Angst vor Absprüngen: Facebook will Nutzer schon nach der Erstanmeldung integrieren
Kein Zweifel, der Laden brummt. Hierzulande konnte Facebook im Vergleich zum vergangenen Jahr um 291 Prozent bei den Unique Visitors zulegen. Im März besuchten 15 Millionen deutsche Nutzer das soziale Netzwerk. Damit wurde jede einzelne Community der VZ-Konkurrenz überrannt: SchülerVZ, das größte der drei Netzwerke, kommt auf 9,3 Millionen. Sicher, wenn wir den kleinen Trick anwenden und alle drei Portale der Berliner in einen Topf werfen, stehen noch immer 21,4 Millionen VZ-Nutzer Facebook gegenüber – allerdings gibt es kaum Anzeigen dafür, dass es hier in naher Zukunft zu einem weiteren, signifikanten Wachstum kommen wird – zumal in einem dreistelligen Bereich.
Die Konkurrenz muss sich ranhalten. Dass sich Facebook in der Expansionspolitik keine Ruhe gönnt und immer weitere Benutzerkreise für sich erschließen will, zeigt auch ein gestern gelaunchtes Feature: Dazu wurde der Anmeldeprozess für neue User testweise ordentlich umgestellt: ab sofort spielt Facebook die Engagement-Trumpfkarte. Das Problem mit Plattform-Frischlingen besteht darin, dass mancher Nutzer nach der Registrierung schnell überfordert oder aber auch gelangweilt ist. Irgendwann droht die Gefahr des Absprungs. Wer sich heute bei Facebook anmeldet, bekommt deshalb ab sofort (noch nicht überall verfügbar) einen ganzen Korb an Unterhaltung angeboten: “Verbinde dich mit deinen Lieblingsstars, mit Unternehmen und Marken, um immer auf dem Laufenden zu bleiben”, heißt es nun in Schritt 4 des Anmeldeprozesses.
Dieser Kniff ist im Netz nicht neu hat beispielsweise schon eine Menge dazu beigetragen, dass Twitter die Absprungrate niedrig halten kann: Wer sich hier registriert, bekommt eine Liste mit folgenswerten Personen angezeigt, damit es direkt losgehen kann. Und um selbst neugierige Besucher ohne Account schnuppern zu lassen, werden seit einiger Zeit auch einige Top-Twitterer auf der Startseite präsentiert. Als Google den Buzz startete, verhielt es sich ähnlich. Wer den Dienst zum ersten Mal nutzte, fand automatisch eine Liste seiner Kontakte, mit denen er einmal gemailt oder gechattet hatte, dort wieder – was Datenschützer naturgemäß auf die Palme brachte.

Zum Start des neuen Features hat sich Facebook zunächst hauptsächlich auf die Vorschläge diverser Promi-Seiten konzentriert (Obama, Lady Gaga und so weiter). Es ist aber davon auszugehen, dass das Netzwerk verstärkt die versprochenen Unternehmen und Marken mit einbeziehen wird. Das hätte auch den netten Nebeneffekt, dass Zuckerberg die betreffenden Firmen für diesen dezenten Hinweis an die neuen Nutzer zur Kasse bitten könnte, die im Gegenzug neue Besucherströme auf ihren Seiten verzeichnen können.
(André Vatter)
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@Gumbel: Das wird sich eher noch verstärken in naher Zukunft: http://www.basicthinking.de/bl.....umspannen/
xing ist eine “profi”plattform – kwick, fb, *vz hingegen spaß seiten.
ich erinnere nur daran als, glaub es war readwriteweb, über facebook als zentraler login berichtet hat und mehrere tausend user nicht mehr auf facebook geleitet wurden beim stichwort “facebook login”, sondern auf readwriteweb – und ganz verdutz waren.
facebook ist ein phänomen. die leute dort wissen aber haargenau dass die plattform, so wie sie heute ist, nicht lange bestehen wird. gadgets, spiele und co binden die leute zwar – aber wer mit einem iq über toastbrot spielt den langen tag farmville?
von datenschutz und den umgang mit persönlichen daten gar nicht erst zu spreche….
Bei VZ bin ich auch nur, wegen dem Studium, weil’s es ohne fast nicht geht. Schon allein die krassen Mathe-Hausaufgaben, wäre ohne VZ schlimm bzw. noch schlimmer.
Waren die Zeiten noch toll, als man sich einfach zusammen gesetzt hat. =)
Die dummen Spiele blockier ich, schon gehen sie nicht mehr auf den Sack.