Basic Flashback: Wachablösung – Android schlägt das iPhone
Als US-Techblogger Michael Arrington vergangenen Sommer Android-Geräte als dem iPhone überlegen bezeichnete, war das noch eher als Trotz zu verstehen denn als ehrliche Meinung. Arrington war vom schwachen AT&T-Netz enttäuscht, an das Apple seine iPhones in den USA koppelt.
Gut zwei Jahre lang hat niemand auch nur annähernd am Thron des iPhone gerüttelt. Die Konkurrenz hat sich allenfalls an Apples Wundernudel orientiert. Seit rund einer Woche bin ich mir sicher, dass die Wachablösung längst begonnen hat: Apple wird den Kampf gegen Android-Geräte verlieren, sich dabei aber entspannt zurücklehnen und zusehen.
Eine gewagte These, ja. Ich will euch aber auch erklären, wie ich darauf komme. Es hat mit dem HTC Desire zu tun, das ein Freund vor einigen Tagen von seinem neuen Arbeitgeber gestellt bekommen hat. Ich spielte ein wenig damit herum und fühlte mich gleich an das iPhone erinnert. HTC und Android haben sich klar am iPhone orientiert, einiges schlechter gemacht aber auch manches besser gelöst, zum Beispiel:
- Das Desire spielt Flash-Videos ohne Extra-App ab und ist Multitasking-fähig. (Ja, ich weiß, Apple will das mit der neuen iPhone OS-Version auch anbieten)
- Die Startbildschirme sind personalisierbar. Man hat dort nicht zwingend nur Apps aufgelistet, sondern kann Widgets einbinden, sich zum Beispiel die neuesten Tweets direkt anzeigen lassen.
- Ein Trackball als zusätzliches Scrollrad wirkt sinnig. Die Texteingabe ist einfach, das Auto-Vervollständigen blendet vernünftige Vorschläge ein.
- Es gibt einen File-Manager und bei den Apps keine Beschränkungen von Haus aus. Zum Beispiel kann man auf einem Android-Handy einen Webserver laufen lassen.
- Das Look and Feel überzeugt auch beim Desire. Nutzerführung und Optik sind aufeinander abgestimmt, wirken elegant und modern.
Es ist an dieser Stelle müßig darüber zu streiten, welches Gerät nun das bessere ist. (Das haben der Freund und ich in den letzten Tagen bereits ausgiebigst getan.) Ihm gefällt mein iPhone besser, ich bevorzuge sein HTC. Das Gras ist immer grüner auf dem anderen Touchscreen.
Gleichstarker Nebenbuhler
Fest steht für mich aber zumindest, dass das HTC Desire keiner der viel zitierten iPhone-Killer ist, die vom eigenen Hersteller gepriesen werden, dann aber doch nicht mit dem iPhone mithalten können. Das Desire ist ein gleichstarker Nebenbuhler, der sich mit dem iPhone auf Augenhöhe misst. Und das ist erst der Anfang. Google Android 2.1 ist ein leistungsfähiges System. Es bietet Multitasking, viele Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen, die das iPhone (noch) nicht hat. Es ist leicht zu bedienen – und dabei sehr hübsch anzuschauen.
HTC ist natürlich nicht der einzige Hersteller mit Android-Systemen. Handys damit gibt es also in allen Formen und Farben, und sie sind dabei meist deutlich preiswerter als das iPhone. Das System ist offen für jedermanns App und jedermanns Technik. Man vergleiche das mit dem immer bizarreren Streit zwischen Apple und Adobe, wenn es um Flash auf dem iPhone geht.

(Bild: HTC)
Android wächst rasant – auf Kosten aller anderen Systeme
Mein visueller Eindruck wird in dieser Woche unterstützt von Zahlen der US-amerikanischen NPD Group, die Android-Handys in den USA im ersten Quartal 2010 erstmals einen höheren Marktanteil bescheinigt als dem iPhone. Im Vergleich der mobilen Betriebssysteme liegt Android demnach mit 28 Prozent Marktanteil auf Platz 2 hinter Blackberry-Systemen von RIM (36 Prozent). Auf das iPhone OS fallen 21 Prozent. Müßig, dass Apple erwähnt, weltweit gesehen stehe man weit besser da. Denn so oder so wächst Android schneller, wie die Zahlen der NPD Group zeigen. Seit zwei Quartalen legt Android besonders stark an Marktanteilen zu – auf Kosten aller anderen Systeme, inklusive dem iPhone OS.

(Grafik: NPD Group)
Wie aber wird Apple auf den Trend reagieren, dass Neukunden sich zunehmend die meist deutlich erschwinglicheren Android-Geräte kaufen? Ich vermute einmal etwas Überraschendes: Ich erwarte, dass Apple das ganz gelassen hinnimmt und sich auf lange Sicht mit der Außenseiterrolle zufrieden gibt. Aus zwei Gründen:
Zum einen will Apple nicht zum Mainstream-Anbieter werden. Egal ob Desktop-Rechner, Laptops oder MP3-Player. Wer einen Mac oder einen iPod kauft, ist bereit, verhältnismäßig viel Geld dafür zu investieren. Apple verkauft weniger Geräte, erzielt aber höhere Margen damit. In der Nische lässt es sich aushalten. Überzeugte Apple-Fans werden weiterhin das iPhone kaufen, um ihrer Marke treu zu bleiben und vielleicht noch das etwas stylischere Gerät zu bekommen.
Zum anderen könnte Apple ein anderer Zukunftsmarkt wichtiger sein: Tablet-Rechner. Die Zahl von einer Million verkaufter Geräte beim iPad wurde schneller erreicht als beim iPhone.
Apple wird sich auf den nächsten großen Boom konzentrieren
Vielleicht wird es auf absehbare Zeit auch ein weiteres Gerät geben, das von der Größe her zwischen iPad und iPhone liegt. In den reichen Industrieländern liegt die Versorgung mit Handys bei 100 Prozent und zum Teil darüber (wenn die Menschen im Schnitt mehrere Handys haben). Man kauft sich alle zwei bis drei Jahre ein neues Gerät und steigt als nächstes auf Smartphones um. Soll heißen: Der Boom am Smartphone-Markt wird noch eine Weile andauern, aber nicht ewig gehen. Apple wird mit dem iPhone wie schon beim Mac eine hochpreisige Nische besetzen.
Bei Smartphones hat Apple ja bereits vorgelegt und ist mit einem guten Gerät am Start, an dem kaum noch etwas verändert wird und auch nicht verändert werden muss. Man dürfte also Entwicklung und Marketing auf den nächsten Zukunftsmarkt konzentrieren. Mit Tablett-Rechnern geht es jetzt erst richtig los. Apple ist vom Fleck weg Marktführer und will damit das große Geld verdienen.
Und Android? Android wird zum System für die Massen werden. Hier wird sich noch einiges tun: Die fleißige Entwicklergemeinde schraubt an Apps und der Usability, die das Handy immer mehr zum Computer machen und ein immer besseres System erschaffen, das in Bälde auf den meisten Telefonen der Welt zum Einsatz kommen wird. Mein Wort drauf.
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Basic Thinking und GenomInc , Alexander Felde erwähnt. Alexander Felde sagte: Basic Flashback: Wachablösung – Android schlägt das iPhone: Als US-Techblogger Michael Arrington vergangenen Somme… http://bit.ly/aL4lfU [...]
guter Artikel, gewagte Aussage … auch wenn ich mir dieses Szenario gut vorstellen kann.
Hab mir den Artikel, wie manch anderen, auf jedenfall ausgedruckt und bin gespannt, wie die TelekomWelt in 1-3 Jahren wirklich aussieht.
Man muss aber auch bedenken das Appel bald das iPhone OS 4.0 und auch ein neues iPhone raus bringt.
Da Android Open Source ist, könnten auch jederzeit Derivate entstehen, wie etwa abgespeckte Versionen für Billig-Smartphones. Damit würde sich das System selbst ins Knie schießen; kein Programmierer dieser Welt würde 20x die gleiche App für 20 verschiedene Androids anbieten ;)
Würde mich jedenfalls freuen. :)
Danke für diesen Artikel. Die Frage, welches Telefon besser ist, ist wirklich müßig. Ich habe jetzt seit über einem Monat das HTC Desire und bin sehr zufrieden. Mit dem nächste Woche kommenden Update 2.2 wird es noch einmal verbessert werden und weitere Probleme beseitigen.
Das kann für Iphone-Nutzer genauso gelten, das Iphone ist schließlich auch ein tolles Gerät. Am Ende ist es Geschmackssache.
Freut mich jedenfalls, das auch andere Systeme in den Fokus kommen.
Android kann sich sicher zum Maintream-OS entwickeln. Dies kann Vor- aber auch Nachteil sein…
Der wesentliche Unterschied zwischen Android und iPhone/iPod/iPad OS liegt aus meiner Sicht in der grundsätzlich anderen Strategie, was das Zusammenspiel zwischen Endgerät, User-Interface und Betriebssystem angeht.
Android ist hier in alle Richtungen offen – dieser Vorteil ist auch gleichzeitig dessen Nachteil (ähnlich Windows).
Es wird sehr viele unterschiedliche Devices mit Android-OS geben. Das Problem besteht dann jedoch darin, dass diese Devices alle unterschiedlich sein werden was Hardware-Eigenschaften, Funktionen, Bildschirmauflösungen, User-Interface, usw. angeht. Die vielen Hersteller wollen sich alle untereinander mit ihren Geräten voneinander abheben und werden mit den unterschiedlichsten Eigenschaften aufwarten, was bedeutet, dass App-Entwickler ihre Apps für den kleinsten gemeinsamen Nennen entwickeln werden, um möglichst auf vielen Geräten lauffähig zu sein und um nicht für jedes Endgerät, um dieses technisch ausreizen zu können, unterschiedliche Apps entwickeln zu müssen. Dieses Problem wird es bei Apple so nicht geben. Ein weiterer strategischer Vorteil liegt für Apple darin, dass Hardware und Betriebssystem optimal aufeinander abgestimmt werden können und somit Apple einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bzgl. Innovationen hat, da neue Endgeräte zusammen mit dem OS optimal aufeinander abgestimmt und gemeinsam entwickelt werden können.
Für mich spiel jedoch noch ein andres Thema eine wichtige Rolle und zwar die Vernetzung aller Devices untereinander mittels iTunes. Ich kann all meine Medien – Musik, Filme, Apps, usw. auf mein Apple-TV, iPhone, iPad oder Laptop etc. über ein zentrales System verwalten und die unterschiedlichen Endgeräte damit versorgen. So habe ich bspw. für meine Kinder die TV-Serie immer und überall verfügbar – ob am Apple-TV, iPhone oder iPad oder meine Apps am iPhone oder iPad verfügbar. Ich fühle mich damit wohl, weil alles so einfach miteinander verbunden ist und nicht irgendwie eingeengt oder benachteiligt, da das OS kein offenes ist, wie Android. Weitere Aspekte sind sicherlich, dass es ein Wildwuchs an unterschiedlichen Android OS-Versionen geben wird und dass Mainstream-Produkte eine größere Attraktivität gegenüber Hacker-Angriffen und Viren etc. haben. Es gibt ja schon zahlreiche Phishing-Apps und Viren für Android, da diese nicht wie bei Apple durch eine Kontrollinstanz laufen müssen. Ganz davon abgesehen, dass bei Android Google immer weiss, wo man gerade ist, teilweise sogar was man macht, welches die am häufigsten besuchten Orte zu welcher Uhrzeit sind, wo man im Urlaub ist, welche Kontakte man am häufigsten anruft oder mit wem man Kurznachrichten austauscht etc…
Gruß Klaus
Die Scheuklappen aufgesetzt und nicht links und rechts geguckt.
Hagen, es gibt auch andere Musik und Video Verwaltungsprogramme, die Teilweise (bis auf das Updaten von Software auf Geräten) ähnliches bis mehr drauf haben.
Diese Geschichte, dass Google nur auf Grund eines Android Handys alles über dich weiß ist vollkommener Schwachsinn.
Wenn sie überhaupt was mitloggen, dann, wenn du Google Maps benutzt. Und Google Maps kann man auch auf dem iPhone nutzen.
Ist GPS aus, ist nachgewiesen, dass es auch keine Positionsdaten an irgendwelche Server schickt.
Ich habe noch nie einen der Viren gesehen von denen du sprichst. Geschweige denn davon gehört.
Klar, es gibt Phsing Programme, aber die gibts auch am PC/Mac oder sonst was.
Entwickler von Apps haben gar nicht solche Schwierigkeiten, wie du sie beschreibst.
Das maximal maß an Anpassung was ein Android Developer erledigen muss ist, dass er die Auflösung anpasst.
Es gibt zwar Apps, die nicht auf allen Handys laufen. Das liegt aber daran, dass sie entweder nur für neuere Android Versionen sind, oder nur für spezielle Geräte entwickelt wurden.
Es stellt sich nur noch die Frage wie hoch der Anteil vom IPhone sein wird bei den Smartphones 10%?, 20?, 30? oder mehr?
Diese Tweet-Einbindung ist eine geile Idee. Würde gerne einen meiner Bildschirme oder mehrere mit solchen oder vergleichbaren Widgets ausstatten – Nachteil: seltsame kryptische “Fehlermeldungen” direkt auf den Bildschirmen (so gesehen bei meinem Kumpel).
Ich bin also durchaus kein augen-verschließender Fanboy, aber im Moment gefallen mir als jemandem, der auf Oberfläche und Bedienbarkeit seeeehr viel Wert liegt und da nun mal alles am iPhone misst, die Android-Geräte noch nicht so sehr.
Die Idee eines “offeneren” Systems halte ich aber für gut und richtig und die Entwicklung muss da halt noch ein bisschen weitergehen.
Aber ich denke auch, dass sich in Quantität Android durchsetzen wird.
Ich als Entwickler entscheide mich mit meinem Desire bewusst für open-source und gegen iTunes.
Was aber interessant wird ist der Market:
Mehr User bedeuten größeres Interesse an Apps.
Das führt langfristig zu mehr und besseren Apps im Market und ich bin gespannt, wie Apple damit umgeht.
Am interessantesten finde ich allerdings die Identifizierung mit dem Smartphone Os: ich habe noch keine Diskussion ohne Rechtfertigung und Schadenfreude gesehen ;)
artikel ist gut,
aber
was für ein schwachsinn, dass apple nicht in den mainstream will??
wenn ich durch meine heimatstadt gehe und ein wenig schaue, hat jeder 2 ein iphone oder einen ipod touch in der hand. quer durch alle gesellschaftsschichten. wenn das nicht mainstream ist, dann weiß ich aber auch nicht mehr
Ist zumindest meine Sicht… Sicher kann man hier auch anderer Meinung sein.
Für mich zählt, dass ich mich wohl fühle und dass es mir das Leben vereinfacht. Sofern ich mich nicht eingeschränkt usw. fühle, ist das für mich okay. Deshalb schaue ich ja auch nach links und rechts, um zu wissen, was sich sonst so am Markt tut.
Sicher kann ich auf unzähligen Musik-Download-Portalen Musik zusammen suchen (kann ich mit iTunes auch…) und auch verschiedene Programme zur Verwaltung all dieser Medien und Fotos, Apps, Videos, Bücher usw. nutzen. Ich persönlich habe dafür keine Zeit und freue mich über die Einfachheit dieses voll integrierten Systems und was besser oder schlechter ist, ist immer subjektiv. Eine TV-Settop-Box mit Android-OS habe ich bisher noch nicht gesehen und insofern finde ich das Apple-TV eben sehr praktisch, da dort ebenfalls alle Filme, Musik usw. verfügbar sind. Viren für Android gibt es jetzt schon zahlreiche (einfach mal googeln…) aber natürlich auch Viren-Scanner. Kann man ja alles machen… Je attraktiver Android für Viren-Entwickler durch dessen Verbreitung wird, desto mehr Viren und Angriffe wird es aus meiner Sicht geben. Auch hier kann man sicher anderer Meinung sein… Ich für mich (und das ist keine Kritik an Android oder deren User) möchte lieber ein “rundum-sorglos”-Paket. Das Handy ist für mich persönlich das letzte Gerät, auf dem ich einen Virus möchte oder auf dem ich immer ein VirenScanner aktuell halten möchte… Ich bin ein Fan von Innovationen und tollen Anwendungen, aber auch von Einfachheit und intuitiven User-Interfaces und da fühle ich mich momentan bei Apple und in dem voll integrierten und auf die unterschiedlichen Geräte hin abgestimmten System, welches einfach zu bedienen ist und mir zudem viel Zeit spart, sehr wohl. Und so lange die anderen Hersteller immer Apple nachmachen und somit Apple hinterherlaufen und abgucken wie die Beispiele iPhone/iPod/iPad allesamt zeigen, passt das für mich…
Aber schön zu hören, dass Android sicher zu sein scheint und dass Google und wohl all die Apps keine “versteckten” Daten senden. Das beruhigt mich…
Das wäre so als ob man bei jedem neuen Toyota aufschreien würde, dass Porsche jetzt ernsthaft in Gefahr kommt – ob Porsche und Apple besser sind als die anderen, ist damit nicht gesagt – sie vermarkten sich auf jeden Fall besser.
In meinen Augen ist Apple einfach schicker Technikschrott. Sieht gut aus, kann aber nichts – und ist vor allem teuer. Das eignet sich hervorragend als Egoprothese, ist aber in der richtigen Welt kaum einem sinnvollen Nutzen zuzuführen – daher wäre es sinnvoller, wenn Systeme wie Android den Markt für sich gewinnen – dann können die Geräte auch produktiv zu vernünftigen Preisen genutzt werden …
Wie Dennis (#22) schon sagt, Apple verkauft sich nur übers Branding…
1. wurde das von TheVaan schon richtig gestellt und
2. wäre das bei Apple ja der gleiche Fall. Wenn Google bei Android Geräten weiß was man macht und wo man ist usw. dann weiß Apple das bei iPhones auch. Und da Apple eine ähnliche Datenkrake wie Google ist, weiß ich nicht was besser ist…
Kann das argument jemand entkräften?
1. man kann als Entwickler den Preis der Apps selber bestimmen. Nicht alle sind kostenfrei…
2. gibt es ja schon über 50.000 Apps im Android Market (soweit ich weiß). Also scheint es ja schon Entwickler zu geben, die sich die Mühe machen. Und wenn Android in absehbarer Zeit weiter an Marktanteilen gewinnt, dann wird das noch attraktiver/lukrativer.
ich benutze z.z. ein iphone, bin eigtl. soweit ganz zufrieden, wenn auch nicht begeistert.
die bekannten nachteile (flash, multitasking etc.) v.a. aber diese walled garden mentalität und das apple system , nach dem ich zwar die 5 populärsten einstellungen ändern kann, aber eben nicht alles, das stört mich schon gewaltig… denn nicht nur die technischen specs und die usability gehört m.m.n. zu einem produkt, sondern auch, wie ich mich dabei als konsument und käufer fühle – verarscht und bevormundet im fall apple.
würde lieber google meine daten als apple meine mündigkeit überlassen :)
leider vermute ich, dass apple halt auch die “kreative” nische besetzt halten wird, also wenn es um musikproduktion geht, oder um design/art.
ist das so, oder gibt es für android auch “schöne” apps?
Iphone user wollen nur Iphone…wo andere User ein Desire besitzen, ein N1, ein X10…haben Applefans ein Iphone. Ja, selbst 13 jährige Mädchen neben mir im Bus haben ein Iphone, genauso wie Studenten, und Professoren. Zumeist sind diese Geräte manipuliert worden damit man im Appstore nichts mehr kaufen muss und von T-Mobile wegkommt…das nennt man dann KULT. Ja, will garnicht sagen, dass das kein KULT ist, dennoch zieht das Android OS genau wie oben beschrieben an dem Kult vorbei und schafft ein massengeignetes System, da es im neuen billigen LG, genauso wie in Special Edition des Desire oder auch den x10 Minis für jede Frauentasche eingesetzt wird. So kann sich jeder von der Masse abheben und sich trotzdem auf einer Art Kultebene (“hey kennst du das App schon”) wiederfinden, so wie es ihnen das Iphone vorgemacht hat.
Mir persönlich ist es wichtiger nicht mit einem Jedermannsmartphone in der Hand rumzulaufen (was das iphone trotz stolzen Preises geworden ist?! zumindest hat ca. jeder 4. den ich kenne eins) und abzuwarten, was tagtäglich an dem System verbessert wird. Ganz klar ist aber, dass ohne Iphone diese große Bewegung garnicht in Schwung gekommen wäre, daher Respekt von meiner Seite, ich bleib dann aber doch lieber bei meinem 300€ günstigerem (silbernem) Desire was sich wirklich auf Augenhöhe mit dem Apfelfon befindet.
@Hoffmann
Toll ey, in letzter Zeit habe ich deine Kommentare gerne gelesen… Und jetzt versaust du mir den Umstieg vom iPhone aufs HTC Desire.
Auch wenn mir persönlich das freie Prinzip von Android um einiges mehr zusagt…
Edit: die HTC-Geräte sind geil verarbeitet! Hatte davor eins, also das ist TOP!
Gerade noch mal so gerettet.
Nein, wie jemand oben schon beschrieben hat, besteht der Kult iPhone mittlerweile bei vielen daraus, sich das Teil zu besorgen und dann mittels Hintertüren zurechtzuschustern.
Am meisten regt mich der Verbund nach iTunes auf. Das Handy spackt beim Synchronisieren nur noch rum und eine richitge Lösung habe ich bis heute nicht gefunden. Von der dummen One-Way-Datenübertragungsrichtung mal abgesehen. Außerdem durfte ich erst vor kurzem eine schmerzliche Erfahrung mit der nur 1 Jahresgarantie von Apple machen. Ein Defekt am Handy der auf jeden Fall mit der Garantie abgedeckt gewesen wäre, jedoch 3 Monate zu spät. Und natürlich greift die Gewährleistung nicht, da das nicht von Anfang an gewesen ist.
Und auf das neue iPhone warten ist mir auch zu doof. Es wird auf jeden Fall noch teurer in der Anschaffung plus dann noch die Verträge bei T-Mobile – Selbst als Mitarbeiter kann man da nicht viel rausholen.
Aber natürlich sind das Desire oder andere auch sehr gut mit den mitgelieferten Szenen und deren vorbereiteten Android- und HTC-Widgets/Programmen brauchbar.
Wie weiter oben schon beschrieben setzt Apple den KULT-Status seiner Geräte konsequent um und vermarktet seine Geräte auch entsprechend.
Headwar vertritt hier die selbe ansicht wie ich (bezüglich der Mündigkeit). Mein letztes Smartphone hatte seinen 2-Jahres-Lebenszyklus abgeschlossen und sollte durch ein neues (natürlich besseres) ersetzt werden. Mein alter anbieter T-Mobile versuchte mir natürlich sofort das Iphone3GS aufzuschwatzen. Ich musste leider dankend ablehnen da ich das Konzept und die Aufmachung schon ganz ok finde… Aber Bluetooth Datenübertragung, vorrausetzen von “i-irgendwas”, Hintergrundbilder, SMS Klingeltöne … das machen mittlerweile die 15 Euro Handys mit 10 Euro Guthaben besser.
Schließlcih wollte ich nicht nach 20 Minuten schon die Garantie durch einen Jail-Break verlieren. (Wobei das Wort Jail-Break eigentlich alles sagt!!!)
Ich habe mir jetzt ein HTC Legend gegönnt. Es ist zwar nicht der “stärkste” Androide, aber der im meinem Fall passendste. Denn ich höre immer wieder … “Oh das ist aber schick und man das funktioniert ja richtig gut, aber besser als ein Iphone ist das nicht oder?” Meine Antwort ist:” Naja es ist schwerer einzustellen / Handzuhaben bietet dafür aber auch einen Schwung mehr an Funktionen die Applebesitzern einfach vorenthalten werden.”
Aufgrund meines HTC-Androiden bin ich Zuhause mittlerweile auch wieder auf Linux-Ubuntu umgestiegen …
Irgendwie ist es halt doch immer eine Glaubenssache …
Zur Zeit werden sie noch Unterschätzt. Microsoft traut kaum jemand ein Erfolg in dem Segment zu.
Das könnte sich als Irrtum erweisen, denn sie haben eigentlich die Mittel und technischen Möglichkeiten dazu, wenn sie auch eigentlich “zu Spät” einsteigen, was aber nichts unbedingt Bedeuten muss.
Auch als sie auf den Spielkonsolen Markt einstiegen trauten ihnen kaum jemand damals einen Erfolg zu.
Zukünftig Entscheidend im Handy oder besser Tablet Markt werden nicht zuletzt wie auch im OS Markt Anwendungen und Spiele sein und hier liegt meist der größere Nachteil von Linux.
Sollten die großen Hard-,Software- und Spiele Firmen dann wie üblich wieder hauptsächlich für Microsoft Arbeiten könnte Windows sehr schnell Android und andere Linux OS auch auf diesen Markt verdrängen und Apple wieder die Nische einnehmen die sie schon am PC Markt besitzen.
Der momentane Erfolg von Android , täuscht eigentlich darüber hinweg das Google eher auf einen “absteigenden Ast ” ist , sie haben kaum noch Erfolge mit Neuerungen aufzuweisen.
Hinzu bedrohen Facebook und Microsoft “bing” ihr Kerngeschäft.
[...] Wachablösung – Android schlägt das iPhone Sehr netter Artikel auf basicthinking.de zur Wachablösung des iPhones durch Googles Android Betriebssystem. [...]
Apple wird immer für seine Benutzerfreundlichkeit und einfache Bedienbarkeit gelobt. Leider kann ich das oft nicht nachvollziehen. Eine Anekdote von meinem letzten Wochenende:
Ich war mal wieder auf einer Party auf der Musik auf einem Mac via Itunes lief. Ich habe es zwar geschafft Titel in eine Playlist zu kopieren und abzuspielen (was ich durch die 1 Fenster-Bedienung auch schon als sehr umständlich empfand). Aber meint ihr ich hätte es mal geschafft die Abspiel-Reihenfolge dieser Playlist zu ändern? Ich fragte daraufhin die Gastgeberin. Sie meinte dass ich einfach per Doppelklick auf den Titel gehen sollte und schon würde vom momentane Titel zum nächsten gewechselt. Die Reihenfolge an sich festlegen wusste sie aber auch nicht.
Dadurch das ich jetzt nicht immer Lust hatt alle 3 Minuten von der Couch mich zu Itunes zu bewegen, um die passenden Titel auszuwählen, steuerte ich Youtube an um dort meine Playlist abszuspielen.
Tja zu früh gefreut. Die Lautpsrehcer blieben stumm. Die Musik in itunes wurde über einen Airport an die Musikanlage gestreamt. Die Musik des Browsers allerdings über die internen Mac-Lautsprecher abgespielt. Das niemand im Raum wusste wie man das ändert brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen.
Ein Hoch auf diese intuituive Bedienung.
PS: Dadurch das ich immer öfters auf Partys durch die Iphone-Ipod-Zwangskopplung Itunes antreffe, wäre ich über einen Tip dankbar wie man die Abspielreihenfolge in Itunes ändert. Danke
Hatte nun schon 2 Jahre alle möglichen iPhones (2G, 3G, 3G), aber auch mal die Google Smartphones G1 und Magic getestet.
In der letzten Zeit war ich kurz davor, mich für ein HTC Desire zu entscheiden, werde nun aber auch erst einmal auf das iPhone (HD?) warten.
So kann man z.B. nach dem Lesen einer E-Mail nur umständlich zurück in den Posteingang wechseln;
beim Musikhören sollte man besser nicht durch seine Mediathek scrollen, weil der Player automatisch jenes Album abspielt, dessen Cover gerade angezeigt wird;
beim Auswählen bzw. Suchen eines Empfängers einer E-Mail gibt es keine Volltext-Suche innerhalb der Kontakte, sondern nur streng nach Anfangsbuchstaben (“Müller, Jochen” findet man so also nicht auch über “Jochen”);
auch die Einrichtung und Konfiguation eines Google-Apps-Kontos via Exchange-Postfach war auf dem iPhone wesentlich schneller und funktionierte auch reibungslos. Beim HTC Desire mit (Googles!) Android hingegen gab es Problemen aller Art.
Und: der Android Market ist wirklich unter allen Standards und kaum zu gebrauchen. Wer hier Apps gezielt suchen möchte, hat keine Chance.
Das HTC Desire und auch Android haben noch einen sehr langen Weg vor sich. Alleine sehr gute Hardware und gute Software reichen meiner Meinung nach definitv nicht aus. Es fehlt hier eine schlüssiges und nutzerfreundliches Gesamtkonzept (wie bei Apple). Erst dann wird es massentauglich sein. Ich jedenfalls habe das HTC Desire wieder umgetauscht und warte auf das neue iPhone.
[...] Für 10 Dollar gibt´s zusätzlich die Möglichkeit die Musik auch offline auf mobilen Geräten wie dem iPhone [...]
Das einzige was bei Android noch fehlt, ist -krasserweise- ein vernünftiger Media Player! Einer, bei dem man mp3s auch nach Genre sortieren lassen kann. Gerade wenn man viele Hörspiele und Hörbücher hört, ist eine Sortierung nach Alben oder Interpret nicht so sinnvoll…
Aber was soll’s. Der Android App Market wächst und wächst und ich wette, bis Ende des Jahres gibt es auch bei den mp3-Playern eine gute Alternative!
[...] Basic Flashback: Wachablösung – Android schlägt das iPhone | Basic … [...]