Die totale Überwachung: China bastelt an eigener Suchmaschine • 13.08.10
Aus den Querelen mit Google scheint China gelernt zu haben. Oder um es anders auszudrücken: Die kommunistische Regierung hat ihre eigenen Schlüsse aus dem Streit über zensierte Suchergebnisse mit dem US-Unternehmen gezogen – und baut nun seine eigene Suchmaschine. Das berichtet soeben die Online-Ausgabe der “New York Times“. Nüchtern und emotionslos betrachtet handelt es sich dabei um eine völlig naheliegende und konsequente Entscheidung.
Mit einer, von der Regierung zu hundert Prozent kontrollierten Suchmaschine schlägt man nämlich direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zuvordererst ist das ein großer Schritt in Richtung einer totalen Überwachung. Ich denke, jeder halbwegs informierte Internet-User kann sich vorstellen, welche Daten das Regime auf diesem Wege über seine Bürger sammeln kann. Hierzu muss es nur sicherstellen, dass die Staats-Maschine auch genutzt wird. Denn von selbst werden wohl nur die wenigsten Chinesen auf die Idee kommen, künftig auf Google oder die landeseigenen Konkurrenten zu verzichten. Man darf also gespannt sein, auf welche spitzfindigen Ideen die Regierung kommt, um Google aus dem Land und Baidu & Co. aus dem Markt zu drängen. Jedenfalls wird sie nun sicher erst recht nicht mehr in Sachen Zensur mit sich Reden lassen. (weiterlesen…)

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