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Archive for 10.2010

‘Berufe.TV’-App fürs iPhone: Bundesagentur für Arbeit im Web 2.0 angekommen01.10.10

Ach je! Die Bundesagentur für Arbeit ist im Web 2.0-Zeitalter angekommen und bietet ab sofort eine eigene App fürs iPhone (IOS 3.1.3 und 4.0) an. Mittels der kostenfreien “BERUFE.TV“-Applikation soll sich jeder User nun “noch leichter über Berufe informieren” können. Sie ermöglicht den Download von Filmen “in guter Qualität”, die vom gleichnamigen Filmportal der Agentur ”jederzeit beliebig oft aufgerufen werden” können.

Der Beschreibung der App zufolge sind dort 170 Filme zu finden, in denen “Azubis, Studenten, Ausbildungs- und Personalleiter” darüber erzählen, “was einen Beruf interessant macht und was wichtig ist, um diesen Beruf zu erlernen”. Dabei erfährt der Interessierte dann, “dass Pferdewirte keine Kneipe betreiben, ein Geigenbogen aus über 30 Einzelteilen besteht” und andere mehr oder weniger spannende Dinge. Mal abgesehen vom Inhalt der Filme bietet die Anwendung Links zu weiterführenden Informationen, eine komfortable Suchfunktion, eine alphabetisch sortierte Liste aller Filme sowie automatische Updates von neuen Filmen. Wenn das dann auch wirklich alles so funktioniert wie beschrieben, erfüllt die App den ihr zugewiesenen Zweck. Es stellt sich jetzt nur die Frage, wie sinnvoll so ein Zusatzangebot ist? (weiterlesen…)

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Microsofts Riesen-Clou: Windows Phone 7 kommt mit ‘Farmville’01.10.10

Im Gamescom-Artikel über das Windows Phone 7 hatte ich meine Einschätzung formuliert, dass sich Microsofts neue mobile Betriebssystem samt dazugehöriger Hardware ganz offensichtlich von der ursprünglichen “Ad-serving machine” zu einem “Spielzeug” entwickelt. Damit war gemeint, dass der Software-Gigant offenbar eine noch nicht völlig besetzte Nische (Stichwort: Apples “Game Center“) ausgemacht hat, in der sein Gagdet (dieses Mal) gegen die Smartphone-Konkurrenz bestehen können soll. Die nicht dumme Idee bei der Strategie sieht vor, auf eine bereits vorhandenen User-Base aufzubauen, nämlich die der circa 25 Millionen” Xbox Live”-Nutzer, die den Dienst auch über Phone 7 nutzen können. Nun kommt aber ein dicker Hammer hinzu.

Am gestrigen Donnerstag hatte Microsofts Matt Thompson auf der GigaOm Mobilize Conference in San Francisco in aller Deutlichkeit bestätigt, dass die Integration des Online-Spielenetzwerks der “Aufhänger” oder ”Greifhaken” sein soll, mittels dessen die Abverkäufe des Windows Phone 7 angekurbelt werden sollen. Er ging sogar so weit zu sagen, dass man damit das Android, das Apple- und BlackBerry-OS als führende mobile Plattformen vom Sockel stoßen wird. Leidet der Mann etwa an Fieberwahn? Nein. Er setzt vielmehr auf einen Joker, den er auf der Konferenz quasi nur in einem Nebensatz erwähnt hat und auf den heute erst die Kollegen von WMPoweruser hingewiesen haben: Farmville. (weiterlesen…)

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Rabattaktion der Telekom: Zeichen für ein Ende der iPhone-Exklusivität01.10.10

Beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages über zwei Jahre gewährt die Telekom auf die ersten zwölf Monate eine Ermäßigung von zehn Prozent, wenn der Kauf über die Webseite zustande kommt. Bisher galt dieser “Online-Rabattz” allerdings nicht für die iPhone-Tarife. Da hatte der rosa Riese wohl keine zusätzlichen Anreize für potentielle Kunden nötig. Das hat sich nun geändert. Seit heute gibt es den Preisnachlass für das erste Jahr auch für die Complete-Tarife für das iPhone 4 und das iPhone 3GS.

Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass wirklich stimmen dürfte, was die Spatzen ja nun schon seit einiger Zeit von den Dächern pfeifen: dass die Telekom nämlich ihre Exklusivlizenz für die iPhones noch im Oktober verlieren wird. Dann wird sie sich auch auf dem Feld der Apple-Telefone der Konkurrenz der anderen Mobilfunkanbieter stellen müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Strategie des Bonner Unternehmens klar. Mit der Rabattaktion sollen kurz vor dem Ende der Exklusivität noch neue Nutzer geworben und Bestandskunden von einem Wechsel zu den Mitbewerbern abgehalten werden.

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‘Qwiki’ und das neue ‘Informationserlebnis’: Revolutionär oder ohne echten Nutzen?01.10.10

Erinnert sich einer noch an das Start Up “Miomi“? Nie gehört? Im Jahr 2007 hatten drei Gründer die Idee für eine Community, in der die Mitglieder ihre Erlebnisse an einer Art Zeitstrahl “anbringen” konnten. Sie nahmen mit dem Projekt an einem Entrepreneur-Wettbewerb an der University of Oxford teil und gewannen dort satte 100 Millionen Dollar zur Realisierung ihrer Idee. Und dann? Dann entpuppte sich offenbar zuerst der Investor und anschließend auch das Projekt als Flop und beide verschwanden von der Bildfläche. Die Moral von der Geschichte: Es ist selbst für Profis schwierig, die Zukunft eines Start Ups vorherzusagen, denn auch wenn die Idee und die technische Umsetzung gut und das nötige Kleingeld vorhanden sind: letztlich entscheidet der User/Kunde über Erfolg oder Misserfolg. Und die hängen – es ist eine Binsenweisheit, ich weiß – vor allem vom Mehrwert des Angebots ab.

Am Mittwoch dieser Woche gewann das Start Up ”Qwiki” (der Name ist etwas irreführend) den “Battlefield Award” auf dem Disrupt-Wettbewerb unserer Kollegen von TechCrunch. In der Jury saßen neben dem Gründer des Blogs, Michael Arrington, auch solche Netzgrößen wie Marissa Mayer von Google. Sie krönten ein Angebot zum Sieger, das man wie folgt umschreiben könnte: Erstellung eines Videos in Fast-Echtzeit zu einem bestimmten Suchbegriff aus den im Internet dazu vorhandenen Schnipseln und Lesung des Inhalts durch eine computergenerierte Frauenstimme. “Durch Qwiki werden Informationen zu einem Erlebnis, das man sich angucken kann und das komplett von Computern generiert wird”, so einer der Gründer, Doug Imbruce. Die Frage, die sich mir in Anlehnung an Miomi nun stellt, ist: Wird das Angebot jemand nutzen? Wenn ja, wofür? Gucken wir mal etwas genauer hin. (weiterlesen…)

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Google stellt neues Grafikformat vor: ‘WebP’ soll der JPEG-Killer werden01.10.10

Um das Web schneller zu machen, hat Google ein neues Bildformat namens WebP vorgestellt, das in Zukunft die etablierte JPEG-Kodierung ersetzen soll. Die Fotos der Alternative sind bei gleicher Qualität durchschnittlich 40 Prozent kleiner. Nach Angaben des Konzerns bestehen 65 Prozent der gesamten Onlinedaten aus Bildern. Daher würden die kleineren Dateien zu einer spürbaren Entlastung des Internetverkehrs führen. Für die Nutzung werden keinerlei Lizenzgebühren fällig. Den Beispielencoder hat das Unternehmen als Open Source freigegeben.

Die Entwickler der Suchfirma haben eine Millionen Fotos aus dem Netz in WebP umgewandelt. Dabei waren die Ergebnisse natürlich je nach Ausgangsbild unterschiedlich. Manchmal konnte die Größe um 75 Prozent auf ein Viertel reduziert werden, manchmal war die Zieldatei auch nur magere zehn Prozent kleiner. Wie bei  JPEG kommt zur Komprimierung auch hier eine verlustbehaftete Methode zum Einsatz. Daher eignet sich das neue Format gut für die Darstellung von Fotos, nicht aber von Illustrationen, die oft große Flächen derselben Farbe enthalten. Für Logos und ähnliche Anwendungsgebiete sollten daher auch in Zukunft die verlustfreien PNG-Dateien verwendet werden. Google bietet eine Übersicht zum Qualitätsvergleich an, bei dem Ihr Euch selbst von der Leistungsfähigkeit überzeugen könnt. Da bisher natürlich noch kein Browser die JPEG-Alternative darstellen kann, wurden die WebP-Bilder nach der Komprimierung als PNG gespeichert. (weiterlesen…)

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