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Archive for 03.2011

Blogger.com kommt bald mit neuer Bedienoberfläche in der Gegenwart an15.03.11


Nein, bitte keine neue Diskussion darüber, ob Bloggen tot ist oder nicht! Klar haben Twitter und Facebook viel von dem aufgenommen, was früher in Blogs gelandet war. Aber ganz so übel kann es um Blogs nicht bestellt sein. Sonst würde Google seinem Dienst Blogger.com in Kürze nicht ein neues Facelift verpassen. Ein erstes Promo-Video und Screenshots hat Google auf der Messe SXSW in Austin, Texas, vorgestellt. Einen Starttermin gibt es allerdings leider noch nicht. Blogger.com soll eine frischere Anwenderoberfläche bekommen. Inhalte anderer Blogs sollen sich leichter finden lassen, und eine schmucke Oberfläche für Mobilfunkgeräte legt Google noch obendrauf. Bereits im vergangenen Jahr gab es neue Templates und frei erhältliche Webfonts. Zusätzlich integrierte Google ein Echtzeit-Statistiktool auf Basis von Google Analytics und bessere Spam-Filter.

Der Webriese stellte passend dazu auch neue Zahlen für Blogger.com vor. Damit hätten Blogger-Blogs insgesamt 400 Millionen Leser weltweit. Der Service steht in 50 Sprachen zur Verfügung, 75 Prozent des Traffics kommt von Nutzern außerhalb der USA. Mehr als eine halbe Billion Wörter hätten Nutzer von Blogger.com geschrieben, was natürlich eine sonderbare Statistik ist. Damit ließen sich zumindest 5,3 Millionen Romane füllen. Die Nutzer schreiben 250.000 Wörter pro Minute. Mit einem längst überfälligen Update käme Blogger.com aber gerade mal in der Gegenwart an. (weiterlesen…)

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Kein Ersatz für Windows: HPs Cloud-System webOS vorerst nur Beiwerk auf PCs15.03.11

HP hat gestern in San Francisco seinen Schlachtplan für dieses Jahr vorgestellt. Im so genannten “Summit 2011” sagte HPs neuer Chef Leo Apotheker, erste PCs mit dem eigenen Betriebssystem webOS werde es Ende 2011 geben. 100 Millionen Systeme mit webOS (PCs, Tablets und Smartphones) will HP dann jährlich verkaufen. Man liebe aber auch Microsoft und wolle PCs deswegen mit webOS und Windows ausstatten; Cloud-Systeme und vollwertige Betriebssysteme würden noch eine ganze Weile nebeneinander existieren. Die erste Beta der PC-Version von webOS solle browserbasiert sein, innerhalb von Windows-Systemen laufen und künftig auf alle Windows-Geräte von HP vorinstalliert werden. (weiterlesen…)

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Lobbyismus: Twitter und Facebook wollen den deutschen Markt erklimmen15.03.11

Tut sich da etwas in Deutschland? Werden wir doch noch zu einer internetfreundlichen Nation? Ja, wenn es nach den beiden Social-Media-Schwergewichten Twitter und Facebook geht, die Deutschland zunehmend als wichtigen Markt erkannt haben. Von beiden gibt es deswegen interessante Neuigkeiten. Ohnehin zunehmend bestrebt Geld zu verdienen, will Twitter hierzulande genauso stark wachsen wie anderswo auch. Netzökonom Holger Schmidt, der mit Twitter-Vizepräsident Kevin Thau sprach, nennt das “mobile Offensive”. Im Endeffekt geht es aber hauptsächlich darum, dass Twitter in Kürze seinen deutschen Nutzern die Möglichkeit anbieten will, Tweets per SMS zu abonnieren. Dazu verhandelt man angeblich aktuell mit den größten deutschen Mobilfunkprovidern. Ein solcher Dienst, den Twitter bereits in 60 Ländern anbietet, steht demnach in Deutschland kurz bevor.

Sinn des ganzen soll sein, dass damit auch Besitzer einfacher Handys (und keiner Smartphones) Twitter nutzen können. Bislang war das stets an den hohen SMS-Kosten in Deutschland gescheitert. Da die SMS angesichts immer neuer Konkurrenzprodukte wie Message-Apps an Wert verliert, könnte die Kostenfrage sich mittelfristig erübrigen. Die Frage ist allerdings, ob die Zeit dafür noch reif ist. Jetzt kurz vor dem Schlusspfiff dieser Technik noch auf SMS als Killerfeature hinzuweisen, ist nicht sonderlich innovativ. Aber immerhin schön, dass man diese Möglichkeit bald zusätzlich nutzen kann. Twitter will außerdem an Journalisten heran. Thau sagte Schmidt: “Neben den Gesprächen mit den Netzbetreibern sind wir in Verhandlungen mit Medienunternehmen, um sie von Twitter als Instrument für den Journalismus zu überzeugen.” Man könnte das als eine Form von PR oder Lobbyismus betrachten. Und etwas ähnliches plant auch Facebook in Deutschland. (weiterlesen…)

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Microsoft veröffentlicht IE9: Interessante Funktion Sprunglisten15.03.11


Microsoft hat heute früh einen neuen Browser veröffentlicht: die finale Version seines Internet Explorer 9 (IE9). Er ist schneller und moderner als sein Vorgänger und hat eine vereinfachte Menüstruktur. Einen guten Eindruck machen die neuen Sprunglisten (Bild unten), mit denen man einzelne Funktionen einer Website direkt von der Windows-Taskleiste aus kontrollieren können soll. In der Praxis klappte das im Kurztest aber leider nur mäßig. Der IE9 fragte mich beim Aufrufen des Xing-Posteingangs von der Taskleiste aus etwa noch nach meinen Login-Daten, obwohl ich die zuvor vom Browser speichern ließ. Ähnlich wie beim IE8 hat Microsoft auch beim IE9 darauf geachtet, Platz zu sparen. So gibt es von Haus aus weiterhin nur eine Menüleiste. Übrige Befehle wurden in einem Menü unter dem Button “Einstellungen” zusammengefasst. Der Rahmen sei laut Microsoft weiter reduziert worden, so dass man mehr Browserseite sehe. Neue Registerkarten werden weiterhin neben der Adressleiste angeordnet, um eine weitere Symbolleiste einzusparen. Man kann sie allerdings mit einem Befehl in eine separate Leiste packen.

Auffälligste Neuerung: Die Übersicht der meist besuchten Seiten im Vorschau-Modus beim Öffnen einer neuen Registerkarte. Hier hat sich Microsoft an Opera und Apples Safari orientiert. Nützlichste Neuerung: Suchen mit der voreingestellten Suchmaschine (Bing) kann man jetzt direkt in der Adressleiste. Eine solche Funktion bietet auch Google Chrome. Interessant: die Kompatibilitätsansicht. Beim Klick auf einen kleinen Button in der Adressleiste sollen Probleme in der Darstellung behoben werden. Seiten, die für ältere Browser angelegt wurden, sollen damit in die heutige Zeit geholt werden. Auf unserer Website hat das lediglich zur Folge, dass der Flattr-Button nicht mehr angezeigt wird. Fragwürdigste Neuerung: Der IE9 soll besser in Windows 7 integriert werden. Unter Tabbed Browsing versteht Microsoft in dem Zusammenhang zumindest auf meinem Rechner aber offenbar, dass jede Registerkarte als eigenes Fenster in der Windows-Taskleiste angezeigt wird. (weiterlesen…)

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Unterschätzt, missverstanden, angefeindet: Der Alltag in der IT14.03.11

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“Warum kriegen die Experten aus der IT nicht meinen PC am Arbeitsplatz zum Laufen? Bei meinem Computer zu Hause habe ich‘s sogar ganz alleine geschafft.” IT-Abteilungen gibt es in nahezu jeder Firma. Und egal, welche Branche und egal, wie groß das Unternehmen ist – eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind oft die Sündenböcke, die beim Versagen der Technik attackiert werden. Sie können selten glänzen, denn das Funktionieren der Technik wird als Normalität angesehen. Sie führen einen Arbeitsalltag, von dem außerhalb der Abteilung fast niemand etwas weiß. Und genau hier setzt Claude Roeltgens Buch “Eine Million oder ein Jahr” an.

Der Autor, selbst Leiter einer IT-Abteilung, erklärt in seinem Werk auf freundliche und charmante, aber sehr selbstsichere Art und Weise, wie die Kollegen aus der Technik ticken. Er erzählt von ihrem Kampf mit externen Dienstleistern, dem Druck der Geschäftsführung (die oft glaubt, IT sei nicht so wichtig und habe einfach zu funktionieren) und der chronischen Unzufriedenheit der Mitarbeiter in den anderen Abteilungen. Gerade den beiden letztgenannten erläutert Roeltgen sehr verständlich, was die Aufgaben der IT sind, wie diese umgesetzt werden und wo dabei die Probleme liegen. Obwohl es um sehr spezielle Dinge geht, sind seine Ausführungen auch für technische Laien gut zu verstehen. (weiterlesen…)

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Nokia will noch 150 Millionen Symbian-Handys verkaufen, neue Oberfläche im Herbst14.03.11

Erwartet noch kein schnelles Ende für Symbian: Laut einem Bericht des niederländischen Technikmagazins All About Phones wird Nokia sein scheidendes Smartphone-Betriebssystem weiter entwickeln. Ein Update für Symbian^3 soll der neuesten Version des Systems im Herbst eine Android-ähnliche Oberfläche verschaffen. Das bestätigte mir gerade am Telefon Benjamin Lampe, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Nokia Deutschland. “Windows Phone 7 wird unser System werden, aber bis dahin werden wir weitere Updates für Symbian veröffentlichen. Wir werden in Symbian investieren und wir werden weitere Geräte mit Symbian auf den Markt bringen.”

Updates soll es noch für die neueste Smartphone-Generation und die Geräte N8, E7, C7 und C6-01 geben. Nichts sagen wollte Lampe zu dem Gerücht, dass Nokia noch zwei Jahre brauchen könnte, um auf Windows Phone 7 umzusteigen. Dies war im Zusammenhang mit einem Bericht bekannt geworden, den Nokia der US-Börsenaufsicht vorgelegt hatte. Lampe bestätigte allerdings, dass der Vertrag mit Microsoft noch nicht unterzeichnet sei. Dass man bisher nur eine Absichtserklärung unterschrieben habe, sei aber nichts ungewöhnliches. Vertragsdetails müssten noch ausgearbeitet werden. Sobald dies geschehen sei, wolle man das entsprechend offen kommunizieren. (weiterlesen…)

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76 Prozent der Filesharer würden für legale Downloads zahlen, wenn der Preis stimmt14.03.11

Eine etwas andere Statistik, die Price Waterhouse Coopers (PwC) vergangene Woche vorgestellt hat: Die Marktforscher wollten von insgesamt 202 Filmpiraten wissen, ob sie unter Umständen bereit wären, etwas für die den Download oder das Streaming von legalem Filmangebot zu zahlen. Die interessante Antwort ist: die meisten würden. Das sagten 76 Prozent der Befragten. Es käme nur auf den Preis und eine schnelle Verfügbarkeit an. Für den Download oder das Streaming eines Films würden sie bis zu 3 US-Dollar zahlen, für eine Serienfolge bis zu 1 Dollar. Für den Download wären die meisten demnach bereit mehr zu zahlen, wenn sie damit das Recht erwerben, den Film zu besitzen. Allerdings: 81 Prozent sagten, sie würden mit Filesharing oder Streaming weitermachen, wenn sie die Filme und Serien, die sie suchen nicht schnell und zu einem für sie angemessenen Preis bekämen.

Dazu passt eine Studie der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die der “Focus” in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Demnach hat sich das Angebot streambarer Videos innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht. Gut 515.000 Titel zählte die GVU auf Streamingportalen Ende 2010 im Vergleich zu 124.000 Ende 2009. Im gleichen Zeitraum habe man zwar die Anzahl der verfügbaren Streamingportale dezimiert, die verbliebenen aber boomen mehr denn je. (weiterlesen…)

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Hollywood-Film “Girl walks into a bar” feiert Premiere auf YouTube (Update)14.03.11

Kleine Weltpremiere: Regisseur Sebastian Gutierrez hat einen neuen Film namens “Girls Walks Into a Bar” vorgestellt, der exklusiv auf YouTube zu sehen ist. Ja, zur Abwechslung sogar auch in Deutschland, wenn auch erst einmal nur auf Englisch ohne Untertitel. (Update: Inzwischen leider nicht mehr.) Es dürfte der erste Film von Hollywood-Format sein, der zuerst im Web gezeigt wird, noch bevor er überhaupt im Kino lief. Wer jetzt einen billig produzierten Klatsch mit der Amateurkamera erwartet, dürfte positiv überrascht werden, denn das ist definitiv nicht der Fall. Die Episodenkomödie über Menschen in zehn Nachtclubs in Los Angeles ist mit Schauspielern wie Danny DeVito, Zachary Quinto (der Böse aus “Heroes”), Josh Hartnett (Hauptrolle in “Lucky Number Slevin”) und Amber Valletta (“Hitch”) gut besetzt.

Ob der Film nun inhaltlich etwas taugt, kann ich leider nicht sagen. Mein Brötchengeber wird mir etwas husten, während der Arbeit 80 Minuten lang Spielfilme zu gucken. Wenn ihr die Zeit dazu habt, freue ich mich über eure Filmkritiken! So weit ich das bei einem kurzen Durchzappen beurteilen kann, ist auf jeden Fall viel nackte Haut zu sehen. Sebastian Gutierrez war bislang eher als Drehbuchautor für – darf ich sagen – B-Filme wie “Snakes on a Plane” oder “Gothika” unterwegs. Ob er für die Produktion von “Girl Walks Into a Bar” von Google Geld gesehen hat, ist nicht bekannt. Google jedenfalls scheint langsam Erst zu machen mit dem Vorhaben, YouTube zur Plattform für Qualitätsinhalte auszubauen. (weiterlesen…)

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Twitter, danke für fünf tolle Jahre. Und jetzt bitte nicht alles falsch machen!14.03.11


Happy Birthday, innovativer Kurznachrichtendienst! Nach Angaben des Gründers Jack Dorsey ist Twitter gestern fünf Jahre alt geworden. Am 13. März 2006 sollen Dorsey und einige seiner Mitarbeiter mit den ersten Programmierarbeiten begonnen haben. Acht Tage später veröffentlichte Dorsey den ersten Tweet mit dem simplen Inhalt “Inviting Coworkers” (Mitarbeiter einladen). Seitdem ist viiieeel passiert. In den USA twittern inzwischen selbst Promis, Teenager und alte Menschen, sprich: praktisch jeder. In Deutschland hat der Dienst meiner Erfahrung nach noch nicht den gleichen Rückhalt, wird aber von immer mehr Menschen genutzt. Ich muss euch nicht erklären, was Twitter ist. Entweder ihr seid dabei, und die meisten von euch können dem Dienst dann größtenteils Positives abgewinnen. Oder ihr seid nicht dabei und beäugt den Dienst kritisch, habt aber zumindest schon einmal von ihm gehört. Auch das geht selbstverständlich in Ordnung. Twitter bleibt für mich aber einer der innovativsten Dienste des so genannten neuen Internets. Twitter: Uneingeschränktes Dankeschön für fünf tolle Jahre!

Und nun kommt das unvermeidliche Aber. So schön die ersten fünf Jahre waren, desto verwunderter beäuge ich Twitters Entwicklungen in den vergangenen Wochen. Denn der einst so offene Dienst verschließt sich zunehmend. Lange war Twitter für seine offenen Schnittstellen (API) bekannt. Einer der Vorteile davon war, dass man Twitter nicht nur über die Website Twitter.com benutzen konnte, sondern auch über einen der zahlreichen externen Clients wie TweetDeck, Twitterrific, Twhirl und Seesmic. Diesen Clients geht es in letzter Zeit zunehmend an den Kragen. Zuerst bekam UberMedia das zu spüren, das Unternehmen hinter Tweetdeck. Seit Twitter einen offiziellen eigenen Client hat, macht man dem Konkurrenten zunehmend das Leben schwer. (weiterlesen…)

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Die Welt kollabiert und wir trösten uns mit Gadgets und Social Media11.03.11

Muammar al Gaddafi war fast schon so etwas wie ein Popstar. So verrückt, dass er prima in diese verrückte Zeit gepasst hatte. Ein Politclown, der etwa bei der Uno beantragt hatte, die Schweiz aufzulösen und an die Nachbarstaaten verteilen zu lassen. Dem italienischen Ministerpräsidenten empfahl er, eine Demokratie ohne Parteien zu führen. Über solche absurden Ideen musste man fast lachen. Aber auch nicht mehr als über einen Silvio Berlusconi, dem vorgeworfen wird, mit einer 17-Jährigen Prostituierten käuflichen Sex gehabt zu haben. Und statt den Sex-Vorwurf mit einer Minderjährigen von sich zu weisen, verteidigt Berlusconi seinen Ruf nur in so weit, dass er sich echauffiert, er hätte es ja wohl nicht nötig, für Sex zu bezahlen.

Das passt in eine Linie mit den Eskapaden eines Charlie Sheen oder den Exzessen einer Lindsay Lohan. Unsere Gesellschaft ist ein Zirkus geworden und hat vor der Politik keinen Halt gemacht. Da fiel ein Gaddafi kaum noch auf. Nun hat sich leider bewahrheitet, was ihm immer schon vorgeworfen wurde: dass er nicht nur wirklich verrückt ist, sondern auch gefährlich und mörderisch. Und wir? Wir schreiben darüber auf Twitter und Facebook und tweeten als nächstes, dass das iPad 2 noch vor dem HP TouchPad auf den Markt kommt. Heißt das, dass es uns egal ist, was im Rest der Welt passiert? Nein, wir haben nur gar keine andere Wahl und trösten uns mit Social Media und Gadgets. (weiterlesen…)

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Mehr Gemeinschaft bitte: 10 interessante Apps der SXSW bringen die Menschen zusammen11.03.11

In Austin im US-Bundesstaat Texas startet heute die Konferenz SXSW (South by South West), die in den vergangenen Jahren prominente Startups wie Twitter und Foursquare hervorgebracht hat. In diesem Jahr scheint Gemeinsamkeit Trumpf zu sein. Die großen Stars der Veranstaltung sind daher Group Messenger, Plattformen, auf denen mehrere Freunde miteinander gleichzeitig kommunizieren können. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Apps, die Menschen auf irgend eine Art und Weise zusammen bringen, sei es zum Arbeiten oder zum Spaßhaben. Wir wollen euch zehn der Anwendungen, Websites und Softwares, kurz: Apps hier kurz vorstellen.

1. PlanCast (Bild oben) zeigt Veranstaltungen an, zu denen Freunde gehen wollen. Damit man nie wieder ein Top-Event vergisst. Per Klick kann man sich selbst gleich dazu ankündigen.

2. GroupMe gilt als der Star der SXSW, obwohl es auch nur einer von vielen Diensten ist. Auf der App für iOS, Android oder Blackberry können Freunde gemeinsam zu einem Thema chatten. Erinnert an die zahlreichen Dienste, die langsam die SMS verdrängen, darunter WhatsApp. (weiterlesen…)

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Was passiert, wenn LinkedIn Mails an euer ganzes Adressbuch schickt11.03.11

Social Networks machen sorglos. Ich hatte noch die Möglichkeit, es zu verhindern, aber ich dachte mir: Was ist schon dabei. Ein großer Fehler, aber einer, von dem die Unternehmen wollen, dass man ihn begeht. Vor ein paar Jahren schickte mir ein Dienst namens LinkedIn plötzlich eine Mail. Ob ich jenen Bekannten nicht kennen würde und zu meinem persönlichen Netzwerk hinzufügen wollte. Meinem persönlichen Netzwerk? Ich hatte mich nie dort angemeldet. Irgendwann trat ich LinkedIn dann aber doch bei, um für Recherchen über das Thema auf dem Laufenden zu bleiben. Davor und danach bekam ich immer wieder Mails von LinkedIn von möglichen Kontakten, die ich in mein Netzwerk übernehmen sollte. Mails, denen man keine Beachtung mehr schenkt, wenn man täglich etliche von diversen Netzwerken erhält.

Heute Vormittag war es wieder einmal so weit. Ich wollte über die Funktion “LinkedIn Today” berichten, einen personalisierten Newsaggregator. Stutzig hätte ich schon werden sollen, als LinkedIn mich zwar namentlich begrüßte, mich aber trotzdem prominent bat, mich noch einmal mit meiner E-Mail-Adresse und meinem Passwort anzumelden. Nachdem ich das pflichtschuldig getan hatte, dauerte es verdächtig lange, bis die Anmeldung gelang. Am Ende fragte mich LinkedIn, ob ich knapp 500 neue Kontakte einladen wollte. Mir war es Wurst. Ich benutze LinkedIn so gut wie nie. Mir schlicht egal, was dort passiert, und Kontakte kann man nie genug haben. Also dachte ich mir: Mach du mal. (weiterlesen…)

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Eddings “Wall of Fame”: Verewigt euch auf den Klowänden des Internets10.03.11

Blogs wurden ja einmal als die Klowände des Internets bezeichnet. Das stimmt aber nicht so ganz, denn auf Blogs kann man nicht mit einem Edding einen Spiderman malen oder “Tanja ich lieb dich” in ein Herz kritzeln. Deswegen hat sich der Stifthersteller Edding anlässlich seines 50. Geburtstags eine nette, virale Idee einfallen lassen: eine wirkliche Klowand für das Internet, werbewirksamer betitelt als “Wall of Fame”. Dort haben schon etliche ihre sehr gelungenen Gemälde hinterlassen. Einloggen muss man sich via Facebook. Einmal angemeldet, kann man dann einen Stift auswählen und anderen Künstlern beim Malen zuschauen oder darauf warten, bis ein Stift frei wird, und dann selbst etwas malen.

Die Sache ist nicht mehr ganz neu, wie ich gerade erfahre. Aber nachdem wir uns hier in der Redaktion gerade selbst dort verewigt haben, finden wir es zu schade, dass die Sache jemandem entgehen könnte. Also machen wir’s hier kurz: Wer’s noch nicht gesehen hat, schaue es sich einfach an und male mit. Das Posten unserer Zeichnung auf der eigenen Facebook-Pinnwand hat leider nicht funktioniert, aber wir konnten anderen beim Malen zusehen. Und es ist beeindruckend, was manche so mit der Maus gekritzelt bekommen.

(Jürgen Vielmeier)

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Mehr Qualität im Web? Suchmaschine Blekko blockt 1,1 Millionen Websites10.03.11

Auf dem Weg zum Spam-freien Web: In einem Update des Suchalgorithmus hat Google vor zwei Wochen Contentfarmen herabgestuft, was einige der schwarzen Schafe vor echte Probleme stellt. Jetzt hat die soziale Suchmaschine Blekko nicht nur gleichgezogen, sondern noch einen draufgesetzt: 1,1 Millionen Websites werden geblockt und tauchen nicht mehr länger in den Suchergebnissen auf.

Laut Blekko geht es dabei um Websites, die wenig Content und dafür umso mehr Anzeigen haben. Identifiziert hat die Suchmaschine sie darüber, ob sie mehrere Werbefenster auf einer Seite haben, Beiträge zu vielen Themen anbieten und wie lang die einzelnen Beiträge sind. Mit diesen Kriterien will Blekko Contentfarmen etwa von Nachrichtenwebsites unterscheiden. Blekko hat hierzu einen neuen Algorithmus namens AdSpam angewendet, der die Beschwerden der Nutzer mit in die Ergebnisse einfließen lässt. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis andere Suchmaschinen nachziehen. Dem Schmutz aus dem Web geht es langsam an den Kragen. (weiterlesen…)

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Weltrekord: Microsoft verkauft 8 Millionen Kinect-Einheiten in zwei Monaten10.03.11

Reibt euch die Augen, damit ihr es glaubt: Nicht Apple steht für den Weltrekord für das schnellstverkaufte Produkt der Unterhaltungselektronik, sondern Microsoft. Der Software- und Elektronikkonzern hat seine Gestensteuerung Kinect weltweit inzwischen über 10 Millionen Mal verkauft. 8 Millionen Einheiten davon gingen in den ersten 60 Tagen des Verkaufs (4. November 2010 bis 3. Januar 2011) über die Ladentheke. Das schlägt sowohl das iPhone als auch das iPad und damit erhält Kinect nun einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde. Der Eintrag erscheint in der “Gamers Edition” des Rekordbuchs, die in der neuen Auflage bald auf den Markt kommen soll. Sonys Konkurrent PlayStation Move soll sich in einem vergleichbaren Zeitraum “nur” 4,1 Millionen Mal verkauft haben.

Kinect erlaubt eine Controller-freie Steuerung für Microsofts Spielekonsole Xbox 360. Der Kinect-Sensor steuert die Xbox allein über Gesten oder Sprache des Anwenders. Der Kinect-Sensor kostet etwa 130 Euro und entpuppte sich offenbar als perfektes Weihnachtsgeschenk. Das zeigt auch die Tatsache, dass Microsoft in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres erst zwei Millionen weitere Kinect-Einheiten verkauft hat. (weiterlesen…)

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