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Archive for 04.2010

iPad glüht, Nexus One versteht kein UMTS: Hardware-Burnout im Innovationsrausch?08.04.10

Wenn ich kurz die ersten Monate des Jahres überblicke, wird mir schwindelig vor Augen. Am 6. Januar ging die Rallye los: Amazon kündigte den weltweiten Verkauf des Riesen-Kindle DX an, wenige Tage später brachte Google das Nexus One an den Start, HP stellte das Slate vor, Apple legte mit dem iPad eins drauf, Nintendo warf den DSi XL auf den Markt, Microsoft ließ durchblicken, dass bald zwei “Pink”-Phones ihr Release feiern… und wenn ich auf die Uhr schaue, ist noch nicht einmal Mittag! Kommt nur mir es so vor, oder treibt in den weltweiten IT-Konzernen ein hyperaktiver Kobold sein Unwesen, der den Mitarbeitern in den Entwicklungsabteilungen, Laboren und Fertigungshallen mit der Speed-Peitsche Beine macht?

Wie auch immer, die Rastlosigkeit scheint nun langsam ihren Tribut zu fordern, immer mehr Nutzer berichten von offensichtlichen Burn-Out-Symptomen bei gefeierten Top-IT-Produkten. So meldeten sich wenige Stunden nach dem Verkaufsstart des iPad hundertfach Kunden, dass ihnen das Tablet unter den Händen verglühe, die Hitzeentwicklung sei zeitweise so stark, dass sich das Gerät aus Sicherheitsgründen selbst abschaltet. Die Abkühlphase dauert je nach Berichten zwischen 30 Minuten und einer Stunde. (weiterlesen…)

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Office 2010 mit Werbung: Kostenlos im Netz und auf neuen Rechnern08.04.10

In etwa zwei Monaten, im Juni, dürfte es soweit sein und Microsoft schickt seine lang erwartete neue Büro-Suite ins Rennen. Einige Details über Office 2010 hat der Software-Riese bereits verraten, etwa, dass die Neuauflagen von Word, Excel und Co. stark in der Cloud verwurzelt sein werden. Zudem wird der Social Connector ständig Kontakt mit sozialen Netzwerken halten und Kontakte und Statusupdates fortlaufend synchronisieren.

Auch die Preise wurden bereits vorgestellt: Los geht es mit der Version Microsoft Office Home and Student 2010 ab 109 Euro, das Killer-Paket Office Professional 2010 schlägt in der CD-Ausführung mit sagenhaften 699 Euro zu Buche. Doch es gibt auch Wege und Mittel, um völlig kostenlos an Office 2010 zu kommen.

Für alle Nutzer – unabhängig vom Kauf der Software (so bestätigte es mir gegenüber ein Sprecher) – stehen zeitgleich mit dem Marktstart die Office Web Apps bereit, eine Art Google-Docs-Klon, der sich direkt über den Browser (anfangs werden Internet Explorer, Safari und der Firefox unterstützt) bedienen lässt. Hier stehen dem User dann Word, Excel, PowerPoint und OneNote in abgespeckter Form zur Verfügung. Microsoft generiert die Einnahmen des Services durch das Schalten von Werbung. (weiterlesen…)

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‘A hundred Lovers’: Diesel zeigt interaktiven Musikclip mit Social Media-Anbindung07.04.10

Wer heutzutage verkaufen möchte, kommt kaum noch am Internet vorbei. Es handelt sich nicht lediglich um ein weiteres Medium, in welchem man neben Print und TV irgendwo irgendwie mitmischen könnte, sondern um die Plattform, die vielleicht schon bald über Erfolg oder Misserfolg meiner Kampagne, meines Produktes, meines Unternehmens entscheiden kann.

Man kann in punkto Internet-Kompetenz drei Typen unterscheiden:

  • Diejenigen, die nicht daran glauben, im Netz präsent sein zu müssen.
  • Die Unternehmen, die den Anschluss nicht verlieren wollen und ganz ambitioniert ein Corporate Blog einrichten und sich gleichzeitig einen Twitter- und Facebook-Account anlegen – ohne einen Schimmer, wie diese Komponenten sinnvoll zu nutzen sind.
  • Der dritte Typ hat die Relevanz der oben genannten Quellen ebenso verstanden wie deren Funktionsweise und nutzt diese Kanäle nicht nur, um potentielle Käufer zu erreichen, sondern tritt mit Kunden in einen konstruktiven Dialog und lässt die neuen Techniken für sich arbeiten – anstatt gegen sich.

Klar, welcher Kategorie die trendbewußte Firma angehören möchte. Das gilt auch – oder sogar besonders – wenn es sich bei dem Unternehmen um einen weltweit etablierten Mode-Giganten wie Diesel handelt, dessen eigenes Image das Zünglein an der Waage sein kann, wenn sich die trendhungrigen Teens und Twens im Geschäft fragen, ob das Produkt cool oder lahm ist. (weiterlesen…)

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Webpatrol: Kripo will Alarm-Plugin für ein schnelleres Anrücken von ‘Cybercops’07.04.10

Wer die Bemühungen der deutschen Polizei im Netz über die vergangenen Monate ein wenig im Auge behalten hat, dürfte bei der heute erschienenen Meldung laut aufgähnen: Die Kripo will eine eigene Notrufsäule im Netz. Die Idee ist schon etwas älter – so alt sogar, dass ich mir jetzt ein Werther’s Echte in den Mund schiebe und interessierte Leser bitte, auf meinem Schoß Platz zu nehmen.

Also, es ereignete sich im Sommer des vergangenen Jahres. Frau von der Leyen – wir nannten sie damals scherzhaft Zensursula – drehte gerade ihre Hysterie-Tour quer durch die Republik und forderte Netzsperren für einige Seiten, um böse Bilder vor den Augen Krimineller zu verstecken. Das rief auch die Polizei auf den Plan, die sich Gedanken darüber machte, wie sie sich im Netz eigentlich positionieren soll. Sicher, es gab schon seit Jahren die sogenannten Internetwachen der einzelnen Bundesländer, wo Nutzer Anzeige erstatten oder konkrete Hinweise zu Straftaten abgeben können. Doch das reichte nicht; das Angebot war nicht griffig genug. Und so kam der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) auf die Idee, eine virtuelle “Notrufsäule” ins Netz zu stellen. (weiterlesen…)

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260 Dollar Herstellungskosten: Apple sichert sich fette Margen beim iPad07.04.10

Zwei dahin, drei im Sinn: macht 259,60 US-Dollar! Soviel kostet die Hardware, die im WLAN-iPad mit 16 Gigabyte steckt. Das hat iSuppli nun errechnet, nachdem der Marktforscher den Rechner aufgeschraubt hatte. Das macht 52 Prozent des Endpreises, der derzeit bei 499 Dollar liegt (plus Steuern). Den Löwenanteil bei den Hardware-Kosten verschlingt das Display, das 95 Dollar kostet, der A4-Prozessor schlägt mit gerade einmal 26,80 Dollar zu Buche, das Alugehäuse bringt es auf 10,50 Dollar. Ein Marge von rund 50 Prozent also – das ist ziemlich Apple-typisch, beim iPhone 3GS liegen die Erlösrelationen ähnlich.

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass davon noch Zusatzkosten für die Entwicklung von Hard- und Software, den Vertrieb, das Marketing und die Verpackung abgehen. Das WLAN-Modell mit 32 Gigabyte (Ladenpreis 599 Dollar) kostet in der Herstellung übrigens 289,10 Dollar, die 64 Gigabyte-Variante (Ladenpreis 699 Dollar) immerhin 384,10 Dollar. Apple wendet erstaunlich viel Geld dafür auf, um die Usability der Geräte zu erhöhen: Rund 40 Prozent der Ausgaben gehen für das Touchscreen-Display und alles andere drauf, “das man mit den Augen sehen und mit den Fingern berühren kann”, sagt iSupplis Analyseleiter Andrew Rassweiler. (weiterlesen…)

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Ganz offiziell: Verbraucherzentrale warnt Nutzer vor Facebook, rät zum Wechsel [Umfrage]07.04.10

“Bitte, Frau Aigner!” Mark Zuckerberg kniete auf dem Boden vor der Ministerin. Seine Stimme zitterte, einige Tränen hatten sein T-Shirt dunkel gefärbt. “Überlegen Sie es sich bitte noch einmal. Geben Sie mir eine zweite Chance, Frau Aigner.” Die Frau – in Deutschland zuständig für Landwirtschaft und Verbraucherschutz – starrte auf das Häufchen Elend zu ihren Füßen: “Nein!”, lachte sie. Dann drehte sie sich wieder dem Monitor zu und drückte den Button mit der Aufschrift “Profil löschen”.

Haha, was da in Berlin abgeht, ist ja wirklich eine Soap Opera par excellence. Ich kann nicht mehr, ich liege am Boden! Ilse Aigner (CSU) hatte das Oster-Wochenende dazu genutzt, um mal mächtig auf die Pauke zu hauen und es den Amis zu zeigen. Sind ja auch bald Wahlen in NRW. Mit erhobener Faust hatte sie Zuckerberg einen offenen Brief geschrieben, und dort wilde Drohungen gegen ihn ausgestoßen. Etwa, dass sie ihren Account löschen werde, sollte Facebook nicht endlich den Datenschutz Ernst nehmen: “Wie Sie wissen, setze ich mich als Bundesverbraucherministerin mit Nachdruck dafür ein, dass der Schutz personenbezogener Daten im Internet gewährleistet wird”, hatte sie geschrieben. Zuckerberg muss reagiert haben, als hätte man ihn mit einem Stück Nähseide geschlagen – sofern er den Brief überhaupt zu Gesicht bekommen hat: “Who the f*ck is Ilse Aigner?” (weiterlesen…)

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Die Wikipedia-Amazon-Nummer: Wie sich mit Gratis-Content ein Haufen Geld machen lässt07.04.10

Lambert M. Surhone ist ein eifriger Autor. Gibt man seinen Namen bei Amazon ein, poppt einem das Suchergebnis entgegen: insgesamt 21.568 Einträge. Dasselbe gilt übrigens auch für seine beiden Kollegen Miriam T. Timpledon und Susan F. Marseken. Ich habe es nicht im Kopf, doch ich glaube, dass Stephen King als der wohl produktivste Autor unserer Zeit gilt – er bringt es bei Amazon auf gerade einmal 2.888 Ergebnisse. Also fragen wir uns: “Was ist da los?”

Schauen wir uns die einzelnen Bücher von Surhone an, fällt gleich eines auf: sie haben alle unglaublich unhandliche Titel. Zum Beispiel:

WrestleMania XX: Professional Wrestling, Pay-per-View, No Way Out (2004), WWE Intercontinental Championship, World Wrestling Entertainment, WWE Championship, World Heavyweight Championship (WWE)

Klingt doch komisch oder? Man stelle sich vor, man diktiere der Dame in der Buchhandlung den Namen des Buches ins Ohr. Eher ärgerlich als komisch wird die Sache aber, wenn wir uns ansehen, woher der Titel stammt. Werft mal einen Blick auf die Wikipeda-Seite zum Thema “WrestleMania XX“. Die einzelnen Begriffe der vermeintlichen Buch-Subheadline sind einfach nur die Links in der Einleitung, schön chronologisch abgefrühstückt. (weiterlesen…)

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Bericht: Nokia plant ein eigenes Tablet mit MeeGo-Betriebssystem07.04.10

Zuallererst möchte ich vorausschicken, dass ich gerade eine Anfrage bei Nokia Deutschland gestellt habe. Bis es eine Antwort gibt, ist also die nun folgende Meldung mit Vorsicht zu genießen. Da aber Cnet und gar Reuters bereits darauf angesprungen sind, möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Also: Wie das US-Finanzportal “The Street” gerade berichtet, plant Nokia den Einstieg in den Tablet-Markt. Diese Information stammt von dem Analysten Ashok Kumar, der für Rodman Renshaw tätig ist und nach eigenen Angaben eng mit den Technologiepartnern der Finnen zusammenarbeitet. “Nokia hat in diesem Jahr noch keine Knaller-Produkte vorgestellt”, so Kumar. “Dies ist ein neues Fenster und Nokia tät gut daran, gleich an der Startlinie zu stehen, wenn diese Produktkategorie abhebt.”

Tatsächlich hat Nokia bereits einige Erfahrung im Geschäft mit Flachmännern: Vielleicht erinnern sich noch einige an das Nokia Internet Tablet, kurz: N770 genannt (siehe Teaserbild). Es war ein tragbarer 220 MHz-Rechner mit 128 Megabyte internem Flashspeicher und einer Akkulaufzeit von gerade einmal drei Stunden – doch mit diesem frühen Vorstoß um das Jahr 2000 herum zählt das Unternehmen heute eigentlich zu den stillen Pionieren der Branche. Dann legte Nokia im vergangenen Jahr noch einmal nach und präsentierte das Booklet 3G, das jedoch nicht ganz so reißenden Absatz fand, wie zunächst angenommen. (weiterlesen…)

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Telco gewinnt vor Gericht: USA verabschieden sich vorerst vom Gedanken ‘Netzneutralität’06.04.10

netzkoepfeMacht mal ein wenig Platz da vorne: hier kommt die Website-Steuer! Zumindest in den USA ist jeder Gedanke an eine vom Staat verordnete Netzneutralität erst einmal vom Tisch. Der Grund ist ein neuer Richterspruch, den der Kabelnetzbetreiber Comcast vor dem Bundesberufungsgericht in Columbia erstritten hat.

Zur Vorgeschichte: Die Federal Communications Commission (FCC), die US-Regulierungsbehörde, hatte einen Regelkatalog aufgestellt, an den sich die Telcos des Landes halten sollten. Mehrere Dienstbetreiber aus dem Internet hatten sich ebenfalls für diese Marschroute ausgesprochen. Hier noch einmal die Richtlinien in der Übersicht.

  1. Das offene Internet muss das oberste Ziel sein. Nutzer sollen auf alle (legalen) Inhalte zugreifen dürfen.
  2. Nutzer können jede Applikation und jeden (legalen) Dienst im Internet in Anspruch nehmen.
  3. Nutzer können die Art des Zugangs frei wählen (Computer, Notebook, Handy).
  4. Der Wettbewerb soll weiter gefördert werden.
  5. Es gilt ein Nicht-Diskriminierungsgebot: Bestimmte Dienste und Netzinhalte dürfen nicht priorisiert oder eingeschränkt werden.
  6. Zu jeder Zeit muss die Transparenz gewahrt sein; damit soll das Netzwerk-Management offen gelegt werden.

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Hollywood hat ein neues Marketing-Tool – es heißt Twitter06.04.10

“Twitter” und “Marketing” in einem Satz – das verheißt meistens nichts Gutes, weil dahinter viel zu häufig das Versprechen steckt, kinderleicht an die ersehnten Fantastillionen von Followern zu kommen – in nur wenigen Stunden, versteht sich. In diesem Artikel soll es jedoch um ein wirklich seriöses Marketing-Tool namens Twitter gehen, mit dem man ziemlich exakt bestimmen kann, wie erfolgreich ein neuer Kino-Blockbuster in den Filmtempeln startet.

Es ist genau die angestrebte Seriosität, die mich stutzig macht, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Twitter mit der kruden Mischung aus Early Adopters, Meinungsmachern, Promis, Promi-Stalkern und “Normalos” die Gesellschaft so exakt spiegelt, dass man daraus irgendetwas Konstruktives für die Filmbranche ableiten könnte. Glaubt man den beiden Wissenschaftlern Sitaram Asur and Bernardo Huberman, die für die HP Labs arbeiten, liege ich mit meiner ersten Einschätzung aber ziemlich falsch. Die beiden haben ein Tracking-System und spezielle Algorithmen angewendet, um über drei Millionen Tweets zu durchleuchten, die sich thematisch mit Film-Starts beschäftigen. (weiterlesen…)

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Ungeliebte Tochter ICQ: AOL hat nach Berichten erste Kaufinteressenten gefunden06.04.10

icqNach Meldung der russischen Zeitung “Vedemosti“, flankiert durch die Aufnahme in der “New York Times“, biegen die Verkaufsverhandlungen rund um den Instant Messenger ICQ in die heiße Phase ein. Schon seit Mitte Dezember kursieren Gerüchte, nach denen AOL-Chef Tim Armstrong den Dienst unbedingt loswerden möchte. Alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört, soll vom Konzern abgeschlagen werden. Im Heimatmarkt USA (erfunden wurde es allerdings in Israel) interessiert sich kaum noch jemand für ICQ, die größten Benutzergruppen befinden sich tatsächlich noch in Deutschland (12,6 Millionen Unique Visitors) und Russland (18,4 Millionen).

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass bei den Namen der interessierten Abnehmer auch Digital Sky Technologies (DST) auftaucht, eine russische Investmentgruppe, die gut und gerne Kohle in Social Media-Projekte pumpt. Rund 300 bis 400 Millionen Dollar hat DST bislang bei Facebook geparkt. Zu den weiteren Bietern zählen das ebenfalls russische Medienunternehmen ProfMedia sowie Tencent, der Betreiber eines großen Internetportals in China (übrigens: schön auch dort die Drohung bezüglich Whistleblowing, direkt verlinkt auf der Startseite). (weiterlesen…)

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Auf ein Neues bei Buzz: Google lässt Privacy-Einstellungen von Nutzern absegnen06.04.10

Kurz nach dem Roll-Out von Google Buzz Anfang Februar hatte es massenweise Kritik gehagelt: Datenschützer warfen Google vor, zu lasch mit den Informationen der Nutzer umzugehen, das Electronic Privacy Information Center legte sogar Beschwerde vor der Federal Trade Commission (FTC) ein. Google hatte daraufhin einige Tweaks vorgenommen, welche die Beobachter jedoch nicht wirklich überzeugen konnten. Als Folge wandten sich vor einigen Tagen mehrere Mitglieder des US-Congress noch einmal an die FTC und forderten die Behörde auf, Googles Treiben unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten genauestens zu prüfen.

Dabei hat Google eigentlich seine Hausaufgaben gemacht, das Problem sind die Nutzer, die vielleicht noch nicht einmal von den neuen Sicherheits-Features Kenntniss genommen haben. Um den Image-Schaden in Grenzen zu halten und das Vertrauen bei der Gmail-Community (das sind weltweit immerhin 170 Millionen Menschen) wieder herzustellen, sollen deshalb sämtliche Sicherheitseinstellungen bei Buzz zurückgesetzt werden. Wie der Produktmanager Todd Jackson nun im Blog mitteilt, werden diese Woche alle Buzz-Nutzer in einem Sonderfeld dazu angehalten, ihre Privacy-Einstellungen zu überprüfen oder zu übernehmen. Damit soll vor allem das viel kritisierte Auto-Follow von Usern, mit denen man mailt und chattet, im Nachhinein rückgängig gemacht werden. Google hatte die Funktion zunächst als nutzerfreundlich und zeitsparend erklärt: im Grunde sah aber jeder Nutzer, mit welchen Menschen die anderen verkehren. (weiterlesen…)

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Instant Trend von Tokyoflash: Social Media für das Handgelenk06.04.10

Das Tragische an Designstudien ist, dass sie Designstudien sind und der staunende Betrachter zum Warten verdammt ist. Immerhin: Bei Tokyoflash stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass eines Tages aus einer Photoshop-Augenweide tatsächlich mal ein marktfähiges Produkt wird. So ist mittlerweile das auch bei uns einmal besprochene Escape C, eine Art MP3-Ufo mit Uhranzeige, tatsächlich im Shop der Designschmiede gelandet (77 Euro plus Porto).

Tokyoflash sammelt gerne Ideen von der Community ein, wer welche hat, aber nicht das über das nötige Werkzeug oder das kreative Durchhaltevermögen verfügt, kann seine Vorschläge für neue Produkte einfach einreichen. Auf diese Weise kommen dann auch so Sachen wie die neue Instant Trend zustande. Dabei handelt es sich um eine Uhr, die um ein Bluetooth-Modul erweitert wurde, um mit dem Handy kommunizieren zu können. Nach dem Pairing ist sie in der Lage, Tweets und Status-Updates von Facebook auf dem OLED-Display darzustellen, per Knopfdruck springt man dann von Meldung zu Meldung. Eine nette Idee, die vor allem den Leuten entgegen kommen dürfte, die nicht immer das Smartphone zücken wollen, um die Lage im Netz zu checken. (weiterlesen…)

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Neue Firefox Landing-Page: Schnellerer Seitenaufbau, 60 Millionen Downloads mehr06.04.10

Die Rechnung der Mozilla-Jungs scheint simpel: Wer die Geduld des Nutzers nicht überstrapaziert, kann ihn bereits für sich gewinnen. Eigentlich eine einleuchtende Erkenntnis. Wenn ich mich als Anwender auf der Suche nach einem neuen Browser im Netz herumtreibe und dabei auf lahme Seiten stoße, mache ich schon per se einen Bogen um diesen Anbieter. Die Bedeutung der Landing-Page hat nicht zuletzt seit der Einführung des Ballot Screens, den europäische Windows-Nutzer nun obligatorisch vorgesetzt bekommen, ordentlich zugenommen. Die Anbieter haben hier nur diese eine Gelegenheit, neue Überläufer einzusammeln – sowohl die Struktur der Seite als auch die Dauer ihres Aufbaus muss da tiptop sein.

Mozilla war in dieser Hinsicht bislang kein wirkliches Vorbild. Die Download-Seite des Chrome ist in Windeseile geladen, Opera hat eine recht bildlastige Startseite – und war dennoch schneller als www.mozilla.com, wo (je nach Verbindung) sieben Sekunden vergehen, ehe der Download-Button zum Vorschein kommt. Hier ein Videovergleich: (weiterlesen…)

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Windows-Tablet Slate: HP wirbt mit Promo-Clip weiterhin um Geduld06.04.10

Es muss sich ähnlich angefühlt haben, wie bei einer Klassenarbeit. Alle anderen stehen auf und geben erleichtert ihre Hefte ab, während man selbst noch mit angestrengtem Blick abwechselnd auf das Aufgabenpapier und die Uhr starrt. Hewlett-Packard wird es vergangenes Wochenende so gegangen sein. Das iPad schoss vor, Kunden und Kritiker reihten sich in lange Schlangen ein, lagen sich jubelnd (oder tränenüberströmt) in den Armen. Es buzzte in einer ganzen Nation und HPs Marketingstrategen konnten das Schauspiel nur aus der Ferne betrachten und sich zumurmeln: “Eines Tages. Eines Tages…”

Das HP Slate, das als König der Windows-Tablets dem iPad Konkurrenz machen soll, wankt seit Wochen seinem Marktstart entgegen. Erstmals auf der CES durch Steve Ballmer vorgestellt, hüllt es sich seitdem in Schweigen. “Wie weit ist der Prototyp entwickelt?”, fragen sich die Kunden und hin und wieder gewährt HP dann auch tatsächlich in kleinen Videoclips einen kurzen Blick auf den Flachmann. Die Fragen “Wann wird es kommen?” oder “Was wird es kosten?” verhallen aber weiter unbeantwortet. (weiterlesen…)

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