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Archive for 03.2010

Xing-Bilanz 2009: Mehr Bezahl-Mitglieder, mehr Werbung – mehr Verlust30.03.10

Wenn ein Konzern-CEO die Bilanz eines Geschäftsjahres mit den Worten “Unser Unternehmen hat in 2009 die Weichen für weiteres Wachstum gestellt” kommentiert, dann klingt das fast wie eine Entschuldigung. Dabei braucht sich Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck keinesfalls für die Performance seines Netzwerks zu rechtfertigen: Die Business-Plattform hat ein erstklassiges Jahr 2009 hingelegt!

Die Zahl der Mitglieder schoss im vergangenen Jahr um 25 Prozent in die Höhe, heute haben 8,75 Millionen Nutzer bei Xing ein Profil. In Deutschland betrug das Wachstum sogar 29 Prozent. Positiv zeigte sich auch die Entwicklung im Bereich der zahlungswilligen Premium-Kunden, von denen es heute 687.000 in dem Netzwerk gibt – 2008 waren es noch 550.000.

Besonders freuen dürfte sich Groß-Selbeck aber über das gute Abschneiden im Ausland: Um der expansionsfreudigen Konkurrenz aus Amerika (namentlich LinkedIn) die Ankunft in Europa so schwer wie möglich zu machen, hat Xing schon vor einiger Zeit in erster Linie die beiden Kernmärkte von Spanien und der Türkei ins Visier genommen: In Spanien stieg die Zahl der Mitglieder nun um 25 Prozent auf 1,19 Millionen, in der Türkei konnte ein Wachstum von 58 Prozent verzeichnet werden (insgesamt 724.000 Mitglieder). (weiterlesen …)

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iPrepaid: Simyo stellt erstes Angebot für das iPad vor (Update)30.03.10

Ich bin ein wenig stinkig auf simyo. Schon gestern rumorte es in der Gerüchteküche, dass der Düsseldorfer Billiganbieter ein eigenes Angebotspäckchen für das iPad in Deutschland schnüren würde: Also rief ich an, ich schickte Mails, ich rief noch einmal an und wartete auf eine Bestätigung – doch immer wurde ich vertröstet. Jetzt haut die Presseabteilung nonchalant und völlig kommentarlos eine Pressemitteilung raus. Sei’s drum…

Also, simyo will der “erste Mobilfunkanbieter” in Deutschland sein, der die zum iPad passende Micro-SIM-Karte anbieten will. Tatsächlich haben wir alle auf eine ähnliche Nachricht gewartet, denn bislang war es unklar, ob irgendein Telco den kleinen Chip überhaupt in petto hat.

Simyo wird die Karte für einmalig 14,90 Euro anbieten, drei Euro Startguthaben sind bereits inklusive, zudem besteht keine Vertragslaufzeit. Der Start für den Verkauf ist zeitgleich mit dem iPad-Release in Deutschland geplant, das für Ende April erwartet wird. Das Unternehmen rät dazu, schnell zuzugreifen, da es sich – warum auch immer – lediglich um eine “limitierte Auflage” von Micro-SIM-Karten handele. Wer wissen möchte, wann es konkret losgeht, kann sich für einen unverbindlichen Infoservice anmelden. (weiterlesen …)

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‘Last Call’: Interaktiver Horrorfilm setzt Kino-Zuschauer auf den Regiestuhl29.03.10

Irgendwann zu Beginn des vergangenen Jahres wurde ich von einem Freund mal zu dem Theaterstück “Hochzeit auf Rheinisch” eingeladen. Der eine oder andere Kölner und Düsseldorfer unter euch kennt es vielleicht oder hat es gar selbst auch gesehen. Allen anderen sei gesagt, dass es sich hierbei um ein improvisiertes Stück handelt, bei dem der Zuschauer interaktiv in die Geschichte eingebunden wird. Jeder Gast übernimmt nämlich die Rolle eine Familienangehörigen der beiden Vermählten und wird vor Beginn des Stücks kurz über seinen Charakter aufgeklärt beziehungsweise in diesen eingeführt. Anschließend geht das über weite Strecken improvisierte Spiel zwischen Bühne und Publikum los.

Etwas Vergleichbares, wenngleich nicht so unmittelbar, hat die Berliner Dependance der Agentur Jung von Matt nun im Auftrag des Fernsehsenders “13th Street” fürs Kino entwickelt. In dem Horror-Trailer “Last Call” sieht der Zuschauer eine junge Frau, die sich in der Ruine eines Sanatoriums auf der Flucht vor einem psychopatischen Killer befindet. Hierbei findet sie zufällig ein Handy, mit dem sie glücklicherweise eine Person anrufen und um Hilfe bitten kann. Diese Fügung wirkt zugegebenermaßen sehr konsturiert und erinnert an jene hunderttausendfach gesehenen Szenen in Hollywoodschinken, in denen beispielsweise ein dicker Laster den Weg bei einer Verfolgungsjagd versperrt. Der Kinobesucher wird aber in diesem Fall wohlwollend über diesen “Zufall” hinwegsehen – vor allem dann nämlich, wenn plötzlich sein eigenes Handy klingelt und sich am anderen Ende die verängstigte Frau aus dem Film befindet.  (weiterlesen …)

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Schnüffelprogramm Social Sentry: Mitarbeiter-Überwachung leicht gemacht29.03.10

Würde es Euch sehr überraschen, wenn man Euch als Anhaltspunkte für diesen Artikel die Worte “Privatsphäre” und “Mountain View” an die Hand gibt und es sich dennoch nicht um einen Artikel über Google handelt? Klingt komisch, ist aber so. Es sind ja nicht nur die Giganten wie Google, Yahoo oder Apple, die sich im Silicon Valley niedergelassen haben, sondern auch eine Vielzahl kleiner Startups, die gerne noch dahinkommen wollen, wo die Erstgenannten bereits sind. Teneros ist so ein Unternehmen. Durch die Erfolge im Kerngeschäft – Disaster Recovery für Microsoft Exchange – wurden dem kalifornischen Startup bereits über 80 Millionen US-Dollar von Investoren in die Kasse gespült. Nun hat man eine neue Software zur Serienreife gebracht und möchte in einem ganz anderen Bereich Geld verdienen.

Die entwickelte Software namens Social Sentry möchte Unternehmen in die Lage versetzen, automatisch die Online-Gewohnheiten des eigenen Personals zu tracken. Sprich: Wer nutzt wann die einschlägigen Portale wie Facebook, Twitter und Co. – und wie nutzt er sie. Für zwei bis acht Dollar kann man sich – ganz nach Bedarf – Berichte und Analysen zu jedem einzelnen Mitarbeiter erstellen lassen. (weiterlesen …)

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iFixit zerlegt Nintendo DSi XL: Ein Tegra-Prozessor ist nirgendwo in Sicht29.03.10

Wir haben lange nichts mehr von iFixit gehört, die letzten Fotos zerfetzter Gerätschaften zeigten das Nexus One, das Milestone und den Palm Pre. Ich hätte damit gerechnet, dass die Jungs vorher das iPad unter die Finger bekommen und es ordentlich mit Spachteln und Schraubenzieher bearbeiten – doch nun ist es der neue Nintendo DSi XL geworden, der seit Anfang des Monats bei uns zu haben ist. Der japanische Gerätebauer hat die Riesenkonsole auf den Markt geworfen, um oberhalb der ursprünglichen Zielgruppe (die 14- bis 20-Jährigen) noch Kunden abzugreifen. Dank des 93 Prozent größeren Bildschirms ist der XL-DSi für älteres Publikum ein wenig augenfreundlicher, so dass er auch als E-Book-Reader herhalten kann. In Deutschland ist die Konsole in Bordeauxrot und Dunkelbraun für rund 170 Euro zu haben.

Doch zurück zu iFixit. Im Namen der Wissenschaft und aller “Was rappelt denn da drin?”-Nerds hat die Firma, die eigentlich auf Hardware-Reparaturen spezialisiert ist, den DSi XL komplett aufgeschraubt. Was dabei als erstes auffällt, ist die Größe des Akkus: Dem Vorgänger-DSi standen 840 mAh Energie zur Verfügung, beim großen Bruder hat Nindendo die Leistung um 25 Prozent auf rund 1050 mA gepimpt (links), dafür legte das Gewicht auch um vier Gramm auf 23 Gramm zu: (weiterlesen …)

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Videoanbieter Brightcove treibt HTML5 im Netz voran, lässt das iPad attraktiver werden29.03.10

Wie nicht anders zu erwarten war, beziehen kurz vor der Markteinführung des iPad jene Unternehmen nun offiziell Position, die in der einen oder anderen Form mit dem Gerät verbandelt sind oder sein möchten. So auch eine der führenden Onlinevideo-Plattformen, Brightcove. Wie das US-amerikanische Unternehmen auf seinem Blog mitteilt, werde man nun offiziell den neuen Standard HTML5 unterstützen. Nur kurz zur Erinnerung: Das Gadget aus Cupertino unterstützt kein Flash. Jedes Unternehmen, das seinen Kunden die eigenen Videos daher auch auf dem iPad zugänglich machen möchte, ist folglich quasi dazu gezwungen, sich Apples Diktum zu unterwerfen. Und je mehr dies sind, desto größer die Freude bei Steve Jobs. Nicht nur, weil der Mann aus seiner Abneigung gegen Flash kein allzugroßes Geheimnis macht (“Wir verschwenden keine Kraft auf alte Technologien.”). Sondern auch, weil sein Unternehmen zu den federführenden Mitgliedern der WHATWG-Gruppe gehört, deren Aufgabe es ist, den Web-Standard stetig weiterzuentwickeln.   

Zurück zu Brightcove und seiner Ankündigung: Diese wäre vielleicht nicht so bedeutend, wenn es sich bei der Plattform um irgendeinen x-beliebigen Video-Anbieter mit kleinem Kundenkreis handeln würde. Fakt ist aber, dass ich an keinen einzigen Hochkaräter denken kann, den Brightcove nicht in seinem umfangreichen Portfolio vorweisen könnte. Einige Beispiele gefällig? Here we go: Fox International, AOL, New York Times (die auch an dem Unternehmen beteiligt ist) oder Warner Music Group. Zu den deutschen Kunden zählen unter anderem Gruner + Jahr, Sky Deutschland, Sony Music Germany oder Zeit Online. Die Tragweite der Entscheidung pro HTML5 ist also keine geringe, könnte anderen Anbietern als Signal dienen und daher durchaus richtungsweisend sein. (weiterlesen …)

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Featurekiller Firmware: Sony schmeißt Linux von der PS3 [Update]29.03.10

Am 1. April ist es soweit und Sony wirft die neue Firmware 3.21 für die Playstation 3 ins Netz. Ich weiß, dass dieses Datum dazu einlädt, konsequent nach Gags und Falschmeldungen Ausschau zu halten, doch dieser Scherz ist keiner. Wie das Unternehmen per Blog-Post ankündigt, habe man sich aus “Sicherheitsbedenken” dazu durchgerungen, eine kleine Kastration vorzunehmen: Die Funktion “Other OS” wird durch die neue Betriebssoftware komplett deaktiviert. Bislang war es Besitzern älterer Modelle (vor der Slim-Ära) möglich, ein alternatives Betriebssystem zu installieren, in der Praxis kam hier häufig Linux zum Zuge. Eine solche Erweiterung machte durchaus Sinn, da einige die PS3 als Mediencenter im Wohnzimmer stehen haben.

Ich habe die Story nicht von Anfang an verfolgt, doch wie der “Standard” berichtet, wurde das Feature “Other OS” einstmals aggressiv von Sony beworben. Als die Slim kam, fehlte die Funktion bereits, jedoch wurde das Versprechen gegeben, dass sie der frühere Geräte-Generation vollständig erhalten bleiben wird. Jetzt spielt das Unternehmen die Bedeutung von “Other OS” herunter: “Für die meisten von euch wird es keinen Einfluss darauf haben, wir ihr die PS3 nutzt”, lautet die etwas müde Verteidigung. (weiterlesen …)

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MSI an die Kunden: Read the fucking manual!29.03.10

Dass Leute im Support einen harten Job haben, dürfte einleuchten. Wie viel Spaß kann es schon machen, wenn man von morgens bis abends mit einem Headset auf der Rübe vor dem Rechner sitzt, um gutmütig wie indische Milchkühe die Beschwerden, Tiraden und Beschimpfungen über sich ergehen zu lassen? “Wir haben die Schnauze voll”, polterte deshalb nun der Kundendienst von MSI.

Der taiwanesische Computerbauer unterhält ein Forum für die Kundenbetreuung, zur Stunde sind 97.594 Mitglieder auf der Plattform angemeldet. Vor wenigen Tagen schickten die Admins eine Rund-Mail an alle Nutzer: “Das MSI-Forum und das MSI-Supportteam haben die Schnauze davon voll, Dinge zu erklären, die jeder im Handbuch nachlesen kann”, heißt es da. “Ich meine, kommt schon: Wie schwer ist es, ein Handbuch zu lesen? Die Dinger sind bereits auf Papier gedruckt, damit ihr sie sehen könnt.”

Ich lieg hier am Boden! Die Mail behält einen Ton bei, der bei jedem Experten auf dem Gebiet der Kundenbindung einen katatonischen Schock verursachen würde. Man habe schon seit langem über dem Problem gebrütet und werde nun dazu übergehen, “RTFM-Chips” auf die Boards zu löten, um ein für alle Mal das Problem zu lösen. Die Abkürzung stünde für “Re-Turn inFormation to Manufacturer Chip”, aber fast jeder, der schon einmal einen Rechner ausgepackt hat, weiß, was es wirklich bedeutet. (weiterlesen …)

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HTC HD2: Neu aufgetauchte Videos zeigen Windows Phone 7 in Aktion29.03.10

Real oder fake? – das ist hier die Frage. Es geht um zwei Videos, die gerade im Netz aufgetaucht sind und angeblich das Windows Phone 7-Betriebssystem live in Aktion zeigen. Und zwar auf einem HTC HD2. In einem Forbes-Interview hatte der CEO des taiwanesischen Smartphone-Herstellers, Peter Chou, zwar seine Begeisterung für Windows Phone 7 kundgetan. Allerdings sprach er da noch davon, dass sein Unternehmen erst gegen Ende des Jahres ein Gerät präsentieren werde, auf dem das Microsoft-Betriebssystem installiert sei. Von der Möglichkeit, dass Besitzer eines HD2 ihr Mobile 6.5-OS auf Windows 7 upgraden könnten, verlor er dabei kein Wort.

Zwar hatte auch der Software-Gigant diese Möglichkeit nicht dementiert. In einem Twitter-Post vom Februar dieses Jahres erklärte das Windowsphone-Team aber, es gebe noch keine offizielle Stellungnahme dazu. Und seitdem herrschte Funkstille. Dieser Umstand bot Branchen-Insidern Grund genug, einige Spekulationen über die Ursachen für das Zögern anzustellen. Immerhin gehören die von HTC hergestellten Geräte zu den erfolgreichsten Smartphones, die mit einem von Microsofts entwickelten mobilen OS laufen. (weiterlesen …)

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Basic Flashback: Die Datenkrake geht ins Netz28.03.10

“Das ist nicht unser Geschäft”, hatte Eric Schmidt noch Mitte Februar gesagt. Der O-Ton stammt aus der Live-Übertragung seiner Keynote auf dem Mobile World Congress und bezog sich auf die Frage eines Journalisten, ob Google jetzt zum Anbieter von Internetzugängen wird. Die Suchmaschine hatte im Herbst des vergangenen Jahres angekündigt, dass man den Aufbau eines eigenen 1-Gigabit-Monsterglasfasernetzes in den Staaten plane. Man habe der Federal Communications Commission lange genug in den Ohren gelegen, der Ruf nach Netzneutralität und Transparenz sei reaktionslos verhallt: Dann machen wir es halt selbst, so das damalige Fazit im Blogpost.

50.000 bis 500.000 Nutzer sollen an das Google-Netz angeschlossen werden, Gemeinden aus den ganzen USA konnten sich für eine Teilnahme an dem Projekt bewerben. Erst am Freitag ist die Frist dafür abgelaufen und wie zu erwarten war, war die Resonanz gigantisch: Bis 13.30 Uhr hatten 1.100 Gemeinden ihr Interesse bekunden, zusätzlich meldeten sich noch einmal knapp 200.000 Einzelpersonen, die künftig mit Google ins Netz gehen möchten. Alle drehten durch: Zwei Kommunen aus Alaska haben sich gemeldet, der Bürgermeister von Duluth sprang werbend in den Lake Superior, das Oberhaupt von Florida stieg in ein Haifischbecken und die Stadt Rancho Cucamonga hat sich übergangsweise in Rancho Googlemonga umbenannt. Wer den Zuschlag am Ende erhält, ist zur Stunde noch völlig ungewiss. Die Suchmaschine schickt nun Techniker in das ganze Land, die sich ein Bild vor Ort machen sollen. (weiterlesen …)

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Facebook: …und morgen die ganze Welt?!27.03.10

Offenbar ist es derzeit unmöglich durch das Internet zu streifen, ohne irgendwann irgendwo über Facebook zu stolpern. Nahezu eine halbe Milliarde Menschen nutzt das Social Network, immer mehr Deutsche finden sich mittlerweile dort ein, und während man in Berlin im VZ-Hauptquartier fröhlich die Datenschutz-Fähnchen schwingt angesichts jüngster Test-Ergebnisse, finden jenseits von Facebook soziale Netzwerke in den Medien so gut wie nicht mehr statt.

Der oben erwähnte Datenschutz-Test der Stiftung Warentest ist einer von gleich mehreren aktuellen Beispielen dafür, dass die mediale Präsenz sicher nicht nur positive Aspekte des Zuckerberg-Imperiums in den Blickpunkt rückt. Dem gegenüber stehen Innovationen, die man sich entweder bei der Konkurrenz abschaut, das verantwortliche Personal direkt einkauft oder aber auch mit eigenen frischen Ideen ein Rennen läuft, bei dem schon lange kein Konkurrent mehr ernsthaft was entgegenzusetzen hat als gemütlichen Trab.

In knapp einem Monat startet in San Francisco wieder einmal die f8-Konferenz, bei der sowohl Entwickler als auch das Facebook-Team selbst wieder ein Füllhorn an Ideen präsentieren wird und eine davon wird aktuell heiß diskutiert – ein globaler, überall einzusetzender “Like”-Button! (weiterlesen …)

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Flexible Displays von HP: In zwei Jahren auf dem Markt, aber nicht zum Aufrollen26.03.10

Es gibt Neues von der Flexibles-Display-Front zu berichten. Während Design-Studien wie das Rolltop die Hoffnung wecken, wir könnten mittelfristig mit ultraflachen, aufrollbaren Displays rechnen, schlagen die Entwickler bei HP etwas moderatere und vermutlich auch realistischere Töne an. Die in eigener Produktion erstellten biegbaren Displays seien nicht dafür gedacht, aufgerollt zu werden. Vielmehr sollen sie leichtere und kompaktere Alternativen zu den heutigen Screens auf mobilen Geräten wie Smartphones, Laptops und E-Readern sein. Spätestens nach dem sechsten Aufrollen würden sie erste Defekte aufweisen oder im schlimmsten Fall komplett kaputtgehen. Das nenne ich doch mal eine erfrischend ehrliche Einschätzung, die Phil McKinney, seiner Zeichens technischer Leiter bei dem amerikanischen Technologie-Riesen, da mit uns über sein Produkt teilt. 

Und auch wenn das Aufrollen des Displays auf der einen Seite negativen Folgen hätte, hat es auf der anderen Seite positive: bei der Herstellung. Die Screens werden nämlich aus biaxial orientierter Polyester-Folie (“boPET“) gefertigt, einer speziellen, sehr flexiblen Kunststofffolie. Und diese kann bei der Produktion, so ähnlich wie beim Zeitungsdruck, über Walzen gerollt werden. Mittels eines von HP selbst entwickelten Verfahrens – der sogenannten Self-Aligned Imprint Lithography - werden dann ultradünne elektronische Schaltkreise quasi auf die Folien draufgepresst.  (weiterlesen …)

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Augmented Anamorphosis: Die nächste Stufe auf dem Weg zum Hologramm26.03.10

Nachdem wir uns langsam an das Buzz-Word “Augmented Reality” gewöhnt haben dürften, ist es an der Zeit, ein neues Schlagwort einzuführen: ”Augmented Anamorphosis“. Was sich dahinter verbirgt? Laut Wikipedia werden mit dem Begriff Anamorphose (griechisch für “Umformung”) Bilder bezeichnet, “die nur unter einem bestimmten Blickwinkel (…) erkennbar sind.” Beispiele hierfür sind Kreidezeichnungen, die der eine oder andere Kölner von der Dom-Platte her kennt oder die, um einiges professioneller, von dem Künstler Edgar Müller bekannt sind. 

Der Utrechter Student Sander ter Braak hat mit seiner Abschlussarbeit an der Hogeschool voor de Kunsten nun eine “augmented”-Version dieses Phänomens vorgestellt. Diese ist insofern “erweitert”, als bei ihr das dargestellte Bild nun nicht mehr nur unter einer bestimmten Perspektive und von einem bestimmten Winkel aus betrachtet werden kann. Was hat Braak nun aber genau gemacht? Er erstellte am Computer ein ein dreidimensionales Objekt – einen Würfel – und projizierte diesen in einen real existierenden Raum. Mittels einer speziellen Vorrichtung wurde nun zudem die Position eines sich im Raum befindenden Betrachters und desse relative Position zum Objekt registriert und den Computer übermittelt. Ein spezielles Programm wertete diese Daten in Echtzeit aus und nutzte sie dazu, das Objekt so darzustellen, dass es dem Betrachter immer in 3D erscheint. Und da dieses Phänomen in Form von bewegten Bildern viel beeindruckender wirkt, als in meinen zweidimensionalen Worten, folgt nun ein Video. In diesem präsentiert uns der Künstler die Simulation seines Projekts zuerst kurz am Computer und dann folgt der Real-Life-Einsatz:  (weiterlesen …)

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404-Marketing bei Digg: Burger King setzt auf Fehlermeldungen26.03.10

In den USA ist gerade die neue Burger King-Kampagne angelaufen. In den diversen Clips geht es um einen Typen, der mit traurigem Blick auf seine Finger schaut und sagt: “Ich habe richtig Hunger auf einen dicken Cheeseburger.” – “Ja, und?”, wird er dann gefragt. “Na, ich schäme mich, weil meine kleinen Hände dann noch kleiner aussehen, wenn ich ihn esse.” Die Hände sind tatsächlich winzig. Über den Humorgehalt der Filmchen lässt sich vermutlich streiten, über die Polytoxikomanie der Angestellten der ausführenden Werbeagentur eher nicht. Jedenfalls ging es ihnen kurze Zeit später darum, die Kampagne vom Fernseher in das Netz zu ziehen. Das Budget für dieses Vorhaben schien nicht allzu kolossal zu sein, weshalb man sich eher für die kleine, stille, intelligente Cross-Media-Variante entschied: Typo-Marketing! (weiterlesen …)

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Fotoprojekt Alter Ego: Wie sehen die Menschen hinter ihren Avataren aus?26.03.10

Robbie Cooper ist Fotograf. Im Jahr 2003 erlebte er nach eigenen Worten ein einschneidendes Erlebnis, als er den “CEO eines großen Unternehmens” ablichtete, der sich als regelmäßiger Besucher virtueller Welten outete. Sie seien der einzige Weg, um mit seinen Kindern in Kontakt zu treten, die seit der Scheidung bei seiner Ex-Frau wohnten. Die Gespräche kreisten über Hausaufgaben und den Alltag, so der Manager. Cooper kam ins Stutzen und begann über den Zusammenhang der menschlichen Psychologie und den schnöden Pixelabbildungen der Realität nachzudenken.

Die nächsten drei Jahre verbrachte er damit, Korea, China, Frankreich und Deutschland zu bereisen, um einen Vergleich anzustellen: Wie sehen die Menschen hinter den Avatern aus, die Welten wie Second Life oder World of Warcraft bevölkern? Um es vorweg zu nehmen: Der Unterschied ist in großer Häufigkeit frappant minimal! Cooper kontrastierte Screenshots mit Portraifotos und stellte den betroffenen Personen einige Fragen. “Ich habe vor einem Jahr das erste Mal etwas von virtuellen Welten gehört – und es war ein Schock! Ein positiver Schock”, erklärt so beispielsweise ein 52-jähriger Hotelier aus Brüssel. “Ich bin ein großer Fan von Marvell-Comics und Fantasy-Büchern. Dank diesen Dingen habe ich viel geträumt und als ich dann mit dem Online-Spielen begann, war es, als ob all die Geschichten zum Leben erweckt würden.” (weiterlesen …)

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