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Archive for 09.2011

Jani schlägt die größten Fans auf der Angry Birds Asian Challenge21.09.11

Manchmal schreibt das Glück seine eigenen Gesetze. Da castet Finnair zusammen mit Rovio sieben Teilnehmer, die auf einem Flug von Helsinki nach Singapur den besten Strategen des Kultspiels “Angry Birds” unter sich ausmachen sollen, und dann kommt ein 31-jähriger Finne daher, schnappt sich ein ihm zur Verfügung gestelltes Samsung Galaxy S 5.0 und spielt sich – auch zu seiner eigenen Überraschung – mal eben ins Rampenlicht. Doch der Reihe nach.

Während ich euch diese Zeilen schreibe, sitze ich mitten in Singapur, habe bei bereits einsetzender Dunkelheit einen tollen Blick auf die hell beleuchtete Formel 1-Strecke (ihr wisst schon, da steht am kommenden Wochenende so ein Grand Prix an) und muss selbst erst einmal verarbeiten, was ich während der letzten Stunden alles erlebt habe. Während des rund elfstündigen Fluges habe ich nicht nur selbst viele der “bösen Vögel” durch die virtuellen Lüfte fliegen lassen, sondern darüber hinaus auch nicht sonderlich viel geschlafen. Ein fast Zweimetermann in der Economy-Class… das hat Tücken. Und dann war da ja noch ein Wettbewerb: die Finnair Angry Birds Asian Challenge. (weiterlesen …)

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Legales Filmstreaming: Auswahl und Preise bleiben ein Trauerspiel21.09.11


Lasst mich kurz die traurige Geschichte erzählen, wie ich versuchte, mir den Film “Black Dahlia” legal auszuleihen. Ich wollte mich auf die Spuren des Film Noir begeben. Als frühe Filme werden etwa “Scarface” (1932), “Die Spur des Falken” (1941) oder – obwohl nicht ganz zum Genre passend – der deutsche Fritz-Lang-Klassiker “M – eine Stadt sucht einen Mörder” (1931) empfohlen. Müßig zu erwähnen, dass es die Filme in Deutschland nicht legal zu streamen gibt. Falls ihr doch eine Seite kennt, wo das geht, sagt es mir bitte.

Auf iTunes gibt es die Filme nicht, auf Maxdome schon gar nicht, Videoload ist nicht Mac-kompatibel. Die Bonner Stadtbibliothek hat sie tatsächlich im Programm, aber natürlich waren sie samt und sonders ausgeliehen. Die gut sortierte Videothek zwei Straßen weiter hat vor einigen Monaten leider dicht gemacht. Die Konkurrenz zwei Straßen weiter hat fast ausnahmslos Blockbuster im Programm. Bei Lovefilm kann man so einiges an DVDs auf dem Postweg bestellen, aber bei Filmen tendiere ich dazu, dass ich sie sofort sehen will, nicht erst zwei Tage später. (weiterlesen …)

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Ikea stellt Manland vor, baut größere Billy-Regale21.09.11

“Der kleine Jan-Christopher möchte gerne von der Playstation im Manland weggezerrt werden.” Ginge es nach Ikea, würden solche Durchsagen in dem schwedischen Möbelhaus vielleicht bald Realität. Denn die Schweden haben in einer Filiale in Australien das “Manland” getestet, die Analogie zum Kinderhort “Smaland”. Frauen können ihre Männer dort für die Dauer bis zu einer halben Stunde abgeben und alleine shoppen.

Ikea geht einfach davon aus, dass Männer nicht gerne einkaufen gehen und sich lieber mit Männerspielzeug beschäftigen. Das ist Sexismus pur! Das ist ein archaisches Rollenbild wie aus dem 20. Jahrhundert, das führt zur Geschlechtertrennung, statt dass man aufeinander zugeht… Die haben da eine Playstation, eh? Einen Flipper, Sofas und einen Tischkicker… (weiterlesen …)

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StudiVZ (!) hat uns nach Berlin eingeladen. Was würdet ihr CEO Clemens Riedl fragen?21.09.11

Und dann lag da gestern noch eine Mail im Posteingang, die man nicht jeden Tag bekommt: eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit VZ-CEO Clemens Riedl und den Entwicklern der VZ-Netzwerke. Offenbar ist da ein Relaunch geplant und man wird mir die Möglichkeit geben, Riedl und die Entwickler mit bösen Fragen zu löchern. In der Mail bezieht sich StudiVZ auf einen Artikel von mir aus dem Mai, wo ich acht Tipps aufschrieb, wie die VZ-Netze noch überleben könnten.

Ich hab mich entschieden, die Einladung einfach mal anzunehmen und nächste Woche nach Berlin zu reisen. Bei so einer Reise ist klar, dass es nichts zu beschönigen geben wird. Marketing-Blabla kann man sich sparen. Ich kenne die Zahlen und weiß, wie es um die VZs bestellt ist. Allerdings: Sollten die Jungs da das Rad neu erfunden, sich um 180 Grad gedreht und ein neues Alleinstellungsmerkmal gefunden haben, dann würde ich den Netzen noch einmal eine Chance geben. So oder so eine gute Gelegenheit, einfach mal konstruktiv zu diskutieren und Fragen zu stellen. Ich hab natürlich schon eine lange Liste von Fragen an Clemens Riedl. Aber ihr vielleicht auch? Deswegen würde ich hiermit gerne einmal sammeln: Was würdet ihr gerne von Riedl wissen? Was würdet ihr ihm raten? Was erwartet ihr von einem VZ-Relaunch? Habt ihr eine Idee, wie sich die VZs noch retten ließen, oder ist das Thema für euch längst durch?

(Jürgen Vielmeier)

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Instagram 2.0: Schnellere Nostalgiebildchen – aber wo bleibt die offene Webversion?20.09.11

Heute Abend ist aber sowas von der Teufel los, dass man kaum mit dem Schreiben hinterher kommt: Google Plus öffnet sich für alle und wird zur Groupware. Foursquare verzeichnet eine Milliarde Check-ins – ich entscheide mich trotzdem für eine Meldung über Instagram. Die neue Version 2.0 der App, die bislang nur für iOS zu Verfügung steht, wendet seine kultigen Filter jetzt deutlich schneller an. Fotos lassen sich schneller bearbeiten oder zuschneiden. Tilt-Shift lässt sich ohne Umwege anwenden. Ein gelungenes Update. Trotzdem nur die halbe Miete, wie ich finde.

Fotos außerhalb der Community zu teilen, bleibt ein Graus. Wann wird die Webversion endlich öffentlich? Und wann wird es Apps für Android und andere Systeme außer iOS geben? Allein auf dem iPhone hat die Foto-Community immerhin schon gut neun Millionen Mitglieder gewonnen. Die Faszination lässt sich so erklären: Mit Instagram lässt sich aus (fast) jedem noch so schlechten Bild noch etwas heraus holen. Gerade die auf alt getrimmten Filter verleihen den Bildern einen nostalgischen Charakter. Das ist nichts, was andere Bildbearbeitungsprogramme oder -apps nicht auch könnten. Aber bei Instragram hübscht man seine Fotos mit nur einem Knopfdruck auf und teilt sie direkt mit einer fotofreundlichen Community. Solange es die App aber nur auf iPhone und iPad gibt, bleibt der Spaß einem Großteil der Welt aber verborgen. Instagram, öffne dich!

(Jürgen Vielmeier)

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Google Plus für alle: Frontalangriffchen auf Facebook20.09.11


Wenn ihr in den letzten drei Stunden irgendwo im Social Web unterwegs wart, werdet ihr es nicht verpasst haben: Google Plus ist ab jetzt für alle zugänglich. Keine Invites mehr! Wer will, kann rein. Will man noch? Zumindest ansehen könnte man sich das mal. Denn Google hat passend zum Start der öffentlichen Beta von Google Plus dem sozialen Netzwerk vor allem für Hangouts neue, ansehnliche Funktionen spendiert: Der virtuelle Chatraum wird zur Groupware. Es ist nicht mehr nur möglich, mit mehrern Nutzern gleichzeitig per Video zu chatten. Über Hangout lassen sich jetzt auch Dokumente aus Google Docs oder Grafiken über das Sketchpad gleichzeitig erstellen oder bearbeiten.

Und Hangouts bietet ferner fortan an eine Bildschirmfreigabe. Man kann also anderen Chat-Teilnehmern zeigen, was man gerade auf dem eigenen Bildschirm macht. Mehr noch: Man kann mit anderen Google-Plus-Teilnehmern öffentlich chatten. Entwickler sollen diese Möglichkeiten über die Hangout API nutzen können, die Google ebenfalls vorgestellt hat. Hoffentlich wird diese nicht so enttäuschend wie die allgemein Google-Plus-API, die Google am vergangenen Wochenende vorgestellt hat. Sie gewährt Entwicklern nur Leserechte. Weitere Neuerungen: Hangouts on Air, die Möglichkeit, Videobotschaften aufzuzeichnen. Ferner gibt es Videotelefonie mit Hangout ab sofort auch für die Android-App für Google Plus. Die iOS-Version soll in Kürze folgen. Zusammen mit der Möglichkeit, nach Beiträgen oder Personen zu suchen, ist das die hundertste Neuheit, die Google seit dem Start von Google Plus vorstellt. Ein Mega-Kracher ist trotzdem nicht dabei. (weiterlesen …)

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Falls ihr es nicht wusstet: Ihr lebt im hippsten Land der Welt!20.09.11

Liest man regelmäßig die US-Technikpresse, fallen einem in letzter Zeit immer öfter die Augen aus: Die Amis haben Deutschland entdeckt und betrachten unser Land als den hippsten Ort der Welt. Ja, richtig gelesen. Unser Land, das der Dichter, Denker, Arbeiter, Ingenieure und Copycats liegt bei den Amis derzeit so hoch im Kurs wie kein anderes der Welt, höchstens noch die USA selbst. Das schlägt sich auch in den Beiträgen der Blogpresse nieder. Die Nachricht von gestern, dass Mokono künftig Adnation-Blogs vermarktet, wird heute bei Techcrunch als Exklusivmeldung geführt. Und dass da ein fahrerloses Auto in Berlin unterwegs ist, fand via Heise den Weg in das US-Blog.

Über die Übernahme von DailyDeal durch Google berichteten unter anderem All Things D, GigaOM und VentureBeat. Und der Überraschungserfolg der “Piratenpartei” bei den Landtagswahlen in Berlin beschäftigte unter anderem Ars Technica, den Business Insider und die New York Times. Man muss es sicher etwas präzisieren: Es ist vor allem das mit rund 63 Milliarden Euro hoch verschuldete Berlin, das die Augen der Technikszene auf der anderen Seite des Atlantiks zum Leuchten bringt. Aber wo wäre Berlin ohne den Rest der Republik?  (weiterlesen …)

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Startups grillen Investoren: “Was uns interessant macht, ist unser Geld”20.09.11

Mike Butcher ist nicht gerade hoch aufgeschossen, aber auf eine Stufe unter die Wagniskapitalgeber stellen will sich der Brite nicht. Schließlich geht es darum, Investoren zu “grillen”, wie die Veranstaltung “Grilling Venture Capitalists” gestern auf der Advance 2011 in Köln suggeriert. Und so schnappt sich der Autor von Techcrunch EU schließlich eine Sitzbank, beginnt darauf zu tanzen und löchert die Kandidaten fortan auch optisch auf Augenhöhe. Verbal ist der kleine Brite ohnehin um keine bohrende Nachfrage oder einen derben Scherz verlegen. Es ist eine erfrischende Abwechslung zu gewöhnlichen Elevator Pitches, die sich die Organisatoren der Advance da ausgedacht haben. 60 Sekunden haben Startup-Gründer dort für gewöhnlich Zeit, wenn sie sich Investoren vorstellen und von ihrer Idee überzeugen müssen – die ungefähre Dauer einer Fahrstuhlfahrt.

“Grilling Venture Capitalists” dreht das Spielchen um: Diesmal sind es die Investoren, die sich den Startups anpreisen müssen und dafür nur 60 Sekunden Zeit haben. Anschließend dürfen kritische Fragen gestellt, die zehn Investoren in die Mangel genommen werden, wie “to grill” korrekt übersetzt heißt. Kandidat Nummer 1, Jörg Binnenbrücker von der Kölner DuMont Venture, hat ein Heimspiel und er verkündet selbstbewusst mit markigen Worten: “Wir sind der beste Investor, den ihr kriegen könnt. Wir sind Menschen, keine Banken. Wir investieren in Köpfe und stehen euch mit Rat und Tat zur Seite.” (weiterlesen …)

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Gerüchte, Gerüchte: Bada wird Open Source, Kahlschlag bei WebOS20.09.11

Gerüchte betreffen immer häufiger mobile Betriebssysteme. So auch heute: Das “Wall Street Journal Online” will herausgefunden haben, dass Elektronikhersteller Samsung sein Betriebssystem Bada Open Source stellen will. Das würde bedeuten, dass auch andere Hersteller die Software auf ihren Geräten einsetzen könnten. Was Samsung davon hätte, leuchtet ein: Man würde die Marktmacht von Googles Android beschränken. Nachdem der Suchriese sich Samsungs Mitbewerber Motorola unter den Nagel gerissen hat, herrscht in der Branche ein wenig Furcht, Google könnte das System immer mehr auf Motorola-Geräte ausrichten und die anderen Anbieter vernachlässigen.

Was andere Hersteller davon hätten, Bada einzusetzen, müsste Samsung dann allerdings einmal genauer erklären. Denn gegenüber dem ebenfalls quelloffenen Android bietet Bada keine nennenswerten Vorteile, was Usability, Zahl der verfügbaren Apps, Shop und Entwicklungsumgebung angeht. Allerdings könnte es Samsung auch um seine Internet- und App-fährigen SmartTV-Fernseher gehen: Samsung Apps laufen sowohl auf Smart TVs, als auch auf Bada. Wer also schon einen SmartTV-Fernseher hätte, könnte es zumindest in Zukunft mit einem Bada-Smartphone synchronisieren. Um den Bogen zu HP zu schlagen: Würde Bada Open Source, dann wäre das auch eine Breitseite gegen andere Nischensysteme wie MeeGo – und WebOS, HPs nicht länger geliebtem System. Wie “All Things D” gehört haben will, will HP sich in der WebOS Global Business Unit mal eben von 525 Mitarbeitern trennen. (weiterlesen …)

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HP gibt Rätsel auf: Tablets ja, WebOS auch, aber bloß nicht beides zusammen19.09.11

Thomas Kuhn von der “Wirtschaftswoche” hat HPs Hardwarechef Todd Bradley in die Mangel genommen. Kuhn hat dabei genau die richtigen Fragen gestellt, nur eine leider vergessen: Warum will HP weiterhin Tablets bauen und an WebOS festhalten, aber kein WebOS mehr auf Tablets bringen? Vielleicht hat er das auch gefragt, und Bradley konnte ihm nur keine richtige Antwort geben, weil er es selber nicht weiß.

Was Bradley, Chef der neuen Hardwaresparte Personal Systems Group, sagt, ist in der Tat bemerkenswert. Nein, man habe kein Glaubwürdigkeitsproblem, und ja, man werde und will eine führende Rolle auf dem Tablet-Markt spielen. HP habe sich in den 70 Jahren seiner Geschichte immer an seine Zusagen gehalten. Kuhn kontert, HP-Chef Léo Apotheker und Bradley selbst hätten noch im Sommer Tablets und Smartphones als den neuen Wachstumsmarkt angesehen und angekündigt, beides aggressiv zu vermarkten. Dann aber das TouchPad und die Smartphones mit WebOS nur Tage später aufgegeben. Da sei man missverstanden worden, sagt Bradley: “Wir haben nie gesagt, dass wir das Tablet-Geschäft aufgeben. Wir werden nur selbst keine WebOS-Tablets mehr herstellen.” (weiterlesen …)

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Mokono vermarktet Adnation. Johnny Haeusler: “Konnten das nicht mehr leisten”19.09.11


Es geht um die Reichweite. Das ist das Gefühl, das man bekommt, wenn man in letzter Zeit Pressemeldungen von und über Mokono liest, dem deutschen Blogvermarkter. Der selbst wurde kürzlich von Populis übernommen. Mit dabei auch die Plattform Blog.de, die zu Mokono gehört. Die Reichweite der von Populis betreuten Websites soll durch die Mokono-Übernahme für 8,2 Millionen Euro 14 Millionen Unique Visitors erreicht haben. Jetzt will Mokono auch die Vermarktung der Adnation-Blogs übernehmen, was daraus nach eigenen Zahlen die Reichweite auf 17 Millionen Unique Visitors erhöhen würde.

Klingt erst einmal gut, aber was kommt dabei für die Blogs heraus und was war überhaupt der Grund für den Umschwung? Adnation beerbte damals das erfolglose Adical und startete mit viel Tamtam im Juni 2008 mit deutscher Web Prominenz wie Sascha Lobo, Max Winde und Johnny Haeusler. Während Lobo und Winde schon vor zwei Jahren aus dem Projekt ausstiegen, war Haeusler bis zuletzt bei Adnation involviert – und antwortete mir gerade am Telefon sehr offen auf alle Fragen: “Wir haben uns zu dem Schritt entschlossen, weil wir das einfach nicht mehr leisten können.” (weiterlesen …)

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Google kauft DailyDeal, belohnt deutsche Copycat-Industrie19.09.11

Das mit dem Original hat nicht geklappt, also her mit der Kopie: Google hat das deutsche Schnäppchen-Portal DailyDeal gekauft. Das melden die beiden Gründer Fabian und Ferry Heilemann auf ihrer Website, und Google hat den Kauf gegenüber Kress bestätigt. Die Kaufsumme ist noch nicht bekannt. Und die Übernahme gibt mir einige Rätsel auf. Euch auch? Es ist kein Geheimnis, dass Google seit längerem den Einstieg in das Geschäft mit Deals und ortsbezogenen Diensten forcieren will. Auch die mobile Geldbörse wird mehr schlecht als recht an den Start gebracht. Allerdings geht es dabei keinesfalls nur um Mitteleuropa. Dass man jetzt DailyDeal übernimmt, einen Dienst der bislang nur im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) überhaupt verfügbar ist und noch nicht einmal eine englischsprachige Version hat, passt da nicht so recht ins Konzept.

Sicher, eine englische Lokalisierung ist schnell gemacht, aber woher kommen die Deals? Man wird doch hauptsächlich den nordamerikanischen Markt im Auge gehabt haben und da müssen doch erst einmal Dependancen gegründet und Anzeigenpersonal akquiriert werden. Was es dafür schon gibt, sind Apps für iOS und Android. Möglicherweise spart Google ganz einfach Zeit, wenn man DailyDeal übernimmt, statt einen eigenen Rabattmarkenshop entwickeln zu müssen. Rund 200 Mitarbeiter sind inzwischen bei DailyDeal beschäftigt. Es mag am Montagmorgen und meiner schlechten Laune liegen, aber ich sehe die Übernahme gleich in mehrfacher Hinsicht skeptisch. (weiterlesen …)

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Piratentag19.09.11

Geschickter Schachzug, liebe Piratenpartei, ausgerechnet am Tag vor dem “Talk like a Pirate Day” in den Berliner Landtag einzuziehen! Mit 8,9 Prozent fast fünfmal so stark wie die FDP, die nur 1,8 Prozent der Stimmen bei der Berliner Landtagswahl auf sich vereinigt. Nur 10 Prozent der Piraten-Wähler habe die junge Partei aufgrund ihres Programms gewählt, meint die Forschungsgruppe Wahlen. Ein weiterer Grund für den Erfolg dürfte sein, dass die Piraten viele sonstige Nichtwähler mobilisiert hat. Na denn, feiert schön! Die nächsten vier fünf Jahre dürften harte Arbeit werden.

Die Berliner FDP wurde derweil gestern Abend gleich zweimal gedemütigt: Einmal mit dem desaströsen Wahlergebnis von 1,8 Prozent – einige Spötter kramten bereits die alten “Initiative 18″-Plaketten wieder heraus und setzten ein Komma dazwischen. Zum zweiten von Martin Sonneborns Spaßpartei “Die Partei”. Diese infiltrierte zusammen mit Aktivisten der “Hedonistischen Internationalen” die Wahlparty der FDP und jubelte, als das vorläufige Ergebnis von schon da bekannten weniger als 2 Prozent bekannt gegeben wurde. Ein Video der Aktion erschien auf YouTube. (weiterlesen …)

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Es ist vorbei: Ein Abgesang auf den Social-Media-Hype18.09.11


Es war die “Todeswoche” hier auf Basic Thinking. Zumindest der Diskussion wegen haben wir uns kritisch mit Trends befasst, die an Schwung verloren haben: Flattr, Twitter, und wenn man so will: In den Wochen davor auch schon den Blog-Kommentar. Wen ich in dieser Woche eigentlich noch für tot erklären wollte: den MP3-Download, Groupon/Deals, den Check-in und die SMS. Und weil ich gerade dabei gewesen wäre, vielleicht auch noch DSL, Google Plus oder ganz allgemein: den Hype. Aber dann fehlte mir die Zeit für alles. Ebenso, wie mir immer mehr die Zeit für Social Media fehlt. Es war schön, als Facebook und Twitter das Social Web zu erobern schienen und es genügte, sich allein um diese beiden Netzwerke zu kümmern. Dann kam Google Plus und brachte diese heile Welt durcheinander, indem es die Welt noch heiler machen wollte.

Zeitgleich kam dieser vermeintlich heilen Welt noch ein weiteres Unheil in die Quere: Social Media ist nichts Besonderes mehr, schreiben sie drüben bei Cluetrain PR, und ich muss mich der Meinung anschließen. Facebook ist Alltag geworden. Von Blogs werden längst die gleichen stichhaltigen und korrekten Informationen erwartet wie von Tageszeitungen. Vor zwei Jahren hättet ihr noch gebettelt, dass man euch einen Invite zu einem neuen Social Network zukommen lassen möge. Heute ist das Getue um Invites nicht mehr möglich. Amen dafür die Alleinschuld in die Schuhe zu schieben, wäre aber zu kurz gedacht. Hier hat sich einfach nur der Frust entladen, der sich über die letzten Monate angestaut hat. Da wurden uns viele Dinge als die Offenbarung verkauft, die einfach keine waren: Quora, Color, Foursquare, Groupon – der Hype um Spielereien ist jetzt vorbei. (weiterlesen …)

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Grid 10: Hands-on und weitere Details17.09.11


Weil es gestern etwas schnell gehen musste mit meinem Beitrag über das Grid 10 und Grid OS, schulde ich euch noch ein Hands-on Video – und ein paar Details. So vergaß ich zu erwähnen, dass Fusion Garage sich generell von den Großen unterscheiden will, nicht nur, was Hard- und Software anbelangt, sondern auch bei den Inhalten. So laufen natürlich Android-Apps auf Grid OS. Standard-Shop ist aber nicht Googles Android Market, sondern Amazons Android App Store – wobei noch zu klären wäre, ob man da auch von Deutschland aus Zugang zu hätte. Noch vor Ende des Jahres soll ein eigener Grid Store zum Einsatz kommen. Voreingestellte Suche ist Bing und nicht Google.

Aktuelle Version des eigenen Betriebssystems Grid OS? “1.0″ sagte mir Fusion-Garage-Chef Chandra Rathakrishnan gestern bei der Vorstellung des Geräts in Hamburg. Eine feste Versionsnummer gibt es eigentlich nicht, Updates sollen aber – ähnlich wie bei iOS – laufend folgen und Over the Air eingespielt werden können. Das Grid OS macht im ersten Eindruck sehr viel Spaß. Es unterscheidet sich deutlich vom Android-Einheitsbrei und dürfte neben iOS und Honeycomb-Android ein gangbarer dritter Weg sein. Vor dem Blackberry-Playbook, von dem RIM bislang auch erst 200.000 Stück verkauft hat, braucht sich Fusion Garage zumindest nicht zu verstecken. Vor bisher gezeigten MeeGo-Versionen auf Tablets auch nicht. Bis Windows 8 für Tablets so weit ist, wird wohl auch noch ein Jahr ins Land ziehen. Und da noch immer unklar ist, ob WebOS noch einmal auf einem neuen Tablet zum Einsatz kommt, sehe ich für Grid OS gar keine so schlechten Chancen, zumal das Grid 10 mit Preisen für 299 Euro (WLAN) oder 399 Euro (3G) absolut bezahlbar ist. (weiterlesen …)

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