Blog

Archive for 05.2010

RD-M8 von JVC: CD- und USB-Player mit Radio-Aufnahme-Funktion26.05.10

Am heutigen Mittwoch hat der japanische Unterhaltungselektronik-Hersteller JVC daheim ein Produkt vorgestellt, von dem ich gar nicht wusste, dass es dafür noch Bedarf gibt. Aber die Japaner werden sich schon etwas dabei gedacht haben und den RD-M8 nicht ohne entsprechende Kundschaft im Visier hergestellt haben. Bei besagtem Gerät handelt es sich um eine CD- und USB-Player-Kombo (siehe Bild). Das besondere Feature an dem Teil ist nun aber nicht die Farbe (ist sie nicht schön? Es gibt das Gerät aber auch noch in Schwarz und Grau, falls sie euch nicht gefallen sollte), sondern die Möglichkeit, mit ihm Radiosendungen (wohlgemerkt AM/FM und nicht Internet) auf direktem Wege auf einem USB-Speichermedium aufzunehmen.

Ich weiß nun wirklich nicht, wie das in Japan ist und ob es das Teil jemals zu uns nach Deutschland schafft. Aber ist es hierzulande nicht so, dass im Radio gespielte Lieder – Nachrichten oder Interviews wird wohl kaum jemand aufzeichnen wollen – absichtlich nie in voller Länge oder ohne Unterbrechung gespielt werden, damit man sie eben nicht auf diesem Wege aufnehmen kann. Zumal es sich hierbei ohnehin fast immer um Radio Edits handelt, die von den Originalversionen abweichen. Wie dem auch sei, das Teil kann darüber hinaus aber noch ein bisschen mehr.      (weiterlesen …)

Posted in Produkte, Unternehmenwith 5 Comments →

‘Open Ways’-Technologie: Hotel-Kette führt Mobiltelefone als Tür-Öffner ein26.05.10

Im Kontext eines hier kürzlich geposteten Artikels, in dem es um die Nutzung von Mobiltelefonen und das daraus resultierende Tumor-Risiko ging, sagte ich eher im Scherz: “Sollten sich die Wissenschaftler jedenfalls nicht beeilen, könnte es passieren, dass ihnen die Probanden ausgehen – nämlich jene für die Kontroll-Gruppe mit den Nicht-Handy-Nutzern…” Wenn ich Meldungen wie die Folgende lese, gewinne ich aber immer mehr den Eindruck, als würden Handy und Smartphone eines Tages ähnlich unentbehrlich sein wie… Uhren oder Kaffee. 

Die InterContinental Hotels-Group (IHG), die – gemessen an ihren 630.000 Zimmern in 4.300 Hotels und 100 Ländern – größte Hotelgruppe der Welt, wird nächsten Monat ein Pilotprojekt starten. Nachdem sie einen Großteil ihrer Hotels renoviert und einen dreistelligen Millionenbetrag in anschließende Werbung gepumpt hat (die offenbar auch in Deutschland gesendet wurde, von der ich aber nichts mitbekommen habe), soll in zwei ausgesuchten Hotels nun eine neue Technik ausprobiert werden. Sie soll es den Hotelgästen erlauben, ihre Zimmertüren per Mobiltelefon zu öffnen. Die Verantwortlichen von IHG gehen davon aus, dass ein Großteil seiner Gäste ohnehin bereits ein solches Gadget besitzt und ständig mit sich herumträgt. Zudem würde man mit diesem Service jenen Kunden entgegengekommen, die das ständige Rennen zur Rezeption - aus welchen Gründen auch immer – störe.  (weiterlesen …)

Posted in Hardware, Ideen, Internet, IT, Unternehmenwith 17 Comments →

Wegen iTunes und Amazon: Apple im Visier der US-Justiz26.05.10

Wenn selbst der Focus ein Apple-Thema aufgreift, das noch von keiner Seite offiziell bestätigt wurde, und es gleich morgens um kurz vor neun Uhr veröffentlicht, dann will das schon was heißen. Und in der Tat: Eine Meldung der New York Times (NYT) vom gestrigen Dienstag hat es durchaus in sich und wird – ohne meinerseits polarisieren zu wollen – vor allem jene Kritiker erfreuen, die schon lange nach ähnlichen Maßnahmen verlangten. Darin wird nämlich - unter Berufung auf Insider, wie es immer so schön heißt – behauptet, dass das US-Justizministerium im Rahmen eines Kartellverfahrens Apples Geschäftsgebaren etwas genauer unter die Lupe nimmt.

Und darum geht es im Kern: Zum einen untersuchen die Beamten die Methoden des Unternehmens, mit denen es Musik im Internet verwertet beziehungsweise verkauft. Außerdem wird Vorwürfen nachgegangen, wonach Apple seine marktbeherrschende Position ausgenutzt haben soll, um sich Vorteile gegenüber seinem Konkurrenten Amazon zu verschaffen. Demnach sollen Musik-Labels dazu gedrängt worden sein, dem Online-Versandhaus exklusiven Zugriff auf kurz vor der Veröffentlichung stehende Musik-Tracks zu verweigern. In diesem Zusammenhang sollen sowohl Bosse der großen Musik-Labels als auch jene aus Unternehmen befragt worden sein, die Musik im Internet anbieten. (weiterlesen …)

Posted in Allgemeinwith 18 Comments →

Audi A8 auf der Internet-Überholspur mit WLAN ab Werk25.05.10

Wenn man auf seinem Einkaufszettel einen Neuwagen in der Größenordnung eines Audi A8 notiert hat, dann verfügt derjenige entweder über das nötige Kleingeld, ist beruflich sehr viel auf sein Auto angewiesen – oder gar praktischerweise gleich beides.

Genau dieser Mensch – erfolgreich, Technik-affin, mit dem Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit – soll sich wohl angesprochen fühlen, wenn sich Audi in einer Pressemitteilung an die Welt wendet und für das nächste Jahr ankündigt, den A8 auf Wunsch ab Werk mit eigenem WLAN-Hotspot auszuliefern.

Eine Antenne auf dem Dach und ein integriertes WLAN-Modul sorgen dafür, dass im Wagen-Inneren bis zu acht Teilnehmer ihre Smartphones, Tablets oder Net-/Notebooks mit dem Internet verbinden können. Da ich ganz vorsichtig auf eine geringere Zahl an möglichen Passagieren spekuliere als acht Stück, sollte es zugangstechnisch demnach wohl keine Engpässe geben in Audis Vorzeige-Bolliden. (weiterlesen …)

Posted in IT, Produktewith 24 Comments →

Angriff auf die Blu-ray Disc: Forscher basteln an 5-Terabyte-Speicherscheibe aus Titan-Oxid25.05.10

In Japan hat ein Team von Forschern einer Meldung des Online-Wissenschaftsportals Physorg zufolge ein Material entdeckt, das verwendet werden könnte, um eine Art ”Super Disc” herzustellen. Diese wäre nicht nur deswegen super, weil sie preiswerter in der Produktion und schneller als eine DVD wäre, sondern vor allem darum, weil ihre Speicherkapazität angeblich bis zu tausendmal höher liegen könnte, als bei der Digital Versatile Disc. Geht man von Single-Layer mit einer Kapazität von knapp 5 GB aus, wären das stolze 5 Terabyte – und womöglich das Aus für die Blu-ray Disc.

Und so soll das technische Wunder in Grundzügen funktionieren: Ausgangsstoff ist eine offenbar neu entdeckte Kristall-Form von Titan-Oxid. Dieses Material besitzt die Eigenschaft, sich von einem schwarz-farbenen, metall-ähnlichen Zustand, in dem es stromleitend ist, bei Lichteinfall in einen braun-farbenen Halbleiter zu transformieren. Diese Umwandlung funktioniert bei Zimmertemperatur und ist jederzeit und unendlich oft wiederholbar. Hierdurch kann eine, für die Datenspeicherung nutzbare “On-Off-Funktion” nutzbar gemacht werden. Ähnlich wie in den vom US-Heimatschutz produzierten Mikro-Chips zum Aufspüren von Gas, machen sich hierbei die Wissenschaftler nämlich den Umstand zunutze, dass unterschiedliche Farben Licht unterschiedlich reflektieren und somit verschiedene Informationen beinhalten können. (Wie genau das vonstatten geht, können die Cracks unter euch bei Nature Chemistry nachlesen, wo die Arbeit der Wissenschaftler zuerst veröffentlicht wurde.) (weiterlesen …)

Posted in Hardware, IT, Produkte, Unternehmenwith 25 Comments →

‘Bebionic’: High-Tech-Prothese funktioniert und sieht aus wie eine echte Hand – zumindest fast25.05.10

Mitte dieses Monats fand in Leipzig die Weltleitmesse Orthopädie + Reha-Technik 2010 (ISPO) statt. Dort stellte das britische Unternehmen RSLSteeper die neue Generation voll beweglicher, myoelektrischer Hände – “Bebionic” – vor. Was irgendwie ein wenig unheimlich klingt, könnte ein Segen für viele Menschen sein, die beispielsweise durch einen Unfall mit dem Verlust ihrer naturgegebenen ”Greifwerkzeuge” leben müssen. Bei besagten Händen handelt es sich nämlich um High-Tech-Prothesen. “Myo” leitet sich dabei vom griechischen Begriff “mys” ab, der Muskel bedeutet. Und mit “myo-elektrisch” werden Systeme bezeichnet, die elektrisch angetrieben und über Muskelsignale gesteuert werden. Dabei machen sich die Hersteller den Umstand zunutze, dass bei jeder Muskelkontraktion eine elektrische Spannung entsteht.

Das Besondere an der “Bebionic”-Hand ist nun, dass sie nicht nur leichter sein soll, als Konkurrenzprodukte. Ihre Funktionen – etwa die Geschwindigkeit, Greifkraft oder Griffmuster – kann benutzerdefiniert programmiert und mittels entsprechender Software und Wireless-Technologie individuell angepasst werden. Für Letztgenanntes wurde die Hand speziell mit einem WLAN-Chip ausgestattet. Wie präzise diese Hand arbeitet und in welchen Alltagssituationen sie von größtem Nutzen sein kann, wird in dem nachfolgenden Video vorgeführt: (weiterlesen …)

Posted in Produkte, Unternehmenwith 11 Comments →

AdSense: Warum Google wie viel verdient – und gerade jetzt diese Zahlen präsentiert25.05.10

In Italien waren die Behörden in jüngster Vergangenheit nicht gerade Googles größte Fans. So verurteilten sie im vergangenen Februar drei Google-Top-Manager unter anderem wegen Verstoßes gegen den Datenschutz zu Bewährungsstrafen. Und dann war da noch die AdSense-Sache. Ein Ausschuss untersuchte Googles Werbe-Dienst in Bezug auf mangelnde Transparenz, darauf, wie die Erlöse für Kunden berechnet werden und schließlich in welcher Höhe sie bei italienischen Zeitungsverlegern ausfielen. Ihre Untersuchungen führten drei Haupt-Kritikpunkte zutage: 1. Google ist nicht dazu verpflichtet, offenzulegen, wie die Bezahlung an die AdSense-Kunden berechnet wird beziehungsweise auf welcher Basis die Zahlen erstellt werden. 2. Die an seine Kunden erfolgten Zahlungen errechnet Google anhand von Daten, die nur dem Unternehmen zugänglich sind. 3. Der Suchriese kann jederzeit die Preisbestimmungen und -strukturen nach seinem Gutdünken verändern.

Ein Gericht sah darin offenbar einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung und erreichte, was andere zuvor nicht geschafft hatten: Es zwang Google Kraft seines Amtes zu mehr Transparenz. Der Suchgigant versprach daraufhin Besserung und der Forderung nachzukommen, die genauen Prozentangaben über die mit den Verlagen geteilten Erlöse offenzulegen. Und da diese Zahlen sicherlich von Letzteren nicht unter Verschluss gehalten werden würden, entschloss sich der Suchgigant zur Flucht nach vorne und legte sie auf seinem Blog nun für alle offen. (weiterlesen …)

Posted in Geld, Internet, Recht, Unternehmenwith 17 Comments →

Basic Flashback: Wenn Menschen zu Zeitungen werden23.05.10

Geht es euch inzwischen auch so, dass euch Nachrichten auf Papier wie ein Relikt aus grauer Vorzeit vorkommen? Viel haben die Medienexperten in letzter Zeit über die Zukunft des Journalismus debattiert und dabei krude Theorien entworfen. Zum Beispiel, dass wir Nachrichten bald nur noch auf Tablet-Rechnern lesen, nur noch auf Smartphones, oder dass Leser ihre Nachrichten gleich selbst schreiben. Letzteres ist bei näherer Betrachtung gar nicht einmal so absurd. Ich denke sogar, dass sich darüber nachzudenken lohnt. Fairerweise muss ich sagen, dass die Theorie nicht von mir stammt, sondern ich sie von Enno Park von meinem alten Blog YuccaTree schamlos „geklaut“ habe. Sie gefiel mir so gut, dass ich sie hier näher ausführen möchte.

Enno beschreibt das Szenario, dass netzaffine Menschen ihre Nachrichten nicht mehr von Verlagen und Online-Magazinen beziehen, sondern von Personen. Sprich: Wir erfahren das Neueste nicht mehr von der “Kölnischen Rundschau”, “TAZ”, “FAZ” oder “Spiegel Online”, sondern von Hannes Schröder, Klaus-Peter Wuttke und Clara Schmidtke – den Leuten, denen wir auf Twitter oder Facebook folgen. Es ist die digitale Version von „Hast du schon gehört?“, dem Geschwätz aus dem Treppenhaus. Kombiniert mit der Theorie „If the news is important, it will find me“ ergibt sich daraus die einfache Formel:

Wenn ich mich informieren will, lese ich keine Zeitung mehr, sondern rufe meine Statusmeldungen ab.
(weiterlesen …)

Posted in Business Bloggingwith 36 Comments →

US-Heimatschutz setzt auf Mobiltelefone – zum Aufspüren von Giftgas21.05.10

Wir alle wissen, dass Mobiltelefone in bestimmten Situationen zu Lebensrettern werden können. Etwa dann, wenn Hilfe schnell herbeigerufen werden muss und gegebenenfalls die Bestimmung der Position über das GPS des Phones wertvolle Zeit spart. Nun sieht das Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten diesen lebensverlängernden oder -erhaltenden Nutzen der Gadgets prinzipiell auch, denkt dabei aber in etwas anderen Dimensionen. Und so hofft es, dass Handys und Smartphones bald dazu eingesetzt werden könnten, um Giftgas aufzuspüren.

Hierzu hat es drei Unternehmen mit der Herstellung eines entsprechenden Chips beauftragt, der nicht größer als eine Euro-Münze sein und in die Telefone passen soll. Seine Funktionsweise klingt verhältnismäßig einfach: Wie bei herkömmlichen Computer-Chips wird zu seiner Herstellung als Grundplatte eine Silizium-Wafer verwendet, diese meist runde und sehr dünne Scheibe, die viele von euch bestimmt schon einmal im Fernsehen gesehen haben. Anstatt diese aber nur, wie sonst üblich, mit elektronischen oder sonstwie gearteten Bauelementen auszustatten, wird sie zusätzlich mit Milliarden von nano-großen Löchern versehen. Je nach ihrer genauen Größe reflektieren sie einfallendes Licht in unterschiedlichen Farben (siehe Bild). Tritt nun ein Molekül eines giftigen Gases in eines der Löcher und verdrängt dabei die dort vorher enthaltenen Luft, verändert sich die vom Loch reflektierte Farbe. Soweit zumindest das Grundprinzip in einfachen Worten. (Sollte ein Experte unter euch einen Fehler in meiner Beschreibung entdecken, kann er mich gerne korrigieren.)     (weiterlesen …)

Posted in Hardware, Produktewith 12 Comments →

Das ‘LinnStrument’ und der ‘NAVI Robo2′: Gadgets zwischen Unterhaltung und Nutzen21.05.10

Ich nehme es vorweg: dieser Artikel soll vornehmlich der leicht-lockeren Unterhaltung dienen. Und welche Form der Präsentation würde sich dafür besser eignen, als ein Video – oder wie in diesem Fall, zwei von ihnen (hätte gerne eine Top-3-Liste erstellt, aber kein passendes Video mehr gefunden). Und wenn es nicht gerade Filmchen von irgendwelchen Viral-Aktionen sind, dann taugen zu diesem Zweck Gadgets als Hauptdarsteller am besten. Jeden Tag stolpere ich bei meinen Recherchen über so viele nützliche, witzige oder einfach nur skurrile technische Geräte, dass ich heute beschlossenen habe, die interessantesten des Tages für euch hier zusammenzutragen.

Den Anfang mach das LinnStrument. Dabei handelt es sich um ein von dem Designer Roger Linn entwickeltes, elektronisches Musikinstrument. Es besteht im Kern aus einem druckempfindlichen Multi-Touch-Kontrollboard, das über ein Datenkabel an einen PC angeschlossen wird. Das geniale an dem Teil ist nun, dass den einzelnen Tasten des Boards Noten zugeordnet und sie mit den entsprechenden Notenbuchstaben (also c, cis und so weiter) versehen sind. Durch Drücken der Tasten, ihr Halten oder ein mit dem Finger Darübergleiten, kann der User dann Musik erzeugen, die über den PC wiedergegeben wird: (weiterlesen …)

Posted in Fun, Internet, Produktewith 4 Comments →

Google TV: Was es ist, was es kann und wer es braucht21.05.10

Ich hatte es am gestrigen Donnerstag im Vorbeigehen in meinem “WebM Project“-Artikel erwähnt, nun ist es amtlich: Google steigt ins Fernseh-Business ein. Und damit auch in einen milliardenschweren Markt mit Fernseh-Werbung – aber das ist eine andere Geschichte, über die künftig bestimmt noch viel zu schreiben sein wird. Die Präsentation von Google TV als solche am letzten Tag der Entwicklerkonferenz I/O 2010 dürfte somit Branchenkenner nicht überrascht haben. Ob dies aber auch für das Produkt gilt? Meine Skepsis war gestern zumindest noch relativ groß, immerhin hatten sich ja schon andere zuvor an der Symbiose versucht – erfolglos.

Aber fangen wir mal ganz vorne an. Der – vordergründige – Vorstoß des Suchriesen ins Fernsehgeschäft ist einleuchtend: Vier Milliarden Menschen weltweit guckten laut Marktforscher Nielsen im letzten Quartal des vergangenen Jahres fern. Und der Durchschnittsamerikaner verbringt nahezu ein Fünftel seines Tages vor der Mattscheibe. Ein riesiger Markt also, in den Google da eintritt. Und auch die auf dem Google-Blog zu lesende Begründung, dass heutzutage Entertainment zusehends im Internet, somit auf Computern und Mobiltelefonen – und daher jenseits des Fernsehers – stattfindet, ist nachvollziehbar. Das Web deswegen auf die größere und qualitativ oft höherwertige Mattscheibe (im Vergleich zu einem Mäusekino etwa) zu holen, ist nachvollziehbar. Google wollte die Vorteile beider Welten in einem Produkt verschmelzen, und heraus kam Google TV. Hier ein Spot dazu: (weiterlesen …)

Posted in Fun, Ideen, Internet, IT, Produkte, Unternehmenwith 57 Comments →

Deutschland landet wegen RapidShare auf der ‘International Piracy Watch List’20.05.10

Der “Congressional International Anti-Piracy Caucus“ hat am gestrigen Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Washington die ”2010 International Piracy Watch List” präsentiert. Die Gruppe von US-Politikern, die sich weltweit gegen Copyright-Verletzungen bei von US-Firmen hergestellten Produkten einsetzt, führt darin jene Staaten auf, in denen “Copyright-Piraterie ein alarmierendes Level erreicht hat, das die Vereinigten Staaten Milliarden kostet.” An der Spitze der Liste stehen China und Russland, was vermutlich die wenigsten überraschen dürfte. Dann aber auch Kanada, Spanien und Mexiko. Die Begründung für diesen zweifelhaften Ruhm sehen die verantwortlichen Politiker in dem “Ausmaß und der Tiefe der Piraterie-Probleme”, die in den Ländern herrschen. Und darin, dass “sie keinerlei Maßnahmen ergriffen haben, um dem Problem zu begegnen” beziehungsweise keine wesentlichen Fortschritte in ihren diesbezüglichen Bemühungen vorweisen können. Der Ausschuss veröffentlicht die Liste mit Ländern mit vermeintlich schwachen Copyright-Schutzmaßnahmen bereits seit seiner Gründung im Jahr 2003.

Zum ersten Mal wurde aber auch eine Liste mit gefährlichen Websites erstellt. Und auf diese Liste hat es prompt auch Deutschland geschafft. Der US-Kongress hat im Zuge dessen nämlich auch auf jene Länder im Visier, in denen Hoster ihrem – nach Auffassung des Kongresses illegalem -Treiben frönen. Und da steht Deutschland wegen RapidShare ebenso im Fadenkreuz der Cyber-Police wie Schweden wegen The Pirate Bay, China wegen Baidu, Kanada wegen IsoHunt, Luxemburg wegen RMX4U und die Ukraine wegen mp3fiesta. Laut Congressional International Anti-Piracy Caucus gehören diese Seiten zu den am häufigsten besuchten in der Welt und deswegen gelte ihnen allerhöchste Priorität bei der Bekämpfung von Copyright-Verletzungen. (weiterlesen …)

Posted in Internet, Produkte, Rechtwith 23 Comments →

Googles neues Video-Format ‘WebM Project’: Eat this, Mister Jobs!20.05.10

Wen der Eindruck beschleicht, dass aktuell Meldungen über Google die Seiten der Blogs und IT-Portale bestimmten, der dürfte gar nicht mal so falsch liegen. Damit meine ich aber weniger die leidige Street View-Klamotte, die immer neue Blüten trägt und für die Sergey Brin erst kürzlich mit den Worten “We screwed up” quasi höchstpersönlich die Verantwortung übernahm. Ich meine vielmehr solche News: Am heutigen Donnerstag wird der Launch von Google-TV erwartet, Google Buzz bekommt eine API und Google Latitude ein Upgrade spendiert und bereits am vergangenen Dienstag wurde Google Wave für alle User zugänglich gemacht. Diese Fülle kommt nicht von ungefähr, denn momentan findet im Moscone Center in San Francisco Googles Entwicklerkonferenz I/O 2010 statt. (Wer über die Ergebnisse auf dem Laufenden bleiben möchte, kann entweder auf Twitter @googleio, der entsprechende Hashtag lautet #io2010. Oder sich die Keynotes live auf dem GoogleDevelopers YouTube channel ansehen.)

Die für mich persönlich interessanteste Nachricht ist aber diese: Der Suchriese hat gemeinsam mit den Browser-Herstellern Mozilla und Opera sowie einigen anderen Unternehmen ganz still und heimlich an einem neuen, freien, offenen Video-Format gearbeitet, das nun auf der Konferenz vorgestellt wurde. Der Name des proprietären H.264-Video-Code-Konkurrenten lautet WebM Project. (weiterlesen …)

Posted in Internet, Produkte, Unternehmenwith 29 Comments →

mobypicture ermöglicht mobile Foto-Uploads nun auch für studiVZ20.05.10

Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich für diesen Artikel gleich von zwei Seiten Prügel bekomme. Einmal von den VZ-Fans, denn ich kann natürlich nicht über mobiles Bilder-Hochladen beim studiVZ schreiben, ohne zu erwähnen, dass das für Facebook- und Twitter-Nutzer ziemlich olle Kamellen sind. Darüber hinaus erwartet mich auch Ärger seitens meiner Freundin, aber dazu später mehr. Worum geht es also genau: mobypicture ist sicher vielen unserer Leser geläufig, ermöglicht es schließlich den Upload von Fotos und Videos per Handy auf zahlreiche Plattformen. Neben den oben bereits erwähnten gehören unter anderem auch flickr, Tumblr, YouTube, Blogger und wordpress.com dazu. Die ebenfalls vorhandene iPhone-App erwähne ich vielleicht besser nicht, da in vielen Kommentaren im Subtext mitunter eine uns unterstellte Apple-Affinität mitschwingt. Aber mit diesem Problem scheinen wir nicht allein zu sein in der deutschen Blogosphäre. Zurück zum Thema: Die VZ-Jungs schrauben ja in den letzten Tagen und Wochen merklich an der Usability des deutschen Netzwerk-Dampfers und abgesehen von der Tatsache, dass man damit ziemlich spät dran ist, wissen viele der Änderungen zu gefallen. Für 2010 hat man einen Schwerpunkt auch auf die mobilen Features gelegt. Das fängt an bei einer überarbeiteten App, um die VZ-Netzwerke komfortabler über Handys nutzen zu können, führt über exklusive Daten-Flatrates für T-Mobile- und Vodafone-Kunden und findet seinen bisherigen Abschluss eben in der Möglichkeit, mittels mobypicture-Account Fotos in die VZ-Alben zu stellen, wie das Unternehmen jetzt bekanntgegeben hat:

Mit dem neuen Angebot kann nahezu jeder Nutzer von schülerVZ, studiVZ und meinVZ – egal vom welchen Handy – seine mobilen Fotos schnell, einfach und bequem mit Freunden im VZ teilen. (weiterlesen …)

Posted in Internet, Social Networkswith 7 Comments →

Das Samsung Wave und ich – Ein erster Test des neuen Bada Smartphone19.05.10

Ich bin zurück! Woher? Aus Lissabon. Warum? Weil ich das Samsung Wave (S8500) in Empfang nehmen musste. Persönlich, vor dem offiziellen Marktstart in Deutschland und vor allem – mehr oder weniger – exklusiv. Denn zusammen mit zwölf anderen deutschen Journalisten hatte ich seit vergangenen Sonntag die Ehre, bei der offiziellen Produkt-Präsentation von Samsungs neuem Smartphone-Flaggschiff dabei sein zu dürfen. Der ein oder andere von Euch hat das ja schon auf unseren Funkkanälen bei Twitter und Facebook mitbekommen.

Vielleicht werdet ihr euch an dieser Stelle fragen, warum Samsung eine Produktpräsentation für ein neues Handy ausgerechnet in der Hauptstadt Portugals zelebriert. Die Antwort ist – auch wenn dabei viel Marketing eine Rolle spielt – recht einfach. Das Wave ist das erste Handy, auf dem das neue Betriebssystem Bada läuft. Bada ist koreanisch und bedeutet soviel wie “Meer” oder “Ozean”. Und weil Lissabon ja am Atlantik liegt und der Atlantik in der Regel viele schöne Wellen vorzuweisen hat, schließt sich in Kombination mit dem Produktnamen der Kreis. “Bada symbolisiert die unendlichen Möglichkeiten einer offenen Handy-Plattform”, hat mir Product-Manager Lars Rabach verraten. Denn für das Samsung Wave ist es möglich, wie für das iPhone Apps zu entwickeln. Außerdem war es dem südkoreanischen Elektronikkonzern nach eigenen Angaben wichtig, beim offiziellen Launch-Event die Stärken des neuen Super AMOLED Displays vorzuführen. Und das klappt unter königsblauem Himmel ohne eine einzige sichtbare Wolke natürlich besser als beim hierzulande derzeit üblichen trüben Grau-in-Grau. (weiterlesen …)

Posted in Produkte, Unternehmenwith 35 Comments →