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Archive for 09.2011

Gerüchteradar: Tablet mit Windows 8, Jerry Yang, Arrington, Ice Cream Sandwich08.09.11


So schnell kann es gehen. Gestern freute ich mich noch, dass das Sommerloch jetzt endlich vorbei wäre. Heute gab es dann nicht viel mehr als einen Haufen Gerüchte. Im Laufe des Tages schrieben viele Kollegen, dass Techcrunch-Gründer Michael Arrington das Machtspiel bei AOL verloren habe und gefeuert wurde. Sie stützten sich dabei auf eine Meldung von Fortune, das selbst keine Quelle zitiert und nur schreibt, man habe da etwas in Erfahrung gebracht. Etwas wenig stichhaltig, das Ganze.

Heute Abend gibt es noch immer keine Gewissheit, wer das Ränkespiel bei AOL gewonnen hat, auch wenn Techcrunch-Redakteur Paul Carr Arringtons Abgang indirekt bestätigte. GigaOM spekuliert sogar, dass AOL-Chef Tim Armstrong vielmehr der nächste sein könnte, der geht. Weil er sich verzockt hat, als er in Arringtons Gründerfonds einstieg und den Interessenskonflikt nicht sah, wenn Arrington gleichzeitig Chefredakteur seines Startup-Blogs bleibt. Ein möglicher Nachfolger: Vielleicht Arianna Huffington, vielleicht aber auch wer ganz anders. Ob’s stimmt? Bei AOL scheint derzeit alles möglich zu sein. Bei Yahoo übrigens auch. (weiterlesen…)

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Meine Hochachtung: Fanpost an den USB-Stick08.09.11


Ich muss irritiert geguckt haben, als die Mitarbeiterin am Info-Stand mir das Pressekit aushändigte. “Mein Rechner hat kein optisches Laufwerk mehr”, erklärte ich. “Sie haben die Pressemappe nicht auch noch als USB-Stick?” Sie verneinte, und ich zog etwas nachdenklich mit einer DVD wieder ab. Infomaterial gibt es wie am Ort dieser kleinen Unterhaltung, der IFA, auf Presseterminen oder anderen Veranstaltungen fast nur noch als USB-Stick. Und der ist längst nicht mehr nur ein hässlicher, grauer Klotz. USB-Sticks sind zu einem beliebten Alltagsgegenstand geworden.

Und das hat Designer auf den Plan gerufen, die sich dem Medium mit neuen Formfaktoren genähert haben. Inzwischen bekommt man kaum noch Sticks mit weniger als 2 Gigabyte. 4 oder 8 GByte scheint inzwischen das absolute Minimum zu sein. Als kürzlich ein Personaler zu uns ins Büro kam und um einen 1-GByte-Stick bat, weil sein Autoradio größere Speicher nicht akzeptiert, konnten wir ihm nicht helfen. Die sind kaum noch zu kriegen. Der langen Rede kurzer Sinn: Der USB-Stick ist praktisch und er ist Kult. Wir haben euch deswegen in einer absolut unaufgeregten und nerdigen Bilderserie unsere schönsten USB-Sticks vorgestellt. Für Fans. (weiterlesen…)

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Like-Button: Facebook knickt (ein wenig) vor Kritik eines Scharfmachers ein08.09.11

Ich hab das Thema ein paar Wochen lang ignoriert. Warum auch nicht? Meistens regelt sich so ein Blödsinn ja von selbst. Da warnt wieder einer vor Facebook und erklärt Like-Buttons und Fanpages auf Facebook für illegal. Hin und wieder schreit mal wieder einer rum, manchmal brandet im Web noch ein Proteststurm dagegen auf, manchmal lohnt sich die Mühe aber auch einfach nicht. Und in wenigen Wochen ist der Spuk dann meist wieder vorbei.

Diesmal scheint es anders zu sein. Der Mann meint es ernst und viel zu viele nehmen ihn ernst. Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert (Bild oben) will Unternehmen in seinem kleinen Bundesland die Verwendung des Facebook-Like-Buttons und einer Fanpage untersagen. Entfernen sie beides nicht bis Ende September, will er ihnen Strafen bis 50.000 Euro aufbrummen. Statt Abmahnwellen könnte es dann einen Reigen von Strafbescheiden geben, von oberster Stelle. Ein Bundesland will seinen Bürgern horrende Strafen dafür aufbrummen, wenn sie die Dienste eines ausländischen Socials Network in Anspruch nehmen und es nicht schnell genug schaffen, die Dienste wieder abzustellen. Das ist starker Tobac, und das ist maßlos. (weiterlesen…)

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Ifttt vereinfacht das Leben: Fantastischer Baukasten, scheußlicher Name08.09.11

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das Projekt ein Erfolg wird. Wo ich mir aber sicher bin, ist, dass das so manchen Tüftler in Entzücken versetzen wird. Martin wies drüben auf Netzwertig darauf hin, dass Ifttt inzwischen öffentlich verfügbar ist. Jeder kann auf Ifttt jetzt also zahlreiche Dienste beliebig miteinander verknüpfen. Und hier ist echte Kreativität gefragt. Ifttt selbst gibt als Beispiel an, dass man den Dienst dafür verwenden kann, Bilder, die man auf Instagram oder Flickr hochgeladen hat automatisch mit seinem Dropbox-Account zu synchronisieren. Jedes Mal, wenn Blogger X über Thema Z bloggt, könnte ich eine SMS bekommen. Oder wenn mein Telefon klingelt, könnte Ifttt dafür sorgen, dass mein neuester Blogbeitrag veröffentlicht wird. Warum auch immer ich das machen sollte.

Das sind größtenteils keine neuen Erfindungen. Wenn ihr etwa an Google Alerts denkt, ist das nichts anderes als dass Google eine E-Mail verschickt, wenn eine neue Meldung zu einem voreingestellten Thema bei Google News erscheint. Crosspostings zwischen Twitter und Facebook etwa sind nicht hübsch, aber seit Jahren möglich. Neu an Ifttt ist, dass jeder selbst das Handwerkszeug in die Hände bekommt, sich mit ein paar Klicks und vielen bunten Icons seine eigenen Mashups zu basteln. Das habe ich bislang in der Form bislang nur bei Yahoo Pipes gesehen, dort aber weit weniger klickibunti. In den Channels verrät Ifttt, welcher Dienst wofür benutzt werden kann. Ich wollte gerade meinem verehrten Kollegen Hayo einen automatischen Maildienst einrichten, der ihn daran erinnert, sich die Haare schneiden zu lassen, jedes Mal wenn das Thermometer auf über 10 Grad klettert. Aber bei Ifttt scheint man – leider zum Glück – nur Aufgaben für sich selbst erstellen zu können. (weiterlesen…)

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Deutsche “Wired” liegt am Kiosk. Liest sich gut. Kauft sie!08.09.11

Wenn man heute etwas über die erste Ausgabe der deutschen “Wired” schreibt, muss man sie entweder in den Himmel loben oder verreißen, um überhaupt gehört zu werden. Entscheiden müsst ihr wie immer selbst. Ich kann euch hier nur meinen ersten Eindruck geben. “Wired” auf deutsch erschien heute in Zeitschriftenhandel im Paket mit dem Männer-Lifestyle-Magazin “GQ”. Das wurde im Vorfeld vor allem von Frauen kritisiert, die dadurch einen Grund weniger haben, sich das Technikmagazin zu kaufen. Sicher nicht zu Unrecht, auch wenn der Verlag Condé Nast wohl zu allererst an mögliche Absatzmärkte gedacht hat. Technik ist nach wie vor größtenteils Männersache, aber so ändert man daran natürlich nichts.

Beim Preis für 5 Euro für beide Hefte (die “Wired” soll Ende des Monats noch einmal einzeln für 3,80 Euro auf den Markt kommen), kann man allerdings die “GQ” zur Not direkt entsorgen. Oder einem Geek schenken, denen die “Wired” den Schwerpunkt gewidmet hat. Was unterscheidet einen Geek vom Nerd? “Wired” klärt auf:

Geeks sind ebenfalls vernarrt in ihr Fachgebiet, doch wollen sie andere für das Feld begeistern, mitreißen. Sie sind extrovertiert und kommunikativ. “Geek” ist ein positives Wort. Bei der “Süddeutschen Zeitung” fand es im vergangenen Jahr neunmal Verwendung. Das sagt viel über die Haltung Deutschlands gegenüber jenen Menschen aus, die sich für Technik begeistern.

Nicht ganz unpassend also die Nähe zur GQ. Der Inhalt? Ich hatte heute nur eine knappe Dreiviertelstunde, um mir in der Bahn auf den Weg zu Arbeit einen ersten Eindruck zu verschaffen. Aber mein Zwischenfazit ist positiv. (weiterlesen…)

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IFA tötet Sommerloch07.09.11


Mein geschätzter Vorgänger André Vatter klang gestern auf Google Plus fast ein wenig verängstigt: “Ein Wahnsinn, wo und vor allem wie scharf derzeit im Netz und in der Tech-Branche geschossen wird”. Und er nannte neue Drohungen der Musikindustrie, das Chaos um Wikileaks und das Gezetere um Techcrunch als Beispiel. Ich hab versucht, ihn zu beruhigen: Das sei doch alles für sich genommen nichts Neues und Besonderes. Aber womit er Recht hat: Es ist wieder richtig was los im Moment. Das Sommerloch ist vorbei. Es geht wieder rund.

Die Frage ist: Warum gerade jetzt? Sicher: Die Urlaubszeit ist vorbei – hier in NRW natürlich passenderweise heute – und die Branche ist zurück an ihren Schreibtischen und Kreativstudios, wo sie neue Dinge aushecken kann. Nun war es allerdings nicht so, dass in den vergangenen Wochen rein gar nichts passiert wäre. Mit Verlaub: HP hat mit dem Gezetere um WebOS eine Woche lang den Alleinunterhalter gemacht. Die Gamescom hat von RTL ihr Fett wegbekommen und RTL dafür sein Fett von der gesamten Netzgemeinde. Und wenn man so will, fiel Google Plus mit seinem Start Ende Juni auch mitten in den Sommer. Schuld an dem Ende der Ruhe dürfte aber zu einem großen Teil die IFA sein. Durch sie hat sich die Berichterstattung in den letzten Tagen einfach verdichtet.
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Vom iMac abgeschaut: PC-Branche setzt auf All-in-One-PCs, und warum mir das gefällt07.09.11

Man hat einiges gelesen in den vergangenen Monaten: die Post-PC-Ära sei jetzt da, PCs seien zumindest in der Midlife Crisis, Apple mache das Rennen. Stimmt nur teilweise, denn PCs sind plötzlich wieder gefragt, zumindest wenn es um neue Geräteklassen geht. Aber man muss zugeben, dass die PC-Hersteller zum Teil selbst Schuld an diesen Schlagzeilen sind. Michael Dell hielt sich lange bedeckt, was die Zukunft der PCs aus seinem Hause angeht. Die Absatzzahlen sinken nämlich. Und bei HP soll der einstige Umsatzgarant künftig bloß nicht mehr die heikle Konzernbilanz in den Dreck ziehen: Die Sparte wird ausgegründet. Sollen die PC-Jungs doch selbst sehen, wie sie durch den Winter kommen.

Aber eben dieses HP hat dem Abwärtstrend jetzt doch recht überraschend eine Absage erteilt. Der IT-Pionier stellte gleich einen ganzen Reigen von All-in-One-PCs vor, zum Teil mit Touchscreens. All-in-One-PCs wie sie auch auf der IFA schon einer der heimlichen Trends waren, auch wenn sie im Schein der Tablets und 3D-Fernseher weniger auffielen. Asus hatte welche im Programm, Acer, Toshiba, Lenovo und Sony auch. Von Dell wird in absehbarer Zeit einer erwartet. Die Branche hat Blut geleckt: Hardware ist wieder chic. (weiterlesen…)

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Herbsttheater mit Erpressung und Geheul: Techcrunch auf Konfrontationskurs mit AOL07.09.11

Ach Leute, es passiert wieder einiges in diesen Tagen. Apple nimmt Samsung das Lieblingsspielzeug weg und spielt selbst ein wenig Polizei, Wikileaks verändert wieder einmal die Medienlandschaft. Und im Hause AOL hängt der Haussegen schief. Mitbekommen habe ich das sehr wohl, aber ich sah bis gestern Abend keinen Grund darüber zu schreiben. Praktisch jeder von euch vermutet hinter Apples angeblich verlorenen Prototypen des iPhone 5 eine billige Marketingaktion. Aber keinem fiel auf, dass MG Siegler von Techcrunch gestern nichts anderes gemacht hat, als er schrieb, sein Blog könnte ab heute nicht mehr das gleiche sein.

Wer es noch nicht weiß: Techcrunch ist eins der meist gelesenen Blogs der Welt. Gründer Michael Arrington und sein Team halten enge Kontakte zu US-Startups und Internetunternehmen und sind dadurch so etwas wie ein Leitblog geworden. AOL kaufte Techcrunch deswegen vor knapp einem Jahr für 25 bis 30 Millionen US-Dollar und versprach, den Techbloggern nicht dazwischen zu funken. Die Vorzeichen änderten sich, als AOL im Frühjahr auch die Huffington Post übernahm und deren Gründerin Arianna Huffington zur Chefredakteurin und damit Vorgesetzten von Arrington erklärte. Dass Arrington nun vergangene Woche ankündigte, einen eigenen Startup-Fonds zu gründen, gefiel Huffington gar nicht. Sie sieht darin einen Interessenskonflikt und will Arrington rauswerfen. Der stellte nun AOL ein Ultimatum, was der Internetpionier auf gleiche Weise konterte. Wie die Sache ausgeht? Mittlerweile ist jedes Szenario denkbar. (weiterlesen…)

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Nokia Tune Remake: Neuer Standard-Klingelton gesucht07.09.11

Nokias Standard-Klingelton ist Kult geworden. (Fast) Jedes Kind dürfte ihn schon einmal gehört haben, auch wenn Android und iPhone in immer mehr Haushalte Einzug halten. Der 1994 erstmals vorgestellte Nokia Tune mit dem Namen “Gran Vals” ist allerdings auch ein wenig in die Jahre gekommen, und deswegen suchen die Finnen nun via Crowdsourcing nach einem Nachfolger. Das heißt: Diesmal seid ihr gefragt. Ihr dürft nicht nur Eigenkompositionen einreichen, sondern wählt in einer Abstimmung schließlich auch fünf der zehn Töne, die in eine Endausscheidung kommen. Dort entscheidet letztendlich freilich die Jury, welcher Ton gewinnt. Nach Erfahrungen mit dem Bud-Spencer-Tunnel in Schwäbisch Günd oder Pril mit Hähnchengeschmack sicher nicht die schlechteste Idee der Finnen, über den späteren Sieger selbst das letzte Wort zu haben. (weiterlesen…)

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Konkurrenz für Andy: Congstar plant virtuellen Berater07.09.11

Die IFA – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Dies sind die Abenteuer des Bloggers Hayo, der viele Kilometer vom Bürostuhl entfernt unterwegs war, um fremde Welten zu entdecken, neue Gesprächspartner und neue Technologien. Hayo drang dabei in Räumlichkeiten vor, die kaum ein Mensch zuvor gesehen hat. Zum Beispiel die Lounge Bonn im Obergeschoss des Telekom-Messestandes. Grund: ein Gesprächstermin mit Martin Knauer, dem Chef der Telekom-Discountmarke congstar.

Wenn euch interessiert, was congstar in Sachen DSL-Vermarktung, Mobilfunk-Preissenkungen und Shop-Expansion so vorhat, sei euch mein umfangreiches Interview mit Herrn Knauer ans Herz gelegt, das wir bereits auf onlinekosten.de veröffentlicht haben. An dieser Stelle soll es vorrangig um die bereits laufenden und für die Zukunft geplanten Social-Media-Aktivitäten des Billiganbieters gehen, der sich vom Wettbewerb als Markendiscounter abgrenzen möchte. Dazu soll das Angebot an digitalen Service-Diensten weiter ausgebaut werden. (weiterlesen…)

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Yahoo-Chefin Carol Bartz muss gehen: Facebook hat das Spiel verdorben07.09.11

Sie war keine Leisetreterin wie ihr Vorgänger Jerry Yang. Aber der Konzern hat trotzdem die Reißleine gezogen: Yahoo hat Carol Bartz gefeuert. Bartz wurde am Telefon von ihrer Ausmusterung als CEO informiert und verabschiedete sich per Mail von ihren Mitarbeitern:

An alle,

ich bin sehr traurig darüber, euch mitzuteilen, dass ich gerade am Telefon von Yahoos Verwaltungsratsvorsitzenden gefeuert worden bin. Es war mir ein Vergnügen mit euch allen zu arbeiten und ich wünsche euch nur das Beste für die Zukunft.

Carol

Der Grund für die Entlassung ist noch unklar. Bartz soll bei den Investoren nicht sonderlich beliebt gewesen sein, die zuletzt ihr Kapital von einigen Yahoo-Bereichen abgezogen haben. Ironischerweise soll an Bartz Entmachtung nicht nur der Verwaltungsratsvorsitzende Roy Bostock beteiligt gewesen sein, sondern auch Bartz’ Vorgänger und Yahoo-Mitgründer Jerry Yang. Dieser spielt laut All Things Digital nach wie vor eine Schlüsselrolle bei Yahoo, und zwischen ihm und Bartz soll es in letzter Zeit immer häufiger gekriselt haben. Die Anleger schienen hörbar aufzuatmen: Der Kurs der Yahoo-Aktie kletterte nachbörslich prompt um sechs Prozent. (weiterlesen…)

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Schnapsidee oder nicht? Paytipper plant eine Bezahlschranke für Blogs06.09.11


Ich sprach gestern mit Kai-Christian von Bockelberg, “Leiter Customer Service” bei Paytipper. Demnach plant der Anbieter für Paid-Content-Systeme eine Bezahlschranke für Content-Anbieter, auch für Blogger. Starten wird das Projekt voraussichtlich im Oktober, zu sehen gibt es bislang noch nichts. Spannender fand ich deswegen die Idee, die sich dahinter verbirgt. Normal telefoniere ich mit Unternehmern und Gründern, um sie nach ihren Ideen zu fragen. Aber mein Gespräch mit Bockelberg gestern mündete nach einiger Zeit in eine Grundsatzdiskussion.

Eine Bezahlschranke für Blogs ist etwas, wovor ich grundsätzlich warnen muss. Das bedeutet nicht, dass Blogger und Journalisten mit ihren Angeboten kein Geld verdienen dürfen. Allerdings kenne ich bis heute kein einziges Blog, dessen Inhalte so unersetzlich wären, dass ich dafür bezahlen würde. Wenn ich Mashables Abhandlung über das neueste Dual-Core-Smartphone mit 0,1 Millimeter dünnerem Gehäuse nicht kostenlos bekäme, dann würde ich mir eben die auf The Next Web durchlesen oder einem der 100 anderen Techblogs, die auch darüber schreiben. Und selbst wenn ein Blog eine Bezahlschranke verdient hätte, wäre der Besuch dort immer mit einem Umweg verbunden, den ich nicht bereit wäre zu gehen. Es gibt allerdings Ausnahmen, für die eine Bezahlschranke nicht per se sinnlos wäre. (weiterlesen…)

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ZapUnited: Ruhiger als Rivva und Techmeme06.09.11

Das flatterte mir gerade in den Posteingang und ich stelle es einfach mal kurz vor: ZapUnited. Sicher nicht das erste seiner Art, aber doch einen Blick wert. Die Seite aggregiert Content von Blogs und Nachrichtenwebsites sortiert nach Themen und stellt sie mit einem großen Bild dar. Im Vergleich zu Webkatalogen und Memetrackern nimmt ZapUnited damit eine Art Zwischenposition ein: Die Sortierung ist bildlastiger, die verlinkten Beiträge von mittlerer Aktualität. Herzstück des Projekts von Dominik Hettich ist allerdings das Widget, das man auf seinem eigenen Blog einbaut und das auf Content anderer Websites hinweist. Wer das Widget verwendet, stellt damit gleichzeitig sicher, dass das eigene Blog auf anderen Websites auf die gleiche Weise beworben wird. (weiterlesen…)

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IFA fehlte die Inspiration: Echte Highlights dann im nächsten Jahr?06.09.11

Man muss mit der Lupe danach suchen, aber Panasonic hat auf der IFA tatsächlich eine vorgestellt: Eine Kamera, die auch einen WLAN-Chip integriert hat. Mit der Lumix DMC FX90 kann man seine Bilder oder Videos direkt auf seinen Rechner oder ins Netz schicken. Noch immer eine Top-Innovation im Jahre 2011 auf der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik. Und es ist nicht so, dass die Hersteller rein gar nichts vorzuweisen hätten. Sie scheinen nur alle den gleichen Trends zu folgen, ohne mal über den Tellerrand zu schielen. 3D war der große Schrei auf der diesjährigen Messe, mit Brille, ohne Brille, für Kameras, Fernseher, Laptops. Eine schöne Weiterentwicklung, keine Frage. Jubel ist aber nicht angebracht. Es fehlt die Inspiration, es fehlen echte Highlights.

Welcher Hersteller hatte eigentlich keinen Fernseher im Angebot oder kein Tablet, die sich bis auf wenige Ausnahmen gleichen wie ein Ei dem anderen? Sicher, Samsung hat ein Riesenbaby von einem Smartphone vorgestellt und die Fachwelt rätselt: Ist das noch ein Smartphone oder schon ein Tablet? Und Sony hatte etwa die Playstation Vita im Gepäck, eine spannende Weiterentwicklung der Playstation Portable mit zwei Touchscreens. Die wurde allerdings schon einige Wochen vorher auf der Gamescom vorgestellt. Es ist bezeichnend, dass Apples einstweilige Verfügung gegen Samsungs Galaxy Tab 7.7 die aufregendste Nachricht der Messe darstellte. Ein Streit um Ideen und Patente als Zeichen dafür, wo die Technikwelt gerade steht. (weiterlesen…)

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Amen, ein Startup und ein neuer Hype06.09.11

[Update] Okay, Notiz an mich selbst: Keinen Beitrag veröffentlichen, wenn man zu wenig zu erzählen hat. Ich wollte den Wunsch des Anbieters respektieren, keine Details zu veröffentlichen, euch aber doch von dem Hype um das Startup berichten. Ignoriert diesen Beitrag, wenn ihr harte Fakten über Amen wollt! Die muss ich zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. [/Update]

Es gibt da diesen exklusiven, neuen Club, von dem alle gerade sprechen. Nicht viele haben bisher Einlass erhalten. Na gut, zumindest hochgerechnet auf die Weltbevölkerung nicht viele. Aber als man mich heute Vormittag dann reingelassen hat, waren schon viele bekannte Gesichter vor Ort. Wie man den Hype um den Dienst aufrecht erhält? Indem man Neulinge eindringlich bittet, keine Screenshots oder Beschreibungen darüber zu veröffentlichen und keine Links weiter zu verbreiten. Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club. Die zweite Regel des Fight Club lautet, ihr verliert kein Wort…

Halt, in dem Fall ist es anders. Drüber reden soll man schon, damit es alle erfahren. Aber bitte nicht sagen, was da drinnen so passiert. Amen heißt dieser Club und das Wort ist auch Programm. Ich habe gerade einmal reingeschaut. Scheint noch etwas fehleranfällig zu sein, ist aber auch noch Private Beta. Ein sehr freundliches Design. Auch inhaltlich schon etwas, womit man sicher ein paar Stunden verbringen kann und was auch eine Weile Spaß macht. Allerdings auch nichts, was mich in Jubelstürme ausbrechen lässt. Trotzdem ein schönerer Ansatz als viele ähnliche Dienste, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. So richtig interessant wird das ganze wohl erst auf dem Smartphone. Bis dahin lebt Amen vom Reiz des Exklusiven: Wer noch nicht drin ist, wird unbedingt rein wollen. (weiterlesen…)

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