondern auf direktem Weg. Denn erst dann könnte sich auf ihr eingeblendete Werbung überhaupt erst den Weg ins Auge des Users bannen – und dort unter Umständen einen Kaufreiz auslösen. Desktops-Clients von Fremdanbietern filtern das Zeugs vorher raus beziehungsweise zeigen es erst gar nicht an. Daher muss Twitter zunächst einmal (und unter anderem) die “nifty features” (frei übersetzt etwa ”hübsche” oder “raffinierte Funktion”) der anderen Dienste selbst anbieten.  (weiterlesen…)

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Murdoch vs. Google: Hey, Rupert! Robots.txt ist billiger als eine Horde Anwälte!01.03.10

Also, ich versuche es einmal mit einem Beispiel: Ich habe einen Telefonanschluss und finde kurze Zeit später heraus, dass meine Nummer doch tatsächlich im Telefonbuch auftaucht. Irgendetwas war doch da, als ich den Vertrag unterschrieb – irgendein Häkchen-Kästchen. Vielleicht habe ich es übersehen. Empört überlege ich, was zu tun ist. Am Ende des dicken Wälzers gibt es einen Hinweis: “Wenn Sie Ihre Daten entfernen lassen möchten, gehen Sie auf die Seite Soundso im Internet und stellen Sie kostenlos den Antrag. Schnellstmöglich werden wir Ihrem Wunsch nachkommen.” Ich reiße die Seite heraus und werfe sie in den Mülleimer. Dann rufe ich meinen Anwalt an und weise ihn an, haufenweise Drohschreiben an den Verlag zu schicken und auch schon einmal eine Klage vorzubereiten. Danach setze ich mich hin und verfasse einen donnernden Leserbrief, damit auch alle anderen Telefonanschlussbesitzer gewarnt sind. Und dann sehe ich weiter…

So in etwa ließe sich Rupert Murdochs Vorgehen in Bezug auf Google beschreiben. Der Medienzar schimpft schon seit Jahren auf die Suchmaschine: Sein Zeitungsimperium stelle Content ins Netz, an dem Google sich diebisch vergehe und ihn auf Seiten wie Google News unter eigenem Namen vermarktet. Es geht da zwar alleine um die Headlines – mit zwei, drei Zeilen Teaser-Text. Doch das reicht Murdoch schon. Immerhin fährt Google fette Gewinne ein, während seine News Corp… ja, was eigentlich? Eigentlich ähnlich erfolgreich an der Wall Street punktet. (weiterlesen…)

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