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Archive for 05.2010

‘WeTransfer’: Kostenlos und ohne Anmeldung bis zu 2 GB große Dateien online verschicken03.05.10

Das Problem dürfte jedem bekannt sein: Eine Datei – etwa ein Foto oder einen PowerPoint-Präsentation – soll per E-Mail an eine andere Person verschickt werden. Und beim Hochladen der Datei in den Anhang stellt sich dann heraus, dass sie die vom Mail-Dienst-Anbieter zulässige Maximalgröße überschreitet. Bei Hotmail beträgt diese 10 MB, bei Gmail meines Wissens etwa doppelt so viel. Natürlich wissen sich die versierteren User unter euch in solchen Fällen zu helfen: Bei Windows besteht etwa die Möglichkeit, die Dateien mit der rechten Maustaste anzuklicken und dann die Option “Senden an” und anschließend “E-Mail-Empfänger” auszuwählen. Die Dateien werden dann automatisch komprimiert und können per Outlook verschickt werden. Etwas (zeit-)aufwändiger läuft das gleiche Spielchen mit Komprimierungstools wie WinZip oder WinRAR. Zuletzt gibt es dann noch die Option des Online-Filesharing, bei dem der Webspace von Online-Diensten genutzt wird, um dort seine hochgeladenen Dateien zwischenzuspeichern, bis der Empfänger sie sich von dort wieder runterlädt.

Eine Mischung aus den beiden zuletzt genannten Möglichkeiten ist das in San Fransisco und Amsterdam ansässige Start-Up WeTransfer. Das Unternehmen bietet euch folgenden Service, der sich zwar noch in der berühmt-berüchtigten “Beta-Phase” befinden soll, aber eigenen Angaben zufolge nach vier Monaten bereits 600.000 Nutzer in über 190 Ländern zählt: Ihr könnt Anhänge bis zu einer Größe von 2GB pro Übertragungsvorgang verschicken. Das bedeutet zum einen, dass dieses Volumen von einer oder mehreren Datein ausgeschöpft werden kann, die dann per ”Plus”-Button nacheinander angehängt werden. Und zum anderen, dass ihr dieses Spielchen unendlich oft wiederholen könnt. Der Betreiber setzt euch hier kein Limit. (weiterlesen…)

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F-Secure fordert eigenen PDF-Reader für Microsoft03.05.10

Adobe hat nicht nur Knatsch mit der Apple-Community. Allem Anschein nach werden offenbar auch die Microsoft-Nutzer langsam ungeduldig. Dieses Mal geht es aber nicht um Flash, sondern um den kostenlosen Adobe Reader. In einem Blog-Eintrag haben die Virenjäger von F-Secure einen offenen Brief an Microsoft verfasst, in dem sie den Software-Riesen darum bitten, endlich eine eigene Lösung für das Darstellen von PDF-Dateien anzubieten. Apple biete eine Vorschau-Funktion schon seit langer Zeit an, so dass Nutzer von MacOS nicht auf den Original-Reader angewiesen sind: ein einfacher Doppelklick reicht hier, um PDFs zu öffnen.

Hintergrund des Aufrufs ist die immer wiederkehrende Feststellung, dass der Adobe Reader löchrig wie ein Schweizer Käse ist: F-Secure hatte kürzlich eine Studie veröffentlicht, aus der hervorging, dass 61 Prozent von 900 gezielten Attacken, die im Januar und Februar registriert wurden, auf den Reader abzielten. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn Adobe zügig Flicken für die gefundenen Sicherheitslücken bereitstellen würde. Doch häufig ziehen Monate ins Land, ehe das Unternehmen reagiert. Außerdem zählt der Reader wohl auf fast jedem Windows-Rechner zu den trägsten und instabilsten Programmen.
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Print vs. elektronisch: iPad- und Kindle-Besitzer lesen noch überwiegend gedruckte Bücher03.05.10

Ein Studie der Codex Group, eines auf den Bücher-Sektor spezialisierten Marktforschers, brachte nun zutage, was viele Bücher-Fans schon geahnt oder gar prognostiziert haben: Dass nämlich durch den Verkauf von Amazon Kindle und Apples iPad das echte Buch (noch) nicht vom Aussterben bedroht ist. Demnach kaufen die Besitzer der genannten Gadgets weiterhin mehr Bücher in gedruckter als elektronischer Form. Diese Einschätzung basiert auf den Ergebnissen einer Untersuchung, die die Codex Group im vergangenen Monat unter 6.700 Buchkäufern mit E-Reader durchgeführt hat.

Demzufolge hatten “nur” 37 Prozent der befragten Kindle-Besitzer ihre Bücher bis dato als E-Books erworben, 50 Prozent hingegen in ihrer klassischen Variante. Bei den iPad-Besitzern lag die Zahl derer, die sich ihren Lesestoff aus dem iBookstore (oder Kindle Store) geladen haben, etwas höher: rund 46 Prozent der Leseratten setzen auf die Lektüre ihrer Schmöcker via Reader. (weiterlesen…)

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Wurstmixx.de: Gummibärchen-Salami, ich komme!03.05.10

Schokolade, Parfüm, Fruchtsäfte – okay, da gehe ich jederzeit mit. Aber Würstchen?! Und doch hat sich eine kleine Metzgerei aus dem beschaulichen Georgensmünd-Rittersbach daran gemacht, die wohl hierzulande am häufigsten vertretene Startup-Idee in die Tat umzusetzen: Mix dir was! Ab sofort bietet die Metzgerei Böbel eine breite Palette an individualisierbaren Würsten im Internet an (wer es nicht glaubt: hier ist die Pressemitteilung). “Sie möchten Mais und Erbsen in der Lyoner?” locken Claus und Monika Böbel. “Ihnen schmecken Äpfel, Bananen und Mandeln in der Leberwurst? Sie bevorzugen scharfen Leberkäse mit Chili, Pfeffer und Meerrettich?” Die beiden haben unter wurstmixx.de tatsächlich eine Mass-Customization-Seite für Wurstwaren eingerichtet – wobei die oben genannten Beispiele eigentlich noch harmlos sind. (weiterlesen…)

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Google schluckt 3D-Desktop BumpTop: Bald neues Android-Interface?03.05.10

Google hat sich am Wochenende wieder einmal ein kleines Start-Up einverleibt: BumpTop. Gerade einmal etwas über drei Jahre hat der von Anand Agarawala gegründete 3D-Desktop-Dienst zuvor auf dem Markt existiert. Über den Verkaufspreis wurde nichts bekannt – es wird aber über eine Summe zwischen 35 bis 40 Millionen US-Dollar spekuliert. Erstaunlicherweise hält sich der Suchriese mit einer öffentlichen Stellungnahme zu seinem jüngsten Einkauf bislang zurück. Lediglich auf der BumpTop-Startseite findet sich der Hinweis darauf, dass man übernommen worden sei.

Aber was macht das Start-Up für Google nun so interessant? Es dürfte das andere, in mancher Hinsicht sogar verbesserte User Interface sein, das BumpTop dem User nach der Installation auf einem Windows- oder Mac-Betriebssystem präsentiert. Es verpasst dem Desktop nämlich eine dritte Dimension, wodurch sich dem User bei der Anordnung und Organisation seiner Dateien und Ordner völlig neue Möglichkeiten bieten. Durch die 3D-Ansicht kann er seine Icons beispielsweise auch an die virtuellen Pinnwände pappen, die sich vor und seitlich von ihm auftun. Darüber hinaus können Dokumente beispielsweise aufeinander gestapelt werden – ganz so, wie im Real Life. (Eine Übersicht über alle Features wird euch in diesem YouTube-Video präsentiert). Durch diese Möglichkeiten erhält die optische Komponente einen neuen Stellenwert. Zusätzlich dazu erlaubt es die integrierte Multitouch-Funktion, alle auf dem Desktop sichtbaren Elemente quasi mit einem Handstreich zur Seite zu schieben. Der eine oder andere unter euch wird diese Art der Schreibtisch-Säuberung ebenfalls aus dem realen Leben kennen. Getreu dem Motto “Show, don’t tell” soll euch das nachfolgende Filmchen die Features des Tools etwas plastischer veranschaulichen: (weiterlesen…)

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OLG Düsseldorf: RapidShare ist unschuldig – nicht aber der Nutzer03.05.10

RapidShare haftet nicht für das Fehlverhalten seiner Nutzer. Zu diesem Entschluss (I-20 U 166/09) kam das Oberlandesgericht Düsseldorf, nachdem zuvor zig andere Gerichte der Republik anders geurteilt hatten. Noch interessanter als der Richterspruch selbst ist aber dessen Begründung.

Im Vorfeld der Verhandlung hatte ein Rechteinhaber geklagt, nachdem ihm aufgefallen war, dass einige Nutzer RapidShare missbrauchten, um Kassenschlager wie “An American Crime”, “My name is Bruce”, “The Fall”, “Eagle vs. Shark”, “Unter der Sonne Australiens” und “Insomnia” (diesen Film kenne ich sogar) als illegale Kopien im Netz zu verbreiten. Der Schweizer One-Klick-Hoster käme seiner Verantwortung nicht nach, derlei Filesharing zu unterbinden, so der Kläger.

Die Düsseldorfer Richter sahen das anders: Erstens sei RapidShare nicht der Urheber der “Vervielfältigungen”, zudem würde das Unternehmen die kopierten Filme auch nicht auf einer öffentlichen Plattform zur Verfügung stellen: “Alleine der Kunde bestimmt, an wen er den Link zu den Dateien weiterleitet.” Nach dieser pauschalen Klarstellung machten sich die Richter daran, den Vorwurf genauer zu analysieren, dass RapidShare nicht genug Vorkehrungen treffen würde, um Urheberrechtsverletzungen einzudämmen. Die Kurzform des Ergebnisses lautet: “Was, bitteschön, kann RapidShare denn schon dagegen tun?” (weiterlesen…)

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Basic Flashback: 2010 – das Jahr, in dem die Alten zurückschlugen02.05.10

Thaddeus Albrecht saß im Schaukelstuhl auf seiner Veranda und schnippte mit dem Finger durch das Neueste vom Tage. Er überflog die Meldungen im Wirtschaftsteil, als er plötzlich inne hielt. „Insolvenz“ stand dort geschrieben, und als Albrecht den kurzen Text zu Ende gelesen hatte, lehnte er sich zurück. Er zog am Strohhalm seines Longdrinks und versuchte sich daran zu erinnern, wie alles angefangen hatte, damals im Jahr 2010.

Albrecht war gerade 55 geworden und damit der Älteste in seiner Firma, der Ferros AG. Er hatte viele Leute gehen und kommen sehen. Seit ein neuer Investor die Firma übernommen hatte, mehr Leute gehen und immer Jüngere kommen. Viele blieben nur für die Dauer ihres sechsmonatigen Praktikums und waren in ihrer Unerfahrenheit auf die Hilfe der Älteren angewiesen. Ferros schien das aber nicht zu interessieren, und so wurde Albrecht eines Tages ins Zimmer des neuen Geschäftsvorstands Bernard Matthew gerufen.

Mache man sich nichts vor, hatte dieser gesagt. Ferros stehe vor strukturellen Umwälzungen. Dringend notwendige, um auf den sich rasant verändernden globalen Märkten überhaupt noch eine Chance zu haben. Und seine Investoren, ja nun, die würden ungeduldig. Wirtschaftskrise hin oder her: 26 Prozent Rendite seien das Ziel. Ob das machbar sei, hatte man ihn, Matthew, auf der Hauptversammlung gefragt. Ja sicher, habe er geantwortet. Er habe das noch immer geschafft. Luxuszuwendungen wie Kantinenzuschuss, kostenlose Parkplätze und Urlaubsgeld – wo sonst gäb’s die schon – müssten dann nun einmal gestrichen werden. Weil die Zeiten hart seien, müsse man wohl bald Kurzarbeit anmelden und sparen, wo es nur ginge. (weiterlesen…)

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OpenDislike: ‘Gefällt mir nicht’ gefällt mir nicht01.05.10

Nichts scheint im Internet gerade so spannend zu sein wie die Dinge, die wir mögen bzw. die uns gefallen. Bereits über 50.000 Seiten im Netz haben Gebrauch gemacht von der Implementierung des “gefällt mir”-Buttons, den Facebook jüngst ins Rennen geschickt hat.

Ach, einigen von euch gefällt das nicht? Dann wird es euch vermutlich freuen, davon zu hören, dass es dank Yiid nun auch einen “gefällt mir nicht”-Button gibt, den man ähnlich wie den positiv ausgerichteten Facebook-Konkurrenten mithilfe einer Zeile Programmier-Code in jeden eigenen Web-Auftritt einbinden kann.

Für diejenigen unter euch, die Yiid nicht kennen sollten: Die Mannen um Marco Ripanti (CEO) und Matthias Pfefferle (CTO) haben einen Dienst ins Leben gerufen, der uns unseren Social Media-Alltag gehörig erleichtern möchte. Ich verwalte alle möglichen Netzwerke via Yiid, kann mich in neuen Netzwerken anmelden, ohne jedes Mal neu meine Daten eingeben zu müssen und sehe – ähnlich Facebook – in einem Lifestream übersichtlich, was meine Freunde und ich zuletzt im Netz getrieben haben.

An dem Daumen-Hoch-Phänomen hat sich das deutsche Startup aber irgendwie ein wenig gestoßen. Nicht, dass man es schlecht fände, auf diese Weise seiner Meinung Ausdruck zu verleihen, aber irgendwie fehlte das Gegengewicht. (weiterlesen…)

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