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Archive for 02.2011

Firefox 4, 5, 6 und 7 noch dieses Jahr? Mozilla lässt sich von Google inspirieren08.02.11

Es gab mal eine Zeit, in der eine Versionsnummer noch etwas aussagte. Ich will nicht sagen, dass ich mich nach dieser Zeit zurücksehne. Aber was im Moment bei Google und Firefox passiert, klingt doch arg nach einer Marketing-Offensive. Google hat den Browser Chrome vergangene Woche in der stabilen Version 9 veröffentlicht. Der wesentlich ältere Browser Firefox ist aktuell noch in der Version 3.x, und das bereits seit 2008. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Firefox 4, der aktuell in der Beta vorliegt, soll im März zur stabilen Version erhoben werden. Firefox 5, 6 und 7 sollen noch in diesem Jahr folgen. Das geht aus der gestern veröffentlichten Product Roadmap 2011 hervor. Die Versionssprünge sollen kleinere Updates sein, etwa vergleichbar mit dem Sprung von Subversion zu Subversion (3.5 auf 3.6).

Wichtigste, geplante Neuerungen: Firefox 4 bekommt eine neue Oberfläche, WebGL-Unterstützung für 3D-Anwendungen sowie Unterstützung von HTML 5 und Direct2D. Er soll zusätzlich als 64-bit-Version für Mac OS X erscheinen. Firefox 5 könnte unter anderem einen Account Manager bekommen, Simple Sharing UI, UI Animation und 64-bit-Unterstützung für Windows bieten. Firefox 6 soll – ähnlich wie Google Chrome – Web Apps integrieren, JavaScript-Optimierungen erhalten und Unterstützung für Apples im Sommer erwartetes neues Betriebssystem Mac OS X 10.7 bieten. Firefox 7 soll “Electrolysis” (e10s) unterstützen, die Aufsplittung von Benutzeroberfläche, Inhalte und Plugins auf verschiedene Prozesse. (weiterlesen…)

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Trend Zuckerjungs: Millionen für Datingportal für Frauen, die jüngere Männer suchen07.02.11

Schaut man sich so um in dieser Gesellschaft, gibt es nichts, was es nicht gibt. Viele Singles, gleichaltrig Verheiratete, mehr oder weniger erfolgreiche Männer mit viel jüngeren Frauen. Und offenbar auch einen wachsenden Markt für Frauen ab 35, die jüngere Männer suchen. Wie sonst ist zu erklären, dass es die Datingplattform Zuckerjungs nicht nur gibt, sondern sie vom Medienunternehmer Dirk Ströer und seiner Beteiligungsgesellschaft Media Ventures einen hohen zweistelligen Millionenbetrag Kapital erhalten haben soll?

Das berichtet New Business. Geld aus dem Paket erhalten auch die Schweizer und österreichischen Ableger Zuckerjungs.ch und Zuckerburschen.at. Die Dimensionen verblüffen. Hoher zweistelliger Millionenbetrag könnte vielleicht 80-100 Millionen Euro bedeuten, also so viel wie Holtzbrinck seinerzeit in StudiVZ investiert hat. Studenten gibt es mehrere Millionen, wie viele Frauen gibt es, die jüngere Männer suchen? Offenbar einige. 150.000 Mitglieder soll die Community haben; gleich 20.000 Neuanmeldungen soll es im Januar gegeben haben. Gundis Zámbó ist Werbefigur der Plattform, die im vergangenen Mai an den Start ging und eifrig im Fernsehen wirbt. Betreiber Andreas von Maltzan hat Erfahrung mit derartigen Diensten: Er hatte bereits Neu.de gegründet und plant nun weitere Nischenableger wie Zuckerdaddies.de. Letzteres kehrt das Prinzip Zuckerjungs um und findet George-Clooney-Verschnitte für jüngere Frauen. (weiterlesen…)

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Atos Origin will E-Mail abschaffen: Leichter kommunizieren, aber ganz sicher nicht weniger07.02.11

Der E-Mail geht es an den Kragen: Manager verbringen heute 5 bis 20 Stunden pro Woche, um elektronische Post zu lesen oder zu schreiben, klagt Atos Origin. In 25 Prozent der weiteren Arbeitszeit suchten sie Manager nach Informationen im Netz. Das ist sowohl eine Horror- wie auch eine Erfolgsmeldung. Was früher analog war, ist heute digital und damit deutlich leichter geworden. Doch das Rad hat sich weiter gedreht: Atos Origin kündigt in einer Pressemeldung die nächste Runde in der Evolution der Kommunikation an: Der französische IT-Dienstleister will die E-Mail intern innerhalb von drei Jahren abschaffen. Zusätzlich sollen interne Tools zur Wissenssammlung die Netzrecherche weitgehend überflüssig machen. Die Idee ist lobenswert, aber die Rechnung, dass Mitarbeiter danach mehr Zeit in der Woche für andere Tätigkeiten hätten, würde so manches Milchmädchen beleidigen.

Rund 200 Mails hätten Atos Origins Mitarbeiter im vergangenen Jahr im Schnitt täglich erhalten, 18 Prozent davon Spam. Direktere Kommunikationswege hätten die Zahl der Mails um weitere 20 Prozent verringern können, sagen die Franzosen. Atos wirft eigene Social Community Plattformen wie Office Communicator in den Ring, die das E-Mail-Aufkommen schon heute direkt um 10 bis 20 Prozent senken könnten. (weiterlesen…)

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Blue Mars: Das Hot or Not für Avatare ist da07.02.11

Wir ahnten, dass es dazu kommen wird: Avatar Reality hat Blue Mars Mobile (iTunes-Link) vorgestellt, ein Rating-Tool für Avatare. Auf der gleichnamigen iPhone-App kann man sich Avatare anzeigen lassen und bewerten, die von den Nutzern selbst erstellt wurden. Das Prinzip ähnelt dem berühmten Dienst “Hot or Not”. Jener erlebte Anfang des Jahrtausends einen großen Erfolg mit der Möglichkeit, Frauen oder Männer auf einer Skala von 1 bis 10 zu bewerten. Danach erlebten Rating-Portale für praktisch alles Nutzergenerierte einen Boom: von Katzen über Exkremente bis hin zu, ja, allem.

Nun also Avatare. Das besondere an Blue Mars ist, dass sich die Avatare bewegen und dreidimensional von verschiedenen Perspektiven aus betrachtet werden können. Bislang steht die Rating-Funktion allerdings nur für iOS-4-Geräte (iPad, iPhone 3GS/4, iPod touch 3. oder 4. Generation) zur Verfügung. Die Avatare sind sehr lebensecht erschaffen und modisch gekleidet, bei Frauen zum Teil etwa mit Stiefeln und Minirock. Erstellen lassen sich die Avatare mit der Desktop-Software Blue Mars, die mit Direct X 10 funktioniert. (weiterlesen…)

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AOL kauft “Huff Po”, Überqueen Huffington managt AOLs wachsende Content-Farm07.02.11

Content is Queen*: AOL hat heute Vormittag die Übernahme des Vorzeige-Blognetzwerks “Huffington Post” bekannt gegeben. 315 Millionen US-Dollar lässt AOL sich den Spaß kosten und vollzieht damit endgültig glaubhaft den Wandel vom Zugangsprovider zum Inhalteanbieter. Das Motto lautet offenbar: Wenn sie schon gelernt haben, ohne unseren Online-Dienst spannende Inhalte zu finden, dann kaufen wir eben die Inhalte, die sie am liebsten lesen. Für Arianna Huffington, die die “Huffington Post” im Jahr 2005 zusammen mit Kenny Lerer und einer Anfangsfinanzierung von 1 Million Dollar gründete, endet die Karriere nicht als Multimillionärin: Sie erhält die Oberaufsicht über AOLs neue Content-Farm, neben der “Huff Po” unter anderem auch die Lokaljournalismus-Plattform Patch und die Techblogs Engadget und TechCrunch.

Vor allem letzteres könnte noch zu Spannungen führen. Huffington wird bei TechCrunch bereits wenig herzlich als neuer “Uber-Boss” und “Overlord” begrüßt. Erick Schonfeld beklagt sich, dass man bei AOL TechCrunch nicht vertraue. Man munkelt, dass sich auch TechCrunch-Gründer Michael Arrington die Position des Content-Chefs gut hätte vorstellen können. Für sein Blog zahlte AOL-Chef Tim Armstrong aber “nur” rund 30 Millionen Dollar, also ein Zehntel des Preises, den Arianna Huffington herausschlug. (weiterlesen…)

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Basic Flashback: “Ihr habt ja gar keine eigenen Geschichten”06.02.11

Ziemlich genau einen Monat bin ich jetzt fest bei Basic Thinking. Zeit zurückzublicken. Kleiner Scherz, aber es waren in der Tat vier interessante Wochen. Ich habe schon im vergangenen Jahr für BT ausgeholfen und früher ein eigenes Blog mit ähnlichem Inhalt betrieben, das jetzt in guten Händen ist. Ungewohnt war für mich aber die Härte und Feindseligkeit, mit der viele Kommentatoren mich praktisch schon in den ersten Tagen begrüßten. Zum Teil mag das berechtigt gewesen sein. Viele Kommentare gingen nicht gegen mich persönlich oder meine Arbeit – man muss lernen, das zu differenzieren. Einige waren dafür durchaus berechtigt, wenn ich selbst Böcke geschossen habe. Bei der Geschichte über Rupert Murdochs neue iPad-Zeitung etwa hatte ich mich peinlicherweise verrechnet und musste zurückrudern.

Hayo, der den Job hier schon länger macht, ist durch nichts und niemanden aus der Ruhe zu bringen. Ich finde das immer wieder beeindruckend, bin da selbst aber ein bisschen anders. Nach den vier Wochen hier kann ich ungerechtfertigte Kritik inzwischen ganz gut abperlen lassen und darüber lachen. Was mich aber immer noch ärgert, sind Kommentare wie “Ihr schreibt ja nur von Quellen aus Amerika ab und habt keine eigenen Ideen.” Dazu zwei Dinge: Zum einen berichten wir natürlich über das aktuelle Tagesgeschehen, von dem im Bereich Gadgets und Social Media nun einmal viel auf der anderen Seite des Atlantiks geschieht. Zum anderen stimmt der Vorwurf nicht. Natürlich wollt und könnt ihr nicht alle Meldungen hier kennen. Aber dass ihr die alle übersehen habt, mag ich einfach nicht glauben. Falls doch, hier einfach mal unsere Eigenproduktionen seit Anfang Januar im Überblick. (weiterlesen…)

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Kommentare: Kollektive Intelligenz und Zerstörung05.02.11

Diskussionen unter Blog-Beiträgen können konstruktiv oder destruktiv sein. Gleich an meinem ersten Arbeitstag hier bei Basic Thinking erlebte ich Ersteres. Ich war gerade dabei, von Mac auf Windows 7 umzusteigen und suchte ein Screenshot-Tool nach dem Vorbild von Skitch. Ich erwähnte im letzten Absatz eher nebenbei, dass ich mich über Alternativen zu dem Tool freuen würde. Und tatsächlich erhielt ich eine ganze Menge sehr guter Vorschläge, die ich hier kurz mit ihrem Verfasser zusammen aufzählen möchte: (weiterlesen…)

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Simfy macht iTunes-artigen Musikclient für alle kostenlos, Konkurrenz kann aufgeben.04.02.11

Der deutsche Musikstreaming-Dienst Simfy stellt seinen Desktop-Client, der bislang zahlenden Premium-Kunden vorbehalten war, ab heute für alle kostenlos zur Verfügung. 8 Millionen Tracks stehen damit allen Nutzern auch in der Desktop-Version zur Auswahl. Unser kleiner, längst überfälliger Test zeigt: Das ist genau das kostenlose, legale Angebot, was dem deutschen Musikstreaming-Service bisher noch gefehlt hat. Denn auch wenn Simfy sich damit stark an iTunes anlehnt, kann die Konkurrenz jetzt praktisch einpacken. Da leg ich mich fest.

Diese steile These möchte ich mit zwei Vergleichen untermauern. Erst vergangene Woche haben wir Sonys neue Musikflatrate Qriocity Music Unlimited vorgestellt, die bei uns im Test gar nicht mal schlecht weg kam. Qriocity bietet einen ganz hübschen Browser-Client, aber für den Anfang nur Zugang zu 6 Millionen Songs – und für einen mit Simfy vergleichbaren, unbegrenzten Zugang anfangs 9,99, später 12,99 Euro kostet. Zum Zweiten gewinnt Simfys Desktop-Client den Vergleich gegen die eigene Browser-Version um Längen. (weiterlesen…)

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Google Chrome 9 erhält Instant-Funktion: Websites laden schon beim Eintippen04.02.11

Ein wirklicher Versionssprung: Google hat seinen Browser Chrome gestern vom Beta-Status in die stabile Version 9 gehoben. Nun denn, mag man im ersten Augenblick denken. Während Firefox und Internet Explorer nur alle paar Jahre in einer neuen Version erscheinen, geht das bei Google im Schritt weniger Monate. Im vergangenen September beispielsweise war Chrome 6 herausgekommen, Chrome 4 vor einem Jahr. Derartig viele Veränderungen und Verbesserungen gibt es von einer Chrome-Version zur nächsten eigentlich nicht. Es wird langsam lächerlich. Diesmal allerdings hat Google ein wirklich schickes Feature neu eingebaut, die wir seit einigen Monaten aus der Google-Suche kennen und lieben gelernt haben: Google Instant, hier genannt Chrome Instant.

Das heißt nichts anderes, als dass Websites laden, während man ihren Namen noch in die Browserzeile eintippt. Bislang wurden einem beim Eintippen lediglich die Adressen früher aufgerufener Websites vorgeschlagen. Chrome Instant gibt außerdem eine direkte Vorschau für häufig verwendete Suchbegriffe. Das gleiche Prinzip also wie in der Google-Suche, seit sie mit Google Instant aufgerüstet wurde. Google lässt damit die Grenzen zwischen Browser und Google-Suche weiter verschwimmen. Wenn man Chrome benutzt, muss man Google.de praktisch gar nicht mehr besuchen. Es reicht die Eingabe in die so genannte Omnibox, die erkennen soll, ob die Eingabe eine URL oder eine Suchanfrage ist. Google arbeitet damit immer mehr auf ein eigenes Ökosystem hin, in dem das Cloud-Betriebssystem Chrome OS und der Chrome Web Store weitere Bausteine sind. (weiterlesen…)

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Datingplattform raubt 1 Million Facebook-Profile. Halt, stopp: das ist Kunst!04.02.11

Die Initiative Face to Facebook hat die Daten von 1 Million Profilen auf Facebook ausgelesen, gefiltert und 250.000 davon auf einer Datingplattform veröffentlicht. Das klingt nach einer Menge krimineller Energie – gilt aber als Kunst. Zumindest sind die Macher um Paulo Cirio Künstler. Ihr Ziel ist nach eigener Aussage gewesen, Menschen neu zu verbinden. Die Bilder der Kontakte wurden ausgelesen, die Gesichtszüge mit einer Software analysiert und mit den Bildern anderer Kontakte und gleichen Gesichtszügen neu gruppiert. So entstanden Kontaktpaare mit gleichen Eigenschaften wie: aufstrebend, unbekümmert oder hinterlistig.

Angeblich wollten die Künstler Facebook zerstören. Idee dahinter sei gewesen, Menschen mit ähnlichen Eigenschaften zusammen zu bringen, die sich bisher noch nicht kannten und mit ganz anderen Menschen (vielleicht den falschen?) befreundet waren. Unter den “geliehenen” Profilbildern veröffentlichten die Künstler auch die Namen der Personen auf der Website Lovely-Faces.com. (weiterlesen…)

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Uboot.com wieder aufgetaucht, wäre nicht nötig gewesen03.02.11

Schaut mal, was da aus der Tiefe kommt: Uboot.com ist wieder da – oder noch immer? Die Seite ist eins der ersten Social Networks, die ich noch aus Dial-Up-Modem-Zeiten kenne. Angeblich gab es Uboot all die Jahre ohne dass man es vermisst hätte; jetzt ist laut den neuen Betreibern auf jeden Fall ein Relaunch erfolgt. Das Stahlross scheint allerdings arg verrostet zu sein, während sich optisch zumindest wenig verbessert hat. Fast möchte man sagen: Wärt ihr doch lieber für immer in der Tiefsee geblieben.

Das ist hart, aber Uboot macht auf diese Weise wenig Spaß. Das Webdesign erinnert an die späten 90er, die wenigsten Mitglieder der Community haben ein Foto eingestellt und der Link zu den AGB lief bei meinem Test ins Leere. Letzteres kann ein kleiner Fehler sein, den ich nicht überbewerten will. Es offenbart aber, dass der Relaunch ein wenig aus der Hüfte geschossen ist. Wichtigstes neues Element scheint die Integration mit Twitter und Facebook zu sein, was die eigene Daseinsberechtigung auf erstaunlich transparente Weise in Frage stellt. Interessant und abschreckend zugleich: Es erscheinen Statusmeldungen für alle offen auf der Startseite. Man kann sie – wie bei Facebook – mit Bildern und Fotos versehen. Zumindest offiziell. Denn bei meinem Test ließ mich Uboot meine Meldung nicht abschicken. (weiterlesen…)

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Google, Microsoft und die Schlammschlacht um manipulierte Suchergebnisse03.02.11

Verbissen: Die ohnehin seit Jahren konkurrierenden Konzerne Google und Microsoft haben einen neuen Spielplatz gefunden, um dessen Schaukel man sich zanken kann. Es geht um Suchmaschinen, Bing und die Google-Suche. Google hatte die Vermutung, dass Microsoft Algorithmen der Google-Suche kopiere und stellte dem Konkurrenten eine Falle. Und der tappte offenbar mittenrein. Es ging um Tippfehler in der Suchmaske. Google bietet in diesem Falle ähnliche Wörter an, selbst wenn nur schwer erkennbar ist, welche das sind. Google demonstriert das anhand des orthografisch falschen Suchbegriffs “torsoraphy”. Der Suchmaschinen-Marktführer schlägt in diesem Fall tarsorrhaphy vor, einen chirurgischen Vorgang. “Torsoraphy” und noch weit kryptischere Falschschreibungen anderer Begriffe hatte sich Google selbst ausgedacht. Die Suche nach “mbzrxpgjys” etwa lieferte bei Tests sowohl in der Google-Suche als auch auf Bing als erstes Suchergebnis die Website des Blackberry-Herstellers RIM.

Deswegen ging Google auf die Barrikaden: Google-Mitarbeiter Amit Singhal ging in einem Blogpost im Google-Blog auf den Bericht ein und stellte Microsofts Praxis offiziell an den Pranger. Zusammenfassend schreibt er: “Um es anders auszudrücken: einige Suchergebnisse von Bing sehen wie eine fehlerhafte, abgestandene Version von Google-Suchergebnissen aus – eine billige Kopie.” Und man hätte gerne, dass Microsoft derartige Praktiken künftig unterlasse. In dem Posting stellt Singhal klar, dass man Microsoft bereits seit vergangenen Oktober im Verdacht und deswegen in eine Falle gelockt habe. (weiterlesen…)

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Wie will Rupert Murdoch eine iPad-Zeitung finanzieren? Mit Android!03.02.11

Wer im Geld schwimmt, dem macht es nichts, wenn beim Sprung in die Wanne eine Menge davon herausschwappt: Gestern stellte News-Corp-Gründer Rupert Murdoch zusammen mit Apple die Tablet-Zeitung “The Daily” vor. 120 Journalisten schreiben für die Zeitung, die derzeit nur auf dem iPad und nur in den USA erscheint. Ein ambitioniertes Projekt – und für den Kunden gar nicht teuer: “The Daily” gibt es im Wochenabo für 0,99 US-Dollar oder für 39,99 Dollar im Jahresabo. Wie lässt sich das refinanzieren?

Im Moment eigentlich gar nicht. Der Hype und gute Verkaufszahlen des iPads aber erhöhen die Chance: Apple hat im vergangenen Jahr weltweit fast 15 Millionen iPads verkauft. Gehen wir einmal davon aus (genaue Zahlen gibt es nicht), dass zwei Drittel davon in den USA verkauft wurden und von denen jeder Zehnte sich im laufe der nächsten Monate “The Daily” abonniert, wären das 1 Million potenzielle Kunden. Es gibt massig Konkurrenz, aber gerade “The Daily” dürfte viele Kunden allein durch den Medienhype bekommen. Kauft jeder dieser 1 Million potenzieller Kunden ein Monatsabo, betrügen die Einnahmen 4 Million Dollar im Monat. Die Produktionskosten gibt Murdoch selbst mit 2 Millionen Dollar im Monat an. Die 30 Millionen Dollar Entwicklungskosten, die Murdoch bisher in das Projekt gesteckt hat, dürfte er so schnell nicht zurückfordern. Eigentlich müsste “The Daily” also schon vom Fleck weg 500.000 Monatsabonnenten haben, um kostendeckend zu arbeiten. Eine machbare Zahl; doch um die zu erreichen, könnten einige Wochen und Monate ins Land ziehen, in denen die monatlichen Kosten gleich hoch bleiben. (weiterlesen…)

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MyTaxi im Test: Taxiruf auf Knopfdruck03.02.11

Ein paar Mal tippen statt anrufen: Die App MyTaxi ist nach der Pilotphase in Hamburg im Januar auch in Köln und Bonn gestartet. Die App vermittelt Taxifahrten direkt zwischen Fahrer und Kunde, ohne dass man eine Taxizentrale anrufen muss, und steht für iPhone und Android zur Verfügung. Wir haben sie getestet. So viel vorab: Der Service funktioniert prima und bietet interessante Extras, die aus den Möglichkeiten eines Smartphones alles heraus holen. Ein paar Verbesserungsvorschläge haben wir aber trotzdem.

Sucht man ein Taxi und startet MyTaxi, lokalisiert die App via GPS zunächst den Aufenthaltsort. Diesen kann man, wenn ungenau, noch von Hand verändern. Von da an geht es automatisch: Die App ermittelt einen Taxifahrer in der Umgebung und meldet sich mit einem akustischen Signal, wenn sie einen Fahrer gefunden hat. Dieser bestätigt den Auftrag per Knopfdruck und macht sich auf den Weg. Ab dann wird es interessant. (weiterlesen…)

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Neue Deutsche Blogcharts online: Basic Thinking auf Platz 402.02.11

Jens Schröder, auch bekannt als der Popkulturjunkie, hat heute die neuen Deutschen Blogcharts vorgestellt. Diese berechnet er künftig anhand eines Punktesystems und aktualisiert sie nur noch monatlich. Anstatt die Charts alleine anhand der Verlinkungen von Blogs untereinander zu analysieren, bezieht Schröder künftig auch die Verlinkungen des Blogs über Twitter und die Besucherzahlen basierend auf Zahlen von Google AdPlanner mit ein. Alles geschieht auf Basis eines Dreimonatszeitraums, in der ersten Ausgabe für Oktober bis Dezember 2010. Wie das genau funktioniert, hat Schröder gestern in einem eigenen Blogpost erklärt. Für jede der drei Säulen (Blog-Verlinkungen, Twitter-Verlinkungen und Besucherzahlen) stellt er eigene Ranglisten auf und gibt dem Erstplatzierten jeweils 100 Punkte, dem Zweitplatzierten 99 und so weiter. (weiterlesen…)

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