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Archive for 04.2010

Lok-It: Robuster USB-Stick mit eigenem PIN-Tasteneingabefeld26.04.10

USB-Sticks mit Passwortabfrage kennt mittlerweile jeder – das Nervige daran ist und bleibt allerdings, dass die diversen Sicherheitsfeature jedes Mal über eine Extra-Software realisiert werden. Zum einen hat das Folgen für den plattformübergreifenden Datentransport – zum anderen sind viele der Lösungen schlicht nicht sicher genug (schaut euch mal das Video dazu an).

Die Systematic Development Group hat sich daher Gedanken darüber gemacht, wie sich die Inhalte von Flash-Speichern vor den Augen unbefugter Dritter ohne wenn und aber verbergen lassen. Und jetzt bitte nicht lachen: die Entwickler haben sich einen USB-Stick mit integriertem Tastenfeld für die Eingabe eines PINs ersonnen! Den “Lok-it” getauften Stick gibt es in zwei Ausführungen, einmal als Modell mit fünf oder zehn Tasten. Außerdem stehen die Speichergrößen 2, 4, 8 und 16 Gigabyte zur Verfügung. (weiterlesen…)

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Menschliche Roboter: Spammer bezahlen ‘Mitarbeiter’ fürs Lösen von CAPTCHAs26.04.10

Es dürfte kaum einen Web-Surfer geben, der sie nicht schon einmal gesehen hat: CAPTCHA-Eingabefelder. Sei es bei dem Versuch, sich einen E-Mail-Account zu erstellen oder bei der Anmeldung auf irgendeiner Internet-Plattform. Wie man der offiziellen Website entnehmen kann, steht CAPTCHA für Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart. Übersetzt heißt es so viel wie ”Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden”. Durch das Abfragen von mal mehr und mal weniger gelungenen Zahlen- und/oder Buchstabenkombinationen soll also festgestellt werden, ob es sich bei dem User um einen menschlichen oder aber einen robotischen Seitenbesucher handelt. Und das soll in erster Linie der Spam-Vermeidung dienen. Wie erfolgreich das System (für sich alleine genommen) ist, kann ich nicht beurteilen. Fest steht aber offenbar, dass sich Spammer neurdings menschlicher Helfer bedienen (müssen), um dieses System zu überlisten.

Wie die New York Times berichtet, werden die Ärmsten der Armen in Entwicklungsländern wie Bangladesch oder Indien für nichts anderes angeheurt, als um in monotoner Arbeit die CAPTCHA-Zeichenfolgen in die entsprechenden Eingabefelder von Mail-Anbietern zu tippen. Die neue erstellten und somit für Blacklists und Filter noch unbekannten Accounts werden dann genutzt, um wieder für eine Weile ungehindert Junk-Mails verschicken zu können. Für 1.000 “entzifferte” CAPTCHAS erhält ein solcher Arbeiter, deren Zahl auf “Tausende” geschätzt wird, zwischen 80 US-Cent und 1,20 US-Dollar. Diese Preise sowie auch die dazugehörigen Angebote kann jeder Interessierte Seiten wie Freelancer.com entnehmen, wo die Spammer sich offenbar völlig unbehelligt ihre Mitarbeiter rekrutieren. (weiterlesen…)

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Microsoft: Jeder vierte Deutsche ist ein ‘Raubkopierer’26.04.10

Eigentlich ist der Tag des geistigen Eigentums kein Tag der Aufklärung. Es ist der Tag der Zahlen, Studien und vor allem der Lobbyarbeit – die der Rechteinhaber als auch die der Gegner. Microsoft beispielsweise verrät heute die Details zu einer neuen Emnid-Umfrage, nach der jeder vierte Deutsche ein Software-Pirat sei. Wie der typische Schwarzkopierer so drauf sei? Nun, er sei “jung, männlich, gebildet – und ohne schlechtes Gewissen”, so Microsoft. Ingesamt wurden 1.000 Personen befragt. 28 Prozent der Piraten hätten Abitur oder einen Uni-Abschluss, drei von zehn gingen noch zur Schule.

Der Softwareriese stößt sich vor allem an dem laxen Ton der Debatte. Immerhin habe nur jeder siebte Computerbesitzer, der schon einmal eine illegale Kopie erstellt hat, auch ein schlechtes Gewissen. Offenbar wollte Microsoft austesten, ob die Deutschen überhaupt so etwas wie ein Unrechtsbewusstsein haben und bat TNS Emnid deshalb gleichzeitig, einmal nachzubohren, was die Nutzer sagen würden, wenn man ihre Bilder, Texte und Songs ungefragt vervielfältigen würde. 80 Prozent der Befragten fanden das wiederum nicht ganz so prickelnd. Microsofts Fazit: “Dieses Gefühl geht über alle Bildungsschichten hinweg und zeigt, dass das Prinzip des geistigen Eigentums generell nachvollzogen werden kann.” (weiterlesen…)

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iFixit-Relaunch: Mit globaler Reparatur-Community gegen den Elektroschrott26.04.10

Die Idee ist so einfach wie genial – wie auch lange überfällig. Heute haben wir die Wikipedia, die uns die Welt erklärt, die IMDb verrät alles über Filme, WolframAlpha bereitet statistisches Wissen auf. Doch es gibt keine gescheite Seite, die uns an die Hand nimmt und uns das Vertrauen gibt, sich mit einem Schraubenzieher selbst einem defekten Fernseher nähern zu können.

iFixit ist bekannt dafür, Dinge zu reparieren. Noch bekannter ist das Unternehmen aber dafür, Dinge auseinanderzunehmen und allerlei Gadgets akribisch genau zu sezieren. Im Zuge eines Relaunches der iFixit-Seite, der zum Earth Day stattfand, wurde nun ein großartiger Plan in die Tat umgesetzt. iFixit will das Wissen, das nötig ist, um “alles” zu reparieren, für alle Menschen auf dem Planeten kostenlos zugänglich machen. Die Reparaturanleitungen werden im Wikipedia-Stil beigesteuert: Wer Ahnung von Technik hat und gerade seine alte AEG-Mikrowelle wieder in Stand gesetzt hat, kann dieses wertvolle Wissen ab sofort mit anderen teilen. (weiterlesen…)

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Twitter setzt auf Kurznachrichten: Über eine Milliarde SMS-Tweets pro Monat veröffentlicht26.04.10

Seit Kurzem scheint Twitter auf der Spuren der Großen der Branche zu wandeln. Zumindest was die Übernahmepolitik anderer Unternehmen anbelangt. War der Microblogging-Dienst bisher nicht durch derartige Akquisitionen aufgefallen, wurde am vergangenen Freitag nun schon die zweite (nach dem Kauf von Tweetie) innerhalb eines Monats verkündet. Kevin Thau, seines Zeichens Chef für die Mobile-Produkte und -Strategien bei Twitter, teilte am vergangenen Freitag auf dem Unternehmensblog mit, dass man sich das Start-Up Cloudhopper einverleibt hätte. Hierbei handelt es sich um ein erst vor zwei Jahren in Seattle gegründeten Anbieter für SMS-Technologien, mit dem Twitter vor der Übernahme bereits acht Monate zusammengearbeitet hatte. Entweder, um auf lange Sicht Geld zu sparen, oder um nicht wertvolle Zeit darauf verschwenden zu müssen, sich das benötigtes Know-how selbst anzueignen, hat man sich nun also zum Kauf entschlossen.

Und wofür brauchen die Verantwortlichen des Microblogging-Dienstes nun so dringend die Hilfe eines Kurznachrichten-Spezialisten? Laut Blogeintrag rührt die Buchstaben-Beschränkung der Tweets auf 140 Zeichen daher, dass man den Usern die veröffentlichten Postings in ihrer vollen Pracht auf jedem noch so alten oder veralteten mobilen Gerät lesbar machen wollte. Und weiterhin will. Auch wenn viele Smartphone-Besitzer mit ihren Internet-Flatrates (mich eingeschlossen) das heutzutage kaum glauben mögen: viele Tweets werden noch per SMS verschickt. Twitter gehört eigenen Angaben zufolge zu den Plattformen mit dem weltweit größten SMS-Volumen, pro Monat werden etwa eine Milliarde SMS-Tweets verarbeitet. Na wer hätte das gedacht? (weiterlesen…)

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Offiziell für tot erklärt: Sony stellt Produktion von Floppy Disks ein26.04.10

Es ist rührend, doch seien wir ehrlich: Welche Technologie kann schon von sich behaupten, drei Jahrzehnte auf dem Computermarkt überlebt zu haben? Wie am Wochenende bekannt wurde, wird Sony im kommenden Jahr die Produktion von 3,5-Zoll Disketten einstellen. Ich weiß gar nicht, wie viele von euch die Plastikmonster mit Schnappverschluss noch kennen; eine jede von ihnen fasste gerade mal 1,4 Megabyte – lachhaft nach heutigen Verhältnissen. Doch damals, vor allem in den Neunzigern, hatten wir ja nix anderes! CD-Roms oder gar geheimnisumwobene “Flash-Speicher” kannten wird nur aus den Science Fiction-Serien – oder von “Knoff Hoff“.

Sony hatte 1981 die erste Floppy Disk samt Lesegerät auf den Markt gebracht. Sie sollte die sensible 5,25 Zoll-Diskette (maximal 1,2 Megabyte Speicher) ablösen und stellte so etwas wie eine robustere und effizientere Weiterentwicklung dar. Anfangs war der Speicher schon ausreichend, zum Vergleich: Meine erster 386er kam um 1992 herum mit einer gerade einmal 42 Megabyte fassenden Festplatte. Doch mit der Zeit wurden die Programme immer datenintensiver, so dass andere Lösungen her mussten. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Informieren im Vorbeigehen25.04.10

Facebook

In dieser Woche war ich viel unterwegs und hab mich vornehmlich mit dem iPhone via Twitter und Facebook auf dem laufenden gehalten. Dabei kam ich ins Grübeln: Wie gut könnte ich mich wohl über ein Thema informieren, wenn ich gar keine Nachrichtenartikel mehr lese, sondern nur Statusupdates? Damit fiel der Startschuss zu einem kleinen Experiment. Das Thema, über das ich mich informieren wollte war Facebook. Denn schon beim bloßen Überfliegen der Timeline wurde klar: Da scheint in dieser Woche irgendetwas Großes passiert zu sein.

Das suggerierten alleine die Überschriften einschlägiger Newsportale oder Blogs. Eine kleine Übersicht:

Kampf um Internetherrschaft: Facebook will die Spinne im Netz werden (FTD)

f8-Konferenz: Facebook will das gesamte Internet umspannen (Basic Thinking)

OpenGraph: Facebook plant die Webherrschaft (YuccaTree)

Himmel und Hölle: Facebook greift nach den Sternen (Carta)

Facebook: Die Welt ist nicht genug (Off the Record)

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Facebook: Tipps für das Zurechtfinden im Privacy-Dschungel23.04.10

Wenn ein 450 Millionen User zählendes Netzwerk an der Privacy-Schraube dreht, sorgt das immer für Aufruhr – egal wie minimal die Veränderung auch ist. Ihr könnt euch vorstellen, was los ist, wenn Facebook diese Schraube kurzerhand komplett entfernt. Bleiben wir bei dem Bild: Nehmt ein x-beliebiges Rechner-Gehäuse, entfernt das ein oder andere Schräubchen und ihr werdet zwei Dinge feststellen. Allein deswegen fällt der Rechner noch lange nicht auseinander, aber dennoch wird er durchlässiger.

So ähnlich verhält es sich gerade bei Facebook. Wenn nämlich ausgewählte Unternehmen die Rechte erhalten, unsere Daten fernab der Facebook-Server zu horten, vervielfachen sich die Gefahren, irgendwo unterwegs diese Daten zu verlieren. Unsere Empfehlung an Facebook-User im Speziellen, aber auch jeden Menschen im Internet im Allgemeinen: Haltet die Hand auf den Daten, die ihr von Euch preisgebt. Justiert eure Profile so, dass ihr ruhigen Gewissens schlafen könnt und euch dennoch nicht Angeboten wie beispielsweise Facebook verschließen müsst. Im Falle des Branchen-Primus Facebook ist das leichter gesagt als getan. Je komplexer ein Netzwerk ist – und Facebook ist sehr komplex – desto schwieriger ist es, sich dort zurechtzufinden. Leider gilt das auch für die Sicherheitseinstellungen – erst recht, wenn man im deutschsprachigen Raum noch auf die entsprechenden Hilfe-Seiten warten muss. Es ist wie in einem Labyrinth. Daher wollen wir hier eine kleine Hilfestellung liefern, was ihr wie und wo konfigurieren könnt beziehungsweise solltet. Ich konzentriere mich dabei nur auf zwei, drei Punkte – denn ein komplettes Facebook-Tutorial würde den Artikel im Umfang sprengen und euch mehr zumuten, als ihr es hier sowieso schon von mir gewohnt seid. (weiterlesen…)

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Für Mensch & Tier zwischen 2 und 99 Jahren: iPad-Virals erobern das Netz23.04.10

Von so viel kostenloser Werbung für ihre Produkte, wie sie Apple gerade für sein iPad erhält, können andere Unternehmen wirklich nur träumen. So kursieren seit einiger Zeit beispielsweise Filmchen mit Katzen, Hunden und Kleinkindern auf YouTube, die die spielerisch-einfache Handhabung des Gadgets aufzeigen sollen (wer sie noch nicht kennt – kein Panik: ich habe sie weiter unten für euch zusammengetragen). Und nun setzt eine Omi aus dem 36.000-Seelen-Dörfchen Lake Oswego im US-Bundesstaat Oregon noch einen drauf.

Bei der alten Dame handelt es sich um Virginia Campbell, sie ist stolze 99 Jahre alt und frischgebackende iPad-Besitzerin. Ihre Töchter waren so nett, ihrer alten Mutter das Teil zu schenken, damit sie wieder Bücher lesen kann. Sie leidet nämlich am Grünen Star, einer Augenkrankheit, die im fortgeschrittenem Stadium zu Blindheit führt. So weit ist es bei ihr zwar noch nicht. Der passionierten Leserin, die in den 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts an einem College ihren Bachelor in Englischer Literatur erwarb, fiel das Lesen aber zusehends schwerer. Bis jetzt. Seit sie nämlich das iPad besitzt, das Buchseiten vergrößern und heller darstellen kann, hat sich ihr Leben verändert. Sie hat nun schon zwei Bücher auf dem Reader gelesen und zwölf Limericks darauf verfasst. So zumindest die Legende… Aber schaut sie euch an, die alte Lady. Ist schon süß, wie sie über dem Teil hängt und ihre Umwelt fast nicht mehr wahrnimmt: (weiterlesen…)

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Entscheidung gefallen: eBay darf den Mitgliedern PayPal aufzwingen23.04.10

eBay geht es gut. Überraschenderweise, möchte man meinen, immerhin – so mein subjektiver Eindruck – kaufen immer weniger Nutzer (mich eingeschlossen) auf der Auktionsplattform irgendwelche Waren. Dennoch stieg der weltweite Gewinn um elf Prozent auf 398 Millionen Dollar, bei einem Umsatz von 2,18 Milliarden Dollar (PDF-Quartalsbericht). Da sich die Plattform jüngst von der ungeliebten VoIP-Tochter Skype getrennt hat, dürften die Zahlen noch besser werden.

Doch eines zeichnet sich immer schärfer ab: eBay mutiert langsam aber sicher vom Auktionshaus zum Bankhaus. Der Warenhandel im Internet boomt, schnelle und vor allem sichere Bezahlungen sind gefragt und seitdem die wackeligen Beine der Medienbranche immer deutlicher hervortreten, gewinnt auch das Micropayment-Feld weiter an Bedeutung. eBay hat sich mit dem eigenen Bezahldienst PayPal deshalb früh in Stellung gebracht, im vergangenen Quartal konnte das Bezahlvolumen auf PayPal um 35 Prozent (!) auf satte 21,3 Milliarden Dollar gesteigert werden – Rekord! “Wir verbessern die Fundamente unseres Geschäfts, stärken den Marktplatz und arbeiten aggressiv daran, PayPal zur Nummer eins der globalen Online-Bezahldienste zu machen”, hatte eBay-CEO John Donahoe die Zahlen kommentiert. Die Akzeptanz sei phänomenal: “PayPal baut die Durchdringung von eBay und anderen E-Commerce-Plattformen weltweit weiter aus.” Der Kooperationsvertrag mit Facebook, der die Bezahlung virtueller Güter erlaubt, habe gefruchtet, ebenso die neue Plattform PayPal X, über die Entwickler mobile Transaktionen abwickeln können: “Tausende Anbieter” hätten sich seit dem Start im vergangenen Jahr für das Programm angemeldet. (weiterlesen…)

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Angriff auf Kartenanbieter: Google drängt mit eigner Navi-Lösung in den App-Store (Update)23.04.10

Wie viel ist es wert, wenn Google eine App für das iPhone offiziell bestätigt? Diese Frage habe ich mir heute morgen gestellt, nachdem Google auf einer Pressekonferenz in London seine Neuauflage der mobilen Navigationslösung präsentiert hatte. Dieses Turn-by-turn GPS-System kann ab sofort kostenlos als Update für Google Maps auf Android-Smartphones runtergeladen werden. Und – und jetzt kommen wir zu der angesprochenen Bestätigung - soll auch bald für das iPhone verfügbar sein. Wann genau, dazu wollte oder konnte man sich nicht äußern. Im Grunde genommen haben wir also die gleiche Situation, wie schon Ende des vergangenen Jahres. Seinerzeit hatte Vic Gundotra, Vice-Präsident der Google-Entwicklungsabteilung, bereits verkündet, man “arbeite eifrig” mit Apple an einer Navi-App fürs iPhone.

Ja, zu der Zeit hatte man sich aber auch noch lieb. Seitdem ist aber viel Wasser den Rhein hinabgeflossen und aus Freunden wurden Feinde. Zumindest, was das Geschäft angeht. Angefangen hatte alles mit der von Apple verschmähten Google Voice-App, schaukelte sich langsam aber sicher hoch und gipfelte dann vorläufig im Rauschmiss des Google-CEO Eric Schmidt aus Apples Aufsichtsrat. Und warum das alles? Weil sich die beiden Unternehmen zu stark gegenseitig in die Quere kamen und immer stärker im Revier des Anderen wilderten. Und nun kehren wir nochmal zum Anfang dieses Artikels zurück. Google verkündet also den Plan, seine App auf das iPhone zu bringen. Wie viel spricht nun dafür, dass dieser Plan gelingt? Nicht viel, wie ich finde. Und zwar deswegen: (weiterlesen…)

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Kindle-Jagd: Wettbewerb verstärkt mit TV-Spot Druck auf Amazon23.04.10

“Amazon Prime [eine Art Versand-Flatrate, die den Kunden rund 80 Dollar im Jahr kostet] hat gerade den fünften Geburtstag gefeiert, die Akzeptanz von Amazon Web Services durch den Kunden wächst weiter, der Kindle bleibt unser am besten verkauftes Produkt und zu Beginn der Woche erreichte unser Angebot für den Reader die Zahl von 500.000 Titeln”. Jeff Bezos, Gründer und Chef des US-amerikanischen Online-Versandhändler, ist sichtlich stolz auf das Erreichte. Und das kann er auch sein, wie die Zahlen fürs dritte Quartal belegen, die er am gestrigen Donnerstag vorgelegt hat.

So steigerte Amazon den Gesamtumsatz im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent auf 7,13 Milliarden US-Dollar. Sehr deutlich stieg auch der Nettogewinn in den ersten drei Monaten: lag er im Vergleichzeitraum 2009 noch bei 177 Millionen Dollar, so kletterte er nun um 68 Prozent auf 299 Millionen. Der Umsatz, den der Online-Händler mit seinen internationalen Seiten – in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Japan und China – erwirtschaftete, konnte um 45 Prozent auf 3,35 Milliarden Dollar hochgeschraubt werden – und übertrumpft fast schon die Geschäfte auf dem “Heimatmarkt” in den USA und Kanada. Dort wurden 47 Prozent Steigerung beziehungsweise 3,78 Milliarden Dollar Umsatz erzielt. Und zum Schluss noch eine interessante Zahl: Die mit Medienverkäufen weltweit erzielten Umsätze lagen zum ersten Mal unter denen, die Amazon mit Eletronik- und anderen Merchandise-Artikeln erreichte. Und wie schon bei dem Konkurrenten aus Cupertino, gibt es auch bei Amazon einen Hauptantreiber für die guten Umsätze: den Kindle. (weiterlesen…)

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Jetzt im Sonderangebot: 1,5 Millionen Facebook-Profile23.04.10


Der Zeitpunkt dürfte Mark Zuckerberg – so kurz nach Verkündung der neuen Netz-Annexionspläne – reichlich ungelegen kommen. Auf der anderen Seite kommen große Datenlecks eigentlich immer zum unpassenden Zeitpunkt. Wie die iDefense-Gruppe VeriSign berichtet, befinden sich derzeit Datensätze zu rund 1,5 Millionen Facebook-Profilen im Umlauf. Sie gehen auf die Bemühungen eines Hackers mit dem Namen Kirllos zurück, der sie derzeit in diversen Foren zum Verkauf anbietet. Seine Preisvorstellung: 25 bis 45 US-Dollar für ein Paket von tausend Profilen. Laut Rick Howard, dem Chef der Cyber Intelligence bei VeriSign, konnte er bereits 700.000 Datensätze an den Mann bringen.

Man mag sich fragen, was der Käufer mit solchen Informationen überhaupt anfangen will. Das ist schnell beantwortet: Genauso, wie das Word-of-Mouth-Prinzip im Online-Marketing Verwendung findet, funktioniert es auch bei Betrügereien im Netz. “Hey, schau dir mal dieses Video an, ich lach mich kaputt”, schreibt dann etwa überraschend der beste Freund. Dass die Nachricht jedoch von einem gehijackten Konto kommt, ist für niemanden ersichtlich. Der Empfänger klickt auf den Link und zieht sich dabei unbemerkt einen fiesen Trojaner, der Tür und Tor für illegales Ausspionieren öffnet. Derlei Aktionen sind schon heute alltäglich. Auch immer wieder gerne gesehen: “Hey, Martin. Ich steck wegen der Aschewolke am Flughafen in Palma fest und mein Dispo ist aufgebraucht. Kannst du mir was per Paypal schicken? Bekommst es dann nachher wieder. Danke.” Und wer kann dem Best Buddy in Not schon den Wunsch ausschlagen? (weiterlesen…)

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Quartalsbilanz: Microsoft punktet mit Windows 7, Bing macht eine gute Figur23.04.10

Einige Anleger sind undankbar – so, jetzt ist es raus. Microsoft hat die Quartalszahlen auf den Tisch gelegt, in der recht ordentliche Summen auftauchen. Der Umsatz konnte um sechs Prozent auf 14,5 Milliarden US-Dollar zulegen. Der Reingewinn machte einen Raketenflug nach oben und kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte 35 Prozent auf über vier Milliarden Dollar. Dennoch monierten die Investoren: “Da wäre ja wohl noch mehr gegangen.” Hintergrund der Unzufriedenheit sind die überraschend starken Ergebnisse, die andere Unternehmen aus der IT-Branche kürzlich vorlegen konnten, etwa Intel oder Apple. Sie hatten den Eindruck erweckt, dass die Krise endgültig überwunden sei und die Kunden wieder mit vollen Händen in die Regale greifen. So war es auch im Fall Microsoft – doch manche kriegen den Hals eben nicht voll genug, so dass die Aktie nachbörslich um drei Prozent absackte.

Jetzt, wo wir die Finanzen aus dem Blick haben, wenden wir uns mal der Performance der einzelnen Produktsegmente im Hause Microsoft zu. Die neue Sperrspitze lautet natürlich Windows 7: Peter Klein, Chef-Kassenwart bei den Redmondern, bezeichnet die Neuauflage des Betriebssystems als “Wachstumsmotor” – der Umsatz mit Windows als Produkt konnte nur aufgrund der Nummer 7 um 28 Prozent im Vorjahresvergleich wachsen. Laut Microsoft läuft nun auf Zehn Prozent aller PC Windows 7, was es zum “am schnellsten verkauften Betriebssystem aller Zeiten” mache. Wen wundert es? Laut Gartner sind im selben Quartal die weltweiten PC-Verkäufe durch die Decke gegangen, insgesamt 84,3 Millionen Rechner und damit über 27 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal gingen über die Ladentheke. Vor allem im Europa steigt derzeit der Bedarf überraschenderweise wieder. (weiterlesen…)

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Twitter wörtlich genommen: Vögelchen trällert bei Updates in der Timeline22.04.10

Ratet mal, was auf dem rechten Bild zu sehen ist. Kleine Hilfe: Es handelt sich um etwas, das ihr als Geschenk für Social Media-Geeks nutzen könntet. Vor allem für jene, die euch nicht direkt einen Arztbesuch empfehlen, wenn ihr von twitternden Waschmaschinen (@pimpy3wash) oder Toastern (@mytoaster) sprecht. Es handelt sich nämlich um die Rückseite einer Twitter-Kuckucksuhr. Anders als die zuvor genannten Haushaltsgeräte, kann diese aber keine Tweets verschicken, sondern nur empfangen. Dafür zwitschert bei den anderen aber kein schönes, blaues Vogelchen, das aus seinem Häuschen schießt, sobald ein neues Update in der User-Timeline erscheint.  

Und so funktioniert die gepimpte traditionelle Schwarzwälder Wanduhr: Herzstück des Häuschens ist ein Chumby, eine Art Mini-Computer, der das System steuert. Darauf installiert befindet sich ein Linux-Betriebssystem. Angeschlossen daran sind ein Controller-Board und ein WLAN-Dongle, über den der Kontakt zum Internet hergestellt wird. Außerdem ist der Chumby mit einem Display verbunden, das sich auf der Vorderseite des Häuschens befindet und die Tweets anzeigt. Diese werden über eine spezielles Widget eingezogen, das sich mit der Twitter-API verbindet. Die Mechanik des Vogels schließlich wird von einem Arduino-Microcontrollerboard gesteuert. Und wie das alles dann im Zusammenspiel funktioniert, könnt ihr nach dem More-Tag sehen: (weiterlesen…)

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