Endlich: Google Street View nun auch in Deutschland – vorerst aber nur in Großstädten

In den letzten Tagen haben wir hier auf dem Blog vermehrt über ein US-Unternehmen berichtet, weil es immer wieder – direkt oder indirekt - auf sich aufmerksam gemacht hat. So auch am heutigen Dienstag. Die Rede ist von Google und die aktuelle Meldung betrifft das – vor allem in Deutschland sehr umstrittene – Projekt “Street View”. Wie der Such-Gigant in einer am Morgen veröffentlichten Pressemitteilung verkündet, soll der Kartendienst nun auch hierzulande offiziell an den Start gehen. Im November werden zunächst einmal die 20 größten Städte Deutschlands (Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal – ich hoffe, eure Stadt ist dabei) freigeschaltet. Weitere Städte sollen dann im kommenden Jahr folgen.
Es werden dann, trotz aller Bedenken, die Politiker, Datenschützer und nicht zuletzt auch Privatpersonen immer noch gegenüber dem Dienst haben, alle Straßen und Gebäude gezeigt, die von den mit speziellen Kameras ausgestatteten Street-View-Fahrzeugen (siehe Foto) seit dem Start des Projekts im Jahre 2008 aufgenommen wurden. Ob künftig noch weitere Fotos hinzukommen, hängt aber wohl von der Akzeptanz des Angebots hierzulande ab, da sie “eine erhebliche Investition” darstellen, so eine Sprecherin des Unternehmens laut FAZ.
Derzeit werden die bereits gemachten Fotos noch einem speziellen Prozess unterzogen, bei dem mithilfe einer modernen Technologie identifizierbare Gesichter von Personen und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, geht der Dienst online. Für den Fall der Fälle, dass dem System eine lückenlose Unkenntlichmachung nicht gelingen sollte, stellt Google eine einfache Meldefunktion zur Verfügung, mit der Betroffene auf den Fehler hinweisen und “ihr Bild” nachträglich bearbeiten lassen können. Zusätzlich dazu wird jeder Person, die ihre Wohnung oder ihr Haus nicht im Rahmen des Dienstes veröffentlicht sehen möchte, ab nächster Woche auf google.de/streetview eine speziell für Deutschland entwickelte Retusche-Funktion zur Verfügung gestellt.
Bis zum 15. September können dann Aufforderungen bei Google eingereicht werden, die betroffenen Gebäude auf den Street View-Aufnahmen unkenntlich zu machen. Laut Blog wird diese Funktion dann geschlossen, um ausreichend Zeit für die Bearbeitung der Anträge zu haben, bevor der Dienst dann online geht. Deutschland wird damit – endlich, möchte man sagen – der Liste der 23 Länder hinzugefügt, für die Street View bereits verfügbar ist. Denn dass von allen Ländern, in denen der Dienst bisher nicht verfügbar ist (beziehungsweise war), er in Deutschland am meisten genutzt wird, spricht wohl eine deutliche Sprache.
Auf der Seite des Hamburger Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gibt es eine Übersicht über weitere Zugeständnisse von Seiten Googles, um Bürger und Datenschützer dieses Landes endlich versöhnlich zu stimmen. So sollen die Rohdaten der Fotos gelöscht werden, sobald sie nicht mehr gebraucht werden – wie auch immer der letzte Teil des Satzes im Detail definiert sein mag. Und bevor die Street View-Flotte künftig neue Straßen abfährt, wird dies zwei Monate zuvor mit einem entsprechenden Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit bekannt gegeben.
(Marek Hoffmann)
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Den Sinn hab ich auch noch nicht verstanden, aber nun gut.
@Peer: Bei mir auch. ;-) Aber: “Zusätzlich dazu wird jeder Person, die ihre Wohnung oder ihr Haus nicht im Rahmen des Dienstes veröffentlicht sehen möchte, AB NÄCHSTER WOCHE auf google.de/streetview eine speziell für Deutschland entwickelte Retusche-Funktion zur Verfügung gestellt. Heißt: Das Projekt geht an den Start, braucht aber ein wenig Vorlaufzeit.
@Kalliey: Stell dir vor, du willst in eine andere Stadt umziehen und suchst online nach Inseraten. Bisher war das oft ein Blindflug und erst vor Ort konnte man sich ein genaues Bild machen. Mit einem Satelliten-Bild kannst du zwar schon ein wenig die Umgebung charakterisieren aber erst mit Street-View kannst du dir ein Bild der Straße und dem Zustand des Hauses machen. Oder stell dir vor du bist Eventmanager und willst dir anschauen, wie die Lage und Parkplatzsituation einer Location zu beurteilen ist. Das nur zwei ganz einfache und offensichtliche Anwendungsbeispiele.
[...] BasicThinking: “Endlich: Google Street View nun auch in Deutschland – vorerst aber nur in Großstädten“ [...]
[...] beteiligt sich Google nun offenbar an der großen “Bielefeld-Verschwörung”, die glauben machen will, [...]
Ob Street View so vielgenutzt sein wird wie Maps ist natürlich unwahrscheinlich, dennoch ist es eine sinnvolle Funktion, um sich z.B. anzuschauen, wie eine wichtige Ausfahrt “live” aussieht. Es hat also durchaus seine Daseinsberechtigung. Zumal Street View ja kein eigenständiger Service ist, sondern nur eine zusätzliche Funktion für Google Maps darstellt.
Das Google sich so viel Zeit mit der Umsetzung in Deutschland gelassen hat, liegt sicherlich auch an den speziellen Befindlichkeiten der hiesigen Datenschützer.
Ok, das sind sinnbringende Argumente, das mit der Immobiliensuche hatte ich gerade, bin dafür sinnlos 1200 Kilometer gefahren weil der Makler an Realitätsverlust gelitten hat. :)
Dann beruhigen sich vielleicht auch alle mal wieder, weil sie merken, dass das gar nicht so schlimm ist, sondern sogar recht praktisch.
Schauen wir was in Deutschland passiert. In Österreich war das ein lustiger Aufreger: http://ooe.orf.at/stories/434692/ ;)
Oder sich den Ort anschauen in dem man Urlaub machen will, könnte, wollte.
[...] Endlich: Google Street View nun auch in Deutschland – vorerst aber nur in Großstädten (via tagseoblog) [...]
Selbstverständlich will Google mit SV Geld verdienen, wie es Ziel jeden Unternehmens ist. Mit dem Nutzen für seine Nutzer – u.a. in der Wohnungssuche. Insofern treibt Google diesen Aufwand schon auch für solche Zwecke wie Wohnungssuche oder Tourismusinformation.
Die Verdienstmöglichkeiten mit einem Dienst wie Street View halte ich für gigantisch. Damit kann man ja werbemäßig fast alles, quasi die ganze Welt verknüpfen.
Wenn das Ganze jetzt für alle Beteiligten akzeptable Rahmenbedingungen erhält, bin auch ich persönlich damit einverstanden. Auch wenn ich nachwievor abgesehen von einzelnen Ausnahmen keinerlei Nutzen für mich persönlich sehe.
Umziehen will ich nicht mehr, meine Urlausbziele sind so gewählt, dass ich die nicht in Google Street View finden werde und meine Pizza werde ich mir nachwievor bei der Pizzeria bestellen, wo ich weiss, dass es schmeckt.
Ausserdem veraltet das Fotomaterial so schnell… dass ich persönlich nicht an den durchschlagenden Erfolg glaube.
Damit ist Street View eigentlich eine wesentliche Weiterentwicklung großer Bereiche der Google-Websuche zu einer Art “Weltsuche”.
Und was genau ist da der Beitrag zu einer Weltsuche?
Ist das Killer Argument der Gegner und erinnern doch stark an das Kipo Argument für Websperren.
Eine "Brechstange" ist auch ein "super Tool" für Einbrecher und warum ist deren Verkauf im Baumarkt noch nicht Verboten?
Zumindest scheint aber die bayrische Boulevard Presse schon mehr zu Wissen was Google da alles vorhat ? …. Panik vor Nacktscanner für jede Wohnung!
http://www.flickr.com/photos/heiko/4881636732/
Auch in Wohngebieten gibt es kleine Läden, Kleingewerbe, Handwerker, Dienstleister, Ärzte, Sportvereine, Kulturträger, Vereine, Privatschulen, Nannies, Quartiermanagement, Stadt- und Regionalinformation, nicht zuletzt jede Menge Privatpersonen usw. usf. u.ä., die Werbung schalten könnten, die mit Streetview verknüpft wird. Mit Streetview wird die Platzierung von Geschäftswerbung viel anschaulicher, und zwar 100%ig anschaulich.
Mit Weltsuche meinte ich die Weiterentwicklung großer Teile des textbasierten Google-Webs in ein fotobasiertes “Welt-Web” als fotografische Abbildung der Welt mit Möglichkeit zur geographischen lokalen Bildrecherche.
http://www.spiegel.de/politik/.....20,00.html
Ich glaube, ich muss mich für mein Land schämen im Ausland.. Die zeigen wohl schon mit dem Finger auf uns, aah guck mal, die Spießer und Spaßbremsen, die denken, dass jeder an ihrem ach so aufregenden Leben teilhaben will.
Klar, ich lass mich vor meinem Haus incl Namensnennung fotographieren und ab damit in die Zeitung und ins Internet – damits jeder auch weiss. Im übrigen denke ich, dass das auch die Altersklasse der Leute ist, die dagegen protestiert:
http://twitpic.com/2dzmkv
Original
http://www.rp-online.de/duesse.....l@furukama
die anschrift der Damen und Herren findet sich in den Kommentaren
http://www.youtube.com/results.....&aq=f
SCNR
[...] Wochen hält eine immer absurder werdende Diskussion um Google Street View Deutschland in Atem. Da lassen sich besorgte Bürger von der Presse vor genau dem Haus [...]
[...] Gegner der Aktion argumentieren, dass Kriminelle so ihre Brüche direkt am Bildschirm ausbaldowern könnten, so dass durch Street View generell die Sicherheit gefährdet ist. Kann man so sehen, halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Für Erheiterung im Internet haben in den letzten Tagen einige Bürger gesorgt, die sich mit Nennung ihres vollen Namens und des Wohnortes von ihrer Lokalzeitung fotografieren ließen – für einen Artikel über ihren Protest gegen Google Street View. [...]
[...] und -besitzern erhalten. Wie auf dem Blog des Suchgiganten zu lesen ist, gibt es in den 20 Städten, in denen Street View bald verfügbar sein soll, 8.458.084 Haushalte. Somit entfallen auf die [...]
Die Streetview Aufnahmen sind bei mir (Berlin) teilweise bis zu 5 Jahre alt (ziemlich enttäuschend).
Im Schnitt ca. 3 Jahre.
3-5 jahre in Berlin sind einen Ewigkeit und ganze Strassenzüge haben sich verändert.
Mein Fazit: Spielerei. Nicht wirklich zu gebrauchen.
Lieber kürzere Aktualisierungszyklen bei den normalen google Maps Aufnahmen.
EB
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[...] in Deutschland angebotenen Dienstes Street View überzeugen, nachdem der Dienst in Deutschland eine Protestwelle unter Freunden des Datenschutzes ausgelöst hatte. 4 Wochen Produktion für ein 1:14 Minuten [...]
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