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Archive for 04.2010

iPad: Alles, was Sie über das Apple-Tablet wissen wollten – und sich zu fragen trauten12.04.10

Ja, das iPad hat nach mehrtägiger Reise den Weg aus den Staaten in die Redaktion gefunden. Schwebt da ein Duft von Weihrauch über der Verpackung? Sehe ich dort göttliches Zwielicht? Nein. Wir haben uns das iPad reichlich unvoreingenommen und vor allem unhysterisch zur Brust genommen. Als es ankam, habe ich in Seelenruhe drei Postings geschrieben, während es mich vom Schreibtisch gegenüber argwöhnisch – da unbeachtet – anstarrte.

Da wir nicht den x-ten Test vom Stapel lassen wollten, haben wir euch Leser auf Facebook und Twitter um eure Fragen zum Tablet gebeten, die auch reichlich gestellt wurden. Im Folgenden also unsere kleine FAQ-Runde zum iPad. Wenn ihr darüber hinaus noch ein Anliegen haben solltet, das in Verbindung mit dem Gerät steht – die Kommentarfunktion ist ein prima Ort dafür.

Wie fühlt es sich an? Bitte genaue Beschreibung.

Der erste Eindruck? Es ist ziemlich schwer. Laut Datenblatt bringt das iPad 0,68 Kilo auf die Waage – das UMTS-Modell ist sogar 0,73 Kilo schwer. Zum Vergleich: Der Kindle 2 muss mit 289 Gramm im Wind angebunden werden. Doch auch das iPhone war schon verglichen mit der Konkurrenz ein bleierner Brummer. Steve Jobs bezeichnete ordentlich Gewicht in der Hand einmal als Zeichen von Hochwertigkeit. Ob das Argument in der Praxis noch zieht? Zudem fiel auf, dass das Gerät für Apple-Verhältnisse recht kantig wirkt. Das iPhone ist dagegen ein wahrer Handschmeichler.
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Kampf der Anonymität: Online-Zeitungen haben die Nase voll von namenlosen Kommentatoren12.04.10

Wenn ich mich auf irgendwelchen Plattformen anmelde, um sie für Basic Thinking oder aus privatem Interesse auszuprobieren, dann kommt es schon mal vor, dass ich einen Fake-Namen und eine dieser speziellen One-Way-Mail-Adressen benutze, die man einmal benutzt und anschließend wegschmeißt. Das mache ich in der Regel aus dem Grund, um nicht im Anschluss an die Account-Erstellung vollgespammt, von Wildfremden mit Schrott zugemüllt oder sonstwie belästigt zu werden. In weiterem Sinne also, um anonym zu bleiben. Dass sich der Sachverhalt auch umgekehrt darstellen kann, in dem ein User die Anonymität wählt, um seinerseits die Betreiber einer Plattform zu verunglimpfen oder sich dort in Hass-Tiraden über andere Dritte zu ergießen, zeigt der Fall “Plain Dealer“.

Die US-amerikanische  Tagegazette hatte vor Kurzem für Aufsehen gesorgt, weil sie die wahre Identität einer Leserin preisgab, die in anonymen Kommentaren einen ortsansäßigen Rechtsanwalt denunzierte. Dabei stellte sich aber heraus, dass es sich bei dem Schandmaul um eine Richterin handelte, die den Vorsitz in einigen der vom besagten Anwalt geführten Prozessen hatte. Euer Ehren verklagte hierauf die Zeitung wegen der Verletzung ihrer Privatsphäre, worauf die Zeitung zugab, für die Enttarnung verantwortlich gewesen zu sein. Seit diesem Vorfall loten mehrere große US-Zeitungen – unter ihnen die New York Times, die Washington Post und die Huffington Post – Möglichkeiten aus, wie mit anonym abgegebenen Kommentaren unter Artikeln und in Foren verfahren werden kann. Oder anders: Es wird nach Wegen gesucht, um die Leser vor dem Verstecken hinter Fake-Namen abzuhalten – sowohl in positiver (also freiwilliger) als auch in negativer (erzwungener) Hinsicht. (weiterlesen…)

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Letztes Mittel: Online-Demonstrationen auf Facebook?12.04.10

Wer noch Zweifel daran hatte, dass die Themen Datenschutz und Internet im Vorfeld der NRW-Wahlen ausgeschlachtet werden: bitte – hier ist der Beweis. Die deutsche IT-Politik unternimmt derzeit nichts anderes, als allerorten ihr Machtlosigkeit zu demonstrieren. Schönstes jüngstes Beispiel ist Frau Aigners offener Brief an Facebook-Chef Zuckerberg, in dem sie knallhart mit dem Niederlegen ihrer Mitgliedschaft droht. Nico Lumma hat mittlerweile das putzige Projekt seheichmichgezwungen.de ins Leben gerufen, bei dem Nutzer allem und jedem ebenfalls nutzlose Ultimaten stellen können, beispielsweise: “Sollte Gott nicht bereit sein, das Wetter zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.”

Dummerweise bekam Aigner auch noch eine Antwort auf ihren Brief. Facebooks Privacy-Mann Richard Allan hatte sich überrascht über die Vorwürfe gezeigt und sie nonchalant zu einer Plauderei über das Thema eingeladen. Aigner äußerte sich nicht persönlich zu dem Angebot, sondern schickte einen Ministeriumssprecher vor, der knirschend verlauten ließ: “Die Bedenken der Ministerin sind nicht ausgeräumt.” Klar, was hätte er sonst sagen sollen? Dass man dankbar für die Einladung sei? Immerhin könnte ein aufschlussreiches Gespräch ja tatsächlich für Klärung auf den Seiten aller Parteien sorgen – dann wäre der Bashing-Buzz vorbei. (weiterlesen…)

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TweetUp: Twitter-Suche + Sponsoring = Geschäftsmodell12.04.10

Als ich am vergangenen Samstag die für viele überraschende Nachricht las, dass Twitter den Client “Tweetie” übernimmt, war ich ehrlich gesagt gar nicht so überrascht. Nach dem kryptischen Tweet von Twitter-Entwickler Alex Payne, hatte ich bereits Anfang März in einem Post meine Meinung geäußert, dass der Microblogging-Dienst “Tweetie” & Co. den Kampf ansagen und und in Konkurrenz zu seinen eigenen “Parasiten”-Diensten treten würde. Bereits damals bemühten sich die Verantwortlichen des Microblogging-Dienstes um Schadensbegrenzung, indem der Tweet ruckzuck gelöscht und die Interpretationen des darin gemachten Statements ins Lächerliche gezogen wurden. Ja, und nun versucht man es wieder, dieses Mal in einem langen Brief an die Entwickler, in dem die Gründe für die Übernahme genannt und die Ängste der Client-Hersteller als unbegründet dargestellt werden. Nun denn, wer’s glaubt.

Während die einen sich aber noch im kollektiven Trauma befinden und an Plan B bis Z schmieden, heißt es für andere bereits wieder “business as usual”. So zum Beispiel für Bill Gross, den Gründer der Firma Goto.com, die in den späten 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Synonym für erfolgreiche “Paid Search“-Werbung war. Das Konzept dieser Form des Suchmaschinenmarketings, das auf dem Prinzip “Pay for Performance” beruht und auf dem heute beispielsweise auch AdWords von Google basiert, lautet kurzgefasst wie folgt: Firmen bezahlen dafür, dass ihre Internetseiten bei Suchanfragen in verschiedenen Suchmaschinen auf einem gewünschten Platz gerankt werden. Hierzu werden von dem Unternehmen bestimmte Keywords ausgesucht, die es seinem Produkt zuweist. Sucht eine User mittels dieser Schlagwörter nach einem Produkt, erscheint die Werbe-Anzeige des Unternehmens. Klickt der Suchende die Anzeige an, muss das Unternehmen einen zuvor mit dem Suchmaschinen-Betreiber vereinbarten Preis an diesen überweisen. Joah, und dieses Prinzip überträgt Gross nun auf Twitter. (weiterlesen…)

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Palm ist käuflich: HTC und Lenovo sind interessiert12.04.10

Palm geht es schlecht – das ist kein Geheimnis. Im Zuge der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen kam ans Licht, dass der Handy-Bauer lediglich 408.000 Smartphones verkaufen konnte. Zum Vergleich: Apple brachte in den drei Monaten 7,5 Millionen Handys an den Mann, laut Google konnte geschätzte fünf Millionen Android-Geräte abgesetzt werden. “Unsere jüngste Under-Performance war sehr enttäuschend”, hatte Palm-CEO Jon Rubinstein dazu erklärt. “Doch das Potential von Palm ist weiterhin stark.” Leider ändert die Durchhalteparole nichts an dem Umstand, dass schnell etwas in dem Unternehmen geschehen muss. Palm schwächelt, die Aktie verliert seit Monaten an Wert und die übrigen Wettbewerber schauen bereits neugierig auf den strauchelnden Übernahmekandidaten herunter.

Schon seit einigen Wochen geisterten deshalb Gerüchte durch das Netz, nach denen sich Palm zum Verkauf auf den Markt werfen möchte. Nun startet Bloomberg mit der neuen Nachricht in die Woche, dass erste Verhandlungen bereits laufen. Wie drei unabhängige Quellen der News-Seite gegenüber bestätigten, habe Palm unter anderem die Goldman Sachs-Gruppe eingeschaltet, um sich nach einem geeigneten Käufer umzusehen. HTC und Lenovos sind zwei Namen, die heiß gehandelt werden – Dell habe nach kurzem Überlegen bereits eine Absage erteilt. (weiterlesen…)

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Überraschende ‘Tweetie’-Übernahme: Twitter will sich die Vertriebshoheit für Tweets sichern10.04.10

Der erste Schritt war bereits 2009 abgeschlossen. Twitter hatte Vereinbarungen mit den großen Suchmaschinen Google und Bing getroffen und stellt seitdem die Tweets der Nutzer für die Echtzeitsuche zur Verfügung. Der finanzielle Rahmen dieser Vereinbarungen wurde so verhandelt, dass das kleine Startup aus San Francisco noch vor Ablauf des Jahres schwarze Zahlen schreiben konnte.

Der Kniff mit der Tweet-Überlassung überraschte ein wenig, immerhin hatte Mitgründer Biz Stone nie einen Zweifel daran gelassen, dass sein Unternehmen eines Tages auch auf eigenen Beinen stehen müsse: Werbung und Premiumdienste sollen es richten – der Suchmaschinen-Deal wurde als schönes Zubrot interpretiert.

Während die Premiumdienste noch auf sich warten lassen (entsprechende Stellen werden wohl derzeit im Betrieb noch besetzt) scheint Twitter nun aber alles daran zu setzen, um mit der Auslieferung von Werbung zügig zu beginnen. Doch da gibt es ein Problem: Vor allem die Profi-Nutzer pfeifen auf das Web-Interface und setzen lieber auf einen der vielen Clients, die über die Twitter-API mit dem Dienst kommunizieren. Wenn man keine Paid-Tweets einsetzen möchte, stellt sich also die Frage: Wie bekommen die vielen User, die Twitter mobil oder über den Desktop-Client eines Drittentwicklers nutzen, jemals Werbung zu Gesicht? (weiterlesen…)

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England führt Netzsperren und Three Strikes ein: Die deutsche Unterhaltungsindustrie jubelt09.04.10

Digital Economy Bill nennt sich nicht etwa ein kleiner verpixelter Öko-Cowboy, sondern ein vorgestern im englischen Unterhaus im Eilverfahren durchgewunkenes Gesetz, welches die digitale Wirtschaft auf der Insel ankurbeln soll. Dass man diese Geschichte so knapp vor den Wahlen durchprügeln will und wird, erinnert sicher nicht nur mich an die leidige Zensursula-Debatte hierzulande. Da der Vorschlag – ein bunter legislativer Blumenstrauß von Internetsperren bis hin zum Three Strikes-Vorstoß – so glatt das Unterhaus passiert hat, kann man sich getrost abschminken, dass es im Oberhaus anders aussehen könnte. Doch zunächst einmal eine kurze Zusammenfassung des Entwurfes:

Die Provider müssen auf Wunsch der Rechteinhaber ihre Kunden anmahnen, die jedoch müssen die Übeltäter aber erst einmal selbst finden. Nach der Mahnung kommt noch eine Mahnung und danach kommt dann – erst mal nichts. Witzigerweise gibt es da noch kein explizites Verfahren, man probiert erst einmal aus, Trial and Error in Reinkultur also. Erst, wenn in diesem nicht genau bestimmten Zeitpunkt die Zahl der illegalen Downloads nicht um zwei Drittel zurückgegangen ist, kann man eine härtere Gangart einlegen. Vom Drosseln der Leistung bis zum kompletten Abkappen vom Netz reicht da die Palette – quasi ein Three Strikes light. (weiterlesen…)

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Pulsierende Ladebalken machen jeden Rechner 10 Prozent schneller – denkt der Nutzer09.04.10

Es ist nun einmal die politische Entscheidung eines jeden Entwicklerunternehmens, die User während langer Wartezeiten nicht mit leicht bekleideten Pinup-Tänzerinnen bei der Stange zu halten – sondern mit Wartebalken. Seit den Anfängen der grafischen Benutzeroberfläche bekommen wir bei jeder Installation, bei jedem Download, bei jedem Öffnen größerer Programme immer wieder das Ding vorgesetzt. Dort, wo er nicht hinpasst, bekommen wir stattdessen einen wild rotierenden Cursor geboten.

Dass diese Form der dargestellten Bewegung bei der Überwindung zum Warten irgendeine Rolle spielen muss, haben wir uns sicherlich schon alle gedacht – doch nun hat sich das erste Mal jemand wirklich wissenschaftlich der Sache angenommen. Chris Harrison ist Student an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wesen des Ladebalkens systematisch zu erforschen – und wenn möglich, Besserungen aufzuzeigen.

Sein Versuchaufbau beinhaltete zwei Szenarien: Im ersten wurden mehrere pulsierende Ladebalken miteinander verglichen – mal war die Frequenz gleich und mal wurde sie langsamer oder schneller, je nachdem, wie weit das Laden vorangeschritten war. Beim zweiten Test setzte Harrison Balken ein, in denen farbig abgehobene Wellen rhythmisch in die eine oder andere Richtung wanderten. Nachdem das Programm geschrieben war, bat er 20 Freiwillige zum Test. Sie sollten Angaben darüber machen, inwiefern die Augenwischerei Einfluss auf ihr subjektives Zeitempfinden nimmt, während sie warten. Noch einmal zur Verdeutlichung: Alle Ladebalken waren so eingestellt, dass sie fünf Sekunden brauchten, um das erlösende Ende zu erreichen. (weiterlesen…)

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Spektakuläre Fossilienfunde: Google Earth und der Ursprung des menschlichen Lebens09.04.10

Ich hatte die Story heute Morgen auf N24 kurz mitbekommen, bevor ich das Haus verließ: “…unser Verständnis der menschlichen Evolution revolutionieren”, hörte ich beim Zähneputzen. Zwei Paläoanthropologen hatten in der südafrikanischen Steppe einen Wahnsinnsfund gemacht: zwei Skelette sind aufgetaucht – die Knochen einer Frau und eines Jungen. Die beiden sind vor 1,95 bis 1,78 Millionen Jahren in einen Tümpel gefallen und sind dabei ums Leben gekommen. Evolutionsforscher rund um den Erdball sind nun in leicht hysterische Aufregung versetzt, immerhin könnte der Fund den Missing-Link in der Entwicklungskette aufzeigen: Wann wurde aus dem Menschenaffen der Mensch?

Die beiden Skelette sind recht zierlich, die Frau wog etwa 33 Kilogramm, der Junge 27 Kilogramm – keiner der beiden war größer als 1,27 Meter. Die Länge der Beinknochen und die Form der Becken lassen darauf schließen, dass sie bereits aufrecht gingen. Auf der anderen Seite sind die Schädel ziemlich klein, um genau zu sein, etwa vier Mal kleiner als die Schädel heutiger Menschen – aber Intelligenz ist ja nicht alles. Die Forscher gaben den neue entdeckten Urmenschen den Gattungsnamen Australopithecus sediba, wobei “sediba” in einer Bantu-Sprache mit “Quelle” übersetzt wird – tatsächlich weiß aber noch kein Wissenschaftler, wo und wie die Fundstücke in der Menschwerdung eigentlich zu verorten sind. (weiterlesen…)

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Twitter wird außerhalb der USA immer beliebter09.04.10

Zum Ende des vergangenen Jahres hatte Twitter die Internationalisierung des Dienstes vorangetrieben: Erst gab es Übersetzungen für spanische Nutzer, ein deutsches Interface kam später hinzu. Vor einigen Wochen wurden dann auch die Italiener und Franzosen mit ins Boot geholt.

Nun hat Twitter zum ersten Mal öffentlich Bilanz gezogen und schon in den ersten Sätzen des Blog-Posts wird klar: die Kiste mit den vielen Sprachen hat sich ordentlich gelohnt. Heute wird Twitter in der überwiegenden Mehrheit (60 Prozent!) von Menschen benutzt, die außerhalb der Vereinigten Staaten leben. Wie Matt Sanford berichtet, sei beispielsweise kurz nach Einführung der spanischen Übersetzung der Anteil der Nutzer aus Spanisch sprechenden Ländern um 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Der Chef des International-Teams bei Twitter räumt aber gleichzeitig ein, dass vor allem äußere Umstände zu den Zuwächsen beigetragen haben. Nach dem Erdbeben in Chile Ende Februar brach im Land die Telekommunikationsinfrastruktur zusammen – viele wandten sich Twitter zu, um Nachrichten zu verbreiten. Zeitweise konnte der Dienst einen 1200-prozentigen Anstieg im Mitgliederstamm verzeichnen. (weiterlesen…)

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DRM is back: Von Wolken und Luftschlössern09.04.10

Ich habe gejubelt, ich gebe es zu. Als so nach und nach die ebenso lästigen wie unnützen DRM-Beschränkungen aufgehoben wurden, konnte man einen Augenblick lang das Gefühl haben, die Musikbranche habe dazugelernt: Streaming-Portale wie last.fm und steereo machen es uns schon lange möglich, Songs zu hören, die wir weder im CD-Regal noch auf der Festplatte haben, Downloads werden oftmals in ausreichend guter Qualität und ohne Restriktionen angeboten. Tape.tv, sevenload und Co. lassen uns an glückselige Zeiten mit richtigen Musikvideo-Sendern zurückdenken und die Klingelton-Schleudern von MTViva vergessen. Wir hören entweder den gewünschten Song, einen gewünschten Musik-Stil, lassen uns von stimmig zusammengestellten Kanälen neue Musik empfehlen, die oftmals bereits auf unseren Geschmack abgestimmt ist – schöne, neue Musikwelt. Könnte man zumindest meinen. Vermutlich hätte man ahnen müssen, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Eigentlich sollte doch auch die Branche zumindest vorsichtig optimistisch sein: Zwar kann man mit den Downloads die Einbrüche bei den CD-Verkäufen immer noch nicht kompensieren, aber der Download von MP3s ist schon lange mehr als nur ein Zubrot zum “Kerngeschäft” und die Zahlen bei illegalen Downloads sind rückläufig. (weiterlesen…)

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iPhone OS 4.0: Die Top-Features im Überblick08.04.10

Es ist kein Geheimnis, dass Apple sich ein paar Jahre Entwicklungszeit hätte sparen können, wenn sie nur auf die Jailbreaker gehört hätten. Doch nun ist es auch so passiert: Steve Jobs hatte am Donnerstagmorgen in Cupertino (Ortszeit) die Entwickler sowie die Journalisten- und Blogger-Meute einen scheuen Blick auf das iPhone OS 4.0 werfen lassen. Die Neuerungen sind gravierend – lediglich einige Besitzer geknackter Apple-Handys haben wohl ein wenig müde geschaut.

Doch bevor wir zu den Features kommen, zunächst ein paar Zahlen: Bis heute hat Apple 50 Millionen Handys verkauft, in den Staaten kommt das iPhone damit auf einen Anteil von 60 Prozent im Smartphone-Markt. Der App Store verfügt heute über 185.000 Programme, immerhin 3.500 sind bereits speziell für das iPad entwickelt worden. Ingesamt wurden seit Bestehen des Stores vier Milliarden Anwendungen heruntergeladen. iPhone OS 4.0 soll die Zahlen weiter nach obenhin explodieren lassen, Jobs hat angekündigt, dass es “im Sommer” veröffentlicht werden soll und insgesamt 100 neue Funktionen umfassen wird. Eine kleine Auswahl? Playlists lassen sich erstellen, die Kamera bekommt einen 5-fach-Digitalzoom verpasst, die Videocam lässt sich nun auch per Tippen auf das Display schärfer schalten. Places, die Geotagging-Funktion, wird in die Kamera-App gleich mitintegriert. Außerdem gibt es Hintergründe für den Homescreen und Unterstützung für Bluetooth-Keyboards. Auf der Keynote konzentrierte sich Jobs allerdings auf einige wenige Haupt-Features, die ich im Folgenden kurz durchgehen werde: (weiterlesen…)

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Brief ans Ministerium: Facebook antwortet Aigner tatsächlich, weist die Kritik zurück08.04.10

Da hat unsere liebe Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nach ihrem plumpen Poltern doch tatsächlich eine Reaktion bei Facebook provoziert! Das US-Netzwerk bitte nach dpa-Informationen in einem Brief zum runden Tisch, an dem man alles in Ruhe klären möchte. Gleichzeitig wurden aber auch die Vorwürfe zurückgewiesen. Leider kann ich derzeit keine Kopie des Schreibens im Netz entdecken (wenn später ein Link auftaucht und ihr ihn findet: bitte melden).

Wie die Nachrichtenagentur meldet, habe Facebook-Manager Richard Allan der Ministerin klar gemacht, dass er ebenfalls den “Schutz persönlicher Daten” für “grundlegend” halte. Facebook habe in dieser Hinsicht seine Hausaufgaben erledigt – und sogar noch Zugeständnisse darüber hinaus gemacht. Immerhin sei man das einzige soziale Netzwerk, das vor Änderungen an den Datenschutzrichtlinien zunächst die Meinung der Mitglieder einholt. Überhaupt würde die derzeitige Aufregung auf einem Missverständnis beruhen. Aigner hatte in ihrem Schreiben an Zuckerberg beklagt, dass die Gefahr bestehe, dass “persönliche Daten ohne Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weitergeleitet werden.” Allan hält dem entgegen, dass es sich nicht um einen “massenhaften Austausch” von Daten handele. Es gehe lediglich darum, dass “vorab genehmigten Partner-Internetseiten” Informationen erhalten, um dort personalisierte Angebote zu ermöglichen. In einem ebenfalls heute veröffentlichten Interview mit dem “Stern” konkretisiert Allan diese Absicht: (weiterlesen…)

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Unvarnished: Neue Denunziationsplattform für Schmierkampagnen im Arbeitsumfeld08.04.10

Was ein kranker Kram, ich habe gerade nach “Ich find dich scheiße, so richtig scheiße” von TicTacToe auf YouTube gesucht, doch Sony Music hat da (mal wieder) dankenswerterweise einen Riegel vorgeschoben – sonst wäre ich jetzt richtig in Stimmung.

Es geht um die Seite Unvarnished.com, was auf Deutsch soviel wie “ungeschminkt” bedeutet. Die Plattform – sollte sie wirklich eines Tages live gehen (ich habe mich gerade um einen Beta-Zugang beworben, nur probeweise) – wird sie der Traum aller Personaler und der Albtraum aller Angestellten, die im Arbeitsalltag mit Kollegen interagieren müssen. Grob gesagt geht es darum, dass in diesem “sozialen” Netzwerk jeder jeden bewerten kann, eine Art Xing mit Fünf-Punkte-System also. Und so funktioniert Unvarnished: Die Mitglieder loggen sich per Facebook ein, auf diese Weise soll kontrolliert werden, dass der entsprechende Nutzer über 21 Jahre alt ist. Dann lässt sich für jeden Arbeitskollegen eine Seite erstellen – sofern bereits eine existiert, umso besser. Hier kann ich dann im Schutze der Anonymität mal ordentlich vom Leder ziehen. Vielleicht spreche ich seine Essgewohnheiten an oder die bemerkenswerten Transpirationsfähigkeiten seines Körpers? Unvarnished sammelt die Bewertungen jedes Mitglieds und spuckt bei jeder Recherche neben den Kommentaren auch eine Bewertung in Sternen aus. Was vielleicht noch Erwähnung finden sollte: Einmal abgegebene Bewertungen können durch das Opfer nicht nur nicht zurückverfolgt werden – sie sind darüber hinaus unlöschbar. (weiterlesen…)

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Google-Linkverkürzer goo.gl jetzt inklusive QR-Code – und es funktioniert!08.04.10

Eine kleine Meldung mit vielleicht größeren Folgen: Google-Entwickler Matt Cutts hat gestern über Twitter auf ein neues Feature hingewiesen, mit dem der hauseigene URL-Shortener goo.gl der Suchmaschine deutlich aufgewertet werden könnte. Ab sofort ist es möglich, beim Erstellen der URL gleich einen passenden QR-Code generieren zu lassen. Dazu reicht es aus, an die Kurzadresse (beispielsweise: http://goo.gl/CoWD) ein “.qr” anzuhängen (also: http://goo.gl/CoWD.qr). Im Fenster erscheint dann ein 150×150 Pixel großer Code, der sich per Cam scannen und interpretieren lässt.

Ich habe gerade i-nigma und QR-App auf dem iPhone benutzt – und es klappte jedes Mal einwandfrei.

Das Problem bei der Sache ist vielleicht, dass goo.gl noch nicht so weit verbreitet ist, da Google derzeit kein Web-Interface für die Linkverkürzung anbietet. Es gibt aber einige Workarounds, wie man den Dienst dennoch nutzen kann: (weiterlesen…)

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