Blog

Archive for 02.2011

Wahl der Oscars: Studios setzen auf Streaming – und erleichtern Raubkopierern die Arbeit02.02.11

Filmstudios schicken jedes Jahr zehntausende Filme auf DVD an die Juroren von Filmfestivals wie den Golden Globes und der Academy Awards (Oscar-Verleihung). Und jedes Jahr gelangen die meisten dieser Filme als Raubkopien auf dem Markt. Das bedeutet für die Studios Verluste, da die Filme in der Regel noch nicht auf DVD veröffentlicht wurden. Torrentfreak zählte etwa zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr, dass 27 der 34 für den Oscar nominierten Filme bereits knapp einen Monat vor der offiziellen Verleihung als Raubkopien auf BitTorrent zur Verfügung standen.

Damit soll nach Wunsch der Studios langsam Schluss sein und so stellten sie in diesem Jahr auf Streaming um: Die Jury-Mitglieder bekommen statt der DVDs nun über einen Code Zugang zu einem Stream der Filme auf iTunes. Der jeweilige Schlüssel verliert 24 Stunden nach dem Einlösen seine Gültigkeit. Das ist zum einen technisch fortschrittlicher – die DVD stirbt langsam aus. Zum anderen soll damit verhindert werden, dass wieder zahlreiche Filme als Screener auf Plattformen wie BitTorrent oder MegaUpload landen. (weiterlesen…)

Posted in Internet, Softwarewith 6 Comments →

“Leaken” ist Anglizismus des Jahres in Deutschland02.02.11

Ehre für Wikileaks und Julian Assange: Person des Jahres im “Time”-Magazin wurde er zwar nicht, dafür wurde Wikileaks heute für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der Osloer Parlamentsabgeordnete Snorre Valen hat Wikileaks offiziell beim Nobel-Institut vorgeschlagen. Und was fast noch schöner ist: Eine Initiative um Anatol Stefanowitsch wählte “Leaken” zum Anglizismus des Jahres. Der Sprachforscher hatte Ende Dezember auf dem Netzwerk WissenLogs zu der Abstimmung aufgerufen. “Leaken” erreichte Platz 1 sowohl in der Wahl der Jury als auch in der Publikumsabstimmung, dicht gefolgt von “App” (in der Publikumsabstimmung) und “entfreunden” (Jury). In beiden Abstimmungen folgt auf Platz 3 ein weiteres Wort aus dem Jargon der Enthüllungsplattform Wikileaks: “Whistleblower”. (weiterlesen…)

Posted in Fun, Social Networkswith 9 Comments →

Google: Mit automatischen Checkins für Latitude ein Stück näher am Social Network02.02.11

Richtig, Google Latitude gibt es ja auch noch. Google spendiert seinem Positionsdatendienst jetzt die Möglichkeit, in Lokalitäten einzuchecken. Also das, was Facebook Places, Friendticker, Gowalla und Foursquare auch können. Doch Latitude kann mehr: automatische Checkins und Checkouts sowie Push-Benachrichtigungen, ob man einchecken möchte, wenn man sich einer bereits bekannten Lokalität nähert. Gut, Google ist damit wieder etwas spät dran, aber im Grunde war das ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zum eigenen Social Network. Warum es das nicht längst gibt, wundert einen, denn Google bietet die gleichen Tools, die Facebook auch hat und zum Teil sogar mehr: (weiterlesen…)

Posted in Internet, Unternehmenwith 14 Comments →

Google Art Project: Virtueller Rundgang durch Museen für alle01.02.11

Google hat heute Art Project gestartet, einen virtuellen Rundgang durch 17 bedeutende Museen verschiedener Länder. Der Dienst lässt den Besucher ähnlich wie in Street View durch die Gänge etwa der Berliner Nationalgalerie, des Amsterdamer Rijksmuseums oder das New Yorker Museum of Modern Art spazieren. Besondere Sehenswürdigkeiten können über eine Auswahl direkt angesteuert werden. Wir übernehmen für euch an dieser Stelle gleich mal die Position sowohl der Befürworter als auch die der Kritiker.

Endlich muss man nicht mehr durch die halbe Welt tingeln, um einen Blick auf die berühmtesten Kunstwerke der Welt zu werfen, sagen wir als Befürworter. Keine nervtötenden Schulklassen mehr, die einem die Auseinandersetzung mit bedeutender Kunst vermiesen. Vielmehr ist Art Project ein Tool, um sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, was ein Museum eigentlich zu bieten hat. Außerdem dürfte dabei bei Stubenhockern überhaupt ein erstes Interesse an Kunst entstehen, wodurch auf lange Sicht mehr Menschen in Museen gelockt werden als bisher. (weiterlesen…)

Posted in Allgemeinwith 15 Comments →

Deck.ly: Tweetdeck stellt die MMS für Twitter vor – mit den gleichen Nachteilen01.02.11

Der Twitter-Client Tweetdeck hat den Dienst Deck.ly eingeführt, der Tweets mit mehr als den sonst üblichen 140 Zeichen erlaubt. Wird die Nachricht länger als 140 Zeichen, fügt Tweetdeck dem Tweet automatisch einen Deck.ly-Kurzlink hinzu. Wo liegt der Unterschied zu Diensten wie Twitlonger? Arbeitet man mit Tweetdeck, empfängt man den Tweet in seiner ganzen Länge und muss dafür nicht erst eine Website besuchen. Nutzer von Twitter.com oder anderen Twitter-Clients finden am Ende der 140 Zeichen einen Deck.ly-Link vor. Tweetdeck hat die Funktion bereits vor einer Woche vorgestellt, seit gestern ist sie in der neuen Version des Desktop-Clients, der Chrome-Browser-Version und der Android-App verfügbar.

Wer Twitter.com oder einen anderen Twitter-Client benutzt, wird auf eine Tweetdeck-Seite weitergeleitet, wo der lange Tweet erscheint, via Disqus kommentiert und auf Facebook geliket werden kann. Zusätzlich kann man hier dem Tweetdeck-Kanal eines Nutzers per E-Mail oder RSS abonnieren. (weiterlesen…)

Posted in Social Networks, Softwarewith 9 Comments →

Android überholt Symbian: Schlagkräftige Antwort von Nokia dringend erbeten01.02.11

Der Druck auf Nokia wächst. Nach zuletzt schwächeren Finanzzahlen und rückläufigen Marktanteilen ist jetzt auch Nokias Smartphones-Betriebssystem Symbian gegen Android ins Hintertreffen geraten. Die Marktforscher von Canalys ermitteln für Android einen Marktanteil von 32,9 Prozent im Jahresendquartal 2010. Symbian kommt nur noch auf 30,6 Prozent. Apples iOS liegt bei 16,0 Prozent, RIM (Blackberry) bei 14,4 Prozent, Microsofts Systeme vereidigen 3,1 Prozent Marktanteil auf sich. Insgesamt wurden laut Canalys im vierten Quartal weltweit 101,2 Millionen Smartphones verkauft. Bei der Bekanntgabe der schwächeren Finanzergebnisse vergangene Woche hatte ich geschrieben, dass Nokia die kleine Niederlage eigentlich gelassen nehmen kann. Dazu stehe ich immer noch, denn Nokia bleibt trotz rückläufiger Zahlen und der stärker erscheinenden Konkurrenz bei einem stolzen Marktanteil von etwa einem Drittel. Die Hardware der aktuellen Geräte ist absolut konkurrenzfähig.

Nokia muss jetzt eigentlich nicht mehr tun, als seine Smartphones mit einem schlagkräftigen Betriebssystem auszurüsten. Was so leicht klingt, ist derzeit Nokias Hauptproblem. Für den Mobile World Congress in Barcelona, der am 14. Februar beginnt, haben die Finnen deswegen eine Antwort auf das iPhone angekündigt. Welche wird das sein? Eine neue Symbian-Version ist nicht zu erwarten, auch wenn die Entwickler-Community seit geraumer Zeit an Symbian^4 schraubt. Noch einmal das veraltete Symbian kann keine Antwort mehr sein. Nicht ganz unrealistisch wäre, dass Nokia das zusammen mit Intel entwickelte MeeGo künftig auf Smartphones einsetzt. MeeGo ist allerdings eher für Tablets gedacht und selbst hier bislang wenig erprobt. Das System auf Smartphones einzusetzen und damit gegen das weiter entwickelte Android anzutreten, ist zumindest riskant. Dass Nokia in zwei Wochen ein ganz neues Betriebssystem aus dem Hut zaubern wird, ist unrealistisch. Königsweg für Nokia wäre also, auf eins der bestehenden Systeme zurückzugreifen, sprich: Google Android oder Windows Phone 7. (weiterlesen…)

Posted in Softwarewith 19 Comments →