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Archive for 04.2010

Flash auf dem iPhone: Dev-Team-Hacker portiert Android auf Apple-Gerät22.04.10

Wie wäre es mit Flash auf dem iPhone? So ganz ohne die Erlaubnis von Herrn Jobs einholen zu müssen. Bisher undenkbar, nun aber durchaus im Bereich des Möglichen. Das halbe Gesicht, das ihr auf dem Screenshot sehen könnt, gehört zu David Wong. Er ist ein in der Szene nicht ganz unbekannter iPhone-Hacker (gehört unter anderem zum Dev-Team) und hat am gestrigen Mittwoch für die Nachricht des Tages gesorgt. Es ist ihm nämlich gelungen, Googles Smartphone-OS Android auf das iPhone zu portieren (Video nach dem More-Tag).

Zunächst zwar nur auf den Geräten der ersten Generation und in einer Art ”Alpha”-Phase, aber es läuft. Auf seinem Blog Linuxoniphone schreibt Wong, dass es ziemlich einfach sein dürfte, dies auch auf dem 3G zu bewerkstelligen, etwas komplizierter soll es aber beim 3GS sein. Schade. Aber ein erster Schritt ist getan. Strenggenommen ist es sogar schon der zweite. (weiterlesen…)

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Wieder Zoff um ‘Street View’: Google kartografiert unerlaubterweise WLAN-Netze22.04.10

Und noch einmal Google. Bevor ihr aber gelangweilt die Augen verdreht, lasst mich kurz sagen, dass es um ein dickes Ding in Sachen Datenschutz geht. Zumindest sieht es Peter Schaar so, unser deutscher Datenschutzexperte und aktuelle Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Wie der Nachrichtensender N24 auf seiner Internetseite berichtet, ist Schaar entsetzt über die Entdeckung, dass Google mit Street View nicht nur die Straßen, sondern in einem Aufwasch auch gleich sämtliche WLAN-Netze unserer Republik erfasst.

Google hat zwar noch keine direkte Stellungnahme zu diesem Vorwurf abgegeben: “Eine schriftliche Antwort auf Fragen über die genauen technischen Vorgänge und Hintergründe dieser Erfassung haben wir von Google nicht erhalten”, so Schaar. Immerhin räumte das Unternehmen aber ein, dass dies grundsätzlich möglich sei. Die Fahrzeuge, die auf Deutschlands Straßen für den “Street View”-Dienst unterwegs seien, wären nämlich mit technischen Geräten ausgestattet, die das Aufspüren und die Kartografierung von WLAN-Netzen möglich machten. Eine Untersuchung der Fahrzeuge durch Schaars Behörde sei aber nicht gestattet worden. (weiterlesen…)

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Earth Day: Warum ein ‘Doodle’ einfach nicht ausreicht22.04.10

Auf den Tag genau heute vor 40 Jahren hatte ein US-Politiker zur Abwechslung mal eine gute Idee. Gaylord Nelson, seinerzeit Senator des Bundesstaates Wisconsin, wollte die Welt auf die wachsende Problematik der Umweltverschmutzung aufmerksam machen. Hierzu startete er eine Aktion – das “Environmental Teach-in” -, die aufgrund ihrer Akzeptanz durch die Bürger und ihre Popularität zunächst in den Stand eines nationalen Feiertags erhoben wurde. Später setzte sich die Aktion auch international durch und findet seitdem alljährlich unter dem Namen “Earth Day” (“Tag der Erde“) in mittlerweile über 175 Ländern weltweit statt. Das Credo “Global denken, lokal handeln” blieb dabei stets unverändert und fordert die Menschen dazu auf, über die Art ihres Konsumverhaltens nachzudenken. Und wer heute schon das Zettelchen von seinem Abreisskalender gerissen oder eine Google-Suchanfrage gestartet hat, der wird wissen: heute ist wieder der Tag der Erde.

Und weil dem so ist und wir ein Tech-Blog sind, habe ich Folgendes getan: Ich habe mal im Internet recherchiert, welche Aktionen die Tech-Unternehmen, über die wir hier immer berichten, sich für heute ausgedacht haben. Immerhin gehören viele von ihnen beispielsweise durch ihre Server-Farmen und Produktionsstätten zu größten Stromfressern und dadurch zu den nicht unerheblich an der Umweltzerstörung beteiligten Konzernen. Das Ergebnis war ernüchternd. Bis auf Googles Doodle-Aktion habe ich nichts gefunden (wenn jemand von euch etwas entdeckt hat, bitte in den Kommentaren posten). Ich habe daher aus der Not eine Tugend gemacht und zusammengetragen, was ich über den Stromverbrauch und dem sich daraus ergebenden CO2-Ausstoß von Google in Erfahrung bringen konnte. (weiterlesen…)

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f8-Konferenz: Facebook will das gesamte Internet umspannen21.04.10

Gerade eben wurde die f8-Konferenz in Kalifornien von Mark Zuckerberg mit einer Keynote eröffnet. Dort erklärte er der gespannt lauschenden Welt, wie die Zukunft von Facebook aussieht beziehungsweise wie in seinen Augen die Zukunft des Internets aussieht. Direkt zu Beginn seiner Ausführungen nennt er die Schwerpunkte der Keynote, der Konferenz und der Bemühungen Facebooks aktuell und bringt sie mit folgenden Schlagworten auf einen Nenner:

  • Open Graph
  • Instantly Social
  • Simple

Im Laufe der Konferenz werden Zuckerberg und seine Mannen den Anwesenden in aller Tiefe diese Punkte erläutern – und was sie für Facebook und uns alle bedeuten. In seiner Rede – in welcher er von FriendFeed-Gründer und Ex-CEO Bret Taylor unterstützt wurde – ist er lediglich grob auf die technischen Details eingegangen und hat stattdessen die Tragweite des Konzepts umrissen. (weiterlesen…)

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Schwachstelle in Google-Dienst: Experten nutzten HTTP-Übertragung für Hack21.04.10

Nutzt jemand von euch das Google-Feature “Webprotokoll“? Kurz für die, die es nicht kennen: User, die mit ihrem Google-Account angemeldet sind, erhalten durch Aktivierung von Webprotokoll die Möglichkeiten, ihre Webaktivitäten auf vielfältige Weise zu verwalten, Auskunft über Trends ihrer Webaktivitäten zu erhalten und – besonders wichtig für den nachfolgenden Kontext – personalisierte Suchergebnisse aufzurufen. Diese basieren auf den Daten, die die Suchmaschine trackt, wenn ein User über Google eine Website ansteuert oder eine Suchanfrage durchführt (weitere Infos zu dem Feature gibt es bei der Google-Konten-Hilfe). Auf der Basis dieser Daten werden dem Suchenden auch speziell auf ihn zugeschnittene Suchvorschläge geliefert. Dieses, jedem User von der “normalen” Suche bekannte “Google Suggest” funktioniert so, dass der Datenkrake während der Eingabe eines Suchbegriffs bereits antizipiert, was der User meinen könnte. Und entsprechend unterbreitet er ihm dann möglicherweise passende Vorschläge – und bei der Nutzung von Webprotokoll sind diese eben zudem personalisiert. 

Okay, nächste Frage: Ist jenen (vermutlich sehr wenigen) von euch, die die Web History-Funktion nutzen, zwischen Februar und März dieses Jahres aufgefallen, dass Google die Suggest-Funktion in dieser Zeit außer Betrieb gesetzt hat? Falls ja, und ihr euch gewundert habt, warum – hier ist die Antwort: Eine Gruppe europäischer Wissenschaftler hatte dem Suchgiganten zuvor nämlich die Ergebnisse einer eigenen Untersuchung präsentiert. Und darin beschreibt sie, wie es ihr gelang, Googles personalisierte Suchvorschläge zu hijacken und sich dadurch unter anderem Zugang zu seinem passwortgeschützten Webprotokoll-Account zu verschaffen und interessante Informationen über sein Surfverhalten zu erfahren. Und das funktioniert im Kern so: (weiterlesen…)

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Linkhaftung auf Twitter: Das sagt der Anwalt dazu [Interview]21.04.10

Auf die Ankündigung folgte das große Flattern. Am Mittwoch hatte das Landgericht in Frankfurt am Main einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung stattgegeben. Darin wurde es einem Nutzer untersagt, über seinen Twitter-Account auf eine Seite zu verlinken, auf der “Vielzahl wahrheits- und wettbewerbwidriger Behauptungen” zu Lasten des Antragstellers zu finden waren. Damit wurde in Deutschland zum ersten Mal eine richterliche Entscheidung zum Thema Twitter und Links gefällt, was eine Großzahl der Nutzer naturgemäß verunsicherte.

Um ein wenig für Aufklärung zu sorgen, haben wir uns mit dem Anwalt Henning Krieg unterhalten, der so nett war, uns ein paar Antworten zu liefern. Hennig hatte sich am Mittwoch schon kurz nach der Veröffentlichung der Entscheidung auf seinem Blog mit den Konsequenzen der Verfügung auseinandergesetzt. Darüber hinaus ist er natürlich auf Twitter (@kriegs_recht) und als Co-Autor bei onlinespielrecht.de unterwegs. Und schon geht es los:

Hallo Henning, wie funktioniert das mit der Linkhaftung? Kann ein Twitterer für Links haften, die er auf Twitter postet?

Ganz klar: Ja. Twitterer können für die von ihnen getwitterten Links haften – die aktuelle Entscheidung des Frankfurter Landgerichts zeigt das. Das ist übrigens im Prinzip nichts Neues: Schon 1997 hat das Amtsgericht Berlin Tiergarten ein erstes Urteil zur Verantwortlichkeit für Links zu rechtswidrigen Webseiten gefällt. Und seitdem gab es eine Menge weiterer Urteile, mit denen “Linksetzer” in die Haftung genommen wurden. Professor Hoeren hat in seinem kostenlos downloadbarem Skript zum Internet-Recht eine große Zahl dieser Urteile aufgelistet und kurz zusammengefasst. Das Skript ist online verfügbar, das Kapitel zur Linkhaftung beginnt auf Seite 425. (weiterlesen…)

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RapidShare: Ist Changs Rauswurf eine Absage an die Unterhaltungsindustrie – oder die Nutzer?21.04.10

Der Schweizer One-Klick-Hoster RapidShare hat heute überraschend angekündigt, dass man sich von seinem bisherigen Geschäftsführer Bobby Chang getrennt hat. Chang war lange Zeit der Lenker und das Sprachrohr des Unternehmens. Bei der Begründung des Entschlusses hält sich RapidShare bedeckt: Man habe sich in “gegenseitigem Einvernehmen” mit “sofortiger Wirkung” getrennt. “Wir wollen die Erfolgsgeschichte von RapidShare noch schneller und konsequenter fortschreiben”, sagte der Gründer Christian Schmid, der nun übergangsweise Changs Platz einnehmen wird. “Wir glauben, dass wir dieses Ziel mit einer anderen Führungspersönlichkeit besser erreichen können – zugunsten von Kunden, Partnern und Nutzern.” Das klingt, als hätte es Ärger gegeben.

Über die genauen Hintergründe des Rauswurfs kann nur spekuliert werden, da RapidShare kein weiteres Statement zu dem Entschluss abgibt. Doch das Unternehmen ist nicht gerade für Transparenz und Legalität bekannt; Wenn man sich die aktuellen Studien ansieht, wie viel Traffic von P2P-Börsen gerade zu den One-Klick-Hostern abwandert, dürfte das einige Fragen beantworten. Chang hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Versuche unternommen, die Firma aus der rechtlichen Grauzone herauszuführen. Schon heute werden hin und wieder auffällige Konten gesperrt: “Wenn wir durch Rechteinhaber darauf aufmerksam gemacht werden, dass einzelne Kunden offensichtlich wiederholt oder im großem Umfang Raubkopien über unseren Service verbreiten, behalten wir uns das Recht vor, die betreffenden Accounts fristlos zu kündigen”, hatte das Unternehmen im März den Nutzern gegenüber erklärt. (weiterlesen…)

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Microsoft über Windows Phone 7: ‘Wir haben etwas Besseres als Copy&Paste.’21.04.10

Das neue Handy-Betriebssystem von Microsoft, Windows Phone 7, wird ohne Copy&Paste für die Nutzer kommen. Das ist nicht verwerflich, immerhin brauchte Apple zwei geschlagene Jahre, um die Funktion in die iPhone-Firmware zu integrieren – Android-Nutzer lachten sich in Anbetracht der “Riesennachricht” damals ins Fäustchen.

Doch wie nun bekannt wurde, hat Microsoft offenbar gar nicht die Absicht, Copy&Paste jemals für Windows-Handys verfügbar zu machen. In der WP7-Community (Registrieren erforderlich) ist ein offizielles Video aufgetaucht, in dem erklärt wird, wie das Kopieren und Einfügen einzig und allein durch vorhandene Bordmittel erledigt wird. Microsoft nennt die Funktion “Smart Sensing”. Und sie funktioniert so:

Wenn mir ein Bild im Browser gefällt und ich es weiterleiten möchte, reicht es aus, es lange auf dem Touchdisplay zu berühren. Dann öffnet sich ein Auswahlfenster, in dem ich die Möglichkeit habe, das Bild als MMS, über Windows Live oder per Mail zu versenden. So einfach geht das. Auf ähnliche Weise funktioniert das auch mit dem Weiterleiten von URLs – länger berühren, ein Fenster öffnet sich, weg damit. Ich habe gerade bei YouTube noch einmal rumgewühlt und ein inoffizielles Video (wahrscheinlich eines Entwicklers) gefunden, das “Smart Sensing” in Aktion zeigt. (weiterlesen…)

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Krösus Apple: Dank 8.750.000 iPhone-Besitzer zum Rekord-Quartal21.04.10

Auf ausdrücklichen Wunsch vereinzelter Leser hin, die uns per Mail kontaktiert haben, fasse ich nachfolgend kurz die von Apple am gestrigen Dienstag veröffentlichten Quartalszahlen zusammen. Es möge sich aber bitte anschließend niemand darüber beschweren, dass hier das Unternehmen aus Cupertino explizit gelobt wird und das Wort “iPhone” mehr als einmal Erwähnung findet. - Aber Spaß beiseite: Die Zahlen, die Steve Jobs vorzuweisen hatten, dürften den Puls der Aktionäre nicht unerheblich in die Höhe getrieben haben – vor Freude, versteht sich. Und möglicherweise wurden sie dadurch auch wieder versöhnt und nehmen es dem Apple-Imperator nicht übel, dass er ihnen noch vor zwei Monaten eine Dividenden-Ausschüttung verwehrt hatte.

Bevor ich nun also zu den nackten Zahlen komme, nehme ich das Ergebnis vorweg: Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2010 (das am 27. März endete) war das erfolgreichste zweite der gesamten Firmengeschichte. Und die began bereits 1976. Seitdem wurden noch nie ein so hoher Umsatz und Gewinn zu einem so frühen Zeitpunkt (also einem Nicht-Weihnachtsquartal) erzielt. Und wem ist das zu verdanken? Jobs auch, ja, - aber in erster Linie den Käufern des iPhone. Im zurückliegenden Quartal haben sich 8.750.000 unserer Mitmenschen dafür entschieden, Besitzer eines Apple-Smartphones zu werden (zumindest wurde es so oft verkauft, denn es kann ja sein, dass der eine oder andere zwei oder mehr besitzt). Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Anstieg um 131 Prozent. Die iPhone-Verkäufe haben sich somit mehr als verdoppelt.  (weiterlesen…)

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Buzz: Kaum ein ‘Mensch’ nutzt den Google-Dienst21.04.10

Als Buzz im Februar dieses Jahres an den Start ging, hatte Google große Ziele und weckte beim User hohe Erwartung. Nach einigen zuvor vorgenommenen und weitgehend erfolglosen Vorstößen in den Social Media-Bereich – als Beispiele können Orkut oder Jaiku genannt werden - wollten Brin und Page dieses Mal alles richtig machen. Im Stile der Beatles wollten sie sich Inspirationen bei den anderen holen, das Beste aus deren Konzepten extrahieren und dann zu etwas eigenem mit Mehrwert zusammenfassen. So entstand eine Art mobiler Twitter-FriendFeed-Klon. Die Rechnung ging aber offenbar nicht ganz auf, wie die Untersuchung des Online-Werbenetzwerks Chitika nahelegt, über die ich vor Kurzem hier auf dem Blog geschrieben habe. Demnach ist der Buzz um Buzz merklich abgeflaut, das Interesse an dem Dienst bewegt sich auf Flatline-Niveau. Da dieses Ergebnis aufgrund der relativ eindeutigen Zahlen wenig Spielraum für Interpretationsmöglichkeiten bot, drängte sich die Frage auf, ob den überhaupt irgendjemand Buzz nutzt, und wenn ja, wie?

Dieser Frage sind nun die die Social-Media-Analysten von PostRank nachgegangen. Dazu trackte das Unternehmen mittels eines eigenen Systems das Buzz-Engagement im Web (zu deutsch: es wurden alle öffentlichen Buzz-Feeds von einem selbstentwickelten Programm aufgestöbert und ausgewertet). Dabei kam Folgendes heraus: Sage und schreibe 90 Prozent des gesamten Contents, der über Buzz publiziert wird, stammte von Bots. Was bedeutet das? (weiterlesen…)

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Kein Flash für das iPhone: Adobe kehrt Apple endgültig den Rücken21.04.10

Dass sich zwischen Adobe und Apple etwas Düsteres zusammenbraut, war allen klar: Schon seit Jahren versucht Adobe, Flash als Browser-Plugin auf das iPhone einzuführen – immer vergeblich. Dann keimte neue Hoffnung mit der Flash Creative Suite 5, einer Entwicklerumgebung, die es Programmierern unter anderem gestattet, Apps zu erstellen und sie später für beliebige Plattformen verfügbar zu machen. Doch mitten im Jubel des Releases platzte Apple plötzlich mit der Meldung in die Medien, dass man Flash – so oder so – auf dem iPhone laut neuen SDK-Regeln nicht dulden werde. Programme seien ausschließlich und direkt in den Sprachen C, C++ oder Objective-C zu erstellen. Alles andere würde aus dem App Store fliegen, weil es sich lediglich um “minderwertige” Apps handeln würde, hatte Steve Jobs gesagt.

Adobe biss sich auf die Unterlippe: Jetzt hat man ein tolles Tool auf den Markt gebracht, das seine Arbeit hervorragend erledigt – doch de facto in der Praxis völlig nutzlos ist. Auf seinem Blog riet der Adobe-Produktmanager Mike Chambers deshalb nun ausdrücklich allen programmierenden Kunden davon ab, etwaige iPhone-Ambitionen ruhen zu lassen: “Das oberste Ziel von Flash war es immer gewesen, Entwicklungen für unterschiedliche Browser, Plattformen und Geräte zu ermöglichen”, so Chambers. “Offenbar ist das aber genau das Gegenteil von dem, was Apple will. Sie wollen die Entwickler an ihre Plattform fesseln und ihre Optionen einzuschränken, damit sie es schwerer haben, andere Plattformen zu erreichen.” (weiterlesen…)

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Neuer Google-Zensurindex: Deutschland spielt ganz oben mit21.04.10

“Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten”, heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Im Internet scheint es Deutschland mit dem Recht der freien Meinungsäußerung aber nicht ganz so genau zu nehmen – Google hat vor wenigen Stunden eine bemerkenswerte Blog-Meldung gebracht, die uns ganz klar aufzeigt: Wenn es um Löschen im Netz geht, spielen die Deutschen ganz weit oben mit.

Die Suchriese beschäftigt sich seit der China-Sache verstärkt mit staatlichen Eingriffen in den Suchindex und andere Google-Dienste. In der neu veröffentlichten Landkarte mit der Überschrift “Regierungsanfragen” gibt es ein Länder-Ranking, das anzeigt, wie häufig einzelne Staaten in das Netz eingreifen: Deutschland belegt mit 188 Löschanfragen zwischen Juli und Dezember 2009 den zweiten Platz hinter Brasilien, liegt aber immerhin noch vor Indien. In 94,1 Prozent der Fälle wurde den deutschen Anträgen auch Folge geleistet – auch das ist überproportional. Übrigens, zum Vergleich: Frankreich, Belgien, die Niederlande, Schweden, Finnland und die Schweiz – keines dieser Länder hat mehr als zehn Gesuche Richtung Google abgeschickt. (weiterlesen…)

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Microsoft wieder top: Studie bescheinigt hervorragende Social Media-Aktivitäten20.04.10

Wie war das noch? Durch das während der Arbeitszeit stattfindende Ansurfen von Seiten Sozialer Netzwerke durch ihre Mitarbeiter entstehen den Arbeitgebern astronomische wirtschaftliche Schäden? Davon scheint man bei Microsoft aber noch nichts gehört zu haben. Einer Untersuchung (PDF, Pressemitteilung) von NetProspex zufolge führt der Software-Gigant nämlich eine Top-50-Liste mit US-Unternehmen an, deren Angestellte einen großen Teil ihrer Arbeitszeit auf Social Networks zubringen.

Der kleine, aber feine Unterschied zu der erstgenannten Studie besteht aber darin, dass sich die Mitarbeiter auf den Seiten nicht zu privaten Zwecken aufhielten, sondern um ihre Unternehmen zu repräsentieren. NetProspex untersuchte dazu, bei wie vielen der neun bekanntesten Social Networks (Facebook, LinkedIn, Twitter, MySpace, Friendster, Flickr, LiveJournal, hi5 und Flixster) ein Profil eines jeweiligen Unternehmens existiert, mit welcher Häufigkeit dort oder auf Blogs Posts veröffentlicht werden oder wie freundlich die Mitarbeiter mit anderen Usern im Netz umgehen. Hieraus wurde dann der NetProspex Social Index (NPSI) ermittelt. Und am Ende stellte sich heraus, dass Microsoft respektive die Mitarbeiter des Software-Riesen diesen Job am besten erledigen. (weiterlesen…)

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Überraschend: Zuckerberg zieht Facebook Lite den Stecker20.04.10

Gerade einmal ein halbes Jahr hat Facebook Lite durchgehalten – jetzt hat das Unternehmen dem Feature ohne Vorwarnung das Licht ausgeknipst. Das Pendant zur normalen Facebook-Seite hatte in erster Linie diejenigen Nutzer im Blick, die mit schwacher Internetanbindung oder ressourcenarmen Rechnern umgehen müssen (zum Beispiel in den Ländern der dritten Welt): Pinnwandeinträge, Text, Fotos, Videos, Links – das musste reichen. Apps wurden nicht unterstützt. Der zweite Antrieb, der zu Facebook Lite führte, war die Erkenntnis, dass die Social Community mittlerweile mit ihrem überbordenden Funktionsüberangebot die Neulinge abschreckt und man daher eine Art Schnupper-Facebook im Netz installieren wollte.

Doch nun ist erst einmal Schluss damit. Über Twitter wiesen die Betreiber gerade auf ein “Update für Facebook Lite” hin, wer dem Link folgt, wird jedoch mit einer ziemlich brüsken Erklärung abgespeist:

Danke an alle, die Facebook Lite ausprobiert haben. Wir unterstützen es nicht länger, dennoch haben wir eine Menge durch den Test mit dieser minimalistischen Seite gelernt. Wenn Sie bislang Lite benutzt haben, werden Sie nun zu der Hauptseite von Facebook weitergeleitet.

(weiterlesen…)

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Trotz des Booms von Facebook und Twitter: US-Kiddies schwören weiterhin auf die SMS20.04.10

Ich habe mich beim Lesen der Meldung eine Zeit lang gefragt, ob mich die Ergebnisse der darin erwähnten Studie überraschen. Und die Antwort lautet wohl eher “Nein”. Demnach haben die Marktforscher vom Pew Research Center (richtig, das sind die, die die Blog-Müdigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt haben) herausgefunden, dass für US-amerikanische Teenager zwischen 12 und 17 Jahren per Handy verschickte Kurznachrichten das Kommunikationsmittel Numero Uno sind. Damit erfreut sich die SMS seit zwei Jahren nicht nur einer ungebrochenen, sondern sogar steigenden Beliebtheit unter den Jugendlichen. Etwas erschreckend ist dabei, dass diese Form der Unterhaltung sogar die von Angesicht zu Angesicht auf die Plätze verweist. Und Telefonate, E-Mails oder Instant Messages haben schon gar keine Schnitte.

Kommen wir zu den harten Fakten: 800 Teenies, von denen fast Dreiviertel über ein Handy oder Smartphone verfügten, wurden im vergangenen Jahr über einen Zeitraum von drei Monaten beobachtet. Dabei trat Folgendes zutage: Der Durchschnittsjugendliche verschickt pro Monat etwa 1.500 SMS, das sind pro Tag an die 50. Dabei laufen die Mädels mit 80 täglich versendeten Kurznachrichten den Jungs mit nur knapp 30 deutlich den Rang ab. Für alle weiteren Details, etwa wie viel Prozent der Schüler während des Unterrichts verbotenerweise SMS verschickt, solltet ihr die oben verlinkte Studie lesen. (weiterlesen…)

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