Mac vs. PC: Der ewige Disput, der keiner mehr ist

In wenigen Tagen wird Apple sein neues Betriebssystem “Lion” (Mac OS X 10.7) vorstellen. Schaue ich mir die Screenshots des ganzen an, sehe ich einen Desktop mit vielen bunten Icons darauf. Die Oberfläche soll an iPad und iPhone erinnern und sieht für mich auf den ersten Blick doch so aus, wie ein stinknormaler Windows-Desktop. Na gut, nicht ganz: Denn natürlich gibt es mehrere Bildschirme mit Apps darauf und weiterhin Dock, Apples Programmleiste für die wichtigsten Apps. Microsofts Windows 7 kann etwas Ähnliches mit der Taskleiste aber auch. “Anheften” nennt sich diese Funktion für häufig genutzte Programme. Die Icons erscheinen dann Platz sparend links neben dem Start-Button.
Das ist weniger sexy als Apples Dock, leistet aber doch mehr oder weniger das gleiche. Ich kann inzwischen aus Erfahrung sprechen: Vor rund vier Jahren stieg ich privat und beruflich auf einen Mac um und nutze aktuell den Snow Leopard (Mac OS X 10.6), der sich optisch kaum vom Leopard (10.5) unterscheidet. Seit jetzt bald einem halben Jahr hier im Büro für Basic Thinking arbeite ich mit Windows 7. Vor drei Jahren hätte mich wohl jeder noch gefragt, welches ich denn nun besser fände. Ob ich Microsoft- oder Apple-Jünger wäre. Meine klare Antwort heute: Weder noch. Es interessiert mich immer weniger, welches System da im Hintergrund läuft.
Nicht mehr Mac vs. PC, sondern Apple vs. Android
Für mich ist das eine positive Entwicklung: Man muss sich immer weniger mit dem Betriebssystem und seinen Macken herumschlagen. Die Hersteller haben die Systeme inzwischen endlich so weit, dass diese einen die meiste Zeit des Tages in Ruhe lassen. Komplettabstürze sind auf beiden Systemen selten geworden, eher hakt mal eine Software, aber da sehe ich bei der Häufigkeit auf keiner der beiden Plattformen einen deutlichen Vorteil.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer weniger unterschiedliche Software verwende. Der Hauptteil meiner Zeit vor einem Rechner spielt sich mittlerweile im Browser ab (ich benutze Firefox 5 und hin und wieder Chrome auf beiden Rechnern). Dazu benutze ich TweetDeck (Adobe-Air-basiert), auf beiden Rechnern ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm, “Mail” auf dem Mac und Outlook auf dem PC. Google Docs ist auf beiden Rechnern inzwischen meine Standard-Office-Lösung geworden. Als Bindeglied zwischen beiden Welten dient mir mein Smartphone. Hardware und Design? Hält sich inzwischen für mich ebenfalls die Waage. Wenn ich mir bald einen neuen Laptop kaufe, könnte es ein MacBook Air werden oder Samsungs daran angelehnte Serie 9. Die Leistung beider Geräte ist ähnlich, der Preis auch, das Betriebssystem – nicht mehr wirklich entscheidend.
Die Kollegen von t3n haben heute eine Infografik von Sean Lind veröffentlicht: “Der 30-jährige Krieg” zwischen Apple und Microsoft. Er wird weitergehen, doch der Kriegsschauplatz hat sich auf Smartphones und Tablets verlagert, und dort gibt es viele neue Feinde und Verbündete. Fast jedem von euch wurde sicher schon einmal die “Glaubensfrage” gestellt, ob ihr Macs oder PCs lieber mögt. Ich glaube, die Frage wird in Zukunft immer seltener gestellt werden. Dann wird es eher heißen: “iPhone oder Android?”. Zumindest im mobilen Bereich sehe ich Apple derzeit klar vor Microsoft. Steve Ballmer und Co. müssen sich mit Windows Phone 7 anstrengen, um bei der “Glaubensfrage” in Zukunft überhaupt noch genannt zu werden.
(Jürgen Vielmeier, Logos: Apple, Microsoft)
|
|
Tweet |
|
3. Artikelstatistik:
· read: 11874 · today: 9 · last: 26. May 2012





Aber ich befürchte, dass hier in ein paar Stunden wieder die Apple Fanboys, MS Jünger und Andriod Jungs sich gegenseitig versichern, dass ihr System/ Phone das Beste ist. Warten wir ab, ob ich mich täusche.
Die Frage sollte nicht sein: was ist besser oder toller oder oder oder… Sinniger wäre abzuwägen welche Alternative sinnvoller für einen ist!
Und ja, die Jünger und Kreuzritter werden nicht lange auf sich warten lassen!
Betriebsystem desgleichen: Es gibt Sachen die auf einem OS besser funktionieren als auf einem anderen, ebenso wie Programme für bestimmte Aufgaben(bereiche). Je nachdem was man eben will und braucht wird man sich dann entscheiden – und wie du, Jürgen, hier sehr anschaulich machst, für viele Basisfunktionen ist es schlicht egal.
Als Vielspieler kommt für mich ein MAC zB nicht in Frage – schnell mal den RAM oder die Grafikkarte austauschen ist da nicht drin, die Anzahl der Spiele die auf MAC OS laufen ist nach wie vor sehr gering – ergo PC.
Würde ich mehr im ‘kreativ-gestalterischen Bereich’. oder wie man das nennen möchte, arbeiten, wäre es vielleicht anders.
(Bei Telefon und Tablet ziehe ich dann wieder Android vor, weil mir itunes auf den Geist ging als ich noch einen iPod hatte, so einfach kanns sein)
Sehr schöner, angenehm unaufgeregter Artikel – auch wenn ich die Mailbenachrichtigung für diesen Kommentarfeed diesmal auslasse, da ich, wie meine vorredner (schreiber) jeden Moment mit den OS-Zealots rechne ;)
durchgesetzt haben sich beide in ihrem marktsegment.
interessanter aspekt bei diesem vergleich:
spielt etwa der gerätehersteller bei der android-frage keine/kaum eine rolle? sind die android-geräte austauschbar, so dass es tatsächlich mehr aufs betriebssystem ankommt?
Seit der MAC auch ein PC geworden ist , sich aber nicht so nennen mag, gibt es kein Disput zwischen Plattformen mehr , es ist fast alles x86 Intel.
Einen direkten Kampf zwischen Betriebssystemen konnte es zwischen MacOS und Windows eigentlich nie geben da man dafür Apple Hardware benötigt.
Trotzdem verliert Windows kontinuierlich Marktanteile und unterschreitet demnächst auch hierzulande die 90% Marke.
Viele haben auch plötzlich den Mac User Entdeckt seien es PC Magazine , Tech Blogger oder auch Software und Hardware Industrie , es gibt immer häufiger Geräte-Treiber und ehemalige PC-Software auch für den Mac was vor einigen Jahren kaum Vorstellbar gewesen wäre. Selbst in Hollywood Filmen oder Serien sind Computer fast immer von Apple.
Microsoft hat zwar gegenüber Apple den Image Krieg verloren , aber benutzt wird im Alltag halt Windows.
Der Kampf ist aber für MS noch lange nicht zu Ende , es sind längst neue Rivalen da. Linux , Google mit ChromeOS , Android . HP mit WebOS oder gar Meego.
Gefährlich würde es sicher für MS werden wenn Windows einen bestimmten Marktanteil Unterschreitet und die Soft – Hardware Industrie gezwungen wird andere Systeme zu Beachten möchte man den Markt weitgehend Abdecken.
… alles andere würde ich als hoffnungslos optimistisch bezeichnen! ;-)
Früher musste es unbedingt Outlook sein, heute sehe ich genau die Leute auf allen möglichen Geräten ihre Mails, Kalender und Adressen bearbeiten.
Mir gefällt das sehr gut so!
Ansonsten ist das aber leider Wunschdenken, es gibt immer noch genug Disskussionen und ich finde es selbst immer wieder erstaunlich wie erbittert diese geführt werden. Als Beispiel kann man mal ins Forum von http://www.notebookjournal.de zu den Testberichten des Macbook Pro gucken.
Ich würde mir ebenfalls wünschen das wir weg von diesen Disskussionen kommen und sich die Betriebssysteme immer mehr dahin entwickeln das masn sie überhaupt nicht mehr merkt, bzw. das es auch nichts mehr zur Sache tut was da wirklich werkelt. Sowohl hinsichtlich der Kompatibilität untereinander als auch zwischen verschiedener Hardware (Smartphone, Tablet, Notebook, PC etc.). Vorallem bei Apple sehe ich da aber noch Nachholbedarf, weil bestimmte Standards einfach fehlen.
Ich vermisse lediglich Mail und Aperture, aber auch dafür hab ich bereits Nachfolger und werde mich dran gewöhnen.
@Patrick #13
Stell Dir vor, auf meinem Win 7 Thinkpad funktioniert ebenso alles wie vorher auf dem MBP. Unfassbar oder?
Ich mag mal kleinlich sein und behaupten dass der Vergleich nur hinken kann. Ich stimme aber zu BS spielen immer weniger eine entscheidende Rolle.
Ich sitze auf Arbeit vor Snow Leopard MBP und habe zu Hause ausschließlich Linux. Win7 begegnet ich natürlich auch, aber die Überlegenheit ist für die meisten nicht mehr spürbar.
Der Vergleich geht immer mehr dahin festzustellen welchen Aufwand das einzelne System macht und da ist Windows mittlerweile weit abgeschlagen.
MacOS funktioniert beim Kauf, Linux nach der Einrichtung von einem der sich auskennt, danach brauch sich die meisten Endnutzer keine Sorgen mehr zu machen.
Ich selbst nutze Ubuntu als Desktop OS, und ein iPhone als mobile Device. Überlege aber auf ein Android umzusteigen aus flexibilitätsgründen und mehr Unabhängigkeit.
Gruß
Dan
was sich dagegen geändert hat, ist die relevanz des betriebssystems an sich. in zukunft stellt sich doch nicht mehr die frage “ob mac oder windows” sondern ob online oder offline. lokal oder in der cloud. office suite oder google docs.
das fängt dabei an, dass funktionen welche früher spezielle programme erfordert haben mittleriweile via browser abrufbar sind, und hört dabei auf, dass man heute gar nicht mehr von programmen, sondern von (web-)apps spricht.
und wenn wir irgendwann soweit sind, dass die rechenleistung nur noch serverbasiert läuft, und unsere hardware kaum mehr ist als ein accesspoint zum server, wen interessiert es da noch, was da für ein betriebsystem läuft. der unterschied beschränkt sich dann vielleicht noch auf die meldung auf dem bildschirm beim ausschalten.
Ich hatte ja lange Zeit was von diesem Blog gehalten, aber solangsam werden die Aussagen und Meinungen hier immer irrsinniger… Schade! Fan hin oder her, Mac ist definitiv nicht das bessere sondern das einzig gute Betriebssystem!!! Keine Popups das irgend etwas wieder abgelaufen ist, keine Meldungen das meine Firewall ein Programm blockt, dass ich seit 2 Jahren täglich verwende und nun auf einmal Schaden verursachen soll. Leute, geht ganz unbefangen an beide Systeme ran und jeder wird das Gleiche berichten
Automatisieren ist nur eine Frage des wollens. Das geht auf nem Windows-Rechner ebenso wie auf Linux. Man muss halt nur ein wenig Aufwand betreiben was aber als Entwickler ja jetzt nun nicht das Problem ist. Und muss man nicht als Entwickler immer Debuggen? ;-) Wie soll man sonst Laufzeitfehler finden?
Wobei jetzt die Linux-Konsole mir eher nicht in den Sinn kommt wenn ich Web-Anwendungen entwickele ^^
Da denke ich dann einfach nur an z.B. Eclipse mit seinen vielen Möglichkeiten und das habe ich dann ja doch wieder sowohl unter Windows, OS X als auch unter Linux. Da kann mir die Plattform dann auch wieder scheiß-egal sein womit wir wieder beim Grundgedanken des Artikels wären ;-) Debuggen tu ich da bei beiden mit diversen Eclipse-Plugins.
Bei uns im Haushalt gibts Windows 7 und einen Rechner mit Linux. Zwei Bootsticks mit Linuxversionen liegen auch noch rum. Große Unterschiede gibts da nicht mehr im täglichen Benutzen ausser das die Windows Rechner benutzt werden müssen wenns um die entsprechenden Spiele geht. Das ist vielleicht noch das einzige Merkmal wo die Windows-Plattform durch die Spieleentwicklerpolitik die Nase vorne hat.
@Ray
Trollpost um die Diskussion anzuheizen? :-)
nö!
Mal abgesehen davon, dass die Grenzen langsam verschwinden muss man lediglich aufpassen, das man dem Dealer Steve nicht auf den Leim geht mit seinem ganzen “klicki bunti”.
@Matze Klicki Bunti? Auf den Leim gehen? Was genau meinst du?
Seit wann ist denn Outlook ein kostenloses Produkt bzw. mit Mail vergleichbar? Outlook gibt’s sowohl für Mac als auch PC – beides mal gegen Kohle…
Interessant ist wirklich der kampf zwischen Iphone usern und den Android Nutzern – Apple hat sicherlich eine tolle mehr als einfach zu bediendende Oberfläche geschaffen, allerdings wenn ich nicht selbst weitere nicht von Apple zertifizierte Produkte nutzen kann, was will ich dann damit! Und Speicher erweitern ist auch nicht, mhhhhh hat alles so seine Nachteile – der große Große Vorteil ist wirklich die tolle Bedienbarkeit des Produktes!
Es ist eine ganz andere Aufgabe für flexible nichtstandardisierte Hardware hunderter Hersteller und tausender Lieferanten ein BS zu schreiben, das alle Kombinationen “aushält”. Das hat gedauert und inzwischen sind wir soweit, dass Windows auf fast allen Hardware-Plattformen befriedigend und auf vielen sehr gut läuft. Die Verwaltung von Nutzerkonten ist sehr simpel und reicht für den “Hausgebrauch” oder kleine Unternehmen, welche die Masse der Anwender stellen. Auf diese Plattformen können dann Browser oder browserbasierte Anwendungen aufsetzen.
Und für alle anderen Geräte gibt es dann noch Java, auch mal Android oder iOS genannt und da ist wirklich fast egal, was “darunter” läuft, Java richtet es schon. Langsam, mittelverschwendend und unelegant, aber es läuft.
Nur gehört Java zu Oracle und damit kann man nicht mehr von einem “offenen” System sprechen.
Dazu müsste man Linux verwenden, ach ja und das hat ja auf dem Desktop einen Marktanteil von ca. 2 % ….
…Ich würde mir ebenfalls wünschen das wir weg von diesen Disskussionen kommen und sich die Betriebssysteme immer mehr dahin entwickeln das masn sie überhaupt nicht mehr merkt, bzw. das es auch nichts mehr zur Sache tut was da wirklich werkelt….
Das ist ein weit Verbreitete Meinung und auch der Grundtenor dieses Artikels , es ist doch Egal was du Verwendest, nur bin ich doch etwas Anderer Meinung.
Unterschiede sollte es schon geben, denn gerade die Konkurrenz bewirkt ja meist die Weiterentwicklung und Verbesserung.
Man könnte auch sagen alle Autos fahren sich doch Gleich es gibt kaum noch Unterschiede warum dann noch 20 Automarken ?
Android ist Unix mit Java oben drauf, siehe Patentklage von Oracle gegen Google. Google hatte schlichtweg keine Zeit, ein echtes Mobilsystem gegen iOS zu entwickeln und hat sich bei SUN’s Java bedient, allerdings ohne Lizenzgebühren zu bezahlen. Hier nachzulesen: http://www.zdnet.de/news/41554.....google.htm
iOS ist im Prinzip Mac OS (also auch Unix) und es läuft Java oben drauf (aber man braucht kein Java… im Gegensatz zu Android), das habe ich oben wirklich verkürzt dargestellt, sorry.
Und nun zu Microsoft als Windows Programmierer für Mac, das ist im Buch “Gates” von Stephen Manes und Paul Andrews nachzulesen, erschienen 1993 im Verlag Addison-Wesley. Apple hat Microsoft schließlich wegen Windows (für PC) verklagt, weil im ursprünglichen Vertrag drin stand, dass Microsoft kein konkurrierendes System programmieren darf, das auch wie der Mac überlappende Fenster anzeigen kann. Apple hat zu dem Zeitpunkt auch nicht genug Programmierer für ein Betriebssystem, liess auch die Office-Produkte von Microsoft programmieren (und von Lotus u.a. Anbietern, die es damals noch gab). Fenster + Maus wurden aber auch nicht von Microsoft erfunden, sondern von Xerox …
Worauf ich hinaus wollte ? Dass die Systeme im Prinzip sehr ähnlich sind, aber unterschiedlichen Interessen dienen müssen. Ein “Naturgesetz”, dass Apple tolle Systeme baut und Microsoft schlechte, gibt es nicht.
Und Google hat sich bedient bei anderen, wenn Oracle gewinnt, wechseln ein paar Milliarden den Besitzer.
Edit:
Häääääääääääääääääääääääääääääääääääää? Hab ich was verpasst? Es gab doch vor kurzem erst 4.0?? Ok, ich hab jetzt die letzten 2 Monate nicht viel online gelesen, aber das ist doch echt schockierend. Ich gehe den mal ausprobieren.
@Microsoft: Das höre ich wirklich zum ersten Mal. Aber gut, wenn das in dem Buch drin steht, wird da vielleicht was wahres dran sein. Welches Apple-OS war das denn genau, das Microsoft programmiert hat? Und dass Xerox den Ursprung unserer modernen UI entwickelt hat, sollte mittlerweile weitläufig bekannt sein.
Und danke für die Richtigstellung in Sachen iOS, so liest es sich gut :).
Aus Kapitel 16, Seite 217 der Ausgabe 1993 / 1. Auflage: “Das Macintosh-Team von Microsoft hatte seit Januar 1982 wie verrückt programmiert. Die Geheimhaltung hätte eigentlich erfordert, daß man die Mac-Prototypen in eniem separaten Raum versteckte, aber die Jungs aus Bellevue quälten Apples Manager Mike Boich so lange, bis sie sie schließlich in ihren Büros aufstellen durften, unter der Voraussetzung, daß man sie hinter einem Bücherregal oder etwas ähnlichem verbarg. Die Microsoftler liebten ihre Macs. Bei Apple, wo man die Lisa als das politisch korrekte Produkt und den Mac als verrückte Idee betrachtete – gerade gut genut, um Steve Jobs abzuschieben -, erklärte Jobs seinem Entwicklerteam: “Besser ein Pirat als bei der Marine.” Von da waren die Macintosh-Leute nur noch die Piraten. Von den Seeräubern in Cupertino abgesehen, waren die hellen Köpfe von Microsoft buchstäblich die einzigen, die an Programmen für den Mac strickten. … Bei Microsoft musste man ohne Lisas auskommen: Apple schrieb die Software für diesen Computer selbst und hatte kein Interesse daran, daß ein Konkurrent seine Nase dort hineinsteckte. Aus diesem Grund wurde bei Microsoft auf die geheiligte Tradition zurückgegriffen, Hardware mit Software zu simulieren: Der größte Teil der Entwicklungsarbeit fand auf VAX-Computern von DEC und auf für damalige Verhältnisse hochkarätigen Sun-Workstations statt, wobei man selbstgeschnitzte Werkzeuge einsetzte, die Programme für den Mac compilieren und – als höchstes der Gefühle – eine Verbindung zum Mac herstellen konnten, die bei der Fehlersuche half…. Microsofts Team saß praktisch jeden Tag mit der Mac-Gruppe zusammen, klopfte Details für die Richtlinien der Programmierung, Schnittstellen und Standards fest… Microsoft schaffte es, das endgültige Software-Designin unzähligen Details mitzubestimmen – auch wenn das Ausmaß der Beträge bis heute umstritten ist.”
Es betraf IBM-PC-kompatible Computer, die Klage von IBM gegen billige Nachbauten, diese wurde damals Abgelehnt und dadurch der Markt mit billig hergestellten IBM-kompatible Computer Überschwemmt.
Die Profiteure waren Microsoft und Intel.
IBM Verlor damit faktisch die Rechte an ihrer eigenen Erfindung, bzw. mussten Nachbauten die bis auf wenige Ausnahmen Hardware kompatible und 100% Software kompatible waren Akzeptieren.
Heute wäre wohl so ein Urteil kaum noch Vorstellbar?
Auch damals wurde vermutet das es nicht ganz mit Rechten Dingen zu ging , dies war auch die Grundlage des sogenannten “Wintel Kartells”.
Denn Windows und Intel beherrschten danach den Computer Markt.
Die PC in großer Stückzahl billig Hergestellt übernahmen den Markt und verdrängten die restlichen Computer Plattformen.
Auch Apple konnte mit den asiatischen “Billig” PC damals nicht mehr Mithalten und wurde zum Nischenprodukt.
IBM hat schon auch eigene Fehler gemacht und den Markt damit Microsoft fast kampflos überlassen. Ein paar Beispiele:
IBM unterliess es, die eigene Software darauf zu testen, ob sie auch auf nicht-IBM-Geräten stabil läuft. Dadurch hatte Microsoft auf diesen “zum Industriestandard kompatiblen” Geräten die Nase vorne: DOS und Windows liefen nahezu auf allen Geräten aller Hersteller gleich gut (oder schlecht).
Die Konsumenten wollten DOS, Windows (oder OS/2) und die Office-Programme sowie Spiele, die darunter liegende Hardware wurde austauschbar.
Zudem forcierte Microsoft den Vertrieb von DOS über den Einzelhandel und konnte so in kurzer Zeit 18 Millionen Installationen vorweisen (alleine in USA). Da jeder DOS-Käufer einen Gutschein für eine verbilligte Windows-Version bekam, war das ein guter Hebel, die eigene grafische Oberfläche zu pushen.
Die Konsumenten wollten damals vor allem stabil laufende Programme “mit Fenstern und Mausbedienung”, somit waren sie mit MS DOS bestens bedient, denn nachweislich liefen auch Nicht-Microsoft-Programme am besten mit einer MS DOS / Windows Installation.
Microsoft hatte einen weiteren wesentlichen Vorteil in der Hand: bei jeder neuen DOS-Version wurden soweit möglich die getroffenen Voreinstellungen der alten Version übernommen – bei IBM DOS und Hardware musste man hingegen mit jedem Update von ganz vorne anfangen.
Also: IBM hat den Kampf auf dem Desktop nicht verloren, weil es eine unfaire Konkurrenz gab, sondern weil es überhaupt erstmals Konkurrenzprodukte gab. Der ehemalige Monopolist war einfach nicht schnell genug für den Konsumentenmarkt. Dass Microsoft damals auch mit allen Mitteln um den Markt gekämpft hat (manche Methoden wären nach heutiger Rechtslage nicht mehr legal), ist allerdings auch wahr.
Nein die Billige Produktion gab es damals Schon , zwar nicht in China wie heute , sondern in Japan , Taiwan , Süd Korea … ect.
Apple und andere Produzierten damals noch weitgehend in den USA.
Nur die Firmen welche diese dann als IBM-PC-kompatible Computer verkauften waren aus USA oder Europa , der Anfang von Dell , Compaq … usw.
Natürlich hatte IBM Fehler gemacht, nur wäre sicher heutzutage die Geschichte Urheberrechtlich mit Klonen vielleicht anders Verlaufen?
Andererseits wäre der IBM PC vermutlich niemals für den Massen Markt Preislich Interessant geworden ohne diese billigen lizenzfreien Nachbauten.
Sagen wollte ich damit, das diese Geschichte eigentlich weniger Bekannt ist und meist nur von “Besserer” Software oder Vermarktung gesprochen wird zwischen Apple und Microsoft , dabei hatte eher die Hardware Verbreitung den entschiedenen Anteil am Sieg des PC und damit Windows.
Der Markt ist eindeutig im Umbruch, der Trend geht sich zu einem “System in the Box” – wie etwa bei Apple, aber auch MS und Google verschärfen die Auflagen für ihr (mobiles)System laufend – so dass es für die Gerätehersteller immer schwieriger wird sich zu differnzieren.
Die Glaubensfrage ist meiner Meinung nach kaum mehr Technisch zu Beantworten sondern liegt vor allem in dem Image das sich Menschen zulegen. Apple bietet im Vergleich zu anderen eine Komplettlösung an, so das man sein System sowohl auf PC als auch auf dem Telefon mit sich herumträgt. Das Image des “Modernen, Erfolgreichen und Smarten” Menschen wird dabei von Apple besonderes geschürt. Warum auch nicht, immerhin verschaffte dies Apple zu einem unglaublichen Aufschwung in verschiedenen Bereichen.
Microsoft tut sich zunehmend schwer auf dem Handymarkt sich zu etablieren. Ich für meinen teil verwende primär auf der Arbeit und Privat Debian GNU/Linux mit Xmonad als GUI. Die meisten würde das Abschrecken: Denn es sieht nicht Stylisch aus lässt einen eher wirken als wäre man aus der guten alten DOS-Zeit nie entwachsen. Vielleicht stimmt das sogar. Aber es ist unglaublich Effizient da man die Maus an sich gar nicht braucht und man so Aufgaben erledigen kann ohne sich ständig damit beschäftigen zu müssen wo jetzt welches Fenster über dem anderen liegt oder wo jetzt welche Datei ist.
Problem ist das man damit überhaupt nicht Up2date wirkt. Im besten Falle wird einem vorgehalten man wäre Unix-Nerd, im schlimmsten Fall wirft man einem Atavismus vor.
Diesem „Image“-krampf bzw. Kampf kann man sich nur schwer entziehen. Dies war auch einer der Gründe warum ich mich beim Handy ganz bewusst gegen Apple entschieden habe. Nicht unbedingt für Android sondern gegen Apple. Ich bin kein Apple Hasser, aber das Image stört mich. Diese Art von Marketing-Kämpfen wird es auch noch in 30 Jahren geben. Diese Frage beschränkt sich nicht nur auf Betriebsysteme, Browser oder Computer. Das Problem gibt es in allen Bereichen (Kleidung, Auto usw. usf.) die man als Statussymbol verstehen kann. Die einen Argumentieren mit „Hast du kein iPhone – dann hast du kein iPhone“ die anderen mit „Hast du kein Selbstwertgefühl – hast du ein iPhone“. Fakt bleibt aber das es letzt Endlich nur eine Frage des Images bleibt. Empfehlenswert ist hier auch das Buch „Grundformen der Angst“ von Riemann.
Kurz: Das ist kein IT Problem sondern eher ein Allzu Menschliches Image Problem.