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Archive for 06.2011

Kann ich bitte einmal ungestört telefonieren?20.06.11

Wer rumheult, kriegt eins drauf. Ich seh sie schon, die Kommentare, die da lauten: “Wie blöd bist du denn? Bei mir funktioniert alles super.” Es muss trotzdem sein, denn es nervt mich: Wir schreiben das Jahr 2011 und ich kann mir unterwegs fast jedes Lied auf mein Smartphone laden. Ich kann herausfinden, wo ich bin, mir sagen lassen, wo ich als nächstes hin und was ich da machen soll. Nur eins kann ich nicht, weder mit dem Smartphone, noch über das Festnetz: problemlos telefonieren.

Ich komme gerade aus einer Telefonkonferenz wieder. Meine Gesprächspartner wurden mir über ein Handy zugeschaltet, das auf Lautsprecher geschaltet war. Verstanden habe ich vielleicht 70 Prozent, in den meisten Fällen wenigstens den Anfang eines Satzes: “Unsere Kernziele sind es… werden wir im nächsten Jahr… Und das sag ich Ihnen jetzt als Erstes…” Ziemlich gut für ein Exklusiv-Interview. Ich selbst war über ein IP-Telefon in unserem Telefonsystem verbunden. Das ist üblicherweise selbst nicht ganz unschuldig. Stellt ein Kollege ein Gespräch zu mir durch, höre ich den Gesprächspartner im Regelfall gar nicht mehr. Oder das Gespräch verschwindet. Dem Hersteller ist das Problem angeblich unbekannt. (weiterlesen…)

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Von .google bis .microsoft: Zu viele neue Domainendungen werden kommen20.06.11

Icann haz new Top-Level-Domains please? Die Internetregulierung ICANN hat heute in Singapur den Weg für fast beliebige Domainendungen (Top-Level-Domains, TLD) frei gemacht. Webadressen können damit künftig auch auf Wortmarken wie .ford und .bionade oder allgemeine Begriffe wie .coffee und .bier enden. Klitzekleine Voraussetzung: Ein Interessent muss alleine für das Prüfverfahren umgerechnet rund 130.000 Euro (185.000 US-Dollar) zahlen. Und der künftige Halter einer neuen TLD muss sie als Registry betreiben, also nach Vorbild etwa der Denic, und nachweisen, dass er dazu organisatorisch in der Lage ist.

Möglich sind auch TLDs in Landessprache; akzeptiert werden allerdings nur Anträge von öffentlichen oder privaten Organisationen. Privatleute sind außen vor. Die erste Registrierungsrunde findet zwischen dem 12. Januar und dem 12. April kommenden Jahres statt. Bis zu 400 neue TLDs sollen in der ersten Runde aufgenommen werden. Später können weitere hinzukommen. Die Icann hat also viel dafür getan, dass die Hürden für Spaß-TLDs hoch bleiben. Das ist gut so, dürfte aber auch dafür sorgen, dass wir von den meisten der neuen TLDs nicht viel mitbekommen werden. Zweifelhaft bleibt das ganze Verfahren trotzdem. (weiterlesen…)

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Anonymous startet Guerillakrieg gegen GEMA, erste LulzSec-Hacker offenbar enttarnt20.06.11

Anonymous

Ich glaube, das Thema Internetsicherheit wird noch eine ganze Weile die Schlagzeilen füllen: Websites lahmzulegen oder Daten auszuspähen ist wieder ganz groß in Mode. Seit gestern betroffen, wie Gulli.com meldet: Unser aller Lieblings-Hassobjekt nach GEZ und GVU: die GEMA. Die Website der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte ist derzeit nicht zu erreichen; Anonymous sollen dahinter stecken. Die Hacktivisten reagieren nach eigenen Angaben in einem “Bekennervideo” damit auf die angeblich überhöhten Forderungen der GEMA für die Nutzung von Musikvideos auf YouTube.

Mehr noch: Sie sehen die Informationsfreiheit dadurch eingeschränkt, dass man in Deutschland nur noch wenige Musikvideos auf YouTube legal sehen kann. Das sei schlecht für die Künstler, und das hätten selbst einige Plattenfirmen inzwischen erkannt. Mit dem Angriff – vermutlich eine DDoS-Attacke – wolle man erreichen, dass die GEMA ihr Verhalten ändert. Sollte sie das nicht tun, werde man “weitere Maßnahmen ergreifen”. Unterdessen wurden erste Mitglieder der Hackergruppe LulzSec enttarnt. (weiterlesen…)

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Ein Paradebeispiel für enttäuschte Hoffnungen: Spotify startet in den USA – Mitte 200917.06.11


Gerüchte über einen Start sind stark übertrieben: Der Musikstreaming-Dienst Spotify startet demnächst in den USA. Und das schon seit Monaten. Es wird dabei immer knapper und dann rückt der Starttermin doch wieder weiter als anfangs vermutet. Das Ganze zieht sich nun schon seit zwei Jahren hin. Immer wieder steht Spotify angeblich kurz vor dem Start, immer wieder wird er hinausgezögert. Spotify wird damit langsam zur Vaporware à la “Duke Nukem Forever”. Aber auch der hat es schließlich doch noch geschafft zu starten.

Und auch wenn sich Spotifys Start in den USA immer und immer weiter hinzieht: es scheint sich etwas zu bewegen. Wir haben einmal in einer Chronologie zusammengestellt, wie oft Spotify schon kurz vor dem Start war. Wo das Problem liegt, was sich verändert hat und warum das die Ereignisse dieser Woche schön zusammenfasst, das wird euch die folgende Übersicht zeigen: (weiterlesen…)

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LulzSec: Die Geschichte der berüchtigten “Edelpiraten” als Animation17.06.11

Sie machen es “for the Lulz” und scheinen vor niemandem Angst zu haben: die Crackergruppe LulzSec, was für Lulz Security steht und sich frei übersetzen lässt mit: “Wir lachen über eure Sicherheit”. Berühmt wurden sie durch einen Sony-Hack, legendär wurden sie in dieser Woche. Denn da haben sie sich mit niemand geringerem als dem berüchtigten 4chan-Forum /b/ angelegt. Und, ach ja, ganz nebenbei auch mit dem CIA. Du hast es erst geschafft, wenn die Taiwaner von NMA TV eine lustige Animation über dich drehen. Und nun ist sie da, diese Animation.

Darin kommen LulzSec ziemlich gut als Edelpiraten weg, die den anonymen 4chan-Mitgliedern ordentlich aufs Maul geben. NMA TV warnt jedoch auch davor, dass Hochmut vor dem Fall kommt und die Mitglieder nach ihrer Enttarnung wohl gezwungen sein würden, für das FBI zu arbeiten. Noch ist nicht klar, wer hinter der Gruppe steckt und wie sie organisiert ist. Aber seit ihrem ersten Hack im Mai hat sie einen rasanten Aufstieg hingelegt. Wäre es ein Unternehmen, LulzSec könnte bald an die Börse gehen. (weiterlesen…)

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Zynga verklagt mutmaßlichen Plagiator Vostu: Wie viel Kopieren ist okay?17.06.11


Im Prinzip könnten wir unsere Meldung an dieser Stelle auch schon beenden. Denn schaut man sich den Screenshot oben an und behält dabei im Hinterkopf, dass Zyngas “CityVille” vor Vostus “MegaCity” auf dem Markt war, dann dürfte ein entsprechender Gerichtsprozess recht schnell beendet sein. Zynga hat einen solchen jetzt angestrengt und verklagt Vostu wegen Urheberrechtsverletzung. Zynga-Rechtsberater Reggie Davis sagte dazu:

“Es ist eine Sache, sich von Zynga-Games inspirieren zu lassen, aber es ist etwas anderes, alle Eigenschaften und die Strategie unserer wichtigsten Produkte zu kopieren, sowie unsere Markenpolitik, unser Leitbild und unser Sozialleistungsprogramm für Mitarbeiter samt und sonders.”

Vostru soll sogar einige Fehler an gleicher Stelle übernommen haben, die Zynga in “CityVille” noch nicht ausgebessert hatte. Mit anderen Worten: Das ging zu weit. Einzelnes Abkupfern lässt man sich – aus gutem Grund – gefallen, ein Klonen von allem aber nicht. Schaut man sich Zyngas Geschichte an, wirft das aber die Frage auf, wie viel Kopieren eigentlich okay ist und wann es zu viel wird. (weiterlesen…)

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Blogger leitet deutsche Ausgabe von “Wired”. Das ist toll, das wird gut, das ist – mutlos16.06.11

Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Willkommen im Rollentausch, Thomas Knüwer! Der Blogger, Journalist und Berater hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Kritiker der alten Holzmedien aufgeschwungen. Und jetzt? Jetzt macht er selber Print: Er leitet die Entwicklungsredaktion der ersten deutschen Ausgabe des Magazins “Wired”. Ich bin übrigens sehr zuversichtlich, dass er das ganz hervorragend machen wird und werde die Ausgabe kaufen, die im September als Beilage der Zeitschrift “GQ” erscheint. Aber ein paar gemeine Fragen muss wohl trotzdem jemand stellen. Ich mach dann mal:

  • Warum noch ein Print-Magazin, wenn Knüwer selbst immer wieder gerne die Verlage kritisiert?
  • Warum macht ausgerechnet ein etablierter Blogger jetzt eine Zeitschrift, obwohl er zahlreiche Alternativen hätte?
  • Warum nur ein Redaktionsblog zur Entstehungsgeschichte? Warum verlegt man die Entwicklung im digitalen und mobilen Jahr 2011 nicht ins Web und macht ein Techblog daraus?
  • Warum überhaupt “Wired”, wenn doch in diesem Jahrzehnt alles kabellos wird?

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Eigener Store für Apples iPhone: Facebook plant die Majestätsbeleidigung16.06.11

Kalter Krieg zwischen Facebook und Apple: Laut einer Techcrunch-Meldung bastelt größte soziale Netzwerk der Welt an einem eigenen mobilen App Store. Die Apps sollen auf HTML 5 basieren und direkt auf Apples mobilem Safari-Browser aufsetzen. Los gehen soll es mit dem Projekt, das den Arbeitstitel “Project Spartan” trägt, bereits in einigen Wochen. 80 externe Entwickler seien damit beschäftigt, schreibt MG Siegler, der das Projekt angeblich mit eigenen Augen gesehen hat. TechCrunch lag in der Vergangenheit allerdings nicht immer richtig, von daher betrachte ich die Meldung nach wie vor als Gerücht.

Über den eigenen Marktplatz könnte Facebook Spiele und andere Anwendungen auf iPhone, iPad und iPod touch bringen. Apple kann sich dagegen nur schwer wehren. Denn die Apps kommen nicht aus dem App Store, sondern finden ihren Weg an die Oberfläche über Lesezeichen. Facebook würde damit Plattform-unabhängige Web-Apps fördern, die sich nach Ansicht vieler Experten langfristig ohnehin gegenüber nativen Apps durchsetzen werden. “Project Spartan” soll natürlich noch auf anderen Smartphone-Systemen wie Android laufen. Priorität soll laut Siegler aber zunächst iOS haben – ein klarer Affront gegen Apple. (weiterlesen…)

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Neues TabCo-Video aufgetaucht: Ja, es ist ein Tablet16.06.11

Vergangene Woche haben wir an dieser Stelle ein interessantes Viral von TabCo vorgestellt, einer bislang unbekannten Initiative, die ein eigenes Tablet angekündigt hat. Und, ja, ich weiß, es hat euch brennend interessiert. Trotzdem bleiben wir da jetzt am Ball, denn TabCo hat mit einem weiteren Video auf sich aufmerksam gemacht. Szenerie ist diesmal eine – ziemlich offensichtlich gestellte – Fokusgruppe. Vier Testpersonen sitzen an einem Tisch, und ein Marktforscher erklärt ihnen, dass sie gleich ein Tablet testen werden.

Die Tester wirken zunächst ablehnend. Der Markt gehöre doch schon Apple und wenn nicht denen, dann Android, streiten sich zwei. Er sei eher ein Laptop-Typ, sagt ein Dritter. Dann reicht ihnen der Forschungsleiter TabCo-Tablets, bittet die Tester, sie auszuprobieren und schon drehen sich die Meinungen um 180 Grad. Wer steckt dahinter? (weiterlesen…)

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Zukunft des Musikhörens: WahWah.fm ist da16.06.11

Wie werden wir in Zukunft auf neue Musik aufmerksam? Vielleicht durch Menschen in unserer Umgebung. Das ist der Ansatz, den eines der derzeit hoffnungsvollsten deutschen Startups, WahWah.fm, aus Berlin verfolgt. Die erste, kostenlose Version einer speziellen App ist gestern Abend für iOS-Geräte im deutschen App Store erschienen. Die Musikauswahl ist aus zwei einfachen Gründen noch beschränkt, die App bietet aber schon jetzt einen Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden Jahren erwarten wird. Die Zukunft des Musikhörens – so könnte sie aussehen.

Das Startup nennt die Applikation in voller Absicht “WahWah.fm ONE”, denn man weiß selbst, dass es noch eine Version ist, deren Möglichkeiten beschränkt sind. Und dabei liegt es weniger an der Technik als an den fehlenden Nutzern und der geringen Musikauswahl. Die erste Version der App basiert auf der Auswahl des befreundeten Startups Soundcloud, GEMA-lizenzierte Musik fehlt. Noch. Denn die soll es in Zukunft geben. Schon jetzt empfängt man auf WahWah.fm einige Radiostationen, das Programm einzelner DJs oder den WahWah.fm-Hauskanal. Das Prinzip hinter der Software: Jeder kann selbst zum Radiosender werden, indem er einfach seine Musik hört und das Programm anderen zur Verfügung stellt. (weiterlesen…)

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Streit zwischen YouTube und der GEMA flammt wieder auf: Egal, wir sind längst woanders15.06.11


Was haben wir uns immer wieder aufgeregt in den letzten Wochen, Monaten, Jahren. Und es wird dabei bleiben: Musikvideos, die Inhalte bestimmter Plattenfirmen enthalten, bleiben in Deutschland auf YouTube nicht verfügbar. Moment, nicht ganz, denn Google präzisiert künftig: “Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.”

Damit schickt Google den Mob ab jetzt eine Hausnummer weiter. Nicht mehr die Plattenlabels kriegen es links und rechts, es ist ganz konkret die Verwertungsgesellschaft GEMA. Vorausgegangen war offenbar, dass Google in Kalifornien erst vor wenigen Tagen eine Klage der deutschen Rechteverwerter erhielt, die diese bereits im vergangenen Herbst angekündigt hatte. Darin geht es um lächerliche zwölf Titel, die Google auf YouTube nicht mehr abspielen darf, aber diese haben natürlich Signalwirkung für die allgemeine Nutzung von Musikvideos auf YouTube. (weiterlesen…)

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Durchaus denkbar: Ein eigener Facebook-Browser15.06.11

Zumindest mal zum drüber Nachdenken: Der soziale Browser RockMelt hat gestern Beta 3 vorgestellt, einen weiteren Vorläufer einer offiziellen stabilen Version 1.0. Wichtiger als die neuen Funktionen scheint dabei das Detail, dass Facebook aktiv an der neuen Version mitgearbeitet hat. Liegt da nicht der Gedanke nahe, dass Facebook RockMelt übernimmt und damit seinen eigenen Browser herausbringt?

Schaut man sich die Bilder vom neuen RockMelt an, dann ist Facebook in der Tat deutlich mehr integriert als bisher. Ähnlich wie Facebook selbst zeigt der Browser eingehende Nachrichten, Freundschaftsanfragen und Benachrichtigungen in einer Leiste neben den Browser-Tabs oben an. Klickt man darauf, werden die Nachrichten in Layern über das aktuelle Browserfenster gelegt. Die Funktion, neue Nachrichten zu schreiben, kann man über eine Seitenleiste aufrufen, die auch Shortcuts zu anderen Netzwerken und Websites wie Twitter enthält. Facebook steht aber klar im Vordergrund. (weiterlesen…)

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Genial: Googles neue Suche sagt euch, was auf einem Bild zu sehen ist15.06.11


Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber für mich ist Websuche halt so ein Ding, das einfach da ist, weil es sein muss und welches in etwa so aufregend ist, wie das Thema Anti-Viren-Software. Google und Microsoft sehen das anders und duellieren sich mit immer neuen Features. Und darüber bin ich dankbar, aber auch nicht mehr besonders enthusiastisch. Wenn Google, wie gestern, eine neue Suchoffensive ankündigt, dann nicke ich kurz anerkennend und widme mich dann wieder dem vergleichsweise unterhaltsamen Fernsehprogramm.

Warum auch nicht. Spracheingabe? Ein toller Beitrag zur Barrierefreiheit, aber ich hatte noch nie Verlangen danach, sie zu benutzen. Nicht in Telefon-Hotlines, nicht auf dem Smartphone und deswegen ganz bestimmt auch nicht auf dem Rechner. Instant Pages? Die Ladezeit wird verbessert, indem Google den ersten Suchtreffer bereits im Hintergrund vorlädt. Aber auch nur den. Mal wieder eine bessere Bildersuche? Gab’s doch neulich erst. (weiterlesen…)

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Krieg um die billigsten Plätze: Wimdu sammelt 90 Millionen Dollar ein15.06.11

Als Deutscher muss man sich langsam schämen. Topqualität, Innovationen, Forschung und Entwicklung – das mag in vielen Branchen gelten. Die deutsche Webszene ist trotz einiger Positivbeispiele aber leider kein Aushängeschild dafür. Und es wird schlimmer, bevor es besser wird: Der private Unterkunftsmarkt Wimdu hat gestern eine Finanzierungsrunde in Höhe von 90 Millionen US-Dollar abgeschlossen, meldet Techcrunch. Kapitalgeber sind Kinnevik aus Schweden und Rocket Internet aus Berlin.

Versteht mich nicht falsch: Ich freue mich darüber, dass sich auch in Europa inzwischen eine potente Investorenszene gebildet hat und junge Unternehmen mit viel Geld gefördert werden. Aber ich kann nicht darauf stolz sein, dass ein Unternehmen so viel Geld für eine Idee bekommt, die es augenscheinlich schon gab. Und auch nicht darüber, dass Wimdu dem Nebenbuhler Airbnb, der früher da war, derart gleicht. (weiterlesen…)

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Die Hacks der letzten Tage14.06.11


Hacker legen Websites lahm oder kopieren unzureichend gesicherte Kundendaten. Und sie wagen sich in letzter Zeit immer häufiger an die großen Fische: Elektronikkonzerne, Kreditanstalten, Behörden – und das mit Erfolg. Zum Teil fragt man sich, ob manche Angriffe wie das Dauerfeuer auf Sony nicht übertrieben sind. Zum anderen kann man manchen Hacks durchaus etwas Sympathisches abgewinnen.

Beispielsweise heute der Hack der berüchtigten Website iShareGossip. Als ich heute Nachmittag davon las, breitete sich spontan ein Grinsen auf meinen Gesicht aus. Bislang unbekannte Hacker legten die Seite lahm und veröffentlichten stattdessen dort eine Botschaft unter der Überschrift “Hacks and Kisses”. Mails, Zugangsdaten und Namen der Betreiber der Schimpfseite kenne man, schreiben sie dort. Den bislang unenttarnten Betreibern geben die Hacker mit dem Absender 23timesPi eine Woche Zeit, sich der Polizei zu stellen. Sonst werde man die Daten veröffentlichen. Klingt, als hätte jemand der Menschheit einen Gefallen tun wollen. (weiterlesen…)

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