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Archive for 08.2010

Die totale Überwachung: China bastelt an eigener Suchmaschine13.08.10

Aus den Querelen mit Google scheint China gelernt zu haben. Oder um es anders auszudrücken: Die kommunistische Regierung hat ihre eigenen Schlüsse aus dem Streit über zensierte Suchergebnisse mit dem US-Unternehmen gezogen – und baut nun seine eigene Suchmaschine. Das berichtet soeben die Online-Ausgabe der “New York Times“. Nüchtern und emotionslos betrachtet handelt es sich dabei um eine völlig naheliegende und konsequente Entscheidung.

Mit einer, von der Regierung zu hundert Prozent kontrollierten Suchmaschine schlägt man nämlich direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zuvordererst ist das ein großer Schritt in Richtung einer totalen Überwachung. Ich denke, jeder halbwegs informierte Internet-User kann sich vorstellen, welche Daten das Regime auf diesem Wege über seine Bürger sammeln kann. Hierzu muss es nur sicherstellen, dass die Staats-Maschine auch genutzt wird. Denn von selbst werden wohl nur die wenigsten Chinesen auf die Idee kommen, künftig auf Google oder die landeseigenen Konkurrenten zu verzichten. Man darf also gespannt sein, auf welche spitzfindigen Ideen die Regierung kommt, um Google aus dem Land und Baidu & Co. aus dem Markt zu drängen. Jedenfalls wird sie nun sicher erst recht nicht mehr in Sachen Zensur mit sich Reden lassen. (weiterlesen…)

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Werbeeinahmen: Facebook verdient in diesem Jahr 2,56 Dollar pro User13.08.10

Da sich der Börsengang von Facebook ja immer wieder verschiebt und das größte Soziale Netzwerk somit quasi in privater Hand gehalten wird, sind alle Angaben zu dessen Umsatz sehr spekulativ. Das hält aber die Marktforscher von eMarketer nicht davon ab, trotzdem eine Schätzung abzugeben – und die hat es in sich. Demnach werden Zuckerberg & Co. mit Werbung in diesem Jahr etwa 1,28 Milliarden US-Dollar umsetzen. Den Hauptgrund für diesen mit Kaufanreizen erreichten Erfolg sieht Debra Aho Williamson in Facebooks speziellem Werbesystem.

Der Senior Analystin bei eMarketer zufolge schätzen die Kunden besonders die Möglichkeit, sich mittels eines einfachen Tools ihre Werbebotschaften selbst zurechtschustern zu können. Etwa die Hälfte des Umsatzes soll das Soziale Netzwerk über dieses “Selbstbedienungs-Werbesystem” einfahren. In der Vergangenheit sei dessen Bedeutung für das Unternehmen stets unterschätzt und die Umsatz-Prognosen folglich immer geringer ausgefallen. (weiterlesen…)

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Google goes Star Trek: Sprachsteuerung und ‘Chrome to Phone’ für Android-Systeme13.08.10

Die sprachgesteuerte Suche und die Umwandlung von Mailbox-Nachrichten in Text waren ja für Googles Mobil-System Android bisher schon bekannt. Auf einer Pressekonferenz am gestrigen Donnerstag hat der Suchkonzern nun unter dem Namen „Google Voice Action“ eine deutliche Erweiterung dieser Systeme vorgestellt. Zum Start der Stimmsteuerung für Android 2.2 muss der Nutzer zwar noch einen Button drücken, aber dann geht es ohne Fingereinsatz weiter. Der Smartphone-Besitzer kann Textnachrichten und E-Mails per Spracheingabe verschicken. Dafür sagt er einfach „Sende E-Mail an Peter Müller und Hans Schmitz“ und spricht dann den Nachrichtentext.

Es bleibt aber nicht dabei, einfach nur Mitteilungen zu versenden. Allein mit der Stimme kann das Telefon angewiesen werden, ein bestimmtes Lied oder Album einer Band abzuspielen oder per Navigationsfunktion den User zu einer bestimmten Adresse zu führen. Natürlich kann der Android-Benutzer auf diese Weise auch das Suchen im eigenen Telefonbuch vermeiden: „Rufe Peter Müller an“. Geschieht das alles in amerikanischem Englisch, dann ist die Erkennungsrate ziemlich hoch. Andere Sprachen werden aber bisher noch nicht unterstützt. (weiterlesen…)

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Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Internet Explorer: Was gibt’s Neues?13.08.10

“The Dawn of the Browsers” – Es kann sich um eine Wahrnehmungsstörung meinerseits handeln, aber es erscheint mir, als würden momentan die großen Browserhersteller – im speziellen Mozilla, Google und Microsoft - entweder wichtige Updates oder Termine zu ihren Web-Produkten präsentieren. So ist vom Firefox 4 nun die Beta 3-Version verfügbar, der Chrome 6-Browser befindet sich jetzt in der Beta-Phase und der Internet Explorer 9 wird in diese am 15. September eintauchen. Schauen wir mal auf die wichtigsten Feature und Ankündigungen.

Das “Highlight” der dritten Firefox Beta (Download) dürfte sicherlich die Unterstützung von Multi-Touch auf Windows 7-Computern sein. Der Browser greift dabei auf die standardmäßig im aktuellen Betriebssystem von Microsoft enthaltene Multi-Touch-Technologie für Touchscreen Tablets, Laptops und PC zurück. Um zu demonstrieren, wie sich der User eine solche Interaktion mit Websites vorzustellen hat, haben die Jungs aus dem Mozilla-Labor speziell ein  kleines Filmchen vorbereitet. (weiterlesen…)

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Doppel-Antenne fürs Mobiltelefon: Perfekter Empfang, verbesserte Akku-Laufzeit12.08.10

In einer Sache hatte Steve Jobs auf der “Antennagate“-Konferenz vermutlich gar nicht mal so unrecht. Wäre es nicht das iPhone 4 mit seinem innovativem Antennen-Design gewesen, bei dem die Empfangsstörungen durch den “Todesgriff” aufgetreten sind – die Welt wäre wohl um einen Aufreger ärmer. Dass Apple sich das ein wenig selbst zuzuschreiben hat, ist eine andere Geschichte. Fest steht wohl: Das Interesse des gemeinen Mobiltelefon-Besitzers für die Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen dürfte zuletzt bei der Umstellung von außen- auf innenliegende Antennen signifikant gewesen sein. Nun sind aber viele User durch den Vorfall für die Problematik sensibilisert worden und es darf erwartet werden, dass Mobilgeräte-Hersteller das künftig (noch stärker) bei ihren Marketing-Bemühungen berücksichtigen werden.

Es sei denn, die Entwicklung der Forscher von der Rice University in Texas schafft es bis zur Marktreife und in die Geräte der Hersteller. Sie versprechen nämlich, durch ein völlig neues Antennen-Design nicht nur Empfangsstörungen wie die oben beschriebene weitestgehend obsolet zu machen. Es könnte zudem dabei helfen, die Akku-Laufzeit deutlich zu erhöhen, indem weniger Energie ver(sch)wendet wird. Der Clou an ihrem Konzept: Sie verwenden zwei Antennen, die sich in unterschiedliche Richtungen orientieren. (weiterlesen…)

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Ich weiß, wo Du wohnst: Twitter-Fotos verraten mehr als uns lieb ist12.08.10

Die Webseite ICanStalkU.com durchsucht rund um die Uhr Twitternachrichten nach Bildern und veröffentlicht nahezu in Echtzeit den Standort des jeweiligen Nutzers. Möglich wird dieses Webstalking durch die Geodaten, die von den Smartphones heute meist automatisch in die Fotos integriert werden. Übersichtlich geordnet finden sich dort Name, Avatar und der Aufenthaltsort auf Google Maps. Zusätzlich zeigt die Seite die Originalnachricht und das verräterische Bild an. Außerdem wird der User, dessen Informationen abgegriffen wurden, per Twitter benachrichtigt. Daran sieht man schon, dass sie ähnlich wie das Angebot Please rob me nicht zum Zwecke des unbemerkten Ausspionierens fremder Menschen entwickelt wurde.

Die Gründer der Seite wollen mit ihrem Projekt darauf aufmerksam machen, dass viele der leichthin veröffentlichten Fotos noch mehr aussagen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Deshalb lautet der Untertitel der Seite auch „Was die Leute mit ihren Tweets wirklich sagen“. Zur Grundausstattung vieler Telefone gehört mittlerweile eine GPS-Funktion, die den Aufenthaltsort des Besitzers ermitteln kann. Das ist oftmals erwünscht, schließlich bildet diese Funktion die Basis von ortsbasierten Diensten wie Foursquare und Gowalla.  Gleichzeitig werden aber standardmäßig auch die aufgenommenen Bilder unsichtbar mit Geodaten versehen. Manchen Nutzern ist das völlig egal, erklärt der Sicherheitsberater Larry Pesce von ICanStalkYou.com. Anderen aber ist die Zusatzfunktion der Telefonkamera völlig unbekannt und sie sind dementsprechend geschockt, wenn sie über sie informiert werden. (weiterlesen…)

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‘Einzigartig smarter Tablet-PC’: WeTab ab September bei Media Markt zu haben12.08.10

“Wir haben erkannt, dass sich der Markt dramatisch gewandelt hat, und durch die Verschiebungen bei der Produkteinführung müssen wir einsehen, dass es für uns keinen Sinn mehr macht, mit der ersten Generation unseres elektronischen Lesegeräts weiterzumachen”. Das sind die Worte von Plastic Logic-Chef Richard Archuleta, die er am gestrigen Mittwoch über den eigenen Que proReader vernehmen ließ. Während also andere Tablet-Hersteller aufgrund der Marktdominanz von Apples iPad den Schwanz einziehen und erst mit der zweiten Generation ihrer Geräte auf den Markt kommen wollen, gilt für das deutsche Joint Venture WeTab GmbH offenbar die Devise “Besser spät als nie”. Und so bringt man nun endlich im September das “WeTab” formerly known as “WePad” auf den Markt – beziehungsweise exklusiv in den Media Markt (siehe Teaser-Bild).

Dort wird das Gerät in der 16 Gigabyte-Version mit WLAN-Funktion für 449 Euro zu haben sein. Für doppelt so viel Speicher, 3G-Funktionalität und Full-HD-Wiedergabe muss der Kaufwillige dann 569 Euro berappen. Beide Modelle verfügen über einen 1,66 Gigahertz-Prozessor,  11,6 Zoll Multi-Touch-Widescreen-Display und sind Multitasking-fähig, was von dem Unternehmen in der Vergangenheit (zu Recht) als besonderer Vorteil gegenüber dem Konkurrenzprodukt aus Cupertino kommuniziert wurde. Ebenso, wie die “Offenheit” in Bezug auf die unterstützte Software. Wenig überraschend laufen auf dem WeTab-Open Source-Betriebssystem daher auch Adobe-Anwendungen, allen voran Flash. (weiterlesen…)

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Die Legion formiert sich: Deutsche Telcos und Kabelanbieter auch gegen Netzneutralität12.08.10

Beim Lesen eines am heutigen Donnerstag in der Berliner Zeitung erschienenen Artikels scheint es, als würden die deutschen Telekommunikationsunternehmen und Kabelanbieter Morgenluft wittern. Google und Verizon sind mit ihrer geheimen “Anti-Netzneutralität-Allianz” aufgeflogen und nun heißt es, die Gunst der Stunde zu nutzen und im Windschatten der beiden auch die eigenen Forderungen kundzutun. Naja, und natürlich im Schutz der beiden Riesen, denn die sind momentan die designierten Buhmänner und Haupt-Zielscheiben der Kritiker. Wenngleich sich der Telekom-Chef René Obermann in der Vergangenheit ja auch schon mehr oder minder deutlich für die Abschaffung der Gleichheit im Netz stark gemacht hat. Erinnert sei an Sätze wie “Wir können nicht alles umsonst anbieten” und “Zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen”, was dann wieder relativiert wurde – offenbar aufgrund der zu erwartenden Proteste.

Ja, und nun fordern also die, deren Gesinnung bekannt aber Stimme bisher kaum zu vernehmen war, mit lauten Worten das ihrer Meinung nach Unabwendbare. Und zwar mit dem ewig gleichen Argument: “Wir benötigen eine Kostenbeteiligung von Anbietern, die starken Datenverkehr verursachen”, ist aus dem Mund von Peter Charissé zu vernehmen, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Kabelnetzbetreiber. Und dem schließt sich der Bundesverband Breitbandkommunikation an. Gemeinsam fordert man eine Art “digitale Maut”, deren Konzept auf abgestuften Gebühren basieren und bei dem die Kostenbeteiligung der Traffic-Verursacher mit der Höhe der Datenmenge wachsen soll. Um kleinere Unternehmen damit nicht finanziell zu stark zu belasten und somit im Vergleich zu Global-Playern zu benachteiligen, wird eine sogenannte Bagatellgrenze eingeführt. Wer unter diese fällt, braucht keine Extra-Gebühr zu entrichten. (weiterlesen…)

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CloudCrowd: Per Facebook-App zur Billig-Arbeit12.08.10

Twitter und Facebook haben ihre Mitglieder kostenlos und freiwillig für sich arbeiten lassen und so ohne Mehrkosten ihre Dienste in fremde Sprachen übersetzen lassen. Das Stichwort heißt Crowdsourcing: komplexe Aufgaben werden in sehr kleine Teilaufgaben unterteilt und von Freiwilligen umsonst oder gegen geringe Bezahlung umgesetzt. Die Firma CloudCrowd setzt dieses Prinzip nun für die Nutzer von Facebook um.

Die wenigen festangestellten Mitarbeiter des Unternehmens teilen den Gesamtauftrag in die Kleinstaufgaben auf und bieten sie den angemeldeten Interessenten innerhalb der Facebook-App an. Der große Vorteil dieser Idee liegt darin, dass die Firma ihre Mitglieder dann erwischt, wenn sie sowieso gerade ihre Zeit vor dem Rechner verbringen und sich eventuell sogar langweilen. Diese Zeit können sie dann auch damit verbringen, für eine Minimal-Entlohnung simple Aufgaben zu erfüllen. (weiterlesen…)

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Dryer Box: Trockner für Mobiltelefone, die ungewollt Baden gingen11.08.10

Es gibt zwar Ausnahmen, wie beispielsweise die Geräte von Sonim oder KDDI (siehe Video unten). Den meisten Mobiltelefonen geht aber eine Eigenschaft ab, die sie sehr anfällig für größere Mengen Wasser macht, wenn sie dieser innerhalb eines kurzen Zeitraums ausgesetzt oder zugeführt werden. Gemeint ist natürlich ihre nicht oder kaum vorhandene Wasserdichte. Und mein etwas ironischer Unterton rührt daher, dass ich die nachfolgende Meldung zunächst für einen Scherz gehalten habe und mir daher noch der Schalk im Nacken sitzt. Und darum geht’s:

In Japan ist doch tatsächlich ein Unternehmen auf die Idee gekommen, in ausgewählten Läden kleine Maschinen aufzustellen, mit denen im Bedarfsfall die Feuchtigkeit aus den Handys und Smartphones gesogen wird. Wie genau die sogenannten “Dryer Boxes” (siehe Teaser-Bild) funktionieren, verrät JMC Risk Solutions nicht. Nur so viel ist bekannt: Der Kunde legt sein Baden gegangenes Gadget hinein, holt es nach einer halben Stunde wieder heraus und bezahlt dafür 1.000 Yen (etwas weniger als zehn Euro). Allerdings nur im Erfolgsfall, das heißt, wenn das Gerät anschließend wieder funktioniert. Ansonsten hat er nur seine kostbare Zeit mit Warten verplempert. (weiterlesen…)

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‘Pro Netzneutralität’ kämpft für gesetzliche Verankerung der neutralen Datenübermittlung11.08.10

Petitionen und Bürger-Initiativen sind eine super Sache. Der “kleine Mann” kann damit entweder seinem Unmut über oder dem brennenden Wunsch nach etwas Ausdruck verleihen. Ein schönes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit war die Onlinepetition der Aktivisten von Google Maps “Bike There”, mit der in den USA Radfahrer den Such-Giganten dazu bewegt haben, das Feature “Biking Directions” auf Maps freizuschalten. Und Anfang dieses Monats kam noch eine Initiative hinzu: nämlich die zur Rettung von Google Wave, die mittlerweile fast schon 30.000 Unterstützer gefunden hat.

Dass eine Initiative aber auch für ein ungleich bedeutenderes Thema wie die Netzneutralität als wichtiges Werkzeug genutzt werden kann, beweisen die Gründer des Projekts “Pro Netzneutralität“, das sie am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellt haben. Damit wollen sie sich zusammen mit “normalen” Usern und Persönlichkeiten aus der Politik, den Medien und dem Netz für die Sicherstellung eines “freien und offenen Internets” einsetzen. “Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie”, ist auf der Seite zu lesen. (weiterlesen…)

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Xing: Wachstum bei Werbung, Umsatz, Gewinn – und in Spanien11.08.10

Das deutsche Karrierenetzwerk Xing hat heute seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Danach hat die Firma den Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 20 Prozent auf 25,86 Millionen Euro steigern können. Der überwiegende Teil des Ergebnisses wurde durch die kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften erwirtschaftet (20,59 Millionen Euro). Auch hier ist ein deutliches Wachstum (18 Prozent) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 festzustellen.

Mehr als ein Zehntel, nämlich bereits 11,6 Prozent am erwirtschafteten Umsatz erreicht Xing mit dem Bereich E-Recruiting. Dahinter verbergen sich spezielle Angebote für Unternehmen, die in dem Netzwerk gezielt nach qualifiziertem Personal suchen wollen. Auch das Interesse am Arbeitgeber-Service des Netzwerkes ist deutlich gestiegen und konnte ein Plus von 34 Prozent verbuchen. Immerhin 6 Prozent des Gesamtumsatzes kam durch das Anzeigengeschäft herein. Hier konnte die Plattform sogar eine Steigerung um von 50 Prozent vermelden.

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Twitter führt eigenen Tweet-Button ein – aber nicht aus Liebe zum User11.08.10

Wenn man den Quellen Glauben schenken darf, die die Kollegen von Mashable mit der Information versorgt haben, dann steht Twitter kurz vor der Einführung eines eigenen Tweet-Button (siehe Teaser-Bild und unten). “Kein großes Ding”, könnte man auf den ersten Blick meinen, existieren solche Knöpfe doch schon seit langer Zeit. Am weitesten verbreitet sind die von Tweetmeme, nach dessen Prinzip offenbar auch der Twitter-Button funktionieren wird. Genau hier liegt aber eigentlich auch das Bemerkenswerte an der Meldung. Zumindest für alle aktuellen und angehenden Drittanbieter von Twitter-Diensten.

Es ist nämlich nicht von der Hand zu weisen, dass sich der Microblogging-Dienst ihrer immer stärker entledigt. Oder um es in anderen Worten auszudrücken: Die erfolgreichen Services werden nachgebaut oder aufgekauft, in jedem Fall aber als solche überflüssig gemacht. Das geschieht meines Erachtens schon lange nicht mehr, um dem Nutzer einen besseren Service bieten zu können (selbst diejenigen Ansätze, die dafür bestimmt sind, sind nur halb ausgegoren), sondern um ansprechender für zahlungsfreudige Kundschaft zu sein. Aus Profit-Orientierung also. Ich habe dazu eine kleine Theorie, wie Twitter dabei vorgeht. (weiterlesen…)

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Dumm gelaufen: GVU löscht legale Videos vom ‘Elektrischen Reporter’10.08.10

Die „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU) geht im Auftrag der Filmindustrie gegen Raubkopierer vor. Unter anderem versucht sie seit langem vergeblich, das illegale Portal kino.to zu schließen. Im Zuge dieser Arbeit fordert sie regelmäßig Videoplattformen auf, urheberrechtlich geschütztes Material zu löschen. Jetzt aber hat der Verein fünf Videos entfernen lassen, die der „Elektrische Reporter“ Mario Sixtus ganz legal bei Vimeo hochgeladen hatte.

Die Videoplattform kam der Aufforderung nach, weil die Berliner Lobbyisten dem Portal gegenüber behaupteten, die Filme verletzten das Urheberrecht. Deren Angaben waren diesmal aber völlig falsch. Sixtus hatte die Beiträge nämlich unter einer Creative Commons Lizenz freigegeben. Die behauptete Rechtsverletzung lag also gar nicht vor. Das gibt die Gesellschaft aus Berlin mittlerweile auch zu und spricht von einem Versehen. Hier könnte die Geschichte enden. Könnte. (weiterlesen…)

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Start-Up Likeourselves.com: ‘Die ansteckende Art, andere Menschen kennenzulernen’10.08.10

Ein kleines Londoner Start-Up zieht aus, um die großen Social Networks aus dem Bereich “Geolocation” oder “Location based services”  das Fürchten zu lehren. Allerdings unterscheidet sich der Ansatz von Likeourselves (noch) deutlich von dem bei Foursquare oder Gowalla. Während es sich bei den Letztgenannten im weitesten Sinne um Empfehlungsdienste für Geschäfte und Restaurants handelt, verstehen die Briten ihr Projekt nämlich offenbar eher als Kuppler-Service für Gleichgesinnte: “Die ansteckende Art, andere Menschen kennenzulernen” lautet daher auch die eigene Kurzbeschreibung auf Twitter.

Es wird sofort klar, was gemeint ist, wenn ich euch die Funktionsweise von Likeourselves kurz erkläre. Wer sich bei dem kostenlosen Dienst anmeldet, muss neben einem Usernamen und einer gültigen E-Mail-Adresse vor allem eines angeben – seine Interessengebiete. Hierzu stellt der Dienst eine Vielzahl an thematischen Gruppen zur Auswahl, die von “Flatmate Seekers” über “The next web” und “Sports I like” bis hin zu “My 5 of the top 50 bands of all time” reichen. Klickt der Nutzer eine der Gruppen an,  bietet sich ihm anhand von Tags noch die Möglichkeit, seine Interessen etwas zu präzisieren (siehe nachfolgenden Screenshot). Und dann geht’s los.  (weiterlesen…)

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