1. April-Rundumschlag: Microsofts Goliath-Tablet, kinderfreie Flüge, Party like it's 1911

Das ist witzig, Leute! Heute ist der 1. April, ein traditioneller Tag um seinen leichtgläubigen Mitmenschen einen Bären aufzubinden. Wir machen so einen Quatsch selbstverständlich nicht mit, sondern liefern wie immer nur harte Fakten und gesellschaftskritische Meinungen. Aber der eine oder andere Leser mag geneigt sein mal zu sehen, was sich andere Leute so ausgedacht haben. Von kreativ und aufwändig bis reifenplatt ist alles dabei. Was davon was ist, entscheidet ihr immer noch selbst. Denn beim Thema Humor gehen die Meinungen weeiit auseinander. Hier schon einmal eine Auswahl und ich bitte euch um weitere Vorschläge, die wir heute Abend noch ergänzen werden, um euch den kompletten April-Rundumschlag zu geben.

Anzeige
  • Microsoft kündigt das 42-Zoll-Tablet “Goliath” an. Windows 8 kann es auch schon.
  • Die EU will zum Schutz von Haustieren Katzen-Fotos im Web verbieten lassen. (Das ist bisher mein persönlicher Favorit. Aber wie gesagt: Humor ist verschieden.)
  • Noch eine vermeintliche Idee der EU, die heute wirklich ihr Fett wegbekommt: Fitnessgeräte sollen künftig der Stromerzeugung dienen.
  • Flattr kooperiert mit Nordkorea.
  • Atlassian präsentiert Angry Nerds, fliegende Entwickler, die bei schlechtem Code keinerlei Spaß verstehen.
  • Die Suchmaschine Stylight findet mit cleveren Suchalgorithmen für Männer eine neue Partnerin, die genauso aussieht wie ihre Ex.

Und endlich ist es da, Googles Social Network. Es heißt “Friendship” und sieht täuschend echt aus, findet ihr nicht?

Besonders die Google-Mitarbeiter scheinen heute ein paar Clowns zum Frühstück gehabt zu haben. Hier gibt es gleich mehrere Aprilscherze:

Der Browser Chrome ist mal wieder noch schneller geworden. So schnell, dass selbst der Mensch dafür zu langsam ist. Mit einem Trainingsprogramm namens Chromercise kann man aber nun seine Fingerfertigkeit trainieren:

Nach erfolgreich absolviertem Training kann sich dann gleich bei Google als Autocompleter bewerben, als Spezialist, um Suchvorschläge noch schneller anzubieten. Für Googles Maildienst Gmail gibt es nun eine Kinect-ähnliche Gestensteuerung. Will man etwa eine Mail lesen, muss man so tun, als öffnete man einen Briefumschlag:

YouTube macht derweil Party als wäre 1911 – und zeigt ein Best-of als wenn es die Videoplattform schon vor 100 Jahren gegeben hätte:

  • Wie Techcrunch berichtet, wird Google Places von Google selbst als Contentfarm eingestuft und auf den Index gesetzt.
  • Sogar Ryanair zeigt Humor, beziehungsweise nicht, und bietet ab Oktober kinderlose Flüge an.
  • LinkedIn parodiert seinen eigenen Kontaktfinder und schlägt Promis wie Albert Einstein vor. Siehe auch unser Bild ganz oben.
  • The Pirate Bay übernimmt eBay, um Torrents künftig versteigern zu lassen.
  • Apple stellt das iCycle vor.
  • Und jetzt ist es doch bewiesen, dass Twitter ein Sicherheitsrisiko darstellt. Der Account von Regierunssprecher Steffen Seibert ist gehackt worden. Der Hacker veröffentlichte die Nachricht, die Kanzlerin sei zurückgetreten.
  • Soundcloud führt – mehr oder weniger – passende Hintergrundbilder passend zur Musik ein.
  • Lena sagt ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest ab. 404 Leuten gefällt das.
  • Grooveshark in 3D sehen – und hören.
  • Es gibt ein Haus, das aussieht wie Hitler und daraus wird jetzt ein Trend.
  • Nach dem großen Erfolg von Ritter Sport Mett führt der Schokoladenhersteller die Geschmacksrichtung als Sommersorte ein.
  • Der Geolocation-Dienst Creepy aggregiert die Positionsdaten der Twitter- und Facebook-Kontakte.
  • Und Groupon hat mal eben schnell den ganzen 1. April übernommen. Wer nun noch Aprilscherze machen will, muss sich von dem Gutscheindienst eine Genehmigung einholen, oder man sieht sich vor Gericht.

Viele Unternehmen beweisen Humor und parodieren sich selbst. Mit solchen Aprilscherzen kann ich gut leben!

Update: Mashable hat Statistiken zum 1. April veröffentlicht. Demnach findet’s die überwiegende Mehrheit toll, nur 11 Prozent können dem so gar nichts abgewinnen. Was ich Positives von diesem Tag mitnehme, sind Gedanken über den 1. April. Christian Buggisch etwa freut sich über die vielen Innovationen, die der Tag hervorgebracht hat. Thomas Knüwer mag den ersten April, freut sich aber, wenn sich Menschen mehr Vorlauf für ihre Scherze lassen, wodurch dann kreativere Ideen zustande kommen. Schön finde ich noch die Idee von unserem Leser Jakob über die Weltmeisterschaft im Tablet-Weitwurf, für den sich das WeTab angeblich am besten eignet. Autobild stellt Mashup-Cars vor, worauf uns Alex noch aufmerksam gemacht hat. Und ganz ehrlich: Das reicht dann auch mal mit Aprilscherzen für dieses Jahr. Unser Beitrag über Facebook Clubs war natürlich auch einer…

(Jürgen Vielmeier)

Abgelegt unter:

14 Kommentare

  1. Sixtus

    D-Radio hat heute früh den Eiffelturm für drei Jahre abbauen lassen um das Fundament zu sanieren. Die hatten Leute direkt in Paris mit Interview und einen Buchautor als Spezialgast.
    Das war wirklich gut gemacht kann man sich auf der Webseite noch immer anhören.

  2. Jürgen Vielmeier

    @Nelson: Weiß ich.
    @Sixtus: Cool. :)
    @Alex und Jakob: Schöne Ideen! Hab ich noch mit aufgenommen.

  3. Jürgen Vielmeier

    Danke, @Tobi und @Roland. Also ich glaube, man kann zweifellos sagen, dass das ein guter 1. April war. Die Leute haben tolle Ideen gehabt und die Deutschen (und Österreicher) haben also doch Humor. Ich bin aber jetzt durch. Die Woche war hart. Nehmt’s mir net übel, wenn ich das jetzt nicht mehr oben ergänze.

  4. Bernd

    Ich weiß gar nicht warum das 42 Zoll Tablett eine Aprilscherz sein soll.
    Da sind nur noch nicht alle Features bekannt.
    Dank extrem dünner Bauweise und einer rafinierten Mechanik ist es 4fach zusammenfaltbar so dass es im Transport weniger Platz braucht als ein DinA4 Heft.
    Gut – wenn 4 Leute im Zug des Tablett auseinanderfalten wird es ein wenig eng aber man kann nicht alles haben.

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Bitte beachte unsere Kommentar-Richtlinien.