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Archive for 10.2010

‘Songs2See’: Fraunhofer-Institut zaubert Musik von CD aufs Notenblatt07.10.10

Es gibt eine Legende, wonach der Ex-Beatle Paul McCartney keine Noten lesen kann. Ob das nun stimmt oder nicht, sei mal dahin gestellt. Allerdings gibt es sicherlich außer mir noch mehr Menschen auf der Welt, die zwar ein Instrument spielen, aber eben besagte Musikzeichen nicht lesen können. Ich habe dabei bisher immer auf Tabulaturen zurückgegriffen, und zwar sowohl beim Nachspielen von Kompositionen als auch beim Schreiben eigener Stücke. Das könnte nun durch eine neue Erfindung des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDMT) um einiges vereinfacht werden.

Die Software “Songs2See“ visualisiert nämlich in Echtzeit Musikstücke und gibt sie automatisch in Noten, Griffen oder anderen Spieltechniken (etwa Anschlägen oder Balken für die Tonhöhe und -dauer) wieder. Das bedeutet, dass Noten-Legastheniker wie ich künftig drauflos rocken können und die Software das Resultat in Notenschrift festhält. Das IDMT sieht das Einsatzgebiet ihrer Entwicklung allerdings an etwas anderer Stelle: (weiterlesen…)

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Neue ‘Facebook Gruppen’: machen User froh – und Werbetreibende ebenso07.10.10

Es wurde im Vorfeld erwartungsgemäß viel spekuliert. Wird Mark Zuckerberg das “Facebook Phone” vorstellen? Wird es gar ein Redesign gegeben? – Nope. Was der Gründer des größten Social Networks der gespannten Gemeinde am gestrigen Mittwoch in Palo Alto präsentierte, war allen voran “Facebook Gruppen“. Die haben nichts mit den bereits vorhandenen Gruppen zu tun – ganz im Gegenteil: sie unterscheiden sich deutlich von diesen und auch die neuen Feature sind nicht auf sie anwendbar. Gucken wir also mal genauer hin.

Wie bisher auch, können die neuen Gruppen von jedem User erstellt werden. Der wohl größte Unterschied besteht nun aber darin, dass man sich dabei für die Option “offen” (Mitglieder und Inhalte sind öffentlich), ”geschlossen” (Mitglieder sind öffentlich, Inhalte sind privat) oder “geheim” (Mitglieder und Inhalte sind privat) entscheiden kann (siehe Screenshot unten). Was bedeutet das im Klartext? (weiterlesen…)

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Irrelevanz – der Hauptgrund, warum auf Facebook ‘entfreundet’ wird06.10.10

“Sei relevant!” – Was nach einer PR- oder Marketing-Maxime klingt und es wohl auch mittlerweile ist, stammte ursprünglich von dem Briten Herbert Paul Grice und bezieht sich auf die zwischenmenschliche Kommunikation beziehungsweise Konversation. Damit wollte der Sprach-Philosoph im Kern ausdrücken, dass wir uns nur mit solchen Gesprächsbeiträgen einbringen sollten, die für Zweck und Richtung eines Gesprächs von Bedeutung sind. Allerdings setzt das voraus, dass bereits ein gemeinsames Thema existiert, das von allen Konversationsteilnehmern als relevant, sprich diskussionswürdig eingestuft wird. Dass dem natürlich nicht immer so ist, wissen wir alle. Dass es aber der Hauptgrund ist, warum Freunde bei Facebook “entfreundet” werden, dürften wohl einige nur geahnt haben. Ein Doktorand von der University of Colorado Denver hat dies nun wissenschaftlich nachgewiesen.

Hierzu hat er über 1.500 Facebook-User nach den Gründen befragt, warum sie eine “Freundschaft” auf dem Social Network wieder beendet haben. Immerhin 57 Prozent von ihnen gaben an, dass dies aufgrund von “Online-Aktivitäten” (im Gegensatz zu irgendwelchen Handlungen im Real Life) geschehen sei. Platz Eins unter den Beziehungskillern nahmen dabei sinnlose, irrelevante Postings ein – vor allem dann, wenn sie von einer Person in hoher Zahl verschickt wurden. Es sagt einem ja eigentlich der gesunde Menschenverstand, dass Angaben zur morgendlichen Körperhygiene oder der x-te Post zur Lieblingsserie entweder nie eine Bedeutung für andere hatte, oder diese durch die vielen Wiederholungen verliert. Das scheinen aber einige nicht zu verstehen. Zumindest so lange nicht, bis sie eben geblockt werden. (weiterlesen…)

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Nokia am Scheideweg: Bleibt MeeGo, kommt Windows Phone 7 oder siegt Android?06.10.10

Bei Nokia tut sich was, nicht nur in Bezug auf neue Smartphone-Modelle. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen steht auch vor einem internen Umbruch, der Auswirkungen auf die Firmenpolitik und -Ausrichtung haben wird. Und das soll auch so sein, immerhin hatten die Verantwortlichen des Unternehmens den Kurswechsel ja selbst propagiert. Zumindest jene, die noch an Bord sind – womit wir auch gleich beim Thema wären.

Vor Kurzem wurde Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo geschasst. Ihm wurde  vorgeworfen, maßgeblich für die Erfolglosigkeit des Konzerns auf dem Smartphone-Markt zu sein, vor allem im direkten Vergleich mit Apple und Research in Motion. Nur drei Tage später räumte auch sein Stellvertreter und bis dahin Chef der Smartphone- und Servicesparte, Anssi Vanjoki, seinen Stuhl. Warum? Angeblich weil er fühlte, dass “die Zeit reif ist für neue Herausforderungen”. Könnte natürlich auch damit zusammengehangen haben, dass er als Kandidat für den Spitzenjob übergangen wurde. Oder schlimmer noch: Stephen Elop als Chef vor die Nase gesetzt bekommen sollte. Dieser wurde nun augenscheinlich auch für Ari Jaaksi zum Karriere-Beender bei Nokia, wo er für die Entwicklung des neuen Mobilfunk-Betriebssystems MeeGo zuständig war. Stellt sich nun die Frage, warum Elop sich der hochrangigen Manager entledigt oder sie vor ihm flüchten? Es könnte an seiner Herkunft liegen.  (weiterlesen…)

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Google Goggles: Visuelle Suche nun auch für iPhone-Besitzer verfügbar06.10.10

Es gibt den Dienst für Android-Smartphones bereits seit Ende letzten Jahres, nun dürfen sich auch iPhone-Besitzer darüber freuen: Am gestrigen Dienstag hat Google auf dem offiziellen Mobile Blog verkündet, dass es der Goggle-Service am Zerberus vorbei in den Apple App Store geschafft hat. Allerdings nicht als eigenständige Anwendung, sondern quasi als Zusatzfeature für die bereits erhältliche Google Mobile App. Bevor sich allerdings jemand zu früh freut, schiebe ich eine kleine Einschränkung schnell hinterher: Voraussetzung für das Funktionieren des Tools ist eine Autofokus-Kamera. Ihr benötigt daher ein iPhone 3GS oder 4 und mindestens Version 4 des Betriebssystems, ohne Goggles funktionierte die App mit allen iPhone-Modellen und iOS3.

Falls jemand von euch eine Gedankenstütze braucht oder Googles noch nicht kennt: Es handelt sich hierbei um ein Tool, das das visuelle Suchen ermöglicht. Das bedeutet, dass ihr mit eurem iPhone aus der Mobile App heraus ein Foto von einem Objekt (etwa Sehenswürdigkeit oder Buch-Cover, siehe Teaser-Bild) machen könnt, dieses dann an die Server des Suchgiganten schickt und postwendend weiterführende Informationen über selbiges erhaltet. Hierzu muss nur das von Goggles erkannte und entsprechend markierte Objekt mit dem Finger auf dem Display angetippt werden. Fertig. Das nachfolgende Video veranschaulicht das noch einmal im Real-Life-Betrieb: (weiterlesen…)

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Mobile Games for free: GetJar will mit Gratisangebot den App-Markt revolutionieren05.10.10

Die Betreiber des – nach dem Apple-Pendant – zweitgrößten App Stores der Welt, GetJar, verdienen ihre Brötchen normalerweise damit, dass sie für die angebotenen Mini-Programme Geld verlangen oder aber Werbung in sie integrieren. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Sie bieten die knapp 750.000 Anwendungen sowohl für Feature- als auch Smartphones an und unterstützen zugleich alle größeren mobilen Betriebssysteme. Bisher liefen die Geschäfte offenbar nicht schlecht, auf der Seite rühmt man sich mit bis dato insgesamt über einer Milliarde Downloads und 100 Millionen heruntergeladenen Apps pro Monat. Nun drückt aber wohl doch der Schuh und so kamen die Verantwortlichen auf eine interessante, zugleich aber wirtschaftlich gesehen sehr riskante Idee.

Sie haben heute das Projekt “GetJar+” gestartet. Das Konzept dahinter sieht vor, dass sich alle Nutzer weltweit ab sofort ausgesuchte Premium-Games in einem Zeitraum von jeweils zwei Wochen völlig kostenfrei runterladen können. Dazu bedarf es keiner Registrierung, die Spiele enthalten keine Werbung, es wird kein Vertrag abgeschlossen, keine versteckten Kosten fallen an. Nix. Randnotiz: Sollte jemand von euch das Angebot in Anspruch nehmen und Fallstricke entdecken, dann bitte in den Kommentaren darauf hinweisen. Den Anfang machen vier ältere Spiele des Anbieters GLU: “Brain Genius 2″, “Stranded: Mysteries of Time”, “Build-a-lot” und “Race Driver Grid”. Sie sind auf der Startseite im “Recommends”-Fenster zu finden (siehe Teaser-Bild).

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Kinofilm ‘The Social Network’: Schlachtung der Harvard-Elite05.10.10

Wie schafft es ein Kultregisseur wie David Fincher eine eigentlich langweilige Nerd-Story zu verfilmen? Für den Facebook-Film “The Social Network”, der am Donnerstag in Deutschland in die Kinos kommt, durfte er sich einer Romanvorlage bedienen. Dass diese überspitzt ist, fällt in dem Film leider auf. Unterhaltsam ist der Streifen dennoch, schon alleine dank seiner Karikatur der US-Eliteuniversität Harvard.

“The Social Network” ist ein Film über Freundschaft. Gleich zu Beginn schickt Fincher den Zuschauer durch eine minutenlange Unterhaltung zwischen dem nerdigen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (gespielt von Jesse Eisenberg) und Erica Albright (Rooney Mara), dem Mädchen, das danach die längste Zeit seine Freundin gewesen sein wird. Dem nerdigen Zuckerberg, der es da noch für wichtig hält, in die elitären Netzwerke der Harvard-Universität aufgenommen zu werden, bleibt danach eigentlich nur noch ein echter Freund: Eduardo Saverin (gespielt von Andrew Garfield), der ihm den entscheidenden Algorithmus für eine Seite namens FaceMash liefert. (weiterlesen…)

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Vorhang auf für Google TV: Der ‘Entertainment-Hub’ aus der Nähe betrachtet05.10.10

Vor knapp einer Woche gab es an dieser Stelle “nur” die ersten Bilder von der Sony-Mattscheibe, auf der Google TV flimmern sollte, und ein paar spärliche technische Details. Jetzt öffnet der Suchmaschinen-Koloss seine Informationskanäle und offenbart auf einer speziellen Info-Seite, was genau wir von dem Angebot erwarten dürfen (das obligatorische Video findet ihr weiter unten). Im Vorfeld war ja bereits bekannt, dass es sich um eine Art Fusion aus Glotze und Computer mit Internetanschluss handeln sollte, mit dem man dem nicht nur das Fernsehen, sondern auch das Film-Aufnehmen, Musikhören, Bilderbetrachten, Mit-Freunden-Chatten und natürlich Surfen möglich sein sollte. Bei Bedarf auch alles gleichzeitig und mit vielen Zusatzfeatures nutzbar. Gucken wir also mal, was davon wie umgesetzt wurde.

Google TV verfügt über eine Bild-in-Bild-Funktion. Wer also meint, mitten im Film noch nebenbei etwas im Internet erledigen zu müssen – etwa zu googlen, in der Movie Database Hintergrundinfos zum Streifen recherchieren oder den Freunden über Twitter mitteilen, was er sich gerade anguckt, – der kann dies ganz bequem tun. Das Starten verschiedenster Apps (komme ich gleich noch zu) ist dabei ebenso simultan möglich, wie das Durchstöbern des lokal abgelegten Offline-Contents. (weiterlesen…)

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Facebook ‘Orte’: Freunden hinterherschnüffeln ist jetzt auch hierzulande möglich05.10.10

Facebook “Places” gibt es schon, nun kommt “Orte” dazu. Soll heißen: Ab sofort ist der Lokalisierungsdienst des Social Network-Giganten auch in Deutschland und bei unseren Nachbarn in der Schweiz verfügbar – zumindest nach und nach. Wer es noch nicht kennt: Mit dem neuen Service bietet Facebook faktisch einen Foursquare- oder Gowalla-Klon an. Mittels einer App für iPhones und Android-Geräte oder über die mobile Seite touch.facebook.com (Voraussetzung: Browser unterstützt HTML5 und Geolocation)  kann künftig jeder Facebooker virtuell in real existierenden Örtlichkeiten wie Restaurants oder Diskotheken “einchecken”, das auf seinem Profil (automatisch) posten und so seinen Freunden den eigenen Aufenthaltsort mitteilen. Eine recht ausführliche Beschreibung des Dienstes hatte euch Nils bereits bei dessen US-Launch gegeben. Ich möchte daher hier nur ein paar Dinge ergänzen beziehungsweise hervorheben.

Der neue Service startet sich nicht von selbst und ohne eure Zustimmung. Das bedeutet, dass ihr “Orte” auf eurem Smartphone zunächst selbst aufrufen und anschließend Facebook die Erlaubnis erteilen müsst, eure Position zu tracken. Anschließend müsst ihr auch bei jedem “Einchecken” immer aufs Neue bestätigen, dass eure Daten an das Social Network übertragen werden dürfen beziehungsweise sollen. Der Check-In samt Okay muss übrigens auch dann erfolgen, wenn ihr einen Ort schon einmal besucht habt, da die entsprechenden Daten offenbar nach einigen Stunden wieder gelöscht werden. Was wohl bleibt, ist ein Vermerk über den Besuch in der “Freunde, die schon hier waren”-Liste. (weiterlesen…)

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Für Android-Entwickler: Qualcomm bietet kostenloses ‘Augmented Reality’-SDK04.10.10

Android-Entwickler aufgepasst. Das Mobilfunkkommunikationsentwicklungs- und Forschungsunternehmen Qualcomm bietet euch kostenlos und ab sofort die Möglichkeit, auf sein Augmented Reality Software Development Kit zuzugreifen. Damit soll es möglich sein, “das interaktive 3D-Erlebnis auf alltägliche Dinge” anwenden zu können, etwa indem es für Produkt-Verpackungen, Promo-Artikel oder Bilder in Printmedien verwendet wird. User können dabei mit der AR-Anwendung interagieren, indem sie einfach die Oberfläche des entsprechenden Gegenstandes oder einer Abbildung berühren. “Qualcomm macht es Entwicklern einfach, interaktiven 3D-Content für die reale Welt” sowie “innovative Applikationen und Services” zu erstellen, so Jay Wright, Leiter des Business Development-Abteilung.

Der Clou an dem AR-SDK soll sein, dass es nicht mehr auf dem GPS-System und Kompass eines Smartphones aufbaut, sondern auf dem computergestützten maschinellen Sehen basiert. Hierbei werden dem Unternehmen zufolge Grafiken genauer mit den entsprechenden Objekten aus der Umgebung verknüpft beziehungsweise an ihnen ausgerichtet, als dies bei den bisherigen Methoden der Fall ist. Dadurch erscheinen beide wie fest miteinander verankert, was dem Anwender ein verbessertes Nutzungserlebnis ermöglichen soll. (weiterlesen…)

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Advertising Option Icon: Keinen Bock auf Targeting-Werbung? – Klick genügt04.10.10

Jetzt bin ich wirklich sehr gespannt. Wird es der US-Werbe-Industrie in Eigenregie gelingen, sich für den Internet-User transparenter zu gestalten oder wird am Ende doch wieder – wie ich ehrlich gesagt befürchte – eine Behörde für Ordnung sorgen müssen? Am heutigen Montag wurden jedenfalls die Details für ein Projekt bekannt gegeben, für das im Januar dieses Jahres der Startschuss fiel und das nun kurz vor seiner “Markteinführung” steht. Darin verpflichtet sich eine Vielzahl der Schwergewichte aus der werbetreibenden Zunft – darunter die “American Association of Advertising Agencies“, “American Advertising Federation“, “Association of National Advertisers“, ”Direct Marketing Association” und das ”Interactive Advertising Bureau” -, deren Portfolio zusammen über 5.000 Werbekunden enthält, den surfenden Kunden über ihre Werbe-Methoden aufzuklären.  Wie sie also an Daten der User gelangen, auf deren Basis sie ihm den jeweiligen Kaufanreiz präsentieren.

Das soll anhand eines kleinen “Advertising Option Icon” (der zu Beginn “Power I“ hieß und auch noch etwas anders aussah als auf dem Teaser-Bild) geschehen, das entweder in der Nähe der Online-Werbung oder aber auf jenen Seiten platziert wird, auf denen User-Daten für das sogenannte Behavioral Targeting gesammelt werden. Wenn es von einem Nutzer angeklickt wird, werden ihm Informationen darüber zur Verfügung gestellt, warum er eine bestimmte Werbung zu sehen bekommt – und kann dann bei Wunsch per “Opt out”-Verfahren sein Tracking unterbinden. (weiterlesen…)

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Die junge Generation schreit nach E-Books – doch die Verlage bleiben taub04.10.10

Ich wurde in der vergangenen Woche für die Sendung DasDing.de vom SWR zum Thema “Zukunft des Internet” befragt. Und ich war heilfroh, dass eine Frage dabei nicht gestellt wurde: ob wir nämlich künftig nur noch E-Books lesen werden und die gedruckten Bücher aussterben? Es gibt nämlich aktuell kaum ein Themenfeld, in dem eine abschließende Antwort so schwer fällt und kontrovers diskutiert wird – wie hier auf dem Blog schon mehrmals in Ansätzen skizziert wurde.

Nun erhalten beide Lager wieder neues Wasser auf ihre Mühlen. Auf der einen Seite vom BITKOM und auf der anderen vom Chef der Verlagsgruppe Weltbild. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien hat in einer repräsentativen Studie mit mehr als 1.000 Teilnehmern nämlich zutage geführt, dass jeder fünfte Deutsche daran glaubt, dass es in zwanzig Jahren nur noch elektronische Bücher zu kaufen geben wird. Bei den unter 30-Jährigen liegt die Quote sogar noch höher, nämlich bei einem Drittel. Zu den größten “Innovationstreibern” gehören demnach – erwartungsgemäß möchte man fast sagen – Schüler und Studenten. Von den 54 Prozent der Deutschen, die aktuell mit dem Kauf eines E-Books liebäugeln, bilden sie mit 86 Prozent nämlich die größte Gruppe. Ebenso wenig überraschend ist dann auch, dass sie vor allem an akademischer Literatur interessiert sind – fast ein Drittel von ihnen plant einen entsprechenden Kauf. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: Einem deutschen Techcrunch fehlt eigentlich nur das Geld03.10.10

AOL hat in dieser Woche das renommierte US-Techblog Techcrunch gekauft. Seitdem ist mal wieder in der Diskussion, ob es nicht auch ein deutsches Techcrunch geben sollte. Viele sehen dafür keinen Platz, ich finde aber, den gibt es durchaus. Copycats, die erfolgreicher waren als ihr Original, gab es in der Geschichte bisher seltenst. Ein deutsches Techcrunch müsste deswegen anders sein als sein US-Vorbild und doch dessen Stärken einsetzen.

Auch in Deutschland wird Techcrunch viel gelesen. Manchmal ist es viel heiße Luft, die die Redakteure dort verbreiten, meist aber sind sie gut informiert oder schreiben zumindest unterhaltsame Geschichten. Oft wird neidisch über den großen Teich geblickt, denn ein deutsches Pendant zu Techcrunch fehlt hierzulande. Gründe dafür gibt es genug und sie enden meist beim Thema Geld. Alexander Becker von Meedia nennt fünf Gründe, warum ein deutsches Techcrunch keine Chance habe. Ich muss ihm widersprechen: Es wurde bislang nur noch nicht richtig versucht.

Dennoch gebe ich ihm für einige seiner Thesen recht, die ich hier kurz ansprechen möchte, um zu beweisen, dass ein deutsches Techcrunch durchaus möglich wäre. (weiterlesen…)

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GEMA-Allianz klagt gegen YouTube – und die Franzosen sind weiterhin dabei02.10.10

Der Streit zwischen der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) und YouTube in Deutschland geht in die nächste Runde. Die Rechteverwerter kündigten am gestrigen Donnerstag an, gemeinsam mit amerikanischen und europäischen Partnern nun beim Hamburger Landgericht Klage gegen das Videoportal zu erheben. Im August waren sie mit dem Versuch gescheitert, eine einstweilige Verfügung gegen die Google-Tochter zu erwirken. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich die Internetplattform in Frankreich mit dem dortigen Urheberrechtsverband „Société des Auteurs, Compositeurs et Éditeurs de Musique“ (SACEM) auf einen Lizenzvertrag geeinigt hat.

Allerdings bedeutet das keineswegs, dass die GEMA nun einen Verbündeten im Prozess gegen das YouTube verloren hat. „Die Einigung zwischen der SACEM und übrigens auch der italienischen SIAE und YouTube hat mit Deutschland überhaupt nichts zu tun“, sagt Bettina Müller, die Pressesprecherin der deutschen Verwertungsvereinigung. „Beide Gesellschaften sind keineswegs aus der Allianz ausgeschieden.“ Vielmehr sei es so, dass das Portal mit den einzelnen Verbänden Lizenzabkommen im jeweiligen Land abschließe. YouTube zahle nun an die SACEM für die in Frankreich aufgerufenen Videos. Für das französische Repertoire, das über die Plattform in Deutschland abgerufen werde, erhalte sie jedoch weiterhin nichts. Deswegen würden sie und die italienische Urhebervereinigung eben auch in Deutschland klagen wollen. (weiterlesen…)

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Wie legal ist eigentlich der Musikstreaming-Dienst ‘Grooveshark’?02.10.10

Nach unserem kurzen Test von vier Streamingdiensten haben einige Kommentatoren unfaire Startbedingungen bemängelt, da Grooveshark im Gegensatz zu simfy ein illegales Angebot sei. Es seien auch bereits erste Nutzer des Dienstes identifiziert und abgemahnt worden. Grund genug für uns zu fragen „Ist Grooveshark eigentlich legal?“ und der Sache nachzugehen.

Fangen wir also vorne an: Grooveshark ist ein amerikanisches Unternehmen und hat seinen Sitz in Florida. Ähnlich wie YouTube lebt der Dienst davon, dass seine Nutzer fremde Kompositionen hochladen und damit anderen Usern zur Verfügung stellen. Allerdings kann die Firma für den Großteil der angebotenen Lieder keine Nutzungsverträge vorweisen. Deswegen hat der Musikkonzern EMI im vergangenen Jahr einen Prozess gegen die Plattform angestrengt. Dann aber hat sich das Label entschieden, statt auf Schadensersatz zu klagen, lieber eine Lizenzvereinbarung mit der Firma abzuschließen. Mit den anderen großen Musikfirmen aber bestehen keine Verträge. Universal Music reichte deswegen im Januar dieses Jahres Klage (PDF) gegen die Betreiberfirma ein und warf den Gründern vor, ihr Geschäftsmodell basiere auf Urheberrechtsverletzungen. (weiterlesen…)

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