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Archive for 06.2010

Google reduziert Android-Updates – zum Wohle der Plattform und der Entwickler02.06.10

Aus zwei mach eins: In einem Interview mit dem in Silicon Valley ansässigen Nachrichten-Portal Mercury News offenbarte Googles oberster Chef in Sachen Handy-Betriebssystem, Andy Rubin, dass es künftig wohl weniger Android-Updates pro Jahr geben wird: “Unser Produkt-Zyklus liegt momentan im Prinzip bei zweimal jährlich. Und er wird sich vermutlich bei einmal pro Jahr einpendeln”. Was zunächst wie eine Hiobsbotschaft für die externen Software-Entwickler anmuten könnte, offenbart sich bei näherem Hinsehen beziehungsweise -lesen als genaues Gegenteil, nämlich als für sie gedachte Hilfe und Maßnahme, um das OS zu verbessern.

Wie Rubin nämlich weiter ausführt, gab es seit der Markteinführung im Oktober 2008 (hierzulande auf dem G1 von T-Mobile) innerhalb einer sehr kurzen Zeit ungewöhnlich viele Releases, weil das Betriebssystem vielen Veränderungen unterzogen wurde. Die waren nötig, weil Google Android auf den Markt bringen wollte. Allerdings “befand sich das Produkt, als wir es herausbrachten, nicht in einer 1.0-Version. Vielmehr ähnelte es einer 0.8-Version”. Also machte sich sein Team an die Verbesserungen, die sich eben in mehreren Updates pro Jahr widerspiegelten. Mittlerweile hätte man die Pace aber etwas verringern können und sei bei dem oben erwähnten Rhythmus angekommen. Der anvisierte Zyklus mit einem einzigen Update pro Jahr sei aber das eigentliche Ziel, da sich in der Vergangenheit gezeigt hätte, dass die Entwickler mit so vielen Veränderungen und einer sich ständig in Bewegung befindenden Plattform nicht Schritt halten könnten. (weiterlesen…)

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D8: Jobs weicht Flash-Diskussion aus – Nicht gerade überzeugend02.06.10

Am Dienstag begann in Kalifornien die dreitägige D8-Konferenz. Seit 2003 wird sie jährlich von der Tech- und Medien-Sparte des “Wall Street Journal”, All Things Digital, veranstaltet, bei der führende Köpfe aus der Tech- und Medien-Branche Rede und Antwort stehen. (Auf der oben verlinkten Seite findet ihr eine Übersicht über den Veranstaltungsplan und die Redner und Interviewpartner.) Nachdem zuerst News Corp.-Chef Rupert Murdoch den Kick-Off gemacht hatte, nahm Apple-Chef Steve Jobs auf dem heißen Stuhl platz und stellte sich den Fragen der beiden All Things Digital-Journalisten Kara Swisher und Walt Mossberg. In einem lockeren Ton plauderten die Drei über viele der Dinge, wegen derer Apple zuletzt in den Schlagzeilen stand.

So sei es für ihn ”surreal”, dass Apple nun einen höheren Marktwert als der Rivale Microsoft hätte, “aber es würde nicht wirklich etwas bedeuten”, so Jobs. Zudem habe man sich ihm zufolge auch ”nie in einem Plattformen-Krieg mit Microsoft” gesehen. Des Weiteren sei man “vor Ort, um die Dinge zu verstehen”, die bei dem Vertragszulieferer Foxconn vor sich gingen. Und Apple steige trotz des Kaufes von Siri ”nicht in den Suchmaschinen-Markt ein”, so Jobs weiter. “Es ist ein Gebiet, von dem wir keine Ahnung haben – und der uns nicht sonderlich interessiert.” Google werde daher weiterhin als Suchmaschine auf den Apple-Gadgets bleiben und nicht etwa durch Bing ersetzt. Auch über das Dilemma der Zeitungen und Verlage oder den iPhone-Diebstahl wurde gesprochen. Wer sich genauer informieren möchte: Die Kollegen von fscklog haben hier einen exzellenten Job gemacht, eine  sehr gute sowie umfassende Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte erstellt und sie mit allem zur Verfügung stehenden Videomaterial ergänzt. Und bei Engadget gibt es eine relativ lückenlose Transkription des Interviews. Ich möchte nachfolgend nämlich nur auf einen ausgewählten Punkt eingehen. (weiterlesen…)

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‘Kaiak’ von Natura: Bester Herrenduft der Welt – den Mann sogar übers Internet riechen kann01.06.10

Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie kreativ manche Köpfe da draußen sind. So wie beispielsweise jene der brasilianischen Werbe-Agentur ID/TBWA. Sie wurde von dem Kosmetik-Konzern Natura engagiert, um eine Online-Kampagne für “Kaiak” zu launchen: das erfolgreichste Herren-Parfüm des Landes, das aber ausschließlich über Handlungsreisende vertrieben wird. Ihr Ziel sollte darin bestehen, den Kunden auf die geänderte Komposition des Duftes aufmerksam zu machen, die Neugierde in ihm zu wecken und ihn letztlich zum Kauf zu motivieren. Soweit, so gut.

Die Schwierigkeit dieses Unterfangens liegt dabei aber klar auf der Hand: Wenn der Kunde nicht an Ort und Stelle  – also vor dem PC – eine Riechprobe erhält, hat er die Werbung möglicherweise bereits vergessen, noch bevor er den Computer ausschaltet. Also haben die Marketing-Profis einen Weg entwickelt, mit dem das möglich war… Sie gestalteten zunächst einen Internet-Banner, auf dem Folgendes geschrieben stand: “Der meistgekaufte Herren-Duft des Landes wurde verändert. Möchten Sie ihn testen. Dann klicken Sie hierzu diesen Banner. Er ist parfümiert”. Als nächstes wurde eine Kooperation mit über 15 Internet-Cafes geschlossen. An den dort vorhandenen Monitoren wurden spezielle “Drucker” befestigt, in denen sich mehrere Dutzend Duftstreifen befanden. Ihr könnt euch nun sicherlich denken, was dann folgte: (weiterlesen…)

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Intel will mit kleineren und schnelleren Prozessoren neue Marktsegmente erschließen01.06.10

Mit 80 Prozent Marktanteil ist Intel der unumstrittene Weltmarktführer im Bereich Halbleiter-Technik. Wie der US-amerikanische Chip-Hersteller seine Vormachstellung künftig noch weiter ausbauen möchte, hat er auf der am heutigen Dienstag in Taipeh begonnenen und bis zum 5. Juni dauernden Computex, der größten IT-Messe Asiens, kundgetan. Dort präsentierte David Perlmutter, Executive Vice President und Co-General Manager der Intel Architecture Group, eine Reihe an neuen Produkten und Marktsegmenten, in die das Unternehmen künftig verstärkt vordringen möchte. Zu Letzterem dürfte vor allem die Mobilfunk-Branche gehören, aber fangen wir erstmal mit den neuen Produkten an.

Die Besitzer von portablen Rechnern dürfen sich besonders freuen. Den Single Core Intel Atom-Prozessor N450 ergänzt Intel nämlich um zwei neue “Pineview”-Exemplare: den Atom N455 mit einem und den N475 mit zwei Kernen. Beiden ist gemeinsam, dass sie die schnelleren DDR3-Arbeitsspeicher unterstützen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die neuen Modelle zwar so groß sind, wie ihre Vorgänger und auch die gleiche Akkulaufzeit haben, dabei aber deutlich schneller arbeiten. Im Handel sollen sie noch im Winter dieses Jahres verfügbar sein. Aber auch die Besitzer von Desktop-Rechnern müssen nicht traurig sein. PC aus dem Einsteigerbereich können künftig mit den Atom-Prozessoren D425 (ein Kern) und dem Dual-Core D525 ausgestattet werden. Diese sollen voraussichtlich sogar schon ab dem 21. Juni auf dem Markt erhältlich sein.   (weiterlesen…)

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Bei ‘Erster kostenloser Telefonauskunft Deutschlands’ ist nur die erste Minute frei [Update]01.06.10

Copy-Cat hin oder her: Wenn mir ein neuer Online-Plattformbetreiber guten oder gar besseren Service als seine Konkurrenten verspricht und dazu noch im Gegensatz zu jenen kostenfrei ist, dann horche ich zunächst einmal auf. So wie bei ”1 1818 – Deutschlands erste kostenlose Telefonauskunft”. Das am heutigen Dienstag startende Angebot bietet angeblich das, was der Name verspricht und was es so bisher angeblich nur im Internet gab. Während andere Anbieter, wie etwa Telegate und die Deutsche Telekom, knapp 2 Euro pro angefangene Minute aus dem deutschen Festnetz berechnen, beschreiten die Betreiber einen anderen Weg, den sie sich in den USA abgeschaut haben wollen: “Finanzieren wird sich unsere kostenlose Telefonauskunft über Werbepartner, die eine kurze Ansage vor dem Operator-Gespräch schalten”, so der Geschäftsführer der im Jahre 2006 gegründeten 1 18 18 Auskunft GmbH, Heiner Tent.

Kein großartig neuer, aber durchaus akzeptabler Plan, könnte man meinen. Genauso schnell wie bei mir bei solch schönen Angeboten und Versprechungen zunächst das Interesse geweckt wird, suche ich dann aber auch nach den kleinen Asterisken und dem Kleingedruckten. Und in diesem Fall sind beide schnell gefunden (siehe Screenshot): Nur die erste Minute ist kostenfrei, jede darauffolgende schlägt mit knapp einem Euro zu Buche. Kostenlos ist was anderes. (weiterlesen…)

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