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Archive for 04.2010

Urheberrechtsabgaben: Zehn Cent werden pro USB-Stick und Speicherkarte fällig16.04.10

So, wie der BITKOM gerade mitteilt, hat es eine Einigung zwischen  Gerätebauern und Verwertungsgesellschaften gegeben – auch, wenn der heute unterzeichnete Vertrag auch vorerst nur eine Gültigkeit bis Ende 2011 hat. Demnach werden für jeden verkauften USB-Stick und für jede Speicherkarte zehn Cent Abgaben fällig. Wer als Hersteller Mitglied im BITKOM ist, braucht jedoch nur acht Cent zu entrichten. Das Geld wandert an die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) und die Verwertungsgesellschaften VG Wort und VG Bild-Kunst. Die Hersteller werden nun aufgerufen, die Mehrkosten “in den Verkaufspreis” mit einzukalkulieren.

Gesetzliche Grundlage der Verhandlungen sei das aktuelle Urheberrecht gewesen, das der BITKOM als “nach wie vor verbesserungswürdig” ansieht: Für das Internet müssten neue Regeln entwickelt werden, pauschale Abgaben sind “im Web-2.0-Zeitalter” nicht länger praktikabel. Offenbar ungeduldig warte man auf die neue Gesetzesnovelle, den sogenannten dritten Korb, den die schwarz-gelbe Regierung eigentlich schon im vergangenen Jahr “entschlossen weiterentwickeln” wollte. (weiterlesen…)

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Werbe-CAPTCHAs: Herzlich willkommen im Internet, ihr Zwangs-Produkthymnen16.04.10

Was ergibt “Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart”? Richtig – das Akronym CAPTCHA. Dabei handelt es sich meistens um kleine Challenge-Response-Tests, also kleine Raterunden, die nur von Menschen gemeistert werden können, um Script-Kiddies davon abzuhalten, automatisierte Bot-Abfragen zu entwickeln, mit denen sich dann Zugang zu irgendwelchen Daten verschaffen lässt.

Was sich noch sagen lässt: CAPTCHAs sind unheimlich nervig. Manchmal sind die quietschbunt, manchmal schwarz-weiß, manchmal beinhalten sie nur Ziffern, manchmal Ziffern im Hintergrund und Buchstaben im Vordergrund. Sie alle haben aber eines gemeinsam, nämlich, dass man sich oder den Monitor auf den Kopf stellen muss, um sie entziffern zu können. Und alles, was Nutzer die Zornesröte auf die Stirn, ruft auch Marketingleute auf den Plan – denn Wut bedeutet Engagement und Engagement bedeutet bessere Chancen, das Produkt unauslöschlich in der Gedankenwelt des Users zu platzieren.

Und so ist es jetzt auch gekommen. Gestern stolperte ich über das neue Unwort des Jahres: “Werbe-CAPTCHAs” sollen die Identifikation mit dem Produkt im Internet revolutionieren. Der Gedanke dahinter ist der, dass CAPTCHAs doch bislang nur unnützes Zeugs zum Abschreiben vorgaben – hier kann man das Opfer doch auch gleich zum stupiden Abschreiben von Slogans verdonnern! (weiterlesen…)

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Barcodes überall: Tales of Things gibt jedem Gegenstand ein eigenes Leben16.04.10

Wer den Twitteraccount @talesofthings aufruft, könnte ganz schön neugierig werden. Zum einen, weil dort für den heutigen Freitag der Start der gleichnamigen Plattform angekündigt wird – ohne aber zu verraten, worum es sich dabei handeln soll. Und zum anderen, weil in der Timeline der Post eines Guardian-Redakteurs retweetet wird, in dem im Zusammenhang mit Tales of Things von ”the next web revolution” die Rede ist. Grund genug, mal etwas genauer hinzugucken.

Laut dem entsprechenden Artikel von Victor Keegan im Guardian geht es bei dem Projekt in kurzen Worten darum: Wissenschaftler vom University College London möchten mit Tales of Things Gegenständen des täglichen Lebens (angefangen beim Weinglas bis hin zum Auto) mittels eines 2D-Barcodes, der an ihnen angebracht wird, Leben einhauchen. Der Code wird mithilfe der Kamera eines Smartphones gescannt und führt dann zu einer Webseite, auf der ihr Besitzer Informationen über das Ding zur Verfügung stellt. Klingt interessant, ist aber prinzipiell nicht neu. (weiterlesen…)

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Quartalszahlen: Google füllt sich die Taschen – und verunsichert die Anleger16.04.10

google-moneySchon im Januar konnten wir Google auf den Namen “Superstar” umtaufen – die Marktperformance der Suchmaschine war im letzten Quartal 2009 einfach gigantisch gewesen. Seinerzeit hatten bereits massenweise Analysten mit ihren Prognosen daneben gelegen, da sie weit unter den tatsächlich erzielten Ergebnissen lagen – dieses Mal soll es nicht anders sein. Google hat in der Nacht zum Freitag die neuen Quartalszahlen veröffentlicht. Um es auf den Punkt zu bringen: “Google hat gute Leistung im ersten Quartal hingelegt. Auf dass Jahr gerechnet, konnte der Umsatz um 23 Prozent gesteigert werden”, lautet die Bilanz des Unternehmenkassenwarts Patrick Pichette. Der Gesamtumsatz lag bei 6,77 Milliarden Dollar, rund zwei Milliarden Dollar davon konnte das Unternehmen als Netto-Reingewinn für sich einstreichen – das sind satte 38 Prozent mehr verglichen mit dem Vorjahresquartal. Angesichts dieser Ergebnisse überrascht es kaum, dass Google heute ordentlich Kohle in der Kriegskasse hat: 26,5 Milliarden Dollar stehen dem Suchriesen für kurzfristige Übernahmen oder sonstige Marktspielchen zur Verfügung.

Ein Blick in die Zahlen verrät auch so einiges über Googls internationales Geschäft: Noch immer erzielt das Unternehmen vornehmlich in den USA die verlässlichsten Umsatzergebnisse: lediglich 53 Prozent des Umsatzes steuert das Auslandgeschäft bei. Dies erklärt vielleicht, weshalb die Entscheidung, in China den Stecker zu ziehen, nun doch nicht allzu schwer fiel. Zudem erfahren wir, dass Google das Personal stetig weiter aufstockt. Heute arbeiten 20.621 Menschen für den Konzern. (weiterlesen…)

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Procrasdonate.com: Start-Up bittet User für sinnloses Surfen zur Kasse15.04.10

Vor knapp einem Monat hatte der Marktforscher Nielsen eine Studie veröffentlicht, in der die durchschnittliche Verweildauer von Usern auf Social Media-Seiten untersucht wurde. Dabei kam heraus, dass die deutschen User knapp vier Stunden pro Monat bei Facebook und Co. verbringen. Wird hierzu die Zeit addiert, die wir – wohlgemerkt in unserer Freizeit beziehungsweise zu privaten Zwecken - ziellos im Netz surfen, uns YouTube-Videos angucken, Blogs lesen und so fort, dann wächst diese Zahl mit Sicherheit noch deutlich an. Und damit die Zeit, die wir zu einem Großteil mehr oder weniger sinnlos verplempern.

Drei Start-Upper aus Massachusetts haben sich nun gedacht, sie könnten aus dieser Not eine Tugend machen und launchten die Seite Procrasdonate. Das ihr zugrundegelegte Konzept ist simpel: Der User spendet für jede vergeudete Stunde im Netz einen bestimmten Betrag an eine Organisation seiner Wahl. Im Detail sieht das folgendemaßen aus. Der User lädt sich ein Firefox-Addon runter (bislang wird nur dieser Browser unterstützt) und meldet sich auf der Seite an. Anschließend wählt er die Einrichtung aus, die er gerne finanziell unterstützen möchte und legt gleichzeitig fest, wie viel Geld er für jede unnötig verbrachte Stunde im Netz zu spenden bereit ist. Sobald eine Summe von zehn Dollar erreicht ist, wird diese sofort und ohne Abzüge vom Konto des Users abgezogen – das dieser übrigens bei Amazon haben muss (zumindest ist das bisher noch so).    (weiterlesen…)

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Greenpeace zeigt es Nestlé: Das denkt die Twitter-Welt über KitKat15.04.10

Jeder von euch dürfte den Viral-Stunt von Greenpeace mitbekommen haben. Die Umweltaktivisten hatten Mitte März ein Video ins Netz gestellt, das auf kreativ-aufrüttelnde Weise vor dem Verzehr von KitKat-Schokoriegeln warnt. Hersteller Nestlé setzt bei der Produktion der Kalorienbombe auf Palmöl, für dessen Gewinnung weite Teile des Regenwaldes abgeholzt werden – nicht nur Orang-Utans bleiben dabei auf der Strecke. Nestlés Marketingabteilung verfiel angesichts des Videos zunächst in eine Schockstarre. Bis dann ein englischer Mitarbeiter einige Schnellschüsse abfeuerte, was aber nur dazu führte, dass sich der Clip plötzlich wie ein Lauffeuer im Netz verbreitete. Manchmal ist es besser, mit einem ernst gemeinten Gesprächsangebot auf Kritik zu reagieren, als anwaltlich eine Löschung ungeliebter Inhalte zu erzwingen.

Nun setzt Greenpeace noch einen oben drauf. Heute findet in Lausanne die Auktionärs-Haupversammlung von Nestlé statt. Die Aktivisten haben sich sowohl für den Stammsitz in der Schweiz als auch für die deutsche Vertretung einiges einfallen lassen. Dazu zählte zum Beispiel ein 15 mal 25 Meter großes Protest-Transparent, mit dem die Fassade der Hauptzentrale in Frankfurt verdeckt wurde. Noch aufmerksamkeitserregender dürfte allerdings die gigantische Twitter-Wall sein, die vor dem Gebäude positioniert wurde. Ich habe gerade mit Björn von Greenpeace telefoniert, er ist vor Ort und begeistert von der Resonanz: Nutzer haben die Möglichkeit, Nestlé ihre Meinung mitzuteilen, indem sie ihre Tweets mit dem Hashtag “#nestle” markieren. “Die LED-Großbildleinwand ist so ausgerichtet, dass sowohl die Mitarbeiter im Inneren des Gebäudes als auch die Passanten auf der Straße sie gut sehen können”, so Björn. Es hätten sich bereits Menschentrauben auf dem Gehweg gebildet. Welche Tweets dort zur Stunde erscheinen, kann auf twitterwall.greenaction.de live mitverfolgt werden. (weiterlesen…)

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Glücksspiel: ‘Air Raid’ für Atari 2600 beschert Besitzer wahren Geldsegen15.04.10

Mein Keller gleicht meinem alten Kinderzimmer, lediglich bereinigt um die Möbel, die ich früher besessen habe. Unter einer gefühlten Zillion an unterschiedlichsten Comics hausen He-Man und viele seiner ”Masters of the Universe”-Kollegen, neben alten Lego-Raumfahrt-Bausätzen fliegen irgendwelche Hot Wheels-Autos und H-Null-Eisenbahnmodelle umher. Auf dem Friedhof der Spielzeuge findet sich fast alles wieder – nur leider keine alten Video- und PC-Games.

Schade. Das Beispiel von Tanner Sandlin aus Texas zeigt nämlich, dass nicht nur antike Möbel, sondern auch alte Video-Spiele jede Menge Geld einbringen können. Der gute Mann hatte einen Artikel über Letztere auf CNN.com gelesen. Dabei erinnerte er sich, dass er eine der dort genannten Raritäten noch irgendwo in seiner Garage haben müsste. Also stöberte er ein bißchen und fand die dreizehnte bekannte Ausgabe des Spiels ”Air Raid” für den Atari 2600. Na und die verwandelte er auf eBay direkt in bare Münze. (weiterlesen…)

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Robonaut 2 hebt ab: NASA schickt ersten Robo-Humanoiden zur ISS15.04.10

Juri Gagarin? Dass ich nicht lache: Gordo (so sah er aus) war der erste Erdenbewohner im Weltraum – und zwar 1958. Die NASA schnallte den kleinen Affen auf die Spitze eines Jupiter-C-Geschosses und feuerte ihn damit ins All. Start und Landung überlebte er, jedoch gab es ein Problem mit dem Fallschirm und Gordo ertrank, als die Kapsel im Meer trieb – ich habe Tierversuche schon immer gehasst. Ein Jahr danach schickten die Amerikaner Rhesus-Affen in den Himmel, später auch Schimpansen.

Wie auch immer: Wenigstens in der Erforschung des Weltalls gab es irgendwann ein Umdenken und Menschen nahmen erstmals die vorgewärmten Plätze in den Shuttles ein. Doch nun erinnert sich die US-Weltraumbehörde NASA offenbar wieder an die gute alte Zeit und will erneut Astronautenersatz ins All befördern. Gott sei Dank lassen sie dieses Mal aber die Finger von lebenden Wesen und bedienen sich stattdessen feinster Ingenieurkunst. Gut so…

Schon seit einigen Monaten tüftelt die Behörde gemeinsam mit General Motors an Robonaut 2, von den Entwicklern auch liebevoll “R2″ genannt. Das 140 Kilo schwere Ungetüm (stellt euch vor, er tritt euch auf die Füße) wird von Experten vor allem wegen seiner filigranen Handarbeit gelobt. Im Weltraum soll er den Forschern dabei helfen, Experimente durchzuführen, später wird er dann auch von der Leine gelassen und darf außerhalb der Raumstation herumlaufen. Hier seht ihr einmal, wie sich R2 so im Alltag macht: (weiterlesen…)

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Werbespotpremiere für das KIN-Phone: Microsoft setzt auf nackte Männerbrust15.04.10

Manchmal frage ich mich wirklich, was mit den Marketing- beziehungsweise Werbeabteilungen so manch eines Global Players los ist. Da investieren die Unternehmen Millionen in die Entwicklung und Herstellung ihrer Produkte und sehen dann offenbar tatenlos zu, wie die zuvor genannten Abteilung die Produkte so gar nicht ins rechte Licht rücken. Dies scheint vor allem im Bereich der Smartphones ein Schicksal zu sein, das so manch ein Gadget schon vorab zur Totgeburt verdammt. Ein wirklich gutes Beispiel hierfür war gegen Ende des vergangenen Jahres der gruselige Palm Pre-Spot. Manch einer wird sich vielleicht an den irgendwie androgynen Tilda Swinton-Klon erinnern, der inmitten einer surreal anmutenden Landschaft im Stile einer Mona Lisa irgendein zusammenhangloses Zeug daher brabbelte. Ich will nicht sagen, dass der Spot der Grund für Palms Untergang war – mehr Pre-Geräte ließen sich dadurch aber sicherlich auch nicht absetzen. So kann es zumindest einer von vielen Sargnägeln gewesen sein. 

Und nun kommt Microsoft mit seinem Spot für das ohnehin schon (zumindest optisch) nicht wirklich ansprechende KIN-Phone daher. Er ist zwar nicht im gleichen Sinne schlimm, wie der von Palm. Er ist aber derart nichtssagend, dass ich mich wirklich frage, ob sich der Software-Hersteller mit so einem Spot einen Gefallen tut. Bedenkt man, dass es sich um das erste, im eigenen Haus hergestellte Smartphone handelt, hätte ich als Verantwortlicher niemals so ein Ding durchgewunken. Schaut es euch selbst mal an: (weiterlesen…)

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Twitter-Roundup: Was wir künftig Neues im Twitterversum erwarten können15.04.10

Biz Stone und Evan Williams haben auf der Chirp-Konferenz die Hosen nicht nur bis zu den Knien heruntergelassen – am Ende des Tages waren sie komplett bis zu den Knöcheln gesunken. Bevor in Deutschland die Schlafenszeit anbrach, konnte ich noch kurz von dem neu vorgestellten Feature “Points of Interest” berichten, über das künftig Tweets auf lokaler Ebene verortet werden. Nutzer haben dann die Möglichkeit, Status-Updates der anderen User auf einer Karte zu verfolgen – andersherum können aber auch alle passenden Tweets zu einer bestimmten Location gefunden werden. Schön und gut, doch auf der Chirp bekamen die Entwickler noch viel mehr zu hören. Was wir alles künftig von Twitter erwarten können, habe ich in einer (wahrscheinlich vorläufigen) Liste zusammen gefasst. MAZ ab, bitte:

Neue Zahlen zu Twitter

Die bislang erhältlichen Statistiken, die wir von der Plattfom haben, speisen sich häufig aus der Betrachtung des Web-Interface: Viele Nutzer greifen aber heute auf Twitter-Clients zurück und schaffen es so gar nicht erst in die Zahlen. Umso erfreulicher, dass das kleine Startup nun selbst einmal in die Vollen greift und uns mit neuesten Daten versorgt: Heute sind über 105 Millionen User bei dem Dienst angemeldet, rund 300.000 Nutzer registrieren sich Tag für Tag neu, wobei – das hatten wir schon – mittlerweile 60 Prozent der User aus dem US-amerikanischen Ausland kommen. Pro Monat werden 180 Millionen Unique Visitors gezählt. Dreiviertel aller Zugriffe gehen auf externe Clients der Drittentwickler zurück, über die auch 60 Prozent aller Tweets abgesendet werden. Bei den Suchanfragen (spannend in Hinblick auf den jüngsten Vorstoß mit den Sponsored Posts), werden pro Tag 600 Millionen ermittelt. 37 Prozent aller aktiven Twitterer nutzen heute ihr Handy, um Tweets zu schreiben. (weiterlesen…)

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On-Site-Übersetzungen: Google bohrt ‘Word Translate’ weiter auf15.04.10

Bereits seit etwa fünf Jahren bietet Google seinen Usern die Möglichkeit, mit dem Tool “Word Translate” englischsprachige Begriffe unter anderem ins Deutsche, Französische, Italienische und Spanische zu übersetzen. Dazu musste der Sprachunkundige seinen Mauszeiger auf ein entsprechendes Wort richten, einen kurzen Augenblick abwarten und erhielt dann in einem kleinen Fenster die Übersetzung.

Diesen Dienst hat der Suchmaschinenbetreiber nun etwas aufgebohrt. Wie am gestrigen Mittwoch auf dem offziellen Google Translate Blog zu lesen war, könnt ihr euch ab sofort das neue “Word Translate”-Feature herunterladen. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr die Google Toolbar installiert habt und entweder den Internet Explorer oder den Mozilla Firefox benutzt (Google Chrome-User haben bereits ein integriertes Seiten-Übersetzungs-Feature). Joah, und damit könnt ihr im Grunde dann genau das machen, was ich oben beschrieben habe, bloß in mehr Sprachen als zuvor. Für diejenigen, die das Feature noch nicht kannten, habe ich zur Veranschaulichung den obigen Screenshot gemacht (habe aber meine Spracheinstellung Englisch-Deutsch beibehalten). (weiterlesen…)

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Twitter stellt ‘Points of Interest’ vor, macht FourSquare und Gowalla nervös14.04.10

Es werden künftig 140 Zeichen, die in Breiten- und Längengraden auf Karten fest verortet werden und als solche auch aufspürbar sind. Auf der hauseigenen Entwicklermesse Chirp hat Twitter-CEO Evan Williams den anwesenden Programmieren ein neues Törchen in der API in Aussicht gestellt. Die Funktion, die künftig unter dem Namen “Points of Interest” firmieren soll, erlaubt es den Nutzern, direkt “zu sehen, woher ein Tweet kommt”, zudem bietet sie die Möglichkeit, “alle Tweets zu lesen, die von einem bestimmten Ort stammen”.

Schon seit Ende es vergangenen Jahres erlaubt Twitter, Status-Updates mit Geotags zu versehen (siehe Screenshot oben), jedoch ist dies nur ein monodirektionaler Kanal: Der Nutzer kann seinen Followern mitteilen, wo er sich gerade befindet, während er twittert. Eine gezielte Suche nach Tweets, die aus der näheren Umgebung stammen, ist bislang nicht möglich. (weiterlesen…)

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Frisch aus dem Labor: Neue Funktionen für die VZ-Netzwerke14.04.10

Während sich Facebook in diesen Tagen viel Prügel in den Medien abholt, ist es um die VZ-Gruppe ruhiger geworden. Man hat beim Datenschutz die Nase klar vorn gegenüber dem amerikanischen Original, was beileibe auch nicht immer so war. In allen anderen Belangen ist man Facebook jedoch hoffnungslos unterlegen. Neu-CTO Jodok Batlogg hat diesbezüglich recht vollmundig angekündigt, dass er frischen Wind in das angestaubte Usability-Schlachtschiff bringen will und heute berichtet man dann über ein paar mehr oder weniger einschneidende Änderungen, auf die ich mit ein paar Sätzen eingehen werde:

  • Edelprofile mit “Rückseiten”: Gleich mit dem ersten Punkt verwirrt man mich ein wenig. Die sogenannten Edelprofile erhalten Rückseiten, damit die Partner mehr Platz für ihre Angebote und Werbeformen haben. Mir ist gerade nicht ganz klar, wieso man sich mit dem Begriff “Rückseite” selbst so limitiert – mehr als zwei Seiten pro Edelprofil werden also auch in Zukunft nicht möglich sein, unabhängig von deren Notwendigkeit. Vielleicht ist man im Holtzbrinck-Konzern immer noch zu sehr in der Print-Nomenklatur gefangen, anders kann ich mir diese Begrifflichkeit nicht erklären.
  • Überarbeiteter Geburtstagskalender: Die “hab ich bei Facebook schon seit Jahren”-Nörgelei spare ich mir an dieser Stelle auf für einen späteren Punkt. Davon abgesehen ist es aber wirklich ein nettes Feature, dass man sich nun auf einen Blick anzeigen lassen kann, welche meiner Freunde in einem kompletten Monat Geburtstag haben, statt nur die arg eingeschränkte Vorschau auf die nächsten Tage zu haben.
  • Mobile Apps: Hier hat man ja angekündigt, dass man in diesem Segment einen Schwerpunkt für die nächste Zeit ausgemacht hat und so ist es wenig verwunderlich, dass die VZ-App für das iPhone erneut deutlich aufgebohrt wird und in Bälde auch den Plauderkasten enthalten wird.
  • Pinnwand: Die Ankündigung klingt wenig spektakulär und dennoch bin ich der Meinung, dass diese Änderung weitaus entscheidender für die VZ-Zukunft sein wird als Kalender oder Profil-Rückseiten: Die Pinnwand kommt ab sofort mit der Integration von Fotos, Apps, Profilen, etc. “Sofort” ist dabei übrigens relativ, denn die frisch angekündigte Änderung gilt zumindest noch nicht für die Pinnwände, auf die ich zugreifen kann.

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Twinkle: Handprojektor lässt in der Real World virtuelle Püppchen tanzen14.04.10

Mit manchen technischen Gadgets habe ich folgendes Problem: Sie beeindrucken mich zwar durch ihre fortschrittliche Technologie und infolge dessen auch nicht selten mit dem, was sie können. Ich frage mich dann aber oft, wo sie wann und wieso zum Einsatz kommen könnten. Dies gilt beispielsweise auch für Twinkle, einem von japanischen Wissenschaftlern entwickleten Handprojektor. Das Teil, das bereits im vergangenen Jahr zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und nun als verbesserter Prototypen auf dem Virtual Reality 2010-Meeting in Massachusetts zu bestaunen war, kann nämlich Folgendes:

Es lässt virtuelle, von dem Projektor erstellte Figuren mit der realen Welt interagieren. Das funktioniert dann so, dass eine in dem Projektor verbaute Kamera die Oberfläche scannt, auf die der Besitzer des Twinkle seine Projektion wirft. Dabei werden alle Elemente – auch jene, die in den Projektionsstrahl hineingehalten werden – auf ihre Form, ihr Muster oder ihre Farbe hin überprüft. Diese Daten werden in Echtzeit verarbeitet und so interpretiert, dass das animierte Püppchen quasi auf diese Flächen reagieren kann. Es läuft dann beispielsweise die Landschaft einer Bildtapete entlang oder tanzt auf einer Hand, die in den Lichtkegel gehalten wird. (weiterlesen…)

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Netzneutralität: Die EU zögert, lädt im Sommer zum runden Tisch14.04.10

Neelie Kroes, die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, ist eine ziemlich harte Frau: Als Vorsitzende der Nijenrode Universität überreichte sie einstmals Bill Gates die Urkunde der Ehrendoktorwürde, kurze Zeit später verdonnerte sie ihn im Wettbewerbsrechtsstreit mit Microsoft zu Strafzahlungen in Millionenhöhe. Sympathisch. Als Nachfolgerin von Viviane Reding in der Kommission ist sie unter anderem verantwortlich für die Steuerung des europäischen Telekommunikationsmarktes und hier steht ein Thema derzeit ganz oben auf der Liste: Netzneutralität.

Nachdem die Amerikaner mit ihrem Vorstoß erst einmal eine Schlappe einstecken mussten, will es die EU nun richtig machen. Gestern hielt Kroes in Paris eine Rede, in der sie das weitere Vorgehen erklärte: “Netzneutralität ist ein Thema, das Emotionen erzeugt. Jeder hat eine eigene Meinung und – bislang – hat dies zu keinem Übereinkommen geführt, was Netzneutralität eigentlich bedeutet”, beginnt ihr Vortrag.

Heute würden viele Internet Service Provider bei ihr anklopfen und den Wunsch äußern, die Inhaltsanbieter (zum Beispiel Google, Apple und Co.) zur Kasse zu bitten. Andere würden gerne ihre Kunden für die Bereitstellung verschiedener Dienste (Torrents, VoIP) Extra-Rechnungen stellen. Die Kommission stünde vor der Aufgabe, ein ganzes Bündel an Forderungen miteinander zu vereinbaren: Darf bestimmter Traffic priorisiert werden? Darf es zusätzliche anbieterseitige Gebühren für bestimmte Websites geben? Brauchen wir mehr Transparenz? (weiterlesen…)

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