Facebook wirklich machtlos gegen den Wurm, der weiß, wer dein Profil besucht hat?
Diese Zeilen muss ich schreiben. Denn das ist die einzige Möglichkeit, wenigstens ein paar tausend von euch zu erreichen: Lasst die Finger von Links in eurer Facebook-Pinnwand mit Titeln wie “WOW! Endlich kannst du sehen, wer dein Profil aufgerufen hat”! Denn das ist ein ganz übler Wurm, der in dem sozialen Netzwerk derzeit sein Unwesen treibt. Gut 600.000 Nutzer sollen laut Amir Esmann von Metacafe dem Wurm bereits bis vergangenen Mittwoch zum Opfer gefallen sein. Inzwischen dürfte die Millionengrenze überschritten sein. Und weil der Wurm auf meiner Pinnwand noch immer sein Unwesen treibt, seid ihr hiermit einfach gewarnt. Facebook selbst macht es auf einer Hilfe-Seite klar:
Anwendungen KÖNNEN KEINE Profilbesuche von Nutzern verfolgen, die nur das Profil einer anderen Person aufrufen; Facebook hat dafür gesorgt, dass dies technisch unmöglich ist.
Oder, um es im Sinne einer Facebook-Gruppe zu sagen: “Nur Chuck Norris kann sehen wer auf deinem Profil war…” Der Wurm schickt nicht nur Pinnwandeinträge im Namen einer Person an ihre Freunde, sondern auch an den Chat. Wie der Südkurier berichtet, hatte das Virus das Profil einer Nutzerin auf der Dating-Seite Badoo mitsamt Foto angelegt. Sie bekam im Laufe der nächsten Tage Mails von insgesamt 24 Männern, die sie treffen wollten. Ihr Profil dort habe sie nur schwer wieder löschen können.
Neugier alleine genügt nicht
Neugierig war die Nutzerin geworden, weil immer mehr ihrer Freunde den Link zu der Anwendung posteten. Dabei war gerade dieser Wurm eigentlich leicht zu enttarnen: Er verlangte, dass man eine JavaScript-Zeile kopiert, in die Adresszeile des Browsers einfügt und auf Enter klickt. Spätestens hier hätten alle Alarmglocken läuten müssen. Ich sehe die Schuld für die Verbreitung aber in erster Linie bei Facebook, denn das Netzwerk lässt jede noch so zwielichtige App zu. Das knuffige Kätzchenquiz will Zugriff auf alle persönlichen Daten? Kein Problem, wird zugelassen. Jedes lächerliche Quiz kann spamartig Nachrichten an die Pinnwand posten.
Facebook will ernsthaft keine Möglichkeit haben, das Ausführen eines Codes zu verhindern? Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ausführbaren Code kann man unterbinden, wenn man will. Und nicht zuletzt sollte sich Facebook auch einmal überlegen, ob es nicht langsam einmal an der Zeit wäre, selbst eine Funktion einzuführen, die anzeigt, wer das eigene Profil besucht hat. Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal schreiben würde, aber: Hier kann Facebook viel von den VZ-Netzwerken lernen. Denn dort gab es diese Möglichkeit schon sehr früh.
Und noch eins muss Facebook sich ankreiden lassen, nämlich das Versteckspiel mit seinen Einstellungen. Wie man in die Profileinstellungen gelangt, um die Wurm-App zu deaktivieren, erklären exemplarisch die Kollegen von Chip.de, und ich zitiere: “„Konto“, „Privatsphäre-Einstellungen“, „Bearbeite deine Einstellungen für Anwendungen, Spiele und Webseiten“, „Anwendungen, die du verwendest“, „Einstellungen bearbeiten“. Noch komplizierter geht es wohl nicht mehr. Man fragt sich unweigerlich, was Facebook eigentlich zu verbergen hat, dass man das App-Management auf der fünften Unterseite versteckt, obwohl das problemlos mit einem Klick zu lösen wäre.
(Jürgen Vielmeier, Screenshot: Jörg Hennicke)
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3. Artikelstatistik:
· read: 17118 · today: 8 · last: 26. May 2012






Selbst der einfache Zusammenschluss von Facebook und Twitter verlangt, dass ich Twitter alle meine Daten gebe. Die sind zwar eh recht dürftig, aber wieso sollte ich dies tun? Es geht nunmal keinen Hersteller irgendeiner Anwendung was an mit wem ich zusammen bin oder wo ich wohne oder oder oder
Die Frage ist nur kriegt es facebook dauerhaft in den Griff und wann sind die Nutzer davon derart genervt und suchen sich mit der Zeit Alternativen.
In meinem Bekanntenkreis finden sich zwar immer mehr facebook Nutzer, aber auch immer mehr die sagen, dass sie die meisten Felder, die nicht zwingend ausgefüllt werden müssen, wie Bücher, Musik und Aktivitäten, einfach leer lassen, weil sie nicht alles von sich Preis geben wollen. Persönlich habe ich auch all diese Daten anfang des Jahres gelöscht.
Facebook hatte schon mal eine Datenpanne bei der bestimmte Nutzerdaten, die eigentlich auf privat gestellt waren plötzlich sichtbar waren. facebook ist aufgrund der persönlichen Daten so enorm viel Wert, aber was ist, wenn irgendwann immer mehr NUtzer anfangen ihre privaten Daten zu löschen und neu angemeldete User, diese nicht mehr in diesem Umfang eingeben, was bei solchen Viren, Datenpannen usw. durchaus irgendwann vorstellbar ist…
[...] (27.04, 14:30): href=“http://www.basicthinking.de/bl.....iss-wer-... hat auch was dazu, macht aber Facebook dafür verantwortlich — ich seh das anders, wer JavaScript [...]
Manche Apps sind zwar kein Wurm, aber unheimlich frech: Yahoo wollte alle meine Daten bei sich speichern und hat sogar manche auf eine Yahoo-seite rüberkopiert!
2. Zu wissen, wer auf deinem Profil war: Viele sind neugierig, klar. Aber gerade macht das auch Spaß, dass jeder hemmungslos dich besuchen darf. Natürlich hat man immer die Möglichkeit zu bestimmen, was der Besucher sehen darf.
3. Das führt zu meinem dritten Punkt. Manchmal verstehe ich die deutsche Kultur gar nicht. Bei Google Street View zum Beispiel: als einzige Land der Welt (außer natürlich Libyen, Saudi Arabien, Iran, etc.) hat Deutschland GSV zensieren lassen. Diese sogenannte Privatsphäre habe ich nie verstanden.
Mir ist es egal wer sich mein Profil anschaut, oder meine Wohnung, oder sogar meine Gedanken liest. Ich habe nichts zu verstecken und nichts, dafür ich mich schämen würde!
Wann lernen die Leute, dass wie im Informationszeitalter sind, indem Informationen das wertollste Gut ist. Manchmal verstehe ich die Kultur dieser Menschen nicht. Stopfen sie Internetunternehmen die Taschen voll, indem sie all ihre Informationen herschenken. Manche würden sogar ihre gedanken hergeben…
Ich finde aber auch, dass es zum Teil die Schuld von FB ist. Denn wenn die jeden Rotz zulassen, dann müssen sie sich über solche Würmer nicht wundern. Über das “Versteckspiel der Einstellungen”, muss man wohl nicht mehr diskutieren. Dass das bei FB mehr als schlecht und undurchsichtig ist, ist jedem bekannt. Ich bezweifle auch, dass sich dieser Wald mal lichten wird.
@Nik: Also noch weniger Mitschuld konnte ich den Verursachern kaum noch geben, finde ich, nachdem ich Facebook schon fast für alles verantwortlich gemacht habe. ;)
Zwangsbestätigungen von irgendwelchem Appskram lehne ich eh ab. Selbst nur mal um eine Umfrage zu starten. Zumal ich jetzt mitbekommen habe, für welchen Mist diese Inhalte auch außerhalb genutzt werden. Mittlerweile gibt es ja weitere “Like” Dienste, die es sich damit sehr leicht machen Daten abzugreifen. Man bekommt zwar eine kleine Klickstatistik für die eigenen Homepage heraus, wo diese Dienste eingebaut sind, aber wer dies nutzen will, muss zwangsläufig das Agreifen seiner Daten bestätigen. Sehr verdächtig und ich frage mich, ob ich das meinen Besuchern antun möchte.
Dementsprechend würde ich dieses Verhalten nicht als rückständig sondern als fortschrittlich bezeichnen.
[...] [...]
Interessant ist, dass ich in meinem Einstellungen allen Leuten die Möglichkeit genommen habe, an meine Pinnwand zu posten. Der Wurm, den sich jemand anderes aus meiner Freundesliste eingefing und mit dem obigen Screenshot große Ähnlichkeit aufweist, konnte es trotzdem. Da weiß ich auch gleich, was ich von der Qualität meiner Privatsphäre-Einstellungen halten soll. Gut, dass ich auch nicht eine einzige wahre Information hinterlegt habe.
http://www.mywot.com/
Sorry aber es gibt einfach viel zu viel dumme Leute in Deutschland. Man muss nur mal den tv anmachen und man bekommt die Bildung um die Ohren geschlagen. Findet euch damit ab, dass Deutschland von immer mehr gedankenlosen Menschen einem wahren Pöbelvolk bewohnt ist. Dann muss man sich nicht mehr über Viren bei FB wundern. Und dank der ängstlichen Menschen die sich bei Street View ausradieren ließen weiß ich nun wo was zu holen ist. Haha. Am sichersten ist man wenn man in der Masse verschwinden kann.
Ich sehe das Problem aber auch bei Facebook – sowas muss schneller in den Griff zu bekommen sein! Seit gefühlt einer Woche geistert die Grütze durch Facebook.
[...] den Originalbeitrag weiterlesen: Facebook wirklich machtlos gegen den Wurm, der weiß, wer dein … Medien zum Thema Medien by [...]
[...] nur gegen Geld möglich.Erst wer die Besucher des eigenen Profils sehen möchte (was ja, wie gerade am Beispiel Facebook deutlich wird, ein nachgefragtes Feature zu sein scheint), nur mit anderen zahlenden Mitgliedern gematcht und [...]
“Ich vermute, dass es gut für Facebook ist, NICHT sehen zu können, wer auf welchem Profil war, denn sonst würden die ganzen “Stalker”, eifersüchtigen Ex-Freunde etc. seltener auf Profile klicken und somit die Klickraten der Facebook-Seite einbrechen lassen.”
Ich denke auch, dass das mit der stark klick orientierten Politik von Facebook zusammen hängt. Klicks bedeuten für die Betreiber ja Geld, Geld und noch mehr Geld.
Ich werde jetzt jedenfalls anfangen, Leute die diesen Link immer noch klicken aus meiner Freundesliste zu löschen.
Der Wille, zu wissen, wer das eigene Profil besucht hat, zeigt meines Erachtens aber auch eines: Wir allen träumen einfach davon, interessant zu sein. Allerdings gut, dass Facebook uns nicht erlaubt, diesen Traum zu bestätigen. Denn was in der Phantasie der romantische, heimliche Verehrer, ist in der Realität leider nur der Stalker.
FB ist in der Lage, unliebsame Web-Adressen sowie unliebsame Wörter aus Mails und Statusmeldungen zu filtern. Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, warum Spam-Bots mit OMG-, WHOW- usw Postings, die auch noch meist innerhalb einer bestimmten Zeit geschehen, nicht filtern WILL.
Mit können kann das nichts zu tun haben…
was hier passiert ist ist einzig und allein die Schuld der FB-Nutzer. Die heutigen Browser erlauben das einfügen von JavaScript in der Browserzeile, da es zum Konzept der Browsertechnologie gehört. Zum Beispiel können HTML-Links JS enthalten der beim Klicken ausgeführt werden soll. FB hat mit dieser “Sicherheitslücke” rein gar nichts zu tun. Auch für VZ und Co. könnte man derartige Schadsoftware schreiben. Hier ein keines Beispiel >>javascript:alert(“Hallo Welt”)<< (ohne die spitzen Klammern), dieses Script zeigt in jedem Browser eine "Hallo Welt" Nachricht. Mit etwas mehr Programmierer-Fantasie könnten nun die Posting-Funktionen der Netzwerke genutzt werden, sodass alle Posting direkt vom User-Account stammen und die Netzwerkbetreiber nicht unterscheiden können, ob dies über einen PASTE-IN- Angriff geschah. Der Depp ist dann allein der Nutzer der das Script kopiert hat. Oder würdet ihr ohne zu überlegen so etwas auch beim Online-Banking einfügen? Denn genau hier würden solche Angriffe ebenfalls funktionieren.
[...] in der Seitenleiste angezeigt werden, ist ein geschickter Seitenhieb auf Facebook, wo das gleiche ja nicht möglich ist, wie sich inzwischen hoffentlich herumgesprochen [...]
Ich kann nicht glauben, wie viele Menschen haben mein Profil aufgerufen heute…
Der Facebook-Wurm geht wieder um: Er postet eine solche Meldung in Dein Profil (die übrigens vollständig falsch ist) und lässt Deine Freunde mal eben auf den Link klicken, welcher zu einer Facebook-App namens Archana führt. Diese zeigt diesmal (nicht w…
[...] bin auch noch da! Vergesst mich nicht!” Das war im Frühjahr noch anders, als sich sogar Würmer durchs Netzwerk bohrten, weil Facebook einige Funktionen wie die Besucherliste des eigenen Profils eben nicht [...]