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Archive for 07.2011

Interview mit Christian Stöcker von Deutschlands größtem Techblog – Spiegel Online03.07.11

“Der Spiegel” hat in seiner aktuellen Ausgabe mal wieder das Internet aufs Korn genommen. “Die digitale Unterwelt” heißt es diesmal, mit dem Zusatz “Das verborgene Netz der Internetverbrecher”. Man hätte auch schreiben können: Es war ja sonst nichts los in der vergangenen Woche, weder in Politik und Gesellschaft, noch im Internet, wo Google nur den schlagkräftigen Konkurrenten eines Social Networks aus der Taufe gehoben hat, dessen Marktwert auf bald 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Dabei geht es auch anders. Denn denke ich an den “Spiegel” und Internet-Themen, dann fällt mir in erster Linie das Ressort “Netzwelt” auf Spiegel Online ein. Dort herrscht seit einigen Monaten frischer Wind, und es scheint merklich voran zu gehen: Das Ressort widmet sich immer mehr Netzthemen, verlinkt meistens ordentlich, orientiert sich an der Sprache des Netzes. Für mich unterscheidet sich SpOn-Netzwelt deswegen kaum noch von einem Techblog, und ich nenne es inzwischen immer öfter so. Wäre es ein Techblog, wäre es wohl das meist gelesene und best finanzierte. Ich habe Christian Stöcker um ein E-Mail-Interview gebeten. Darin gibt er Einblick in die Arbeit des inzwischen vierköpfigen Teams, spricht über Fehler und Druck bei der Arbeit und sagt etwas zum Abschied von Frank Patalong als Ressortleiter, dessen Posten Stöcker im Februar 2011 übernahm. (weiterlesen…)

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Google Chrome erreicht 20 Prozent Marktanteil – in einem Jahr Marktführer?01.07.11

Mit dieser Meldung zum drüber Nachdenken entlassen wir euch ins Wochenende: Könnte Googles Chrome schon in einem Jahr der Marktführer unter den Browsern sein? Das zumindest vermutet Royal Pingdom und verknüpft dabei aktuelle Zahlen von StatCounter mit dem bisherigen Wachstum des einstigen Nischenbrowsers. Seit seinem Start im August 2008 wachsen die Marktanteile des Browsers überproportional, fast schon exponentiell. In der neuesten Zählung hat Chrome die 20-Prozent-Marke überschritten (20,6 Prozent) und ist dem Firefox (28,3 Prozent) auf den Fersen.

Royal Pingdom legt dieses Wachstum zu Grunde, vergleicht die Kurven mit den sinkenden Marktanteilen von Internet Explorer (derzeit nur noch 43,6 Prozent) und Mozilla Firefox und kommt zu dem Ergebnis: Schon im November dürfte Chrome den Firefox erst ein- und dann überholen. Im Juni 2012 wäre dann der Internet Explorer dran. Chrome träfe ihn bei einer Marke von leicht unter 40 Prozent Marktanteil. (weiterlesen…)

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Wikileaks-Video parodiert MasterCard-Werbung: “Was kostet es, die Welt zu verändern?”01.07.11

Erinnert ihr euch noch an Wikileaks, diese Whistleblower-Seite, die einst durch brisante Enthüllungen Regierungen weltweit ins Schwitzen brachte? Nun, um sie ist es etwas ruhiger geworden, seit ihr Gründer Julian Assange in England unter Hausarrest steht. Letzter Leak war die Veröffentlichung von Gefangenenprotokollen aus dem berüchtigten US-Internierungslager Guantanamo Ende April. Zeit für ein neues Lebenszeichen: Wikileaks hat jetzt ein Video veröffentlicht, in dem man das bekannte Konzept der MasterCard-Werbespots parodiert.

Protagonist der Videos ist Assange, und thematisiert wird die Blockade von Wikileaks-Spendenkonten durch fünf US-Finanzinstitutionen. Diese Sperrung ist laut Wikileaks nun seit einem halben Jahr in Kraft und es hat die Organisation sehr geschwächt. Das Video enthält Hinweise darauf, wie viel Geld Wikileaks durch die Sperrung entgangen ist (15 Millionen US-Dollar) und schließt doch mit einer für sie hoffnungsvollen Botschaft. (weiterlesen…)

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Social Media manövriert Autor auf Platz 1 der Bestsellerliste. Buch erscheint im Mai 2012.01.07.11

Den Namen John Green schon einmal gehört? Der Jungautor ist mit 33 so alt wie ich, hat es trotzdem schon zu etwas gebracht und im Jahr 2006 mit “Looking for Alaska” (“Eine wie Alaska”) einen Bestseller gelandet, für den er zahlreiche Preise gewonnen hat. Auch sein neues Buch “The Fault in Our Stars” erreichte wieder auf Platz 1 der Bestsellerlisten, zumindest der von Amazon.com und Barnes & Noble. Das ist für einen Jungautor beachtenswert, wäre mir alleine aber noch keine Meldung wert, gäbe es nicht ein paar interessante Details an dieser Nachricht: Das Buch soll erst im Mai 2012 erscheinen, also in nicht weniger als zehn Monaten, und es ist noch nicht einmal fertig geschrieben.

Der Social-Media-begeisterte Autor hat es mit Hilfe seiner sozialen Kanäle an die Spitze der Listen geschafft, berichtet heute das “Wall Street Journal Online”. Der Autor ist unter anderem auf Tumblr, Facebook und Ning aktiv, aber seine Besucherzahlen dort sind vernachlässigbar im Vergleich zu seinen Twitter- und YouTube-Accounts. Green betreibt zusammen mit seinem Bruder Hank eine Videoshow auf YouTube mit dem Namen Vlogbrothers (Brotherhood 2.0). Auch in seinem Privatblog bindet er viele Videos ein. Auf Twitter hat er über 1,1 Millionen Follower. Und denen verriet er am Dienstag den Titel seines neuen Buches. (weiterlesen…)

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Google+ am Tag danach: Die Angst übergangen zu werden01.07.11

So langsam hat sich der Staub ein wenig gelegt. Google Plus ist da und wird es auch bleiben. Die Nutzer werden wiederkommen, dafür hat Google gesorgt. Während André Vatter in einem satirisch angehauchten Beitrag seine mühsam auf Twitter und Facebook aufgebaute, digitale Identität flöten gehen sieht, habe ich derweil eine ganz andere Sorge bei mir selbst und bei anderen entdeckt: Die Angst, nicht dabei sein zu dürfen.

Dabei geht es weniger darum, dass Google Plus das Highlight des Jahres wäre. Google hat sich bei den Kernfunktionen und -designs in hohem Maße von Facebook inspirieren lassen, um es mal freundlich zu formulieren. Mit “Stylish” gibt es auch schon das erste Browser-Addon, das Google Plus das gleiche Farbschema und die Seitenaufteilung geben soll wie Facebook. (Das hat bei mir nicht funktioniert, aber vielleicht tut es das ja bei euch?) Und selbst Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat angeblich ein Google-Plus-Profil (siehe auch Screenshot oben). Heute Vormittag war Google Plus eine Zeitlang dann für alle freigegeben. Inzwischen braucht man aber wieder eine Einladung. Und während große Kreise inzwischen ihre eigenen Circles aufbauen, das Ding getestet haben und vielleicht schon wieder verschwunden sind, müssen viele immer noch draußen warten. Das tut weh. (weiterlesen…)

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